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Blattfärbung von Pinguicula planifolia


Oliver G.

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Oliver G.

Viele gehen davon aus, dass die Farbe der Blätter von Pinguicula planifolia immer stark dunkelrot ist. Wahrscheinlich liegt es daran, dass in den vergangenen Jahren die Pflanzen, die aus Kultur angeboten wurden, diese Blattfärbung haben, es sich aber um Pflanzen aus in vitro Kultur handelt und alles auf einen Klon zurück geht. Es gibt Standorte, insbesondere im Raum Sumatra, Liberty County, wo die meisten Pflanzen eine solche Blattfärbung aufweisen. An den meisten Standorten ist aber die Blattfärbung eher variabel (z. B. hellgrün, olivgrün oder rotgrün) und nur selten dunkelrot.

 

P. planifolia vom Standort östlich von Sumatra, Liberty County, Florida, USA (in Kultur)

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P. planifolia vom Standort Topsail Hill Preserve (ca. 500 m vom Golf von Mexico entfernt), Walton County, Florida, USA (in Kultur)

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Edited by Oliver G.
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Alexander Fisch

Dann zeig ich mal meine die auch rot sind allerdings ist die Wuchsform etwas anders aber das kann ja an der Kultur liegen.P1016887.thumb.JPG.556250def4ff056ab98bbc99b408ab12.JPGP1016891.thumb.JPG.636683cd96ae841d4a70edba62dbd384.JPGP1016890.thumb.JPG.0b80e7c12117c3ee3cabf50dc605b1aa.JPGP1016885.thumb.JPG.ce99dedc5665e16571607a0c8ca1100d.JPGP1016882.thumb.JPG.cd86e9acbee1f0c7c2a705dcf121c5bc.JPGP1016888.thumb.JPG.5e3e4bb18fb1721e64c02a168bc0494a.JPGP1016880.thumb.JPG.a648747eea512653744d134ea3df5ac9.JPG

Edited by Alexander Fisch
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Oliver G.
Posted (edited)

Hallo Alex,

 

Kulturbedingungen spielen sicher bei der Ausfärbung auch eine Rolle (Lichtintensität, Temperaturen), aber es sind auch genetische Faktoren für die Blattfärbung  verantwortlich. Meine beiden gezeigten Klone stehen Seite an Seite unter den gleichen Bedingungen in meinem Gewächshaus und die Blätter färben sich unterschiedlich aus.

Edited by Oliver G.
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Markus Welge

Hallo Oliver,

 

die Pflanzen von dir sehen toll aus und die dunkelrote Blattfarbe der Pflanze nahe Sumatra ist besonders schön. Auch die Drüsen auf den Blättern sind besonders ausgeprägt. Stehen die Pflanzen wieder hinten ohne Schattierung? Ich denke mit Schattierung bekommt man eine solche intensive Färbung wohl kaum hin..?

 

Viele Grüße

Markus 

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CJ-Lenz

Hallo Oliver,

 

vor einer ganzen Reihe von Jahren hatte ich einmal eine Pinguicula planifolia "green" in Kultur.

Das liegt allerdings etwa 15 Jahre zurück und ich habe keine Fotos von der Pflanze gemacht.

Auf jeden Fall war sie deutlich weniger intensiv rot gefärbt als fast alle Pflanzen dieser Art, die ich

in Kultur sonst gesehen habe, und erst recht weniger stark ausgefärbt gegenüber denjenigen im Habitat.

 

Viele Grüße

Claus-Jürgen

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  • 2 weeks later...
Alexander Fisch

Sind planifolias selbstfertil und möglicherweise auch autogam oder muss man sie bestäuben. Kann man, wenn sie nicht selbstfertil ist, eine Pflanze aus Invitro mit einer anderen Pflanze aus Invitro  bestäuben? Wahrscheinlich nicht oder.

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Tim Beier

Hallo Alexander, 

 

Also autogam sind die auf keinen Fall. Bei der Fertilität bin ich nicht ganz sicher, aber bei mir hat das erst mit einem zweiten Klon geklappt dass die Samen ansetzen. Also ich gehe von Selbststerilität aus. 

Die Invitro Frage erschließt sich mir nicht ganz... Es dürfte völlig egal sein ob Invitro oder Exvitro. Solange die Pflanzen unterschiedliche Klone sind. 

 

MfG Tim Beier 

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Tobias Kulig
vor 5 Stunden schrieb Tim Beier:

Also ich gehe von Selbststerilität aus. 

Ganz sicher nicht! Ich habe einige Pflanzen eines einzigen Klons, den, wo fast alle haben. Und da sie alle zu unterschiedlichen Zeiten geblüht haben, blieb mir nichts anderes übrig, als sie zu selbsten. Alle haben Samen angesetzt! 

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Alexander Fisch
vor 7 Stunden schrieb Tim Beier:

Hallo Alexander, 

 

Also autogam sind die auf keinen Fall. Bei der Fertilität bin ich nicht ganz sicher, aber bei mir hat das erst mit einem zweiten Klon geklappt dass die Samen ansetzen. Also ich gehe von Selbststerilität aus. 

Die Invitro Frage erschließt sich mir nicht ganz... Es dürfte völlig egal sein ob Invitro oder Exvitro. Solange die Pflanzen unterschiedliche Klone sind. 

 

MfG Tim Beier 

Hallo Tim, ich meinte wenn beide Pflanzen aus dem gleichen Invitro Glas kommen wären die Individuen ja identisch und somit könnte man wenn planifolia grundsätzlich selbststeril ist sie nicht miteinander bestäuben oder?

LG Alexander

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Tim Beier

Hallo Alexander, 

 

Jetzt versteh ich was du gemeint hast.....

Das ist nicht zwangsläufig immer so. 

Wenn du als Ausgangsmaterial Samen IV aussäst hast du pro gekeimten Samen einen eigenständigen Klon. Dann müsstest du jedes Individium in ein extra Gläschen setzen und könntest z.B Klon Nummern vergeben. Wenn sich die Pflanzen dann multiplizieren hast du pro Glas natürlich ein und den selben Klon. Da muss man aber echt hinterher sein. Gerade Pinguicula planifolia scheint IV sehr teilungsfreudig zu sein 😅

 

P.planifolia iv

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In diesem Glas ist garantiert alles der selbe Klon. Hier ist gerade mal 1 Samen gekeimt, hatte dann wohl Kallus gebildet und sich dann ausdifferenziert. 

 

MfG Tim Beier 

 

 

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partisanengärtner

Ich habe die Erfahrung gemacht das bei vielen Pflanzen die jahrelang (bei mir und allen anderen)nie Samen ansetzten bei Selbstbestäubung, plötzlich damit anfingen keimfähig Samen zu bilden. Manchmal ganz ohne offensichtliche Eingriffe.

Es gibt ja zahlreiche Mechanismen die eine Selbstbestäubung verhindern können.

 

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Tobias Kulig
vor 38 Minuten schrieb Tim Beier:

Gerade Pinguicula planifolia scheint IV sehr teilungsfreudig zu sein 😅

 

Du hast ja Samen angesetzt. Dann geh ich davon aus, daß Du dann keine Hormone eingesetzt hast, da es hier ja keinen Sinn macht. Ich konnte IV eine "Teilungsfreudigkeit" bei mir so nicht beobachten. Bei mir waren es immer Einzelpflanzen aus den jeweiligen Samen. 

Könnte das dann tatsächlich am einzelnen Individuum liegen? Am Medium wirds wohl nicht liegen, da unser Rezept fast gleich ist.

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Tim Beier

Hallo Miteinander, 

 

Nach einigen Gesprächen was die

Fertilität von Karnivoren angeht bin ich da mittlerweile so eingestellt dass ich nichts mehr strikt und absolut sehe. Bestes persönliches Beispiel bei mir war D.ericgreenii. Da kann ich eben nicht mehr sagen das die Art zu 100% selbststeril ist. Da würde ich mittlerweile sagen das D.ericgreenii weitgehend selbststeril ist. Wir haben es schließlich mit der Natur zu tun 😅. Da kann ich die Aussage von partisanengärtner sehr gut nachvollziehen. Die Mechanismen die eine Selbstbestäubung verhindern können definitiv auch umgangen werden. Ich finde das Thema hoch interessant.

Ich habe es dieses Jahr bei ein paar wenigen Drosera gezielt versucht die Mechanismen zu umgehen. Und siehe da, plötzlich werden Samen gebildet bei einer Art die nie Samen angesetzt hat. Ob die Samen dann auch tatsächlich keimfähig sind, wird sich dann erst noch zeigen. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass es in die andere Richtung durch ungünstige Umstände auch dazu kommen kann das eine Art die zum Beispiel autogam, kleistogam oder selbstfertil ist, auch mal keine Samen bildet wenn irgendwas bei der Befruchtung schief läuft. Das ist eben Natur. 

 

Aber zurück zur P.planifolia..... 

 

Meine Erfahrungen mit Pinguicula IV sind noch sehr beschränkt. Das seltsame bei dieser Aussaat war das eben nur ein Samen gekeimt ist. Was da nun genau passiert ist und warum kann ich nicht abschließend sagen. Der eine Samen ist gekeimt und es hat sich ein grüner Zellhaufen gebildet (Kallus). Dann tat sich erst mal nicht mehr viel. Dachte schon ich muss das Glas entsorgen. Plötzlich haben sich viele kleine Pflänzchen gebildet. 

Nein Hormone waren nicht im Spiel und auch keine extremen Modifikationen. 

 

MfG Tim Beier 

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Tobias Kulig
vor 34 Minuten schrieb Tim Beier:

Das seltsame bei dieser Aussaat war das eben nur ein Samen gekeimt ist.

Bei mir keimen eigentlich relativ viele, aber eben auch nicht alle. Ich kann mir gut vorstellen, daß es an der Sterilisation der Samen liegt. Erstens mal liegt es an der Stärke der Lösung, wie auch auch an den Zeiten. Es geht manchmal um Sekunden, die zwischen "totsterilisieren" und "Keimfähigkeit" liegt, und vielleicht auch was dazwischen. Besonders bei den Pings gibt es da teilweise große Unterschiede: Die mexikanischen Pings sind z.B. größtenteils "weichschalig" (wenn nicht alle), die ruckzuck tot sind, wenn man sie falsch sterilisiert. Wobei die winterharten Pings und auch die aus den USA eher hartschaliger sind. 

Meine Protokolle bei den USA Pings sind auf die Sekunde getimed! Und ich hab das Gefühl, daß ich ziemlich nahe am perfekten Protokoll bin, da ich es an meiner Keimrate und am Wachstum sehe.

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Tim Beier

Hallo Tobias,

 

Es war der erste Batch an Pinguicula Samen IV überhaupt. 

Es ist also auch nicht abwägig das die zu lange Sterilisiert wurden, was aber auch absolut kein Drama ist 😅. Ich greife deinen Ansatz einfach mal auf und werde beim nächsten Batch bei der Sterilisation justieren. Da muss man sich ja erst mal rantasten wenn man nicht was auf dem Silber Tablett präsentiert bekommt. Finde ich super dass du funktionierende Protokolle hast 👍

 

MfG Tim Beier 

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