Gordon Shumway Posted February 4, 2025 Posted February 4, 2025 (edited) Hallo Zusammen! Habe am Wochenende meine filiformis geteilt, ausgeputzt und neu getopft. Aus Erfahrung weiß ich, dass sie jetzt im Vorfrühling wahnsinnig schnell anfangen zu schimmeln. Gerne würde ich diesen Verlusten vorbeugen. Halbwegs bewährt hat sich bei mir ein üppiges Sphagnum-Polster. Jetzt sind die Töpfe aber frisch angelegt und enthalten (noch) kein etabliertes Sphagnum. Soll ich jetzt einfach großzügig mit Moos nachpflanzen bzw. abdecken? Habe Sorge, dass ich so beginnenden Befall nicht rechtzeitig bemerke und wieder Verluste habe... Gibt es noch andere Tricks? Denke dabei so an Holz- oder Aktivkohle, Asche oder gar Fungizide? Wäre für Tipps dankbar! Viele Grüße, Ralph Ach ja, die Pflanzen stehen draußen in der verglasten Terrasse bei aktuell ca. 1-16°C... Edited February 4, 2025 by Gordon Shumway
FannichtveganerPflanzen Posted February 4, 2025 Posted February 4, 2025 Hallo Ralph Ich kann nichts hilfreiches beisteuern, hab aber mit dem Gedanken gespielt einen ähnlichen Thread zu erstellen. Ich selbst habe keine Erfahrung mit Überwinterung der filiformis, da meine erst im März 24 gekeimt sind. Ich habe sie also nicht ganz ein Jahr. Bei mir sind die Kulturbedinungen ziemlich ähnlich und ich habe auch beobachtet dass sich die filiformis anders als die intermedia nur zögerlich in Winterruhe begeben hat. Vereinzelte Fangblätter aus dem alten Jahr haben immernoch Klebetropfen dran. Im Moment scheinen die filiformis bei mir gerade schlagartig aus der Winterruhe zu erwachen und schauen sehr vital aus. Ist das auch bei Dir der Fall? Danke und beste Grüsse Robin
Gordon Shumway Posted February 4, 2025 Author Posted February 4, 2025 (edited) Hallo Robin! Konkret sind es 3 verschiedene Pflanzen: Einmal eine ziemlich alte Pflanze, bei mir nur als D. filiformis gelabelt. Bleibt eher klein, schimmelt normalerweise auch nicht. Außerdem die beiden Großen, nämlich Drosera filiformis var. tracyi und Drosera filiformis 'California Sunset'. Bei mindestens einem der beiden habe ich im Vorfrühling regelmäßig Verluste. Aktuell treibt noch keiner davon aus. Ich denke, dass wird auch mindestens noch bis Anfang März so bleiben... Alte, klebrige Blätter habe ich gar nicht, die sind alle komplett eingezogen. Viele Grüße, Ralph Edited February 4, 2025 by Gordon Shumway
FannichtveganerPflanzen Posted February 4, 2025 Posted February 4, 2025 Hallo Ralph Bei meinen filiformis kann ich leider die Variante bzw. Subspezies nicht identifizieren. Ich habe mich allerdings im Internet etwas über die Überwinterung der unterschiedlichen Varianten schlau gemacht um auch nicht ganz unwissend mit den Pflanzen zu hantieren und hier im Forum rechtzeitig nach Hilfe zu rufen, wenn sich der Zustand verschlechtern sollte . Gelesen habe ich im Internet zusammengefasst folgendes: Bekannt sind mir folgende 3 Varianten D. filiformis var. filiformis --> Eher nördlich vorkommende Variante, diese ist Winterhart und benötigt ggF. auch kalte Winter, sonst kann sie auch eingehen. D. filiformis var tracy --> eher südlich verbreitete Variante, diese ist nur bedingt winterhart und daher vermute ich mal dass diese weniger Kälte verträgt, dafür aber auch nicht auf eine kalte überwinterung angewiesen ist. D. filiformis "California Sunset" ist offenbar eine Hybride der oben genannten und daher irgendwie dazwischen. Ich schätze dass ihre Eigenschaften wohl irgendwo dazwischen liegen. https://www.toedlichefallen.de/pflegehinweise-drosera-filiformis/ All diese Angaben ohne Gewähr, also immer gerne korrigieren, falls ich Stuss erzähle. Ich kann mir auch vorstellen, dass die Pflanzen bei Dir sogar etwas kälter überwintern als meine. Meine überwintern auf einem geschlossenen Balkon, wobei die Temperatur grob etwa bei dem Mittelwert zwischen draussen und drinnen lag. Dies würde nach meinem bescheidenen Verständnis erklären weshalb die var. tracy mehr Probleme hat als die var. filiformis. Bei letzterer habe ich immer wieder Warnungen gelesen, dass sie bei zu warmer Überwinterungen schnell mal eingehen können. Im Moment sehen meine so aus: Ob das Austreiben problematisch ist, weiss ich leider nicht. Beste Grüsse Robin
Audrey 2 Posted February 4, 2025 Posted February 4, 2025 Mein D. filiformis var. filiformis steht nun schon das dritte Jahr ganzjährig draußen im Moorkübel und wird jedes Jahr größer (mehr). Aktuell sieht er so aus, bei tagsüber ca. 0°C und nachts -6°C, und komplett durchgefroren. Also noch keine Anzeichen von Erwachen. Schimmel hab´ ich sehr selten und wenn, dann sehr wenig, obwohl immer alles sehr nass ist. Ich denke aufgrund der guten Luftzirkulation im Freiland ist die Gefahr weniger groß. 1
partisanengärtner Posted February 6, 2025 Posted February 6, 2025 Um diese Zeit hätte ich sie noch nicht gestört, aber wenn Du Bedenken hast kannst Du ein wenig (!) Holzasche auf die einzelnen Hibernakel stäuben. Alle paar Jahre bekommen das bei mir auch andere Carnivoren die auf Feuer in der Natur positiv reagieren. Bisher nie was negatives bemerkt. Wenn ich recht bedenke wäre es auch bei mir wieder mal eine Gelegenheit. Den letzten simulierten Aschflug gab es bei mir 2022. Ich hatte früher glegentlich Probleme und dann Botrytis besonders an Teilen von ganzenHibernakelklumpen gehabt. Da habe ich dann mit etwas großzügigeren Holzaschegaben den Befall zum Stoppen gebracht. 2 1
FannichtveganerPflanzen Posted February 7, 2025 Posted February 7, 2025 Wann ist eigentlich der kritische Zeitpunkt bei zu warmem überwintern?
Nicky Westphal Posted February 7, 2025 Posted February 7, 2025 vor einer Stunde schrieb FannichtveganerPflanzen: Wann ist eigentlich der kritische Zeitpunkt bei zu warmem überwintern? Immer dann, wenn die eingezogenen Pflanzen zu nass stehen und zu wenig Frischluft bekommen. Grüße Nicky 1
FannichtveganerPflanzen Posted February 7, 2025 Posted February 7, 2025 Hi Nicky, vor 21 Minuten schrieb Nicky Westphal: Immer dann, wenn die eingezogenen Pflanzen zu nass stehen und zu wenig Frischluft bekommen. Puh, danke da bin ich erleichtert, da meine dieses Mal ziemlich mild und auch etwas nass durch den Winter sind. Dann kann ich davon ausgehen dass sie jetzt, wo sie aktiv werden, fein raus sind. Beste Grüsse Robin
Tavero Posted February 27, 2025 Posted February 27, 2025 (edited) Hi, Hab mich hier angemeldet wegen einem ähnlichen aber nicht komplett gleichen Problem. Bekomme meine Sonnentau im moorkübel einfach nicht über den Winter. Aber mir scheint es als ob der Schimmel erst dann kommt wenn die Pflanzen bereits Frostschäden genommen haben. Letzten Winter habe ich alle Sonnentau in meinem Kübel nach einem plötzlichen Wintereinfall verlogen. Plötzlich hatte es -5°C mit Schnee bevor hibernakel gebildet wurden. Alle meine Filiformis und Rotundifolia wurden matschig und haben danach geschimmelt. War alles tot. Dieses Jahr hab ich es nochmal mit Filiformis probiert. Sahen besser aus. Aber nachdem es in jetzt im Februar tagelang Minusgrade hatte wurde das hibernakel braun. Ist jetzt am schimmeln und sterben. Die Schlauchpflanzen waren unbeeindruckt. War wahrscheinlich das letzte Mal dass ich es mit Filiformis probiere. während dem Frost vor zwei Wochen Jetzt Der Kübel mit allen carnivoren Edited February 27, 2025 by Tavero
Gordon Shumway Posted February 27, 2025 Author Posted February 27, 2025 Hallo Tavero! Würde die Hibernakel noch nicht ganz abschreiben. Entfernung der abgestorbenen Blätter beugt ein wenig dem Befall vor. Ebenso reichlich Sphagnum um und auf dem Hibernakel. Letztes Jahr habe ich die schimmeligen Stellen täglich mit Wasser aus der Sprühflasche bearbeitet. Habe gehört und hatte den Eindruck, es würde helfen. Evtl Gabe von Holzasche wie Partisanengärtner oben erwähnt. Viel Glück! Schönen Gruß, Ralph 1
J.N.B. Posted February 27, 2025 Posted February 27, 2025 Ich kann hier nur beine Bedingungen beisteuern, unter denen ich in der ersten Überwinterung noch keine Probleme hatte. Die Pflanze ist eine D. filiformis ssp. filiformis. Sie steht in einem Überwinterungszelt auf meinem Balkon. Der Balkon ist in das Gebäude eingesetzt, was an sich schon den Wind reduziert. Das eine Fenster des Zeltes habe ich dauerhaft offen. Bei mehrtägigen nächtlichen Plusgraden mache ich auch die Tür des Zeltes ganz auf. Luftfeuchtigkeit war die meiste Zeit über 90%. Mit nur dem einen offenen Fenster und die Art des Balkons ist die Luftbewegung eigentlich ja sehr beschränkt. Jetzt bei den wärmeren Temperaturen schwankt sie zwischen bis zu 60% und 90%. Tiefsttemperatur draußen waren -10°C und im Zelt -3,8°C. Anfang Oktober hatten die sich schon komplett ins Hybernakel zurückgezogen und alle anderen Blätter waren tot. Die Hybernakel sind sehr dicht, vor allem im Vergleich zu D. intermedia. Das Substrat besteht aus Torf, Sand und Perlit mit einer Schicht aus lebendem Sphagnum. Als es immer kälter wurde habe ich nochmal ordentlich Wasser aufgefüllt und seitdem steht das Wasser fast bis zur Substratoberfläche. Ich konnte bisher weder an den Hybernakeln noch an toten Blättern der Dionaea oder den Sarracenia irgendeine Art von Schimmelpilzen beobachten. September am Geländer Oktober am Geländer Dezember im Zelt Heute im Zelt Achso, und ich habe bisher weder bei den Dionaea, noch der Filiformis irgendein Blatt ausgeputzt (außer dem Blütenstand wegen Samen) Ich sollte mal schauen, ob ich die Hybernakel der Sämlinge um die große Filiformis herum finde und wie die aussehen. Diese sind aus Samen eines anderen Verkäufers. Mir fällt gerade auf, dass die Hybernakel in euren Fotos alle nicht so dicht und behaart sind, wie die bei mir. Sind eure vielleicht nicht die gleichnamige Unterart filiformis? 2
Ronny K. Posted February 28, 2025 Posted February 28, 2025 Hallo, D. filiformis am besten draußen kultivieren, nicht hinter Glas. So habe ich keine Ausfälle. D. trayci überwintere ich bei ca. 15°C mit deutlicher Nachtabsenkung unter Kunstlicht und habe keine Ausfälle. Die ziehen zwar kurzzeitig auch ein, sind aber schon wieder am Austreiben. Die California Sunset habe ich, glaube ich, draußen zusammen mit der D. filiformis. Stehende Luft in Verbindung mit Lichtarmut und Temperaturen um die 15°C sind gute Bedingungen für Botrytis. Grüße Ronny 1
Tavero Posted March 1, 2025 Posted March 1, 2025 Hi, Mittlerweile ist das Hibernakel komplett schwarz und mit Schimmel überzogen. Ich nehme an dass das hinüber ist. Ich lasse es vorerst im Topf da ich ich gehört hab dass sich hin und wieder aus überlebenden wurzeln bilden aber ich mache mir da nicht viel Hoffnung. Welche alternativen gibt es denn an Drosera die winterhart und schimmelresistent sind und eine akzeptable Größe haben? Rotundifolia ist mir zu klein. Intermedia?
J.N.B. Posted March 1, 2025 Posted March 1, 2025 Waren deine denn auch von der Unterart filiformis? Also als Drosera filiformis ssp. filiformis ausgezeichnet? An sich sollten diese Unterart ja weitaus mehr als nur -5°C aushalten. Da scheinen mir Frostschäden sehr merkwürdig. Und wie lange vor dem Frost hattest du die ausgepflanzt? Standen die mindestens seit Sommer draußen?
Tavero Posted March 1, 2025 Posted March 1, 2025 (edited) Hab die Pflanzen bei toedlichefallen.de als ssp. filiformis gekauft. Da ich mich nicht auskenne, kann mich natürlich nur darauf verlassen was mir verkauft/geschickt wurde. Vielleicht war es eine Unterart? Ich selber weiß es nicht. Beide Pflanzen waren seit dem Frühling im Moorkübel und wuchsen gut. Hab im Spätsommer sogar Blätter für Blattstecklinge abgeschnitten. Daraufhin hatte ich im Herbst über 20 Ablegerpflanzen, welche mir aber leider alle im Winter wegen Schimmel eingegangen sind. Hab sie auf dem Fensterbrett gehalten. Edit: woher hast du deine Filiformis? Das Hibernakel sieht tatsächlich anders, haariger aus. Edited March 1, 2025 by Tavero
Ronny K. Posted March 2, 2025 Posted March 2, 2025 (edited) Hallo Tavero, Botrytis hat optimale Bindungen bei: stehender Luft Temperaturen ab ca. 10°C aufwärts Lichtarmut Auf einem deiner Bilder sieht man, dass deine Pflanze im Schatten der Sarracenia stehen. Zudem bremsen deine Sarracenia den Wind. Somit entstehen dort gute Bedingungen für Botrytis. Hättest du den Kübel um 180° gedreht, wäre es wahrscheinlich nicht zu einem Befall gekommen. Das Mikroklima ist entscheidend. Selbiges gilt auch für Sarracenia. Hier mal zwei Beispiele von gesunden Hibernakel von D. filiformis var. filiformis und D. x californica var. arenaria 'California Sunset'. Das Temperaturminimum lag diesen Winter bisher bei ca. -12°C. Sie stehen luftig und sonnig. Drosera filiformis var. filiformis Drosera x californica var. arenaria 'California Sunset' Grüße Ronny Edited March 2, 2025 by Ronny K. 1
J.N.B. Posted March 2, 2025 Posted March 2, 2025 vor 11 Stunden schrieb Tavero: woher hast du deine Filiformis? Das Hibernakel sieht tatsächlich anders, haariger aus Meine ist von Green Jaws. Ich habe auch noch Samen von dieser Pflanze vom letzten Sommer. Also falls du interessiert wärst, einfach melden. Ronny hat da vermutlich den Grund gefunden. So schattiert und windgeschützt von der Sarracenia war das Mikroklima vielleicht wirklich nicht optimal. Direkte Sonne stärkt sowohl die Pflanze und erschwert es Pilzsporen zu keimen, ebenso wie Wind. Ein Bisschen habe ich aber trotzdem das Gefühl, dass da noch was anderes gewesen sein muss. Meine waren ja auch in einem Überwinterungszelt ohne Wind, weniger Licht und hoher Luftfeuchtigkeit. Es sei denn Belüftung ist nur bei Temperaturen über Null wirklich wichtig. Denn da habe ich das Zelt meistens aufgemacht. Und bei den -1 bis -2 Grad die nächsten Zwei Nächte werde ich das Zelt auch nicht zumachen. Nur danach wieder, weil ich Florfliegenlarven verteilen will.
Ronny K. Posted March 2, 2025 Posted March 2, 2025 (edited) Hallo, ja, Botrytis wächst ab ca. 5°C. Der optimalbereich liegt bei ca. 20°C. Dann wächst er sehr schnell. Aber auch wenn die Bedingungen für den Pilz gut sind, muss es nicht unbedingt zu einem Befall kommen. Es wird aber wesentlich wahrscheinlicher, da er nahezu überall vorkommt. Meine D. tracyii stehen auch windgeschützt bei hoher Luftfeuchtigkeit und relativ hohen Temperaturen, aber eben unter ausreichend Kunstlicht. Somit kann Botrytis nur schlecht wachsen. Grüße Ronny Edited March 2, 2025 by Ronny K.
Tavero Posted March 2, 2025 Posted March 2, 2025 (edited) Hi Ronny, Lol. Ich habe vor zwei Jahren mit den Moorkübel mit der Annahme angefangen dass er pflegeleicht wäre. Wenn ich darauf achten muss in welche Himmelsrichtung der Topf ausgerichtet ist und wie viel Wind gerade weht, dann ist das nix für mich. Ärger mit Pilz hab ich bei meinen Weinreben definitiv genug. Falls es aber tatsächlich Botrytis ist, sollte es eigentlich gut mit difenoconazol behandelt und verhindert werden. Für das derzeitige Hibernakel kommt diese Massnahme aber leider zu spät. Hab den Topf aber trotzdem mal behandelt. Edited March 2, 2025 by Tavero
Tavero Posted March 2, 2025 Posted March 2, 2025 (edited) vor 13 Stunden schrieb J.N.B.: Meine ist von Green Jaws. Ich habe auch noch Samen von dieser Pflanze vom letzten Sommer. Also falls du interessiert wärst, einfach melden. Danke für das Angebot aber im Zweifelsfall hole ich mir ne adulte Pflanze. Ich hatte vor 2 Jahren Filiformis Samen. Die haben mehrere Monate gebraucht zum Keimen, waren im Herbst nur 1 cm groß und sind im Winter erfrohren. Für solche Projekte bin ich langsam etwas zu alt und ungeduldig. Edited March 2, 2025 by Tavero
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