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Drosera bequaertii {Kalemba, Democratic Republic of the Congo} - Neuling in Kultur


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Tobias Kulig
Posted
vor 4 Stunden schrieb Tim Beier:

Hallo Tobias,

 

Im Vergleich zu einer Glov Box ist deine Werkbank schon deutlich besser das steht außer Frage... 

 

Der Einfachheit halber W1 (Tobias) 

W2 (Tim) 

 

 

 

Betrachten wir die wesentlichen Unterschiede:

 

1.Effektiver Arbeitsraum

 

W1: H 40cm B 65cm T 50cm

Entspricht ca 130Liter Volumen

 

W2: H 65cm B 120cm T 50cm

Entspricht ca 390Liter Volumen

 

Die Breite und Höhe der W1 sind für ein bequemes arbeiten zu klein gewählt. Die Höhe und Breite der W2 bringt deutliche Vorteile was Flexibilität bei Arbeitsabläufen, Bewegungsfreiheit, Platz für Arbeitsmaterial und Geräte angeht. 

 

Pippetieren wird in W1 zur Herausforderung. Gleiches gilt für das

Umsetzen von mehreren Kulturen ohne den Arbeitsraum zu verlassen. 

Bei komplexeren Arbeitsabläufen wie z.B Der Sterilisation von Pflanzen Material (Explantate) oder Versuchsreihen braucht man zwangsläufig mehr Platz. 

 

2.Ausstattung

 

Beleuchtung:

 

Die Beleuchtung der W1 ursprünglich nicht vorgesehen aber natürlich nachrüstbar und empfohlen. 

 

W2 Leistungsstarke effektive LED Beleuchtung mit gleichmäßiger und blendfreien Ausleuchtung über den gesamten Arbeitsraum.

 

Lüfter und Lüftersteuerung:

 

W1: 1xRadiallüfter ohne Möglichkeit der Anpassung oder Regelung des Luftstrom (Strömungsgeschwindigkeit) 

Bedingte Reserven zur Kompensation von Filterverblockung

 

W2 2xRadiallüfter (Doppeltrommel-Radialgebläse) 

Traffogesteuert über 6 Stufen 

 

Mööglichkeite die Strömungsgeschwindigkeit anzupassen, dadurch weitreichende Reserven bezüglich Filterverblockung

 

(fehlt nur noch eine aktive Messung der Strömungsgeschwindigkeit und oder Differnzdruck Messung und Ansteuerung über einen Frequenzumrichter und SPS 😅 und ein HMI) 

 

Der wesentliche Punkt an dieser Stelle ist das die Kontaminations Gefahr spürbar und deutlich Richtung Null geht was Störungen des Laminaren Luftstroms angeht. 

 

Wartung Abdichtung und Zugänglichkeit:

 

W1 : schlechte Zugänglichkeit bezüglich Filterwechsel (Vor allem HEPA) und Elektrik

 

W2 : passgenaue Abdichtung im Bereich der Vorfilter und des Hauptfilters.

Wartungsöffnungen zu den Filtern und der seperat gekappselten Elektrik. 

 

Die grundsätzlichen Materialien Holz versus lackiertem Metall usw lassen wir mal unberücksichtigt bei der Betrachtung

 

Fazit:

Ich habe mit beiden Werkbänken gearbeitet! Mit beiden Werkbänken "kann man steril arbeiten" 

Die "neue" Werkbank bringt eindeutige Vorteile was komfortables und flexibles Arbeiten angeht. Und die Kontaminationrate ist deutlich und spürbar geringer! Ich hatte beim umsetzten bisher absolut keine Kontamination mehr! 

 

Weit gefehlt.... 

Bei meiner Werkbank handelt es sich aber nicht um eine teure,moderne und  professionelle LFH. Eher um eine selbst generalüberholte Werkbank die mal mindestens 30 Jahre alt ist und technisch etwas modernisiert würde. Also eher "Oldtimer" Und ich behaupte mal selbst das war low Budget!

 

Das wesentliche ist doch immer das Ergebnis. Und egal ob man es über einem Kochtopf im sterilen Bereich von Wasserdampf, einer Glov Box, einer selbst gebauten, oldtimer oder modernen LFH macht. 

Ich bin eindeutig bei dir wenn du sagst eine LFH bringt Vorteile!

Tim, Du hast da jetzt eine ganze Litanei hingezaubert, da brauch ich gar nicht mit "zitieren" anfangen, da ich heute noch was vorhab. 

ABER: Es geht doch hier nicht um die Größe, LED Beleuchtung ect.. Es geht hier doch nur um das Prinzip!

Und egal, ob meine selber zusammengeschustert ist oder nicht: Ich nenne sie tatsächlich eine LFH, weil sie so eben auch funktioniert. Und ob meine gesamte Laboreinrichtung als "Low Budget" noch durchgeht, wage ich auch zu bezweifeln. Die Ausrüstung zählt nämlich auch dazu. 

Letztendlich habe ich viel Kohle reingesteckt (nicht die LFH allein, die hat etwa 450€ gekostet), einfach das komplette Programm. Nur um gelegentlich ein paar Gläser zu machen, da ich nie auf Masse aus war.

Dich muß ich aber zwischendurch auch mal loben! Du hast in relativ kurzer Zeit ziemlich was auf die Beine gestellt. Aber Du schläfst ja gefühlt auch in Deinem Labor.

Ich habe aber ein Eigenheim und einen großen Garten, was fast meine ganze Zeit in Beschlag nimmt. Da mach ich nur invitro, wenn ich an einem Sonntag mal Bock drauf habe. Das war von Anfang an einkalkuliert. Sonst hätte ich meine Kiste vermutlich auch größer gebaut, was ich jederzeit realisieren könnte. Brauch ich aber auch nicht. Und mein Platz ist für meine Vorhaben absolut ausreichend. Da kann ich trotzdem einiges machen. Ich hab da mein ganz genaues Protokoll,wo was steht und wie ich vorgehe.

In meinem Arbeitsbereich steht sowieso nur das, was ich brauche.

 

vor 39 Minuten schrieb Louis W.:

Klar, da hast Recht. Anfangs hatten wir auch Ausfälle. Aber die letzten beiden Sitzungen mit jeweils fünf Gläsern garkeine 🤷‍♂️ Wir sind super happy mit dem Ergebnis.

Ist ja auch klasse und sorry fürs entern des Threads!!

 

vor 42 Minuten schrieb Louis W.:

Vielleicht mach ich mal einen extra Beitrag zu der Methode. Dieser Thread ist ja schließlich für Drosera bequaertii und nicht invitro 🙂 

Da hast Du absolut recht! Aber mach mal einen extra Beitrag, würde mich trotzdem interessieren.

 

Grüße

Tobias

Posted (edited)

Hallo zusammen,

 

also mich würde invitro mit geringem Aufwand auch interessieren. Dabei geht es mir nicht um die Kosten oder den Platz, möchte nur nicht ein weiteres großes Fass mit Riesen Zeitaufwand aufmachen. Zudem ist Laborarbeit nie meine Lieblingsarbeit gewesen.

 

Vielleicht brauche ich das aber doch nicht. Mein "nicht gekeimt" von oben nehme ich mal vorsichtig zurück. Da keimen in einem Topf, in dem ich am 12.12.2024 (also vor 7 Monaten) D. bequaertii ausgesät habe Drosera. Das könnten bequaertii sein. Sicher weiß ich das bei mir aber erst wenn die deutlich größer sind. Das etwas größere Pflänzchen links oben im Bild ist übrigens die Pflanze die ich im März für einen potentiellen Sämling von bequaertii hielt (Aussaat ca. 10.07.2024, also etwa 7,5 Monate zuvor). Könnte doch einer sein. Der Topf stand nie mehr als einen Tag trocken soweit ich mich erinnere, sondern immer im leichten Anstau.

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Hier noch ein wahrscheinlicher Wurzelsteckling (bei dem zweifel ich besonders), der es sich bei Genlisea hispidula (Aussaat 03.08.2024) gemütlich gemacht hat.

 

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und das sollte auch ein Wurzelsteckling sein. Auf ein paar kürzlich gemachte warte ich noch.

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Hoffe das sind auch alles oder wenigstens teilweise D. bequaertii.

 

Gruß,

Marco

 

Edited by Mörtel
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Hallo Miteinander, 

 

Die Art würde mich ja schon auch wirklich reizen, allerdings habe ich etwas Bedenken ob das bei mir Dauerhaft unter meinen Bedingungen im Gewächshaus funktionieren kann 🤔? Ich habe über mehrere Jahre mehr schlecht als recht D.flexicaulis im Gewächshaus gehalten. Die Pflanzen sind mir im Winter immer komplett abgestorben und in der wärmeren Jahreszeit wieder ausgetrieben, bis sie eines Tages nicht mehr ausgetrieben sind. 

In welchem Zeitraum (Monat) haben eure D.bequartii den geblüht? Das was ich bisher aus euren Erfahrungsberichten raus lesen kann, ist das die Pflanzen nach der Blüte in Ruhephase geht. Das erinnert mich schon stark an die Südafrikaner. Ich interpretiere das so, dass die Samen dann in der Trockenphase (Ruhezeit) fallen und erst bei zunehmendem Niederschlag (vieleicht auch kühler) anfangen zu keimen.

Was macht ihr im Winter mit euren Pflanzen? 

 

MfG Tim Beier 

Posted

Hallo Tim,

 

meine Pflanzen stehen ganzjährig auf einer Südfensterbank mit Zusatzlicht - übrigens mit D. flexicaulis (die da auch einziehen und neu austreiben) und einer Reihe weiterer tropischer afrikanischer Drosera. Habe noch keine ins Gewächshaus gestellt und das aktuell auch nicht vor, da es D. affinis dort schon nicht gefiel. Vielleicht, wenn es einmal mehr Pflanzen werden.

 

Am Naturstandort auf 1.100 m sollten entsprechend Wetterstation/Klimadaten (z.B. als Referenz Kananga -3,25°C für 500 Höhenmeter Unterschied) ganzjährig tagsüber bis ca. 27°C und nachts ca. 15°C herrschen mit einer kleinen Trockenzeit Juni-Anf. August, die aber nur sehr wenige °C kühler ist. Ist ja nahe am Äquator. Heißt nicht, dass die Pflanzen nicht mehr oder weniger in Kultur aushalten.

 

Blütezeit begann bei mir bei der Originalpflanze im Juni 24, dann kamen Seitentriebe aus dem Haupttrieb und die blühten bis Oktober 24 während der Originalstiel ab September 24 verdorrte. Ein Blattsteckling vom April 24 beschloss ab Dezember 24 zu blühen und ist ca. Ende Juni 25 dann eingezogen. Meine anderen aktuellen Pflanzen sind zu klein zum Blühen.

 

Hast schon Recht damit, dass die vor der Trockenzeit blühen sollten, dann verdorren und die Samen später keimen, hat in Kultur bei mir bisher aber nicht ganz hingehauen.

 

Bin gespannt, ob irgendeiner der Sämlinge oder Stecklinge so eine schöne große und mehrtriebige Pflanze wird wie die gekaufte Originalpflanze. Das würde mich sehr freuen.

 

Gruß,

 

Marco

 

 

Christian Dietz
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Hallo Tim,

 

das ist keine Art für die ganzjährige Gewächshauskultur unter unseren Bedingungen (ich kenne dein Gewächshaus ja). D. flexicaulis ebenfalls nicht. D. bequertii macht in der Natur zudem noch eine Ruhephase, D. flexicaulis denke ich auch. Mit beiden Arten tue ich mich aktuell auch noch etwas schwer. Es scheint aber bei D. flexicaulis relativ gut zu funktionieren, wenn man sie im Winter im Haus unter Kunstlich hält. Bei mir sterben sie relativ unvorhersehbar mal ab, treiben aber immer irgendwann wieder aus. Bei D. bequeartii fehlen mir leider die Erfahrungen, da meine Pflanzen nach der Blüte innnerhalb einer Woche abgestorben ist. Samen konnte ich noch ernten, solltest Du wissen 🙂

 

Viele Grüße

Christian

Posted (edited)

Hallo Christian und Marco, 

 

Ich glaube ich muss jetzt doch mal dringend den Kühlschrank durchschauen ob ich tatsächlich Samen der Art bei mir finde 😅

Eigentlich schade, da ich mir vorgenommen habe nur Pflanzen zu kultivieren die auch dauerhaft zufriedenstellend unter meinen Bedingungen wachsen. Ein zusätzliches Becken mit Beleuchtung tu ich mir nicht an. Obwohl ich ja sagen muss, daß die ganzen neuen tropischen einen Reiz hätten. 

 

MfG Tim Beier 

Edited by Tim Beier
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Mit dem, was an tropischen Drosera aus Afrika zu erwarten ist, nämlich zahlreiche neue Arten und einige wiederentdeckte, kann man schon darüber nachdenken entsprechenden Platz zur Verfügung zu stellen oder zu schaffen. Finde die auch super interessant.

 

Was ich auch ganz nett finde ist, dass wie bei D. bequaertii die Durchschnittstemperatur bei vielen dieser Standorte so im Bereich unserer Wohnungen und Büros liegt, also so 20-22°C, tags dann wärmer und nachts kühler und mit wenig Unterschieden übers Jahr. Werde daher weiter versuchen die im Büro auf der Fensterbank mit LED-Zusatz zu kultivieren.

 

Die D. flexicaulis, die wir hier haben, dürften alle oder zumindest fast alle aus der Aufsammlung bei Mbala, Zambia stammen. Das liegt ein wenig höher als die Lokalität, von der wir D. bequaertii haben. Genau weiß ich es nicht, aber so ungefähr auf 1.600-1.700 m NN. Laut Klimadaten hat es da tagsüber so grob 25°C und nachts 15°C mit wenig Änderung übers Jahr. Aber die Trockenzeit (da ist es dann nachts noch wenige Grad kühler) ist in der Gegend länger und ausgeprägter als bei D. bequaertii und zwar Juni-September mit sehr wenig Niederschlag. Ich mache es übrigens so, dass wenn die wieder austreiben, ich ein paar Blattstecklinge schneide - das klappt ganz gut. Selbst wenn dann mal eine nicht wieder kommt, werden es mit der Zeit mehr. Samen konnte ich von der Art leider noch keine gewinnen.

 

Gruß,

 

Marco

Tobias Kulig
Posted
Am 9.7.2025 um 21:51 schrieb Tim Beier:

Ich habe über mehrere Jahre mehr schlecht als recht D.flexicaulis im Gewächshaus gehalten. Die Pflanzen sind mir im Winter immer komplett abgestorben und in der wärmeren Jahreszeit wieder ausgetrieben, bis sie eines Tages nicht mehr ausgetrieben sind. 

Servus Tim,

D. flexicaulis kultiviere ich schon viele Jahre problemlos im Gewächshaus. Im Sommer wächst sie normal und im Winter stirbt sie zurück. Sie treibt dabei im Frühjahr zuverlässig wieder aus. Diese Art wächst bei mir in reinem Torf und steht dabei klatschnass, oft topfhoch. Wenn sie zurückstirbt, lasse ich den Topf bei 1-2cm Daueranstau überwintern. Sehr trocken steht sie dabei nicht. Ich halte sie demnach für unkompliziert. Es gibt Arten, die in der Wachstumsperiode einfach nasser stehen wollen. Dieser Standardanstau von 1-2cm, den die Leute bei vielen Arten machen, ist oft fehl am Platz. Man muß eben viel probieren, um bei verschiedenen Arten, und das sind nicht wenige, auf gute Kulturergebnisse zu kommen. 

 

Am 9.7.2025 um 21:51 schrieb Tim Beier:

In welchem Zeitraum (Monat) haben eure D.bequartii den geblüht? Das was ich bisher aus euren Erfahrungsberichten raus lesen kann, ist das die Pflanzen nach der Blüte in Ruhephase geht. Das erinnert mich schon stark an die Südafrikaner. Ich interpretiere das so, dass die Samen dann in der Trockenphase (Ruhezeit) fallen und erst bei zunehmendem Niederschlag (vieleicht auch kühler) anfangen zu keimen.

Was macht ihr im Winter mit euren Pflanzen? 

Auch meine D. bequaertii stehen bei mir ganzjährig im GH. Im Prinzip ist es ähnlich wie bei Deinen Südafrikanern, nur halt andersrum. Sie wachsen im Sommer ganz normal bei 3cm Daueranstau, blühen irgendwann und ziehen dann ein. Dann lass ich sie über den Winter etwas trockener stehen. Bei mir sind sie im Frühjahr dann wieder ausgetrieben. Ob das jetzt Glück war, weiß ich nicht. Jedenfalls hab ich diese Art invitro, daß ich immer Backups habe.

So sieht das dann aus. Durch das beschlagene Glas kann man die Pflanzen leider nur erahnen....

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Hallo Tobias, 

 

Meine D.flexicaulis hatte ich ähnlich wie du gehalten über viele Jahre. Ich hab die Pflanze aber auch eher stiefmütterlich behandelt 🙈. Vielleicht hätte ich sie ja einfach regelmäßig umtopfen sollen. 

 

Nachdem ich jetzt tatsächlich Samen von D.bequaertii im Kühlschrank gefunden habe (danke an den Spender 😉) werde ich spätestens im September auch mal 1 bis 2 Gläschen ansetzen. Dann kann ich es ja mal auf einen Versuch unter meinen Bedingungen ankommen lassen. 

IV Backups zu haben entspannt natürlich ungemein. 

 

Es gibt eine ganze Reihe an Drosera die im Winter unter meinen Bedingungen absterben und im Frühjahr wieder austreiben. In diese Kategorie fallen z.B auch D.madagascariensis, D.affinis und Drosera curvipes. Auch diese Arten lassen sich relativ einfach über Blattstecklinge vermehren. 

 

MfG Tim Beier 

Tobias Kulig
Posted (edited)
vor 9 Stunden schrieb Tim Beier:

Meine D.flexicaulis hatte ich ähnlich wie du gehalten über viele Jahre. Ich hab die Pflanze aber auch eher stiefmütterlich behandelt 🙈. Vielleicht hätte ich sie ja einfach regelmäßig umtopfen sollen. 

Für mich war es einfach der Normalzustand, daß sich die Pflanzen im Winter zurückziehen. Ich wußte nicht mal, daß man sie warm durchkultivieren kann. Einfach klatschnass stellen, dann läuft das im GH. Ich habe Pflanzen, die sehr lang wurden und weit unter den Tischen hingen. Manchmal bleiben die Stiele auch vollkommen intakt und werden nur braun. Und genau da wuchsen die Pflanzen im Frühjahr dann auch weiter.

 

vor 9 Stunden schrieb Tim Beier:

Nachdem ich jetzt tatsächlich Samen von D.bequaertii im Kühlschrank gefunden habe (danke an den Spender 😉) werde ich spätestens im September auch mal 1 bis 2 Gläschen ansetzen. Dann kann ich es ja mal auf einen Versuch unter meinen Bedingungen ankommen lassen. 

Ohne weiteres werden die Samen vermutlich nicht keimen, da sie warm stratifiziert werden müssen. Sie keimen dann erst, wenns wieder kühler wird. Alexander Dietrick hat das weiter oben in diesem Thread beschrieben. Ich kann das IV auch bestätigen. Sie sind erst gekeimt, nachdem ich einen bestimmten "Trick" angewendet habe. Diesen habe ich aber nur durch Zufall entdeckt. 

 

vor 9 Stunden schrieb Tim Beier:

z.B auch D.madagascariensis, D.affinis und Drosera curvipes. Auch diese Arten lassen sich relativ einfach über Blattstecklinge vermehren. 

  Das geht bei D. flexicaulis trotz kleiner Blättchen aber auch. 

Edited by Tobias Kulig
Tobias Kulig
Posted (edited)

Hier übrigens mal ein aktuelles Bild meiner Pflanzen. Ich finde es erstaunlich, daß ihnen Hitzewellen von 40 Grad nix ausmachen! Vielleicht weil sie nach wie vor in 2-3cm Daueranstau stehen. Oder vielleicht auch wegen dem sehr sandigen Mix. Die Wurzeln sind sehr gut belüftet, weil sich hier sehr große Sandnester befinden.

 

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Edited by Tobias Kulig
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vor 14 Stunden schrieb Tobias Kulig:

Ohne weiteres werden die Samen vermutlich nicht keimen, da sie warm stratifiziert werden müssen. Sie keimen dann erst, wenns wieder kühler wird. Alexander Dietrick hat das weiter oben in diesem Thread beschrieben. Ich kann das IV auch bestätigen. Sie sind erst gekeimt, nachdem ich einen bestimmten "Trick" angewendet habe. Diesen habe ich aber nur durch Zufall entdeckt. 

Hey Tobias,

hm hab bei meinen IV tatsächlich nichts stratifiziert oder Tricks angewendet und es sind alle gekeimt. War in beiden Gläsern eine Zeitfrage. Beide haben ein paar Monate gebraucht.

 

Übrigens lassen sich auch die ersten Keimlinge der im Torf ausgesäten Samen sehen. Die standen tatsächlich mal wärmer/trockener und jetzt kühler und sehr nass. Aber ob's ne Stratifikation wirklich braucht? 🤷‍♂️ IV nicht.

 

LG Louis 

Edited by Louis W.
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Tobias Kulig
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vor einer Stunde schrieb Louis W.:

War in beiden Gläsern eine Zeitfrage. Beide haben ein paar Monate gebraucht.

Ganz genau. Nur erntefrische Samen haben bei mir IV sofort (nach etwa 3 Wochen) gekeimt. Nur länger gelagerte Samen haben bei mir ebenfalls Monate gebraucht. Dann habe ich diesen "Trick" entdeckt und 1 Woche später sind dann die meisten gekeimt. Ich verrate nur soviel, es hat was mit Wärme zu tun.

 

vor einer Stunde schrieb Louis W.:

Die standen tatsächlich mal wärmer/trockener und jetzt kühler und sehr nass. Aber ob's ne Stratifikation wirklich braucht? 

Naja, vielleicht ist Stratifikation das falsche Wort. "Starthilfe" ist evtl. zutreffender?

Edited by Tobias Kulig
Posted

Hallo Miteinander, 

 

Der Tenor scheint ja jetzt allgemein zu sein dass die Samen einfach länger zum keimen brauchen. Zumindest bei gelagerten Samen. 

Und was die Aussage von Alex angeht bezüglich der Keimung liegt alles weitere eigentlich doch auf der Hand. Meine Überlegung in dem Fall wäre folgendes: Samen aufs Medium, sehr warm stellen, danach kühler 😅

Meiner Erfahrung nach keimen frische Samen immer ganz gut, egal ob iv oder konventionell. Bei den passenden Bedingungen werden vitale Samen keimen. Der Aussaat Zeitpunkt und die damit einhergehenden Bedingungen, vor allem Temperatur (Unterschiede Tag, Nacht) sind da meiner Meinung nach am ehesten ausschlaggebend. 

Ich persönlich hatte bisher nur eine Hand voll an Drosera Arten die ne Ewigkeit gebraucht haben um zu keimen. Natürlich gibt es ein paar Möglichkeiten um eine mögliche Keimruhe zu brechen, aber um hier konkrete Aussagen zu machen muss das ganze reproduzierbar sein. 

Wenn's soweit ist werde ich berichten. 

 

MfG Tim Beier 

Tobias Kulig
Posted
vor 1 Stunde schrieb Tim Beier:

Samen aufs Medium, sehr warm stellen, danach kühler 😅

Bingo, Tim! Ich stelle meine Kulturen teilweise an die unmöglichsten Stellen. Sie haben bei mir nicht automatisch einen festen Platz im Labor. Klar, die meisten natürlich schon. Wenn die Gläser oder Tubes gut verschlossen sind, passiert da nix. 

Bei den D. bequaertii hatte ich 2 Gläser an das Südfenster im Wohnzimmer gestellt. Ich dachte, da kommt bestimmt nur wenig Sonne hin. Weit gefehlt! Sie standen täglich in der prallen Sonne und ich will nicht wissen, wie heiß es in den Gläsern geworden ist. Ich schließe nicht aus, daß die 40 Grad geknackt wurde! In meinem Labor habe ich ganzjährig perfekte Temperaturen von 22-24 Grad. Ich habe stets ein Referenzglas mit einem kleinen Thermometer drin. Da hatte ich dann zwischendurch mal wieder die Bestätigung, daß die Gläser gut verschlossen sind. Es wurde keine kontaminierte Raumluft angesaugt.

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  • 2 months later...
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Hier mal ein Update meiner Pflanzen:

Ich finde es interessant, dass die Invitropflanzen in der Zeit Juli bis jetzt erstaunlich schnell keimen und wachsen. Meine ersten Invitroversuche der Art, die im Winter anliefen, haben Monate gebraucht. 

 

Ein Glas von Ende August: 

 

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Eins vom Juli:

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Invitropflanzen vom letzten Winter: (derzeit topfhoher Anstau)

 

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Edited by Louis W.
  • Gefällt mir 5
Posted
vor 5 Stunden schrieb Louis W.:

Ich finde es interessant, dass die Invitropflanzen in der Zeit Juli bis jetzt erstaunlich schnell keimen und wachsen. Meine ersten Invitroversuche der Art, die im Winter anliefen, haben Monate gebraucht. 

 

Sehr geil, Louis! Ich habe auch grad ein paar Gläser voll, die dringend raus müssen. Aber sie wären jetzt halt mitte in der Ruhephase. Ich werde sie rausholen und sie dann im Exvitro-Terra erstmal akklimatisieren, und dann dort lassen und sie dort durchkultivieren.

  • Danke 1
  • 8 months later...
Posted (edited)

Hallo zusammen,

ich hol mal diese Art aus der Versenkung, da man nur noch wenig über sie hört. Ich hab mal ein paar Tests mit Kopfstecklingen probiert. Es funktioniert, ist aber etwas langwierig! Wir Ihr sehen könnt, wachsen ein paar direkt an der Triebspitze weiter. Bei anderen hingegen stirbt die Triebspitze ab, machen dann später aber Seitentriebe.

Was ich auch noch beobachtet habe, ist, daß dieser Art Wärme und auch Hitze gefällt. Ich konnte dabei aber noch nicht erkennen, daß sie eine Sommerruhe machen. Bei mir ziehen sie sich ausschließlich im Winter in die Wurzeln zurück (GH Kultur). In dieser Zeit stehen sie nur minimal feucht. Bei denen, wo die Art im Frühjahr nicht mehr ausgetrieben ist, standen sie vermutlich zu feucht. Dann faulen die Wurzeln.

Ich werde mal ein paar im kommenden Winter ins Überwinterungsterra im Haus holen. Bin gespannt, was passiert....

 

51075171ci.jpeg

Edited by Tobias Kulig
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