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Ungewöhnliche Blattform einer P. grandiflora


partisanengärtner

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partisanengärtner
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Wegen der ungewöhnlich breiten und strukturierten Blätter sind mir diese Pinguicula seit letztem Jahr ins Auge gestochen.

Falls jemand eine Idee hat warum die solche Blätter und Größe hat bitte ich um Nachricht.

Blätter mit 2 € Münze

p.grandifloraoder.jpg.1cbd987f54892c7823bc2ea128ab3eb2.jpg

 

In Blüte sahen sie so aus.

p.grandifloraBluete.jpg.656c52325be846d60c4cba970a61ffe2.jpg

 

 

Edited by partisanengärtner
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jeff72

Wie groß ist die Größe in cm?

Bei Grandiflora kann das Blatt aus normaler morphologischer Sicht 3 bis 6,5 cm lang und 1,5 bis 3 cm breit sein

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Markus Welge

Ich würde sagen, dass diese Blattform in dieser Pflanzung völlig normal ist. Da die Pflanzen jetzt erst blühen, was reichlich spät ist, haben sie sich wohl lange durch das Sphagnum kämpfen müssen. Daher strecken sie die Blätter nach oben und werden breiter, um möglichst viel Licht einzufangen. Zu dieser Zeit sehen meine P. grandiflora auch so aus und machen in normaler Topfkultur auch solche Blätter nachdem ich die Schattierung aufgelegt habe - allerdings nach der Blüte. Nur direkt im frischen Austrieb im Frühjahr sind die Blätter kompakter, spitz zulaufend mit leicht eingerollten Blatträndern wenn sie frei wachsen können und hell stehen. 

 

Viele Grüße 

Markus 

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partisanengärtner
Posted (edited)

Wie ich schon geschrieben habe ist die Blütezeit schon  früher gewesen (wobei sie sehr lange geblüht hat und auch sehr üppig, die kleine im Bild war eine Nachblüte), zur gleichen Zeit wie die anderen P. grandiflora bei mir anderen auch bei mir ob im Sphagnum oder ohne. Die Pflanze mußte nicht kämpfen da sie schon im letzten Jahr das Sphagnum verdrängt hatte. Im Winter rückt das Sphagnum wieder der Winterknospe auf die Pelle.

 

Zur Größe  kann ich nichts weiter sagen, da muß ich noch genau nachmessen. Das Zweieurostück im Bild hat einen Durchmesser von  2,5 cm. Das stärkste Blatt scheint  doppelt so breit zu sein. Die Länge kann ich noch nachmessen.

Edited by partisanengärtner
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Markus Welge

Also bei mir sehen die jedenfalls auch so aus..:IMG_6239.thumb.jpeg.9660a92e8056182407cbaee1fef588fc.jpeg

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partisanengärtner

Schöne Exemplare, so sehen meine normalen auch aus. Dieser eine Fleck hat eine Neigung zu breitblättrigem Kopfsalat. Die Blätter haben auch mehr Substanz.

Vielleicht habe ich da auch eine triploide Form. Blühte deutlich üppiger als alle anderen. Ob sie auch Samen haben weiß ich noch nicht.

Vielleicht sieht man so mehr?

kopfsalat.jpg.cdbf5fcb6af6263629c3953e85e0cf19.jpg

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partisanengärtner

Habe es heute nachgemessen. maximale Blattbreite ist nur 4 cm. Länge 7 cm. Alle Blüten haben Samenkapseln entwickelt.

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J.N.B.

Vielleicht wäre es eine Möglichkeit, eine von diesen auffälligen Pflanzen zu entnehmen und zu topfen. Dann könntest du sie mit anderen P. grandiflora unter identischen Bedingungen beobachten und vergleichen.

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partisanengärtner

Mit Töpfen mache ich nicht mehr rum, der Pflegeaufwand ist recht groß und die Optik im Topf wenig ansprechend. Es gibt auf den Inseln zahlreiche Exemplare die teils unter sehr ähnlichen Bedingungen im Sphagnum wachsen und eben ganz normal groß sind.

Allerdings sind das ja eher Biotope die unterschiedliche Pilzgesellschaften beherbergen und auch diverse Pflanzengesellschaften haben.

Werde diese Insel weiter beobachten und vielleicht ein paar Exemplare von anderen dazu pflanzen.

Es könnten sogar schon welche drauf sein, die wegen unterschiedlichem Alter oder Genetik dagegen mickrig sind. Habe ich noch nicht verifiziert.

Auf einigen Inseln haben Mäuse die größten Knospen im Winter geerntet. Vielleicht hätte ich ja mehr solche Salatköpfe.

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partisanengärtner

Hydroponische Inseln die aus Schwimmkörpern und einem Saugvlies bestehen. Damit spart man bis zu 100 % Torf, teils wachsen sie nur auf dem Vlies. Extrem Pflegearm.

In dem folgenden thread habe ich solche Varianten gezeigt.

https://forum.carnivoren.org/forums/topic/36569-patchworkmoorbeet-erweiterbares-moorbeet-im-baukastenstil/page/16/

 

 

 

Teils schwimmen sie auch auf Regentonnen und dienen als Rettungsinseln oder Bienentränken.

https://forum.carnivoren.org/forums/topic/55141-simple-hydroponik-mit-lebendigem-boden/

 

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Insectivorophilia

Ich habe auch solche Inseln nach dem Vorbild von partisanengärtner geschaffen und bin sehr froh darum, seine mitgeteilten Erfahrungen waren hierbei wertvoll. Inzwischen habe ich zusätzlich auch Schwimmende Inseln mit Alpinen...

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partisanengärtner

Alpine Zwergprimeln, Enziane gedeihen dort hervorragend. Wo die herkommen regnet es ja deutlich häufiger und daher gehen viele dieser Schönheiten  so auch im Flachland.

Bei den Substraten für sowas bin ich immer noch am experimentieren.

 

Der Pflegeaufwand ist minimal und man hat keine Ausfälle weil man nicht rechtzeitig gegossen hat oder die Urlaubspflege was nicht rechtzeitig bemerkt hat. Winternässe bedarf bei manchen noch etwas Anpassung. Da habe ich noch ein paar Ideen.

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jeff72
Posted (edited)

Für die Blätter spielen meiner Meinung nach zwei (vielleicht mehr) Bedingungen eine Rolle:

- Sonnenlicht für Pflanzen

- und der Insektenfang

 

Teil meiner Sammlung von Pinguicula grandiflora subsp grandiflora

 

http://pinguicula.free.fr/grandi2024.png

 

für bestimmte Blätter 3,5 cm x 8 cm

Edited by jeff72
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partisanengärtner

Stehen dort im hellen Halbschatten. Insektenfang scheint relativ gering. Der Regen wäscht die Blätter wohl auch sauber..

Leider funktioniert der Link nicht, ich bekomme nur eine Fehlermeldung.

Jetzt funktioniert es. So lange schmale Blätter haben meine meistens nicht. Aber diese speziellen Salatblätter sehen schon sehr anders aus als bei euch.

Vor allem haben sie mehr Substanz und scheinen nicht ganz so drüsig zu sein.

Vielleicht liegt das dort an anderen Wechselwirkungen. Ich habe dort ja recht lebendigen Boden mit diversen Pilzen die dort auch fruchten.

Bin heute wieder oben und werde noch mal aktuelle Fotos und Messungen machen.

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jeff72

Die Verbindung ist wiederhergestellt, die Blätter sind transparent, weil ich einen Blitz verwendet habe.

Was mir „in situ“ auffiel, war, dass viele Pings in der vollen Sonne eher schmalere Blätter hatten als solche im Schatten oder Halbschatten.

 

Ich habe diese Beobachtung insbesondere an den Taxa vulgaris gemacht, insbesondere zwischen vulgaris subsp vulgaris und vulgaris subsp alpicola

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partisanengärtner

Auf der gleichen Insel ist eine weitere P.grandiflora, gleiches Licht und Substrat. Die hat auch geblüht hat allerdings die üblichen langen schmalen Blätter.

Mal sehen wie die im nächsten Jahr aussieht.

 

 

FettkrautNachbar.jpg.13e6ecf5ee0d82c222a20f2ae41cd3da.jpg

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  • 2 weeks later...
Ping Tina
Am 30.5.2024 um 06:35 schrieb partisanengärtner:

Auf einigen Inseln haben Mäuse die größten Knospen im Winter geerntet

 
Sind die Mäuse dafür geschwommen? Oder waren die Inseln in “Landnähe”?

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partisanengärtner

Wurden im Winter weggefressen. In den Baukübeln müssen sie nur im schlimmsten Fall einen kleinen Hupfer machen.

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Ping Tina

Hattest du im Winter Eis auf der Oberfläche? Selbst hier am Allgäu Rand war es letzten Winter nicht wirklich länger kalt. 
 

Bis jetzt hatte ich den Eindruck dass die Inseln einen guten Schutz gegen Mäuse und Schnecken darstellen. Aber ja, theoretisch könnten Mäuse drauf, wenn sie wollen würden. Ginge bei mir auch mittels einer Kletterpartie über das Vogelschutznetz. 
 

Übrigens bin ich erstaunt wie schnell sich organische Textilien in diesem Gebrauch zersetzen. Habe letztes Jahr eine Insel mit Leinengeschirrtuch angelegt. An manchen Stellen sehe ich jetzt schon das Styropor. 

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Insectivorophilia

Hallo Png Tina,

 

vor 1 Stunde schrieb Ping Tina:

Übrigens bin ich erstaunt wie schnell sich organische Textilien in diesem Gebrauch zersetzen. Habe letztes Jahr eine Insel mit Leinengeschirrtuch angelegt. An manchen Stellen sehe ich jetzt schon das Styropor.

 

Daher die Empfehlung Styrodur und Mikrofasertücher für solche Schwimmenden Inseln zu verwenden.

 

Gruß

 

Insectivorophilia

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partisanengärtner

Im Halbschatten hat meine erste Insel Ende der 80er schon zwei oder drei Jahre gehalten. War allerdings echtes altes Leinenbettuch von der Oma und völlig bewachsen.

Modernes Zellstoff oder Baumwoll-Zeug hält oft nicht mal ein Jahr.

Lässt sich aber ganz gut austauschen. Im Notfall mittels einer Kelle stückweise abheben und auf neues Vlies legen.

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Hallo zusammen,

also meine Pingis sind dieses Jahr echt recht groß. Sie stehen komplett im Schatten, wachsen im einfachen Sand und werden ständig mit Wasser berieselt. Die Größe dürft auch so hinkommen, wie oben beschrieben. Einzelne Grandiflora (ich nehme an, das sind welche), weisen eine interessante Rotfärbung aus. Schon mal wer diese Variante gesehen (Bildmitte).

Gruß

MotziWhatsAppBild2024-06-20um23_43.37_f204ad61.thumb.jpg.4e161202e970c657d7d5bfbc0163c571.jpg

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