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Kreuzung von U. quelchii und U. alpina


Stefan H.

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Stefan H.
Posted (edited)

Guten Abend zusammen,

 

in einem anderen Thema hatte ich vor kurzen ja schon mal über Kreuzungsversuche berichtet, die offensichtlich nicht geklappt hatten. ich hatte damals (etwa vor 3,5 bis 4 Jahren) aber auch eine Kreuzung von U. quelchii und U. alpina probiert, die offensichtlich erfolgreich war. Interessant ist, welche Eigenschaften wie weitergegeben werden. Kann man das eigentlich irgendwie "voraussagen" oder passiert das zufällig?

 

Die Blüten meiner U. quelchii sahen so aus:

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U. alpina blüte wie folgt:

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Ende 2021 sah die Kreuzung wie folgt aus:

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Ich fand das längliche Laub schon damals interessant. Aktuell blühen die Pflanzen aus den Samen, die ich aus der U. quelchii Blüte "geerntet" habe, also U. quelchii x alpina. Ich hätte vermutet, dass die Blätter eher an U. quelchii erinnern, aber eigentlich sind sie sehr ähnlich zu U. alpina. Es gibt ab und an mal einzelne Blätter die etwas "rundlicher" sind, aber das passiert ganz selten (siehe links oben und rechts unten im nächsten Bild). Das Laub scheint recht variabel zu sein, es gibt schlanke, schmale und auch eher breite Blätter. Im Topf sind sicherlich mehrere Sämlinge (mit unterschiedlichen genetischen Eigenschaften?) gewesen, vielleicht liegt es daran. Ich vermute trotzdem, dass bei solchen Hybriden (vielleicht je nach Kulturbedingungen?) leicht unterschiedliche Blätter ausgebildet werden können. Das sehe ich auch bei anderen Hybriden. Um das genauer zu untersuchen hätte jeder Sämling seinen eigenen Topf bekommen müssen, aber dafür fehlte mir die Platz.

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Die Pflanze hatte zwei Blütenstängel ausgebildet. Die Blütenstängel Ende März bis Anfang April:

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Anfang Mai:

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Noch immer Anfang Mai, kurz nach dem Öffnen. Da ist das Blütenblatt noch recht flach, die Blüte noch recht klein. Mit der Zeit wird die Blüte noch etwas größer und das Blütenblatt biegt sich stark nach hinten.

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Die Pflanze blüht aus ganz unterschiedlichen Stellen im Topf. Vielleicht blühen sogar zwei genetisch unterschiedliche Pflanzen gerade gleichzeitig. Das lässt sich nicht mehr sagen. Die Blüten beider Blütenstängel sehen jedoch in Form, Größe und Farbe recht gleich aus.

Ich hätte vermutet einen größeren gelben Fleck auf der Blüte zu finden, aber es sind doch zwei einzelne gelbe Linien, die jedoch breiter als bei U. quelchii ausgebildet sind. Außerdem erstrecken sie sich sehr weit nach unten auf dem Blütenblatt. Dieser gelbe Schimmer ist jedoch schwer zu erkennen.

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Hier ist das Blütenblatt (der oberen Blüte) recht kontrastreich gefärbt: vorne dunkler und dann klar abgegrenzt weiter hinten heller:

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Die unterschiedlich starke Ausprägung des Violett-Tons mit klarer senkrechter Abgrenzung erkennt man im nachfolgenden Übersichtsbild auch. Interessanterweise zeigt das nur die eine Blüte an dem Stängel. Am anderen Blütenstängel gibt es solch eine Blüte auch nicht.

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Und hier eine wohl "fertig" ausgebildete Blüte, mit stark nach hinten gebogenen Blütenblatt. Möchte mal wissen woher die Pflanze diese Eigenschaft hat, beide Eltern zeigten das nicht.

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Die Farbwiedergabe der Blüten passt sowohl auf dem Handybildschirm als auch am PC recht gut. Die Blütenfarbe ist wirklich so hell und eine Mischung aus beiden Eltern.

 

Die umgekehrte Kreuzung habe ich auch probiert, aber da blüht noch nichts.

 

 

Viele Grüße

Stefan

Edited by Stefan H.
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Hallo Stefan,

 

schöne Blüten!

 

Ich habe auch ein paar alpina x quelchii, zwei Teilstücke davon haben letztens geblüht und beide waren deutlich heller und eher ein leichtes rosa. Anbei mal ein paar Bilder.

 

Auch meine Pflanzen haben alle ziemlich lange Blätter.

 

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Hier ein paar Tage später:

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Viele Grüße 

Tim

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Stefan H.
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Hallo Tim,

 

wow, deine Blüte sieht ja komplett anders aus. Die ist auch sehr hübsch, ich mag diesen blassen Farbton. Da erkennt man auch den gelben Punkt von U. alpina. Scheinbar gibt es doch einen großen Einfluss, wer hier Mutter und Vater ist (Mutter ist bei mir U. quelchii, bei dir laut Beschreibung U. alpina). Da bin ich auf die umgekehrte Kreuzung bei mir auch gespannt. Bestimmt beeinflussen die speziellen Elternklone ebenso das Erscheinungsbild der Hybride. Da gibt es bei beiden Elternpflanzen ja auch deutliche Unterschiede.

 

Anbei mal noch ein schnelles (leider unscharfes) Übersichtsbild beider Blütenstängel, wo man erkennt, dass die Größe und Farbe der Blüten beider Stängel recht ähnlich sind.

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Interessant ist, dass die Blütenstängel ohne Abstützung umkippen würden, da die Blüten scheinbar zu schwer sind. Dieses Verhalten zeigt die Hybride aus U. alpina und U. campbelliana (rechts unten im Bild) leider auch.

 

Viele Grüße

Stefan

 

Edited by Stefan H.
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Stefan H.

Man kann jedoch klar sagen, dass sich bei den beiden Beispielen hier bei der Blütenfarbe die Mutter-Gene stärker durchgesetzt haben. Ob das generell so ist weiß ich nicht. Falls das jemand weiß: immer her mit den Informationen. 🙂  Beim Laub hingegen scheint U. alpina (unabhängig von Vater und Mutter) hier bei den gezeigten Pflanzen dominanter zu sein. 

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