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LIVE-Experiment: Darlingtonia in Streusplitt


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Tobias Kulig
Posted

Hallo zusammen,

heute morgen in einem anderen Thread erstmal angekündigt und schon umgesetzt. Ich bin der Meinung, daß Darlingtonia in viel geröllartigem Zeug wächst. Was dem ziemlich nahe kommt, ist einfacher Streusplitt.

Ich habe hier noch einen Haufen Moräne Fugensplitt 1-3mm rumliegen, welcher sich bestens anbietet. Moränesplitt besteht aus verschiedenen Natursteinen. Dieser ist schön fein, aber dafür sackschwer!

So sieht dieser aus:

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Diesen habe ich mit sehr wenig Torf etwas aufgemischt. Als Testpflanze habe ich eine Jungpflanze vom Standort 'Selma, Oregon' gewählt, da ich hier genug rumstehen habe:

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Der Vorteil bei so einem bröseligen Substrat ist, daß es schön in alle Spalten rieselt. Wenn man den Topf dann noch schön anklopft, ist alles vollständig gefüllt und die Pflanze sitzt bombenfest im Substrat. Die Anstauhöhe befindet sich etwa 1cm unterhalb der Oberfläche. Jetzt schauen wir mal, ob das funzt...

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  • 2 weeks later...
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Hallo!

 

Vielen Dank, dass man so etwas dokumentiert.

Ich hatte ein mal eine Darlingtonia, die ist nach zwei Wochen eingegangen. Es war in dem Zimmer, in dem sie stand, an einem Tag 15 und am nächsten über 30°C. Das hat sie allerdings gut vertragen - dachte ich. Sie hat dann noch eine Woche weitergelebt, ohne zu wachsen. Als Substrat habe ich Bims, Perlite, Torf, Vermiculite und Quarzsand gemischt, mit minimal Seramis. Es war zwar ein Plastiktopf, aber ich hatte ihn in einen Übertopf aus Ton gestellt, der noch mal mit Seramis gefüllt war. Nach dem 30°-Tag habe ich sie ins Minigewächshaus gestellt und täglich gelüftet.

Seitdem hatte ich nie mehr eine.

Obwohl ich sie so wunderschön finde.

Ma sehen, ob es nächstes Jahr in Bonn dazu kommt, dass ich eine kaufe! Vllcht wird es dann ja was.

 

LG

Rim

 

und noch mal danke!

Tobias Kulig
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Servus Rim,

im Grunde kanns nicht am Substrat selbst liegen, sondern an zu geringer Bewässerung. Und am besten stellst Du Darlingtonias ins Freie, wenn Du die Möglichkeit hast. Ich kanns nicht oft genug wiederholen, daß diese "slack'sche Methode" völlig unsinnig ist und unbedingt überarbeitet gehört. Diese Methode wird meiner Meinung nach in Zukunft noch viele Pflanzen killen! Es ist einfach zu trocken, auch wenns im Innern etwas feucht ist.

Ich habe viel zu viel getestet, um falsch zu liegen. Meine Bilder zeigen es auch mehr als deutlich. Ich bin absolut davon überzeugt, daß Darlingtonias viel Wasser brauchen! Aber im richtigen Substrat. Kakteensubstrat und dreiviertelstopfhoher Daueranstau. Ich fahre auch Töpfe mit Wasserstand 1cm unterm Topfrand. Und genau diese Pflanzen werden eben langfristig weiterleben. Ich habe seit ein paar Jahren keinen einzigen Verlust mehr. Egal, was für Temperaturen. 

 

Hier ein aktuelles Bild:

Der rechte Einzelschlauch ist der neueste und ist jetzt schon höher als die anderen vom Vorjahr, und der Kopf ist noch nicht mal ausgebildet. Wenn er "fertig" ist, zeige ich das im entsprechenden Thread.

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  • 2 weeks later...
Tobias Kulig
Posted

Hallo,

nach knapp 4 Wochen geht das Wachstum weiter und die ersten neuen Schläuche durchbrechen die Splittoberfläche. Die Anstauhöhe ist dabei nach wie vor etwa 1cm unterhalb der Substratoberfläche. Da der Splitt gebrochen und scharfkantig ist, ist er auch entsprechend verzahnt und verkeilt. Die Schläuche schaffen es aber problemlos, hier durch zu kommen. Von daher halte ich es für absolut unbedenklich. Ich werde demnächst auch einen Test mit Heliamphora starten. 

 

Ich bin auf die weitere Entwicklung gespannt! Sollte mit diesem Substrat alles gut und problemlos funktionieren, kenne ich kein billigeres Substrat. Wenn ich mit dem Anhänger Splitt im 3km entfernten Schotterwerk hole, kosten 600kg etwa 18€. Ein paar Eimer bekomme ich auch gratis...Aber erstmal abwarten.

 

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  • 4 weeks later...
Tobias Kulig
Posted

Hallo,

es scheint so, als würde es ganz gut funktionieren. Ist zwar anfänglich etwas langsam, aber ich schulde das den wenigen Wurzeln, die zu Beginn doch etwas zu klein waren. Aber so langsam scheint das Pflänzchen in die Gänge zu kommen. Der Splitt ist aber nach wie vor klatschnass und die Pflanze schwimmt fast. Ich werde demnächst mit einer anderen Pflanze einen weiteren Test machen: leicht überflutet! Es würde mich nicht wundern, wenn das funktionieren würde....

 

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  • 6 months later...
tubers.and.traps
Posted

Die Methode ergibt auch bei mir gute Erfolge! Auch bei Sämlinge, die sonst beim Umtopfen geringe Überlebensschance hatten.

Bei den Adulten kann man ja durch die Kanne düngen, aber wie geht ihr bei den ganz jungen Pflanzen vor?

 

Würde mich auf Updates freuen!

Happy growing 🌱

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Tobias Kulig
Posted
vor 15 Stunden schrieb tubers.and.traps:

Würde mich auf Updates freuen

Im Frühjahr, wenn das Wachstum wieder losgeht, gibts ein Update über alle meiner Darlings. Sie müssen erst gemistet, umgetopft und geteilt werden.

Bitte noch um etwas Geduld.....

 

Grüße

Tobias

  • Gefällt mir 1
  • 4 months later...
Posted

Hallo Tobias, wie steht's denn gerade um die Pflanzen? Vielleicht könntest du mal ein kleines Update machen, wenn die Pflanzen alle versorgt sind. Mich würde das sehr interessieren, weil die Methode sehr vielversprechend klingt, und ich sie eventuell auch testen würde. Ich habe bisher keine Erfahrung mit Darlingtonia (aber mit anderen Karnivoren). Aber richtig angewandt ist die Methode ja auch für Anfänger/Fortgeschrittene geeignet, oder?

Liebe Grüße aus dem schönen Ländle 

Posted (edited)

Hey Du Schwabe 😉,

leider müssen meine Darlingtonia noch zurückstecken, hab noch ne Menge anderer Arten.

Aber hier mal die Darlingtonia in Splitt. Der Pflanze gehts gut, ist aber am Rand angekommen und müßte umgetopft werden. Ich muß dazu aber noch 2 Eimer Split im 3km entfernten Kieswerk holen. Ein paar Eimer gibts immer gratis, da ich hier Stammkunde bin.

 

Der Topf steht immer halbtopfhoch im Anstau, auch im Winter. Du kannst aber auch anderes Material verwenden, es muß nicht unbedingt Splitt sein. Hauptsache, es gibt keinen Kalk ab. Empfehlenswert ist auch Kakteensubstrat, in das ich etwas totes, geschreddertes Sphagnum für die Kapillarwirkung zumischen würde.

 

Wenn das Substrat schön bröselig und locker ist, ist die Kultur gar nicht schwer und ist demnach auch anfängerfreundlich.

 

50883966jh.jpeg

Edited by Tobias Kulig
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