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Gegen Läuse fluten?


FannichtveganerPflanzen

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Hallo Zusammen

 

Ich habe heute morgen festgestellt dass meine Sarracenia Psittacina an einem Befall dieser Grünen eher hohen als breiten Blattläuse leidet.

Die Pflanze war von Anfang an sehr dicht bewachsen, weshalb ich weder weiss wie viele Wachstumspunkte sie hat noch wie es die neuen Schläuche überhaupt nach oben schaffen --> die sind dann einfach irgendwann da.

Wie dem auch sei. Bei diesen Wachstumspunkte haben sich wohl schon immer Blattläuse versteckt, die ich bis gestern (seit fast 2 Jahren) nicht entdeckt habe.

Deshalb werde ich wahrscheinlich auch Probleme damit haben mit einem Pestizid jede Stelle der Pflanze zu erreichen.

 

Da die Psittacina aber eine semi-aquatische Pflanze ist, dachte ich dass ich sie für 2-3 Wochen etwas im Abseits unter Wasser stelle um die Viecher zu ertränken und auch eine Ausbreitung zu verhindern.

 

Die benachbarten Pflanzen sind eher klein und übersichtlich, daher kann ich mit ziemlicher Sicherheit weiterer Befall ausgeschlossen werden

 

Wäre dies eine gute Strategie?

 

Vielen Dank und beste Grüsse


Robin

 

 

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partisanengärtner

Marienkäferlarven sind jetzt überall zu finden und dort auszusetzen. Auch alle anderen Nützlinge kann man zuhauf finden. Blattläuse sind recht volatil und gerade die die Du beschreibst sind sehr mobil.

Ertränken geht eigentlich kaum. Sie haben eine wasserabweisendes Äußeres das sehr lange die Atmung durch eine Luftblase gewährleistet, wenn sie dann loslassen steigen sie an die Oberfläche und  suchen sie sich eine neue Saugstelle.

Die Verbreitung die Du verhindern willst wird dadurch eher begünstigt. Vor allem sitzen da dann überall einzelne oder Winzkolonien und die Nützlinge brauchen länger das Problem zu beseitigen.

Edited by partisanengärtner
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vor 16 Minuten schrieb partisanengärtner:

Marienkäferlarven sind jetzt überall zu finden und dort auszusetzen. Auch alle anderen Nützlinge kann man zuhauf finden. Blattläuse sind recht volatil und gerade die die Du beschreibst sind sehr mobil.

 

Bei Nützlingen ist halt immer das Risiko dass sie zu Pflanzenfutter werden bevor sie ihre Arbeit erledigt haben.

 

vor 18 Minuten schrieb partisanengärtner:

Ertränken geht eigentlich kaum. Sie haben eine wasserabweisendes Äußeres das sehr lange die Atmung durch eine Luftblase gewährleistet, wenn sie dann loslassen steigen sie an die Oberfläche und  suchen sie sich eine neue Saugstelle.

Die Verbreitung die Du verhindern willst wird dadurch eher begünstigt. Vor allem sitzen da dann überall einzelne oder Winzkolonien und die Nützlinge brauchen länger das Problem zu beseitigen

 

Genau deshalb steht die Pflanze bei dieser Aktion an einem Ort wo sie isoliert steht, in Quarantäne, wenn man so will. Die nächste Futterstelle für diese Biester sollte etwas weiter weg liegen.

 

Zur Zeit habe ich ein anderes Problem... das Ding schwimmt 🙈.

 

Wenn ich aber so drüber nachdenke würde diese Sarracenia wahrscheinlich kaum diese Larven futtern. Und wenn ich sie isoliert hinstellen, dürften auch die Anderen Pflanzen keine Gefahr für sie darstellen.

 

Die Frage ist halt ob sie alle erwischen....

 

Danke für den Rat und beste Grüsse

 

Robin

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partisanengärtner

Marienkäferlarven sind richtige Panzer. die entkommen Drosera relativ einfach. aber so eine Reusenfalle könnte schon den einen oder anderen verzehren. Wobei sie erst weiterwandern wenn das Futter ausgeht.

Wenn dir das unangenehm ist kannst Du ja den hübschen bunteren asiatischen dort ausetzen.  Der gilt mittlerweile als invasiv und frißt auch andere heimische Verwandte.

Ein wenig kannibalisch sind eigentlich alle.

Ich wurde einmal bei einem Massenauftreten von dem auch hier heimischen Siebenpunkt sehr oft gebissen. Die sind also gar nicht wählerisch, heimisch oder nicht.

Allerdings waren das ausgewachsene Käfer, Larven haben mich noch nie belästigt laufen aber oft weit von Blattläusen umher weil sie so erfolgreich ihre Futtergrundlage aufgefressen hatten. Läuse machen bei so einem Fall geflügelte Exemplare die ihnen so vorübergehend entkommen können. Meist sind sie aber nicht schnell genug damit.

Die Larven fressen Dutzende jeden Tag.

Hier kannst Du die Larve des asiatischen Marienkäfers sehen. Die heimischen haben deutlich weniger Farbe auf schwarzem Grund.

https://www.bonsai-info.net/pflanzenschutz/asiatischer-marienkaefer.htm

Edited by partisanengärtner
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Das Hauptproblem ist eher das auftreiben dieser kleinen Helfer.

Da müsste ich auf die Suche gehen da ich jetzt nicht gerade weiss wo ich passende exemplare absammeln könnte.

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partisanengärtner

Unter Bäumen wo es klebrig wird oder an allen deutlich läusebefallenen Pflanzen findet man sie sehr leicht. Laufen sehr aufgeregt auf dem Boden unter solchen Gehölzen umher, also nicht zu übersehen und sehr klein sind sie ja auch nicht.

Linden, Hollunder und Bauernjasmin sowie Disteln sind schon mal ein guter Tipp.

Zur Zeit lassen sie sich auch mal auf einen fallen.

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OK danke dann gehe ich gleich mal raus und schaue ob ich eine lokale population ausfindig machen kann

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partisanengärtner

Denk dran nicht zu viele in einen Behälter, sonst ist vielleicht nur noch einer drin der nicht mehr hungrig ist. 😉

Futter vom Fangort wäre vielleicht auch ein Gedanke.

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FannichtveganerPflanzen
vor 40 Minuten schrieb partisanengärtner:

Denk dran nicht zu viele in einen Behälter, sonst ist vielleicht nur noch einer drin der nicht mehr hungrig ist. 😉

 

Danke ja, nee zu viele dürfte es definitiv nicht sein.

Hab nur ein Exemplar zu Gesicht bekommen, zumindest hoffe ich dass ich da das richtige erwischt hab.

Leider werden die lokalen Lausvorkommen fast alle von Ameisen betreut, was den die Larven wohl ein Stück weit vom Gebiet fern hält

Konnte ihn jetzt mittlerweile auch identifizieren, ist ein asiatisches Exemplar und gerade ziemlich fleissig im Glas unterwegs.

Ich vermute der Gute ist ziemlich hungrig. -Wenn der so fleissig in der Gegend rum rennt.

 

Ich lasse ihn gleich mal los

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Tobias Kulig

Bei mir hat früher das Untertauchen eigentlich gut funktioniert. Allerdings muß man dann ein paar Tropfen Spüli reinmachen, um die Wasserspannung aufzuheben.

 

Bei kleinen Pflanzen habe ich auch noch ne andere Methode angewendet: Ich habe ein entsprechend großes transparentes Gefäß genommen, es an den Innenwänden satt mit einem Insektizid eingesprüht und es für ein paar Stunden über die Pflanze gestülpt. Die Dämpfe hatten damals die Viecher erledigt, ohne dabei die Pflanzen selbst einzusprühen. Hat recht gut funktioniert!

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Wolfgang Liere

Oha, letztere Info finde ich eine geile Idee, da wäre ich nie drauf gekommen, Tobias'.  

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OK danke werde ich nochmals versuchen falls der Gute seinen Job nicht recht macht.

 

Allerdings habe ich die maritimen Fähigkeiten dieser Pflanze unterschätzt. Die schwimmt oben auf wenn ich sie flute.

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Tobias Kulig
vor 40 Minuten schrieb FannichtveganerPflanzen:

Allerdings habe ich die maritimen Fähigkeiten dieser Pflanze unterschätzt. Die schwimmt oben auf wenn ich sie flute.

Dann nimm doch zwei schwere Steine und klemme den Topf ein. Oder irgendeine Platte, die Du unter Den Topf bindest. Einfach etwas Fantasie walten lassen.

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FannichtveganerPflanzen
vor 36 Minuten schrieb Tobias Kulig:

Dann nimm doch zwei schwere Steine und klemme den Topf ein. Oder irgendeine Platte, die Du unter Den Topf bindest. Einfach etwas Fantasie walten lassen.

 

stimmt, danke, einklemmen hatte ich tatsächlich nicht auf dem schirm

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FannichtveganerPflanzen
Posted (edited)

Also die Marienkäferlarve hat sich vor ihrer Arbeit gedrückt und die Kündigung eingereicht.

Ich werde daher wieder selbst aktiv werden müssen.

 

vor 15 Stunden schrieb Tobias Kulig:

Allerdings muß man dann ein paar Tropfen Spüli reinmachen, um die Wasserspannung aufzuheben.

 

Was mir bei Spüli halt sorgen macht ist dass dann "kontaminiertes Wasser" ins Substrat gerät.

Ist dies kein Problem?

 

Danke und beste Grüsse

 

Robin

Edited by FannichtveganerPflanzen
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Gordon Shumway
vor 15 Minuten schrieb FannichtveganerPflanzen:

Also die Marienkäferlarve hat sich vor ihrer Arbeit gedrückt und die Kündigung eingereicht.

Ich werde daher wieder selbst aktiv werden müssen.

 

 

Was mir bei Spüli halt sorgen macht ist dass dann "kontaminiertes Wasser" ins Substrat gerät.

Ist dies kein Problem?

 

Danke und beste Grüsse

 

Robin

 

Hätte bei längerer Einwirkzeit von Spüli-Wasser eher die Sorge, dass irgendwas Blödes mit der Wachsschicht auf der Pflanze bzw. deren Zellmembran passiert.

 

Ist aber nur so ein Gefühl.

 

Desweiteren noch der Hinweis, dass sich in Bezug auf Läuse bei mir Präparate auf Mineralöl bzw. Neemöl ganz gut bewährt haben. Die Läuse ersticken und verenden dann ziemlich schnell, ohne den Einsatz von "Gift". Wobei Neem jetzt auch in die Häutung der Läuse eingreift und damit auch als Gift gelten würde.

 

Muss man aber aufpassen, dass man die Pflanzen eine ganze Weile nach der Behandlung (12+ Stunden) nicht dem Sonnenlicht aussetzen sollte, da sie sonst schnell und stark verbrennen.

 

Schönen Gruß,

Ralph

Edited by Gordon Shumway
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vor 9 Minuten schrieb Gordon Shumway:

Desweiteren noch der Hinweis, dass sich in Bezug auf Läuse bei mir Präparate auf Mineralöl bzw. Neemöl ganz gut bewährt haben. Die Läuse ersticken und verenden dann ziemlich schnell, ohne den Einsatz von "Gift". Wobei Neem jetzt auch in die Häutung der Läuse eingreift und damit auch als Gift gelten würde.

 

Diese Lösung ist bei mir leider schwierig umzusetzen, das die Pflanze ein sehr dichtes Gestrüpp ist, da komme ich gar nicht an alle Stellen ran.

Das Gewucher ist so dicht, dass ich nicht mal weis wieviele wachstumspunkte die gute hat und wo sie liegen.

 

Hab ja selbst die Läuse erst mit einer Verspätung von fast 2 Jahren überhaupt entdeckt als eine auf eine Nachbarspflanze rübergekrabbelt ist.

 

Ich brauche also eine Lösung, welche alle Stellen erreicht, also entweder etwas was dort lebt und aktiv diese Biester jagt oder etwas mit dem ich die Pflanze fluten kann.

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Tobias Kulig
vor 8 Stunden schrieb Gordon Shumway:

Hätte bei längerer Einwirkzeit von Spüli-Wasser eher die Sorge, dass irgendwas Blödes mit der Wachsschicht auf der Pflanze bzw. deren Zellmembran passiert.

Ich hatte da nie Probleme oder ähnliches. Da muß auch nicht die halbe Flasche Pril rein, sondern nur 1-2 Tropfen, das reicht schon. Es geht hier nur um die Oberflächenspannung. 

Ich würde aber sowieso eher die Variante mit dem Insektizid nehmen und die Dämpfe die Arbeit machen lassen. Dies habe ich insbesondere bei Drosera angewendet, um nicht die Klebetropfen einsprühen zu müssen.

Edited by Tobias Kulig
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Jens R.
vor 9 Stunden schrieb FannichtveganerPflanzen:

Ich brauche also eine Lösung, welche alle Stellen erreicht, also entweder etwas was dort lebt und aktiv diese Biester jagt oder etwas mit dem ich die Pflanze fluten kann.

Du brauchst ein systemisches Insektizid, dass sich in der Pflanze verteilt und so auch Läuse erwischt, die nicht direkt getroffen werden. Leider sind die meisten systemischen Insektizide nicht mehr zugelassen. Soweit ich sehen kann ist das einzige, was man als Privatmensch noch kaufen kann Garden Protect Lizetan plus (Wirkstoff Flupyradifuron, nicht verwechseln mit Lizetan AZ, das ist was anderes).

Gibt's als anwendungsfertige Sprühflasche und als Konzentrat.

Grüße 

Jens

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So, ich habe mich jetzt mal dazu entschieden doch beim Ersäufen zu bleiben.

-Ohne Seifenlauge, da dies der Pflanze nicht gefällt.

Die Pflanze habe ich runtergebunden an einer mit Steinen beschwerten Schnur.

Ich denke, ich lasse sie jetzt so für die nächsten 2 Wochen komplett unter Wasser stehen.

Da es ja eine Psittacina ist, müsste sie ja eigentlich damit klar kommen.

 

Danke für die vielen Tipps

 

Beste Grüsse

 

Robin

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  • 3 weeks later...
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So hab soeben die Gute aus dem Bad genommen.

Sie verbrachte jetzt 2.5 Wochen unter Wasser. Ein paar Schlauche haben darunter Gelitten. zT wegen dem fixieren und beschweren zT. Aber auch wegen der Umstellung durch das Leben im trüben Wasser.

Hab bis jetzt keine Läuse mehr gesehen muss aber nochmals kontrollieren wenn sie trocken ist.

 

Gruss

 

Robin

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