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U. jamesoniana 'Represa el Penol, 1.900m, Colombia'


Tobias Kulig

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Tobias Kulig

Hallo,

da ich gerade einen Blütenansatz entdeckt habe, gibts heute noch schnell etwas über meine U. jamesoniana. Die gezeigte Pflanze stammt vom Standort 'Represa el Penol' in Kolumbien auf 1.900m. Dieser Klon ist weit verbreitet und gilt als besonders blühfreudig. 

 

1. Substrat: Ich habe das Pflänzchen erst vor etwa 5 Wochen in mein Gemisch aus totem, gehackten Sphagnum/Sand 1:1 und etwas Torf umgesetzt und setzt schon den ersten Blütenstand nach dem Umtopfen an.

 

2. Temperaturen: Da der Standort eine Höhenlage von 1.900m angibt, handelt es sich daher um eine Hochlandart. Der Topf steht deshalb in einem Terra im Keller. Hier habe ich konstante Temperaturen von 18 Grad in der Nacht und etwa 22/23 Grad am Tag. 

 

3. Beleuchtung: Auf dem Terra habe ich 2 LED Leisten (Sanlight Flex) mit je 20W. Diese liegen direkt auf dem Terra auf und befinden sich somit ausserhalb des Terras und erwärmen es nicht zusätzlich.

 

4. Die Luftfeuchte beträgt in diesem Terra etwa 70-80%.

 

Was mir nicht gefällt, ist dieses Moos!! Wer von den Moosspezialisten kann mir sagen, welches Moos es ist?  Kann es der Pflanze gefährlich werden kann? Dann müsste ich gleich reagieren....

Ich vermute junges Lebermoos! Ich hoffe, daß es nicht so ist....

 

Gruß

Tobias

 

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Sonja Schweitzer

Ich weiß auch nicht, warum dieses Lebermoos in jedem Kulturgefäß der epiphytischen Utris auftaucht.

Manchmal denke ich schon, diese Utris können nicht ohne das Moos und bringen es irgendwie mit.🙄 Selbst neu erhaltene Ableger , die ich vor dem Topfen davon befreie sind in kurzer Zeit wieder damit überwuchert.

Entfernen lässt es sich mit einer Pinzette , aber ob es so gut ist, die Utricularia zu stören?

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Tobias Kulig
Posted (edited)
vor 15 Minuten schrieb Sonja Schweitzer:

Ich weiß auch nicht, warum dieses Lebermoos in jedem Kulturgefäß der epiphytischen Utris auftaucht.

Manchmal denke ich schon, diese Utris können nicht ohne das Moos und bringen es irgendwie mit.🙄 Selbst neu erhaltene Ableger , die ich vor dem Topfen davon befreie sind in kurzer Zeit wieder damit überwuchert.

Entfernen lässt es sich mit einer Pinzette , aber ob es so gut ist, die Utricularia zu stören?

Also tatsächlich Lebermoos! Shit! Dann muß ich da morgen ran....Naja, ich hab das nur bei dieser U. jamesoniana und an der U. panamensis. Bei den anderen ist nix zu sehen.

Vielleicht ist es auch im toten Sphagnum eingelagert....

Edited by Tobias Kulig
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Tobias Kulig

So, nach einer 2h-Aktion hab ich, mit Lupe und Nadelpinzette bewaffnet, die Utri komplett zerlegt und sie von dem Lebermoos befreit. Alles, was nicht schneeweiß war (die Farbe der Stolonen), kam weg. Das war ne echt mühsame Arbeit, die sich hoffentlich gelohnt hat. Theoretisch dürfte das Moos nicht wiederkommen, da sämtliche Pflanzenteile pudelnackt waren. Alles, was dunkel war, kam weg.

Die Moose sind da echt clever! Die wickeln sich gut um die hauchdünnen Stolone. Da muß man dann schon mit einem gewissen Fingerspitzengefühl ran, sonst reissen die ganz schnell ab. Aber es ging relativ gut, ist halt langwierig.

 

So eine Aktion ist dann perfekt dazu geeignet, die Pflanze effektiv zu vermehren. Im Prinzip muß man dazu nur die Stolone auf das neue Substrat legen und stellenweise mit Spgagnumflocken leicht bepudern. Den Rest erledigt das feuchte Substrat und die hohe Luftfeuchte.

 

Was den Blütenansatz betrifft, warte ich einfach mal ab. Ich muß jetzt nicht unbedingt ne Blüte haben, das Anwachsen ist mir hier wichtiger! 

 

Updates werden dann folgen....

 

Gruß

Tobias

 

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Stefan

Hallo Tobias,

 

es freut mich sehr, dass dieser Klon noch immer in Kultur und sogar -wie du schreibst- weit verbreitet ist, wenn auch der Standort nicht ganz korrekt angegeben ist.

Ich habe mal meine Uraltunterlagen gesichtet, das ursprüngliche Material habe ich im Mai 2005 aus Kolumbien erhalten, den richtig geschriebenen, genauen Standort habe ich dir unten eingefügt:

 

grafik.png.9ffca9b67cf26ecbadaddbf6084595fe.pngjamesonianalake Represa de el Peñol, around 1900 meters, Medellin, COLSVV05

 

Eine Geschichte dazu gibt es auch noch: SV steht für Sebastian Vieira, der mich so ca. im Jahr 2001 oder 2002 denke ich hier in D besucht hat. Damals war noch nicht einmal daran zu denken, diesen Standort aufzusuchen, weil dort die FARC jeden Besucher als Geisel genommen hätte, mindestens.

Ein paar Jahre später war es dann möglich, dort wieder hinzukommen und Sebastian hat den Standort besucht. Aus dieser Aufsammlung dürften auch deine Pflanzen sein ...

 

Viele Grüße

 

Stefan

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Tobias Kulig
vor 33 Minuten schrieb Stefan:

es freut mich sehr, dass dieser Klon noch immer in Kultur und sogar -wie du schreibst- weit verbreitet ist, 

Servus Stefan,

meine Pflanze stammt von Kamil, der diesen Standortklon schon länger vertreibt, allerdings war er damals wesentlich teurer! Naja, durch meine Recherchen bin ich oft über diesen Klon gestolpert. Deshalb denke ich auch, daß dieser Klon weit verbreitet ist. 

 

vor 37 Minuten schrieb Stefan:

...wenn auch der Standort nicht ganz korrekt angegeben ist.

Ich habe mal meine Uraltunterlagen gesichtet, das ursprüngliche Material habe ich im Mai 2005 aus Kolumbien erhalten, den richtig geschriebenen, genauen Standort habe ich dir unten eingefügt:

 

grafik.png.9ffca9b67cf26ecbadaddbf6084595fe.pngjamesonianalake Represa de el Peñol, around 1900 meters, Medellin, COLSVV05

Vielen Dank für diese genaue Angabe! In meinen Unterlagen steht es zumindest ähnlich. Aber daß es sich um einen "Seenkomplex" handelt, wußte ich nicht! Trotzdem kürze ich gerne etwas ab, wobei ich nur das Wesentliche angebe, um meine Klone auseinanderhalten zu können. Einen Roman auf das Etikett zu schreiben, macht für mich keinen Sinn.

Was mich aber sehr freut, daß Du mir die Hintergründe genannt hast, vielen Dank dafür!! Es ist kein Fehler, diese Geschichte zu kennen.

 

Gruß

Tobias

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Hallo zusammen,

 

Romane muss man definitiv nicht schreiben, aber in den Unterlagen sollte es vorhanden sein und dann beim Tausch auch komplett weitergegeben werden.

 

Louis W. hatte hierzu ein nettes Beispiel bei D.lanata. Wenn da abgekürzt wird, hat man zwei komplett verschiedene Pflanzen, unterschiedlicher Standorte unter ein und dem selben Namen.

 

Also nicht zu faul sein 😉


 Ein Beispiel von mir:


Ich habe mal von Johannes Betz Mitte der 90er folgende Pflanze erhalten

S. flava var. cuprea “heavily veined with copper top” (Johannes Betz)

Gerade auch unter Angeboten zu finden.
 

 

Pascal Kulms (carnigarden) hat sie meine ich unter:

 

S. flava var. cuprea “heavily veined„ 

 

Christian Klein hat sie unter:


S. flava var. cuprea (ex. Carsten Dose)

 

Ist aber alles das Gleiche und  natürlich der gleiche schöne, supergeile Klon, den jeder haben sollte 😉

Ursprünglich stammt er aber von Johannes, der ihn glaube ich aus England bekommen hat.


Grüße Carsten

 

 

 

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Tobias Kulig
vor einer Stunde schrieb Dose:

Romane muss man definitiv nicht schreiben, aber in den Unterlagen sollte es vorhanden sein und dann beim Tausch auch komplett weitergegeben werden.

Ja klar, nix anderes! Man kann aber nur die Infos weitergeben, die man bekommen hat. Von Anfang an dokumentiere ich grundsätzlich folgende Angaben:

1. Standortdaten

2. Preis

3. Herkunft

Ich kann da bei Bedarf immer nachschauen.

Im Fall der U. jamesoniana hab ich die Standortangabe 'Represa el Penol, Antioquia, Colombia, 1900m a.s.l.'

Steht ja auch auf Kamils HP.

 

vor einer Stunde schrieb Dose:

S. flava var. cuprea (ex. Carsten Dose)

 

Ist aber alles das Gleiche und  natürlich der gleiche schöne, supergeile Klon, den jeder haben sollte 😉

Ursprünglich stammt er aber von Johannes, der ihn glaube ich aus England bekommen hat.

Diesen Klon hatte ich auch mal und es war tatsächlich mein Schönster. Aber die Sarras hab ich mit den Dionaeas zusammen aufgegeben.

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