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Schimmelbefall auf dem Substrat einer Sarracenia


Ahnenzorn

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Ahnenzorn

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Heute Vormittag musste ich mit Schrecken feststellen, dass sich bei meiner Sarracenia "Judith" Schimmel auf dem Substrat gebildet hat. Was wäre jetzt das richtige Vorgehen? Reicht es die Pflanze noch einmal umzutopfen oder muss hier mehr unternommen werden?

 

Ich hatte diese Pflanze erst vor anderthalb Wochen in einem Gartencenter gekauft. Da hatte ich sie dann aus dem vermeintlich belasteten Torfsubstrat befreit und in Matze's torffreie Mischung neu getopft.

 

In diesem Zeitraum habe ich die Pflanze ein oder zwei mal von oben gegossen (sie hat ein recht kleines Rhizom und nur eine längere Wurzel). Als meine Drosera eine Behandlung mit stark verdünntem Niemöl bekamen, habe ich das bei meinen beiden Sarracenia vorsorglich auch gemacht.

Meine andere Sarracenia hat bisher keinen Schimmel auf dem Substrat, obwohl sie ebenfalls ein oder zwei mal von oben gegossen wurde und mit verdünntem Niemöl behandelt.

 

Ich bin mir nicht ganz sicher ob das eigentliche Problem der Blähton in der Schale ist (hat die S. flava x leucophylla auf der Küchenfensterbank nicht, die steht einfach nur in Regenwasser), das Gießen von oben, oder etwas ganz Anderes, was ich gerade nicht auf dem Schirm habe.

 

Jedenfalls schonmal Danke im Voraus.

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Nicky Westphal
vor 10 Minuten schrieb Ahnenzorn:

oder etwas ganz Anderes

Hallo,

 

der Schimmel ist kein Grund zur Panik. Es ist eben so, dass "verrottende" organische Bestandteile gute Bedingungen für Pilze bieten. Was von deinem Substrat da schimmelt kann ich nicht sagen, aber ich würde einfach nur das ersichtlich befallene Zeug entfernen und wieder auffüllen.

Ursachen können zu wenig Luftbewegung oder zu wenig Licht sein. Vielleicht einfach mal mit dem andren Standort vergleichen.

 

Grüße Nicky

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Ahnenzorn
vor 8 Stunden schrieb Nicky Westphal:

Was von deinem Substrat da schimmelt kann ich nicht sagen, aber ich würde einfach nur das ersichtlich befallene Zeug entfernen und wieder auffüllen.

Ursachen können zu wenig Luftbewegung oder zu wenig Licht sein. Vielleicht einfach mal mit dem andren Standort vergleichen.

 

Ich habe deinen Rat jetzt mal befolgt. Dem Anschein nach waren hauptsächlich die Holzfasern im Substrat von Schimmel befallen.

 

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Jedenfalls habe ich Alles entfernt, was ich sehen konnte. Es war bisher auch wirklich nur an der Oberfläche, soweit ich das beurteilen kann. Ich habe es dann locker wieder mit frischem Substrat aufgefüllt. Sie steht jetzt zwar wieder auf der gleichen Fensterbank im Dachgeschoss, allerdings ohne den Blähton. Jetzt nur noch eine Schale mit Regenwasser.

 

Ich möchte halt wissen ob diese Stelle generell ungeeignet ist für Karnivoren. Da ist es eigentlich eher trocken, deswegen überhaupt erst mein Gedankengang mit dem Blähton und dem Wasser von oben zusätzlich. Blähton und Wasser von oben lasse ich jetzt allerdings weg. Licht werde ich bei Gelegenheit nochmal messen. Es ist Westseite im zweiten Stock. Eigentlich kommt da schön viel nachmittags- und Abendsonne hin.

Meine D. capensis alba hatte ich gestern Abend schon da weg gestellt und zur Küchenfensterbank gebracht, weil es an warmen Tagen gerne über 25°C im Dachgeschoss bleibt.

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Für mich stellt sich die Frage,wie du darauf kommst,dass der Blähton dafür verantwortlich sein könnte.

 

Wenn ich das richtig verstanden habe,stehen die Pflanzen innen auf der Fensterbank?

Grundsätzlich bin ich ein absoluter Gegner von Sarracenia und Dionaea Indoorhaltung,da diese Pflanzen einfach nach draußen gehören,alleine schon zwecks der Kulturbedingungen.

 

Täusch dich nicht,was so ein doppelt oder gar dreifachverglastes Fenster dir an Licht wegnimmt.Das täuscht unheimlich schnell.

 

Ich würde auf zu wenig Luftbewegung tippen und mich Nickys Rar anschließen,dir aber noch dringend raten,die Pflanzen nach draußen zu verfrachten.

 

Außerdem würde ich ein ständiges hin und herstellen der Pflanzen vermeiden.Dies stresst sie nur noch weiter.Ich kultiviere z.b.Drosera capensis in allen möglichen Formen und Farben im Gewächshaus,3 mm Sicherheitsglas, in praller Sonne,teilweise bei 40 Grad plus.

Solange diese Wasser habe,absolut kein Problem.

Da dürfte die Pflanze indoor eher zu wenig Licht abbekommen.

 

LG

Hauke

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Ahnenzorn
vor 12 Minuten schrieb Xorx:

Für mich stellt sich die Frage,wie du darauf kommst,dass der Blähton dafür verantwortlich sein könnte.

 

Außerhalb der Karnivoren braucht es für Schimmel sehr viel Feuchtigkeit (und teilweise noch einen luftdichten Verschluss zusätzlich).

Luftdicht ist hier ja nichts - das Dachgeschoss hat über 45m² Grundfläche, keine Ahnung wie viele m³. Die Spatzen haben so viel Dämmmaterial zerstört und entfernt, dass selbst bei komplett geschlossenen Fenstern immer etwas Luftzug vorhanden ist. Daher kam mein Verdacht es wäre lokal vielleicht doch zu viel Feuchtigkeit.

 

vor 19 Minuten schrieb Xorx:

Wenn ich das richtig verstanden habe,stehen die Pflanzen innen auf der Fensterbank?

Grundsätzlich bin ich ein absoluter Gegner von Sarracenia und Dionaea Indoorhaltung,da diese Pflanzen einfach nach draußen gehören,alleine schon zwecks der Kulturbedingungen.

 

Täusch dich nicht,was so ein doppelt oder gar dreifachverglastes Fenster dir an Licht wegnimmt.Das täuscht unheimlich schnell.

 

Ich würde auf zu wenig Luftbewegung tippen und mich Nickys Rar anschließen,dir aber noch dringend raten,die Pflanzen nach draußen zu verfrachten.

 

Außerdem würde ich ein ständiges hin und herstellen der Pflanzen vermeiden.Dies stresst sie nur noch weiter.Ich kultiviere z.b.Drosera capensis in allen möglichen Formen und Farben im Gewächshaus,3 mm Sicherheitsglas, in praller Sonne,teilweise bei 40 Grad plus.

Solange diese Wasser habe,absolut kein Problem.

Da dürfte die Pflanze indoor eher zu wenig Licht abbekommen.

 

Ja, Fensterbank innen. Meine Hauptkultur ist auf der Küchenfensterbank. Da ist zwar auch Doppelverglasung (genau wie im Dachgeschoss Westseite), allerdings habe ich bei Messungen da Werte zwischen 25.000 und 50.000+ Lux gehabt. Das ist allerdings Südseite, also pralle Mittagssonne. Heizkörper haben beide Fensterbänke nicht in unmittelbarer Nähe. Auf der Küchenfensterbank habe ich verschiedene Drosera capensis (die züchte ich schon über 2 Jahre) und eine S. flava x leucophylla. Von letzterem Hybriden hieß es, er könne Fensterbank Kultur ganz gut ab.

Reine "draußen Pflanzen" habe ich bisher bewusst noch keine in der Sammlung.

Vielleicht muss ich mir doch eine Lösung für draußen überlegen. Obwohl mir da neben besagter Spatzenplage auch die Schädlinge Sorgen bereiten. Der Garten vor dem Haus (nicht von mir betreut) ist halb Obstgarten und halb wildes Wiesenbiotop - da wimmelt es von allem möglichen Ungeziefer. Nicht-Karnivoren wurden mir teilweise in wenigen Tagen draußen schon komplett zerfressen.

 

Das mit den Drosera bei 40°C finde ich interessant. Ich selbst züchte die capensis zwar schon ein bisschen, aber eben nur auf der Fensterbank und ich habe noch viel zu lernen. Ein selbsternannter Drosera Experte in einer Facebook Gruppe blökte mich noch an, die dürften nie über 25°C kultiviert werden. Jemand der scheinbar wirklich Ahnung von Drosera hat, meinte in einem älteren Video von Green Jaws zumindest, dass D. capensis als Bergpflanzen die Hitze nicht so gut ab können, und schon etwas leiden bei entsprechenden Temperaturen in Deutschland.

 

Ich stelle die Pflanzen nicht ständig um, die D. capensis alba und die S. "Judith" standen hier auf der Dachgeschossfensterbank, seit ich sie vor ca. anderthalb Wochen aus dem Gartencenter holte. Wegen oben erwähnter Aussagen zu D. capensis hatte ich die Alba gestern lediglich zum Schutz vor der Hitze zu meinen anderen Drosera verfrachtet. Da sie in der Zeit keine Anzeichen von Schädlingen o.Ä. zeigte, soll sie jetzt ruhig bei den anderen bleiben.

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Tim Biking
vor 57 Minuten schrieb Ahnenzorn:

Ein selbsternannter Drosera Experte in einer Facebook Gruppe blökte mich noch an, die dürften nie über 25°C kultiviert werden. Jemand der scheinbar wirklich Ahnung von Drosera hat, meinte in einem älteren Video von Green Jaws zumindest, dass D. capensis als Bergpflanzen die Hitze nicht so gut ab können, und schon etwas leiden bei entsprechenden Temperaturen in Deutschland.

Stimmt. Dieser Tim aus dem letzten green jaws Video muss noch viel lernen. 😉

Die Aussage zur Capensis würd ich aber stützen.

Genauso stimmt auch die Aussage, dass die Pflanzen bei 40Grad nicht kaputt gehen und auch keine sichtlichen Probleme haben. Sie passen sich dann halt für die Zeit an und werden kleiner. (Nicht unbedingt weniger schön)

 

Am Naturstandort wachsen die Pflanzen halt eher in Sickerwasser und in lichter vegetation und weniger auch perfekt schwarzen Torfflächen die oberflächlich evtl. Sogar noch trocken sind. Da kommt halt vieles zusammen. 

 

Grüße

Tim

 

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Ahnenzorn
Posted (edited)
vor einer Stunde schrieb Tim B:

Stimmt. Dieser Tim aus dem letzten green jaws Video muss noch viel lernen. 😉

Die Aussage zur Capensis würd ich aber stützen.

Genauso stimmt auch die Aussage, dass die Pflanzen bei 40Grad nicht kaputt gehen und auch keine sichtlichen Probleme haben. Sie passen sich dann halt für die Zeit an und werden kleiner. (Nicht unbedingt weniger schön)

 

Am Naturstandort wachsen die Pflanzen halt eher in Sickerwasser und in lichter vegetation und weniger auch perfekt schwarzen Torfflächen die oberflächlich evtl. Sogar noch trocken sind. Da kommt halt vieles zusammen. 

 

 

 

Möglicherweise meinte ich dich, wollte dich jedoch nicht namentlich erwähnen 😉

War das Video echt neu? Ich gucke die bisschen durcheinander 😅

 

Jedenfalls auch danke für dein Feedback! (Gilt übrigens allen hier, deswegen hatte ich das Danke vorsorglich schon in den Eingangspost geschrieben).

 

Ich selbst habe jedenfalls noch ganz viel zu lernen. Mein Interesse für Karnivoren hat zwar auch einen praktischen Hintergrund - weniger von den ungeliebten Insekten im Umfeld sind natürlich schön - aber ich möchte die Pflanzen auch nicht "quälen". Sprich ich möchte meinen Karnivoren zumindest akzeptable Bedingungen bieten.

 

 

PS: Um das noch kurz klar zu stellen, ich habe kein grundsätzliches Problem mit Insekten. Bienen, Hummeln, Ameisen, Marienkäfer und ein paar Andere sind super. Manche halt leider weniger... (So helfen die paar Drosera in der Küche schon gegen Fruchtfliegen beispielsweise).

Edited by Ahnenzorn
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partisanengärtner

Das Pilzmycel ist ganz sicher kein Schimmel. Vermutlich irgendein holzabbauender Hutpilz. (wird leicht verwechselt). Manche agieren sogar als Mycorrhizza.

So wie das aussah stand der kurz vor der Bildung der Fruchkörper (die kleinen Knoten sind die Vorläufer, durch die Fruchtkörper ließe er sich sogar bestimmen). Bisher hat sich bei mir noch keiner als schädlich für Carnivoren erwiesen.

Schädlicher Schimmel wird sich da sogar schwer tun.

Vermutlich wird das Mycel wieder kommen. Fällt ja erst wirklich auf wenn es die Oberfläche erreicht und sich auf das Fruchten vorbereitet und diesen Mycelteppich bildet..

Die einzelnen Hyphen im Substrat sind eher unauffällig.

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Ahnenzorn
vor 6 Stunden schrieb partisanengärtner:

Das Pilzmycel ist ganz sicher kein Schimmel. Vermutlich irgendein holzabbauender Hutpilz. (wird leicht verwechselt). Manche agieren sogar als Mycorrhizza.

So wie das aussah stand der kurz vor der Bildung der Fruchkörper (die kleinen Knoten sind die Vorläufer, durch die Fruchtkörper ließe er sich sogar bestimmen). Bisher hat sich bei mir noch keiner als schädlich für Carnivoren erwiesen.

Schädlicher Schimmel wird sich da sogar schwer tun.

Vermutlich wird das Mycel wieder kommen. Fällt ja erst wirklich auf wenn es die Oberfläche erreicht und sich auf das Fruchten vorbereitet und diesen Mycelteppich bildet..

Die einzelnen Hyphen im Substrat sind eher unauffällig.

 

Darauf wäre ich nicht gekommen. Das entfernte Substrat habe ich leider schon entsorgt. Jetzt im Nachhinein interessiert mich dann doch was es war. Bei den Härchen dachte ich direkt an Schimmel und wollte handeln bevor die Pflanze Schaden nimmt.

 

Angenommen deine Vermutung stimmt, könnte man anhand dieses Pilzes irgendetwas über die Umgebungsbedingungen ableiten, was die Karnivore betrifft?

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partisanengärtner

Das der Pilz nicht wieder kommt ist ziemlich unwahrscheinlich. Aber es könnte sein das er länger braucht bis er wieder Anstalten macht zu fruchten.

Um irgendwas von dem Pilz abzuleiten reichen meine Kenntnisse wahrscheinlich nicht.

Ein Fachmann könnte das sicher. Manche sind ja auf ein gewisses Nährstoffangebot angewiesen, was für Carnivoren natürlich weniger passend wäre.

Da das Substrat von einem Fachmann stammt nehme ich nicht an das dies so ist.

Holzabbauende Pilze sind in den meisten Fällen nicht auf zusätzliche Nährstoffe angewiesen machen aber die in der Zellulose gebundenen Verbindungen durchaus pflanzenverfügbar.

Ob Sarracenien Mykorrhiza haben kann ich nicht absolut sicher sagen aber es ist zu vermuten. Sie gehören zu den Heidekrautgewächsen und die sind so gut wie alle auf Mykorrhiza angewiesen.

Hier im Forum gibt es auch einen Thread dazu.

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Jens R.
vor 21 Stunden schrieb Ahnenzorn:

Reine "draußen Pflanzen" habe ich bisher bewusst noch keine in der Sammlung.

Wenn Sarracenia keine "draußen Pflanzen" sind, dann kenne ich keine. Aus meiner Sicht gehören Sarracenia ins Freiland oder in ein Gewächshaus.

Spätestens im Winter brauchen Sie kühlere Temperaturen als in einem Wohnraum üblich, sonst hast Du nicht lange Freude dran.

Auch den Schimmel hättest Du im Freiland nicht, dafür sorgen Regen, Wind und Sonne.

Grüße

Jens

Edited by Jens R.
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Ahnenzorn
vor 5 Stunden schrieb Jens R.:

Wenn Sarracenia keine "draußen Pflanzen" sind, dann kenne ich keine. Aus meiner Sicht gehören Sarracenia ins Freiland oder in ein Gewächshaus.

Spätestens im Winter brauchen Sie kühlere Temperaturen als in einem Wohnraum üblich, sonst hast Du nicht lange Freude dran.

Auch den Schimmel hättest Du im Freiland nicht, dafür sorgen Regen, Wind und Sonne.

Grüße

Jens

 

S. purpurea oder VFF wären für mich "draußen Pflanzen" beispielsweise. Der S. flava x leucophylla geht es auf der Küchenfensterbank scheinbar gut:

 

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(Fotos von heute - außer dem jüngsten Schlauch alle schön ausgefärbt - vom Rußpilz auf den Deckeln abgesehen, auch keine Anzeichen für Unwohlsein)

 

Klar kann ich sie nicht wie die D. capensis das ganze Jahr dort kultivieren. Die Sarra wird eine Winterruhe benötigen. Dafür habe ich auch schon einen Platz vorgesehen, der ihre Bedürfnisse hoffentlich decken wird (Temperatur stimmt jedenfalls, Licht weiß ich noch nicht genau). Wie oben erwähnt hatte ich mich ja explizit für eine S. Hybride entschieden, die Fensterbank kann.

 

Und ich möchte dich jetzt nicht angreifen, aber hättest du den Thread weiter verfolgt, hättest du auch gelesen, dass es gar kein Schimmel war bei der anderen Sarra.

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Tim Biking
Am 10.7.2024 um 00:41 schrieb Ahnenzorn:

Möglicherweise meinte ich dich, wollte dich jedoch nicht namentlich erwähnen 😉

Nee, ich wars nicht. 

 

vor 20 Stunden schrieb partisanengärtner:

Das Pilzmycel ist ganz sicher kein Schimmel. Vermutlich irgendein holzabbauender Hutpilz. (wird leicht verwechselt).

Also für mich schaut das schon sehr eindeutig nach Schimmel aus. Pilzmycel von Holzpilzen ist das meiner Meinung nach nicht. 

Aber das lässt sich ja dann ganz easy bestätigen. Der Schimmel sollte bei gleichbleibenden Bedingungen wieder kommen. 🙂 

 

vor 4 Stunden schrieb Ahnenzorn:

 

S. purpurea oder VFF wären für mich "draußen Pflanzen" beispielsweise. Der S. flava x leucophylla geht es auf der Küchenfensterbank scheinbar gut:

vor 13 Stunden schrieb partisanengärtner:

 

Die Pflanze sieht tatsächlich recht gesund aus. Solange du genug Licht hast kannst du alles drinnen kultivieren. Dionaea sind da sogar noch anspruchsloser als Sarracenia.

Zumindest im Winter wird das aber wie su schon erwähnt hast bei deiner Pflanze schwierig. Ich wüsste nicht, warum dein Hybrid sich da Anders verhalten sollte wie ne Vff, oder S.purpurea. 

 

Grüße

Tim

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partisanengärtner

Wenn es wieder kommt ist das leider kein Unterscheidungsmerkmal. Was wir als Schimmel bezeichnen hat sehr frühzeitig seine farblich abgesetzten Sporenträgerrasen.

Das wäre dann wirklich ein Merkmal.

Bei mir waren solche gezeigten weißen Myzelteppiche immer Hutpilze, die dann auch nicht die Sporenträgerrasen entwickelten.

Allerdings kann echter Schimmel leicht solche echten Pilze befallen wenn es ihnen nicht gut geht.

Wenn man allerdings nur einmal die Woche hinschaut kann einem dieser Krieg leicht entgehen. Dann hat ein weißer Pilzrasen einen grauen oder grünen Schimmel entwickelt.

 

 

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Jens R.
vor 7 Stunden schrieb Ahnenzorn:

Und ich möchte dich jetzt nicht angreifen, aber hättest du den Thread weiter verfolgt, hättest du auch gelesen, dass es gar kein Schimmel war bei der anderen Sarra.

Nur weil irgendwer in einem Forum mal gesagt hat, dass das kein Schimmel ist, muss das nicht stimmen. Aber du hast recht: Wir sind wohl alle keine Mykologen, also ersetze bitte Schimmel in meinem Beitrag durch Pilze, dann passt es wieder.

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partisanengärtner

Die weißen Hyphenbündel die wir im Holz sehen sind einfach ein anderes Stadium. Echte Pilze auch die meisten holzzersetzenden machen an der Oberfläche oder nahe dran solche Hyphenrasen als Vorbereitung zum Wachsen der Fruchtkörper.

Ist natürlich keine abschließende Diagnose, aber schädlicher Schimmel sieht gewöhnlich anders aus.

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Ahnenzorn
vor 8 Stunden schrieb Tim B:

Nee, ich wars nicht. 

 

Achso, dachte wegen Tim B... War dann wohl ein Missverständnis.

 

vor 8 Stunden schrieb Tim B:

Die Pflanze sieht tatsächlich recht gesund aus. Solange du genug Licht hast kannst du alles drinnen kultivieren. Dionaea sind da sogar noch anspruchsloser als Sarracenia.

Zumindest im Winter wird das aber wie su schon erwähnt hast bei deiner Pflanze schwierig. Ich wüsste nicht, warum dein Hybrid sich da Anders verhalten sollte wie ne Vff, oder S.purpurea. 

 

Ich richte mich da eigentlich nach Green Jaws. Wenn ich das noch richtig im Kopf habe, sagte Matze in einem Video, dass die S. flava x leucophylla Fensterbank besser kann als manche reinen Arten. In einem anderen Video nannte er die N. briggsiana als "beste Nepenthes" für die Fensterbank. Beziehungsweise der Shop bietet ja sogar Filterfunktionen. Die Filter für "anfängertauglich" und Kulturbedingung "Fensterbank" nutze ich da ganz gerne.

Bei Dionaea haben zwar manche auch den Tag Fensterbank, da heißt es aber öfter, sie wollten eigentlich raus. Die S. purpurea hat diesen Fensterbank Tag gar nicht.

 

Jedenfalls werden meine Sarras ihre Winterruhe am Fenster in der Waschküche kriegen. Die Temperatur liegt da genau im richtigen Bereich.

 

 

Das Substrat der S. "Judith" beobachte ich weiterhin. Bisher ist da noch nichts Auffälliges zu sehen.

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Ahnenzorn

Nachtrag:

 

Bei Messungen über mehrere Tage hinweg kam heraus, der Lichteinfall ist leider deutlich geringer auf der Fensterbank im Dachgeschoss. Nur etwa 10% dessen, was ich auf der Südfensterbank gemessen habe. Die zwei verbliebenen Drosera habe ich nun erst einmal zu den zuvor isolierten Pflanzen nach draußen verfrachtet. Die Drosera hatten über 2 Wochen Probleme neue kräftige Tröpfchen zu bilden. Somit waren deren Bedingungen wohl zu schlecht.

 

Da ich an der Stelle doch gerne mehr Karnivoren hätte, habe ich noch einmal recherchiert. So habe ich nun eine mexikanische Pinguicula x Tina und eine australische Drosera adalae geordert. Beide sollen mit schattigen Sonnenplätzen und Fensterbank zurecht kommen 🤔

 

Den weißen "Teppich" auf dem Substrat der Sarracenia "Judith Hindle" gab es bisher noch nicht wieder.

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partisanengärtner

Die Faustregel Sarras und in geringerem Maße Dionaea können drinnen nicht dauerhaft gehalten wirden von vielen professionellen Haltern und gelegentlich auch von Anfängern mit grünem Daumen Lügen gestraft.

Matze hat das hier sehr schön für Dionaea dokumentiert.

 Im Botanischen Garten Singapur haben sie die Sarracenien mit trockener Periode zu einer "Winterruhe" gebracht. Kein Kühlhaus war involviert.

Meinem Schwager ist es sogar gelungen über einige Jahre Sarracenia.psittacina auf dem Fensterbrett zu halten. (gegen meinen Rat)

Zwar Südseite aber im Schatten eines Balkons drüber.

Die haben sogar regelmäßig geblüht.

Einfache Regeln sind zwar relativ sicher für die Kultur, aber bilden nicht die Wirklichkeit ab.

Man kann eine große Sammlung mit solchen einfachen Regeln über viele Jahre gesund erhalten, aber das als alleinige Wahrheit zu verkaufen ist schon ein wenig vermessen.

Ich werde hier nicht unbedingt von allen geliebt, weil ich auch mal nicht allgemein akzeptierte Glaubensregeln verletze. Ketzer sind selten beliebt, gerade wenn sie sogar manchmal recht haben. (Ich habe beileibe nicht immer recht aber leider viel zu häufig)

Nicht jeder Schimmelschrei oder auch Schädling bei Krabbelzeug ist richtig, auch wenn man so mit weniger Wissen und ein wenig Gift lange Zeit erfolgreich sein kann. Im Internet gibt es jeden Müll an "Informationen", da ist es hilfreich wenn man selber denkt oder am besten schon ein wenig wissensdurstig ist und einen Überblick hat.

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Tim Beier
Am 9.7.2024 um 23:29 schrieb Tim B:

Stimmt. Dieser Tim aus dem letzten green jaws Video muss noch viel lernen. 😉

Die Aussage zur Capensis würd ich aber stützen.

Genauso stimmt auch die Aussage, dass die Pflanzen bei 40Grad nicht kaputt gehen und auch keine sichtlichen Probleme haben. Sie passen sich dann halt für die Zeit an und werden kleiner. (Nicht unbedingt weniger schön)

 

@Tim B führte immer wieder mal zu Verwechslungen 🙈. Warum nutzt du nicht deinen Klar Namen? 😅

Was muss den der Tim aus dem Video noch lernen ? 😉

 

Matze hat D.capensis als Gebirgspflanze bezeichnet. Würde ich so nicht verallgemeinern. Die natürlichen Standorte von D.capensis sind teilweise schon in den Bergen wenn man mal an den Gifberg oder Bainskloof denkt. Allerdings kommt D.capensis auch in flacheren Gegenden vor. 

Unter meinen Bedingungen im Gewächshaus sehen D.capensis im Frühjahr und im Herbst am besten aus. Ich würde sagen das die meisten  Südafrikanischen Drosera mit ein paar Ausnahmen die Hitze im Sommer bei uns nicht so toll finden. 

 

Zurück zum Topic:

 

Die Kultur im Gewächshaus lässt sich mit Sicherheit nicht mit der an der Fensterbank oder im Freien (Moorbeet oder Moor Kübel) vergleichen. Das Torf freie Substrat (Holzfasern) neigt dann augenscheinlich wohl bei weniger Licht an der Fensterbank und weniger Luftzirkulation sich zu zerseten. Nicht jeder Pilz ist gleich pflanzenschädigend. Ich würde das nicht überbewerten und erst mal beobachten. 

 

MfG Tim Beier (der aus dem Video 🤣

 

 

 

 

Edited by Tim Beier
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Ahnenzorn
vor 4 Stunden schrieb partisanengärtner:

Die Faustregel Sarras und in geringerem Maße Dionaea können drinnen nicht dauerhaft gehalten wirden von vielen professionellen Haltern und gelegentlich auch von Anfängern mit grünem Daumen Lügen gestraft.

[...]

 

Ich glaube zu verstehen was du meinst. Grundsätzlich möchte ich natürlich, dass es meinen Karnivoren gut geht. Und den D. capensis ging es auf der Fensterbank im Dachgeschoss leider nicht gut. In den ca. 2 Tagen draußen, gab es direkt neue Klebetröpfchen. Deswegen hatte ich mir bei der Gärtnerei von Thomas Carow extra 2 Pflanzen bestellt, die auch mit weniger Licht auskommen (ein mexikanisches Fettkraut und ein australischen Sonnentau). Damit ich etwas auf besagte Fensterbank stellen kann, ohne das es leidet.

 

Am anderen Standort (Küchenfensterbank) geht es den Pflanzen aber scheingar gut. Auch die wunderschöne S. flava x leucophylla sieht dort prächtig aus.

[Sie kriegt wirklich viel Licht, wird von den umliegenden Drosera vor kleinen "Mistviechern" geschützt und kriegt auch was zu Fressen].

 

vor 2 Stunden schrieb Tim Beier:

 

@Tim B führte immer wieder mal zu Verwechslungen 🙈. Warum nutzt du nicht deinen Klar Namen? 😅

Was muss den der Tim aus dem Video noch lernen ? 😉

 

[...]

 

Von mir auch nochmal Sorry für die Verwechslung 😅

(Und Danke für deinen Input)

 

 

@Topic: Wir wissen ja leider Alle nicht, was es wirklich war. Die Pflanze steht noch immer am gleichen Standort. Die Kulturbedingungen sind nahezu unverändert (der Blähton ist momentan halt weg). Ich beobachte die Pflanze täglich. Sie weist keine Schäden auf.

 

Sollten sich diese weißen Härchen nochmal auf dem Substrat bilden, wäre ich ehrlich gesagt versucht diese nicht mehr zu entfernen. Eben für den Fall, dass sich dort ein Pilz bildet, der eine Symbiose mit der Pflanze eingeht. Und ehrlich gesagt, einen kleinen Pilz im Topf zu haben, sieht doch cooler aus als fieses Moos 😅

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Am 15.7.2024 um 00:26 schrieb Tim Beier:

 

Warum nutzt du nicht deinen Klar Namen? 😅

Dafür ersetzt du jetzt mal den Frosch durch ein Bild von dir und der "Ahnenzorn" verrät uns einen Klarvornamen. 😉 

 

Am 15.7.2024 um 03:23 schrieb Ahnenzorn:

@Topic: Wir wissen ja leider Alle nicht, was es wirklich war.

Doch, Schimmel. 🙂 🙂 🙂 

 

Grüße

Tim Biking

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vor 17 Stunden schrieb Tim Biking:

Dafür ersetzt du jetzt mal den Frosch durch ein Bild von dir und der "Ahnenzorn" verrät uns einen Klarvornamen. 😉 

 

Ich bin der Andi 😃

War aber mal Anlass für mich bisschen das Profil auszufüllen, also Danke 😉

 

vor 17 Stunden schrieb Tim Biking:

Doch, Schimmel. 🙂 🙂 🙂 

 

Wie erwähnt, die Pflanze steht nahezu unverändert. Bisher keine neuen weißen Härchen auf dem Substrat.

Sollte es wieder kommen, lasse ich es aber drauf an kommen. Eben um heraus zu finden, was es genau ist.

 

Momentan wäre ich bei der Theorie von @partisanengärtner da sich diese weißen Härchen wirklich nur auf Holzfasern gebildet hatten. Nicht überall, und vor Allem nicht auf der Pflanze.

Edited by Ahnenzorn
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Noch immer keine neuen Zeichen von Pilzen (welcher Art auch immer) auf dem Substrat der Sarracenia.

 

Zumindest hat sie neuerdings wieder Schutz vor Trauermücken etc. links und rechts. Hier nochmal danke an @Thomas Carow für die schönen Karnivoren. Die Pincuicula x Tina und die Drosera adelae scheinen sich gut von den Reisestrapazen zu erholen. Die Blüten der ersteren strecken sich regelrecht zum Licht hin, während die Zweite ihre aufgerollten Blätter vollends entfalten konnte.

😃

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