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U. mannii - Die Knollenernte


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Tobias Kulig
Posted

Hallo zusammen,

heute gehts mal um ein hier selten angesprochenes Thema: Die Knollenernte von U. mannii. Dem einen oder anderen wird es vielleicht helfen, wenn sie wissen, wie solche Knollen überhaupt aussehen.

 

Da diese Art in der kühleren Jahreszeit wächst und den trockeneren Sommer in ihren Speicherknollen überdauert, war es bei mir an der Zeit, diese aus dem Substrat zu holen. Dabei ist mir wieder aufgefallen, daß die Knollen eher in den Torfanteilen sitzen. Mein bisheriges Substrat bestand aus totem, gehäckseltem Sphagnum/Sand 1:1 und etwas Torf.

Beim nächsten Ansetzen der Knollen werde ich wie früher auf Torf/Sand 1:1 setzen. In diesem wuchsen meine Pflanzen damals viel üppiger!

 

Bei der Knollensuche muß man sich echt konzentrieren, da sie gerne übersehen werden! Ich hatte alle drei Töpfe durch, aber Olivia ließ das Gefühl nicht los, daß ich welche übersehen habe. Und so war es auch: 4 sogar mittelgroße Knollen hat sie nachträglich noch gefunden! 

 

Das gezeigte Bild zeigt die Dinger auf einem 5mm Raster, daß Ihr die Größe einschätzen könnt. Und es sind teilweise richtige "Oschis" dabei. Komischerweise sind die Knollen grün bis weiß. Die grünen Knollen haben aber vermutlich nix mit Licht zu tun, da auch welche in der Topfmitte grün waren, wo kein Licht hinkommt. Keine Ahnung, warum das so ist. Spielt aber irgendwo auch gar keine Rolle. 

 

Ich bin jetzt am Überlegen, ob ich die Knollen in Ziptütchen übersommere, mit etwas erdfeuchtem Torf oder Sand. Oder ob ich sie gleich im nur leicht feuchten Torf/Sandgemisch fertigtopfe.

 

Ich werde dann hier dokumentieren, wie ich die Knollen topfe und wann diese dann auch austreiben. Das Beste wäre hier tatsächlich das GH, wo die sinkenden Temperaturen auch gegeben sind. Siehe Knollendrosera und U. menziesii....

 

49668762yy.jpeg

  • Gefällt mir 4
  • 2 months later...
Tobias Kulig
Posted

Hallo,

heute habe ich mal einen Topf mit 4 Knollen angesetzt und ins Kellerterra gestellt. Irgendjemand hat vor längerer Zeit mal geschrieben, daß U. mannii in einem Torf/Sand Gemisch besser wächst. Hier im Forum hab ich es nicht mehr gefunden, weil man hier mal gedacht hat, sehr alte, aber wertvolle Threads zu löschen. Aber google vergißt nix und ich habs dann doch noch gefunden.

Ich hab sie dann heute mal in Sand/Torf 1:1 gesetzt. Hier ist es aber etwas anderes als bei den Knollendrosera. Diese sollte sehr oberflächennah gesetzt werden, damit sie direktes Licht bekommen. Zum Schluß hab ich sie noch etwas mit Wasser angehustet, um sie zu locken.

 

Auf dem Bild könnt Ihr die Knollen noch sehen, welche ich anschließend aber dann hauchdünn mit Sand bedeckt habe. Die Hauptwachstumszeit ist wie bei unseren Knollendrosera der Winter. Da ich aber mit gelagerten Knollen noch keine Erfahrung habe und ich heute auch die ersten Knollendrosera getopft habe, weiß ich nicht, ob U. mannii in der Ziptüte Stolone zeigt. Daher kann es nicht schaden, wenn ich heute mal 4 Knollen getopft habe.

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So habe ich die Knollen übersommert, mit einem Stück feuchtem Küchenpapier. Da sie trotzdem etwas verschrumpelt aussehen, werde ich demnächst alle topfen. Mit ein paar Knollen mache ich grad invitro-Tests, aber grüne Knollen erfolgreich zu sterilisieren ist schon happig. Das sind keine Droseraknollen mit einer Schutzhülle! Ich habe sie bestimmt schon 10x umgesetzt und jeweils das Sterilisationsprotokoll geändert. Ich fange da grundsätzlich mit den niedrigsten Dosen an und je nach Kontamination mache ich es dann schärfer. Aber mehr dazu, wenn ichs hinbekommen habe...

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Ich lasse meine getopft und giesse auch weiter, wenn sie eingezogen sind, vielleicht etwas weniger als sonst. Sie haben vor etwa 2 Wochen angefangen wieder auszutreiben 

Edited by Jens R.
  • Gefällt mir 1
Tobias Kulig
Posted (edited)
vor 8 Stunden schrieb Jens R.:

Ich lasse meine getopft und giesse auch weiter, wenn sie eingezogen sind, vielleicht etwas weniger als sonst.

Kann man durchaus machen, keine Frage. Ich wollte halt mal wissen, wieviel Knollen in den Töpfen sind. Wäre bei Dir sicher auch mal interessant.

 

vor 8 Stunden schrieb Jens R.:

Sie haben vor etwa 2 Wochen angefangen wieder auszutreiben 

Super! Danke für die Info. Wo hast Du sie denn stehen?

Edited by Tobias Kulig
Posted (edited)
vor 9 Stunden schrieb Tobias Kulig:

Super! Danke für die Info. Wo hast Du sie denn stehen?

Sie stehen in einem Terrarium. So sehen sie zur Zeit aus:

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Edited by Jens R.
Tobias Kulig
Posted (edited)
vor 28 Minuten schrieb Jens R.:

Sie stehen in einem Terrarium.

Ich meinte damit, ob sie in einem GH stehen, in der Wohnung oder doch in einem kühlen Keller? Sie sind erst seit zwei Wochen im Austrieb und gehen schon in die Blüte?

Interessante Substratzusammensetzung! Ich sehe Pinienrinde, Kanuma und Akadama. Was ist da sonst noch drin?

 

Sieht jedenfalls klasse und interessant aus.

Edited by Tobias Kulig
Posted (edited)

Sie stehen ganzjährig in meinem Arbeitszimmer bei üblicher Zimmertemperatur (+ etwas mehr durch die Beleuchtung des Terrariums).

Die Blütenstiele kamen gleichzeitig mit den Blättern.

Das Substrat ist Kokoschips + meine übliche mineralische Mischung (Kanuma, Akadama, Bims) etwa zu gleichen Teilen und ein bisschen Kohle, keine Pinienrinde. In einem Topf ist auch noch etwas Sphagnum, was aber keinen Unterschied zu machen scheint.

Die gleiche Mischung benutze ich auch für die wenigen Nepenthes, die ich nicht in rein mineralischem Substrat halte.

 

Edited by Jens R.
Tobias Kulig
Posted
vor 14 Stunden schrieb Jens R.:

Sie stehen ganzjährig in meinem Arbeitszimmer bei üblicher Zimmertemperatur (+ etwas mehr durch die Beleuchtung des Terrariums).

Da dürfte es ja auch noch gut warm sein. Ich wußte nicht, daß diese Art auch bei wärmeren Temperaturen austreibt. Ist aber gut zu wissen.

 

vor 14 Stunden schrieb Jens R.:

Das Substrat ist Kokoschips + meine übliche mineralische Mischung (Kanuma, Akadama, Bims) etwa zu gleichen Teilen und ein bisschen Kohle, keine Pinienrinde. In einem Topf ist auch noch etwas Sphagnum, was aber keinen Unterschied zu machen scheint.

Ah ok! Außer den Kokoschips ist das auch die Mischung, in der ich verschiedene Drosera teste. Scheint eine vielfältige Mischung zu sein!

Hast Du in Deiner genannten Mischung auch noch andere epiphytische Utris?

  • 4 weeks later...
Posted (edited)

Hallo zusammen,

bei mir beginnen nun auch ein paar Knollen mit dem Austrieb. Wie erwähnt, habe ich diesmal wieder eine sandige Torfmischung gewählt. Diese hat sich bei mir schon zu meinen Anfängen mit dieser Art bewährt. Der gezeigte Topf steht in meinem Kellerterra, wo die Temperaturen wieder schön kühl sind. Hier stehen auch noch ein paar andere epiphytische Utris. 

Als diese Art damals offiziell rauskam, habe ich von Kamil gleich ein Töpfchen gekauft. Es war, wenn mich nicht alles täuscht, auf der EEE in Bonn. Auch dort stand sie in einem Sand/Torfgemisch. Wieder zu Hause angekommen, habe ich sie gleich in meinen Kühlschrank zu den U. campbellianas gestellt, wo sie kräftig gewachsen ist. Und ich habe in einem Thread von Stefan Ippenberger gelesen, daß sie in diesem Gemisch besser wächst als in Sphagnum. Wir werden es hier sehen....

 

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Edited by Tobias Kulig
Posted

Ich hatte ja erwähnt, dass bei mir eine U. mannii aufgetaucht war.

Ich hatte sie in ein gehacktes Sphagnum + Sand Gemisch getopft und zwischen meine U. alpinas gestellt.

Meine treibt auch langsam aus.

Posted
vor 47 Minuten schrieb J.N.B.:

Ich hatte sie in ein gehacktes Sphagnum + Sand Gemisch getopft und zwischen meine U. alpinas gestellt.

Meine treibt auch langsam aus.

Klasse! Ja klar, in Sphagnum/Sand wächst sie auch. Bin gespannt, welche mehr Blattmasse macht. Wir können es ja hier direkt vergleichen, wenn sie mal gut im Wachstum sind.

Posted

Hier ein aktuelles Foto.

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Die Knolle von meiner ist anscheinend tiefer. Etwa 1cm mindestens.

Posted
vor 35 Minuten schrieb J.N.B.:

Die Knolle von meiner ist anscheinend tiefer. Etwa 1cm mindestens.

Ja, das passt schon. Ich topfe immer gern aus, um Knollen zu suchen. Die Art vermehrt sich nämlich sehr effektiv. 

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