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Guten Tag allerseits

 

Auf die Schnelle habe ich keinen Vorstellungsthreat gefunden, kann ich aber, wenn gewünscht, nachholen.

An meinem Cepahlotus habe ich irgend so'n komisches weisses Zeugs entdeckt.

Unter der Lupe sieht es fast schon körnig, kristallin oder glasig aus, ist trocken, bröselt pulvrig,

stiebt auch etwas. Am ehesten noch mit Microballon-Glasperlen aus dem Modellbau vergleichbar.

 

Was ist das genau? Bis jetzt sind zwei, drei Krüge und Stiele "befallen", scheint ihnen aber noch nichts

auszumachen, besonders der kleine Krug im Bild.

 

Entdeckt vor 3-4 Tagen, lässt sich mechanisch wegmachen, wächst aber wieder nach.

Temperatur tagsüber bis 27°C, nachts um 23°C.

Luftfeuchtigkeit stabil bei um 60%.

Es handelt sich um ein Exemplar aus dem Toombaumarkt.

 

Für mich sieht es fast nach Schimmel aus, allerdings habe ich sowas noch nie gesehen.

Falscher / echter Mehltau? Sonst irgend ein Pilz?

 

Einen lieben Gruess aus der Schweiz

 

Daniel

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Tobias Kulig
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Hallo Daniel,

erstmal herzlich willkommen im Forum! Und yep, das dürfte Mehltau sein. Deine Parameter hören sich eigentlich gut an. Wo genau stehen die Pflanzen? Offen oder in einem Terra? Bekommt er direkte Sonne? Welches Substrat bei welcher Substratfeuchte?

Als allererstes würde ich die befallenen Teile entfernen. Aber vorsichtig, nicht daß der Mehltau schön auf die gesunden Pflanzenteile runterbröselt.

Versuche zunächst, den Cephie trockener zu kultivieren. Solange die Deckel geöffnet sind, ist alles ok. Erst wenn die Deckel sich schliessen, wirds zu trocken (oder zu warm).

 

Gruß

Tobias

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Meine Empfehlung: Behandle die ganze Pflanze mit einem Fungizid gegen echten Mehltau, z.B. Duaxo oder Ortiva. Betroffene Blätter oder Fallen musst du dann nicht entfernen solange sie nicht abgestorben sind. Meist ist dann für Wochen oder Monate Ruhe. Jetzt im Sommer ist ein luftiger Platz im Freien eine gute Idee (langsam an die Sonne gewöhnen!). 

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Guten Abend Tobias, guten Abend Jens

 

Erst mal herzlichen Dank für die Antworten.

 

Als Sofortmassnahme habe ich mit MycoSan-S von Andermatt Biogarten gespritzt, ist auf Schwefelbasis,

habe leider nichts Anderes zur Hand. Hoffe der Cephi verträgt den Schwefel. Werde jetzt mal

beobachten, wie sich die Sache entwickelt. Der Cephi sieht sonst fit aus, selbst die befallenen Stellen

scheinen das (noch) zu vertragen.

 

Bitte steinigt mich jetzt nicht, der Cephi steht bei mir z.Z. in der Wohnung drinnen unter einer LED-Vollspektrumlampe.

Draussen auf dem Fenstersims, wo noch eine D. Capensis, eine Dioanaea und eine S. purpurea stehen erreichen die

Temperaturen im Moment bis fast 35°C. Die drei Genannten scheinen die sengende Sonne und Hitze gut zu vertragen

und sie wuchern alle auch wunderbar. Eine wahre Freude!

 

Dem Cephi scheinen solche Temperaturen aber nicht zu passen wie ich mehrfach lesen konnte.

Er steht deshalb mit einem weiterem Cephi* und noch anderen Pflanzen unter der LED-Lampe.

Substrat kann ich nicht beurteilen, ist eben ne typische Baumarktpflanze. Tippe auf Torf/Kokos.

Und ja, vermutlich hab ich ihm zuviel Wasser gegeben vor ner Woche als ich ihn gekauft hatte.

Pflanze mit Topf war federleicht und praktisch trocken, die Kannen leer ohne Flüssigkeit.

Die Pflanzen stehen an einer Wand, Luftbewegung ist da wohl zu wenig. Wie gesagt Luftfeuchtigkeit

direkt bei den Pflanzen ist 60%, -3% +5%.

 

Zum anderen Cephi*:

Den pflege ich seit bald 5 Monaten ebenfalls unter der LED. War ein mickriges Ding, grasgrün von einer Börse.

Nach zwei Wochen unter der LED habe ich ihn in einen grösseren Topf mit Torf/Kokos/Sphagnum//Perlit/Quarzsand

gepackt. Seit dem dreht dieser Cephi total durch, vom Gefühl her würde ich sagen, dass er doppelt so gross 

ist wie noch vor 5 Monaten, macht Kannen wie Unkraut.

Das habe ich mit dem Baumarktler auch vor, wenn er sich gut eingewöhnt hat und diesen Pilzdreck übersteht.

 

Einen lieben Gruess

 

Daniel

 

Posted

Schwefel wirkt auch bei echtem Mehltau, ist aber nicht systemisch und wirkt nur an den Stellen, die auch vom Mittel getroffen wurden. Ich würde beobachten, wie es sich entwickelt und falls nötig auf etwas Systemisches wechseln. Mich würde im Innenraum auch der typische Geruch von Netzschwefel stören, aber das ist Geschmacksache.

Ich persönlich glaube nicht, dass die Substratfeuchtigkeit großen Einfluss auf den Mehltaubefall hat. Ich denke es kommt darauf an, wie anfällig die Pflanze gerade ist und wie stark die Belastung mit den entsprechenden Sporen.

Echter Mehltau gilt als Schönwetterpilz, der bei warmem trockenem Wetter auftritt. Ich habe aber bei Cephalotus im Sommer keine Probleme damit, solange die Pflanzen im Freien stehen. Bei mir kommt der Befall dann im Winter, wenn sie drinnen sind.

Posted

Luftbewegung ist gegen Pilze/Schimmel ein wichtiger Faktor.

 

Besorge die einen Ventilator, per Zeitschaltuhr abundzu laufen lassen.

 

Gibt inzwischen schlanke Säulen. Hab sowas auch im Gartenhaus für die Überwinterung 

  • 5 weeks later...
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Guten Tag Freunde

Ich gebe mal ein kurzes Update durch:

Der Pilz scheint nicht mehr wieder zu kommen. Der Schwefel hat für den ersten Moment wohl gewirkt, aber ich habe mir, wie empfohlen, ein systemisch wirkendes Mittel besorgt und den Cephi damit zweimal behandelt. Der Krug auf meinen Fotos hat inzwischen zwar das zeitliche gesegnet, aber was solls. Besser so als die ganze Pflanze.

Lüftung ist ab und zu an, Temperatur um die 25°C, Luftfeuchte schwankt jetzt zwischen 54-60%.

Mittlerweile konnte ich den Cephi auch umtopfen. Scheint so als ob ihm das gefallen würde, er macht nämlich ganz viele neue kleine Krüge. Am Topfboden waren praktisch nur noch Wurzeln zu sehen, als ich ihn herausgenommen habe. Er sitzt jetzt in einem dreimal so grossen Topf.

Mal sehen wie der sich weiter entwickelt. 

  • 3 weeks later...
Posted

mit dem größeren Topf hast du ihm schon mal einen großen Gefallen getan, der Topf muss so groß sein, das die Wurzeln nicht bis unten reichen, damit keine Staunässe entstehen kann. Das mögen die nicht

  • 5 weeks later...
Posted
Am 8.8.2025 um 21:58 schrieb delorentzi:

mit dem größeren Topf hast du ihm schon mal einen großen Gefallen getan, der Topf muss so groß sein, das die Wurzeln nicht bis unten reichen, damit keine Staunässe entstehen kann. Das mögen die nicht

 

Ja, das konnte ich beim zweiten Cephi aus'm Baumarkt gut sehen. Zu kleiner Topf...beim umtopfen war im untersten Bereich des Topfes praktisch nur noch ein wirres Geflecht aus Wurzeln. Supstrat war keines mehr zu sehen. Mittlerweile gehts dem Kollegen aber nicht mehr so gut, keine Ahnung was diesmal los ist. Etliche Kannen wurden gelb oder braun und sind abgestorben. Dafür scheint er sowas wie kleine Ableger zu machen.

Der andere welcher Mehltau hatte, hat sich gut erholt, aber auch da dasselbe Problem, dass diverse Kannen und auch normale Blätter abgeworfen wurden. Dort vermute ich aber, dass das einfach schon sehr alte Kannen und Blätter waren. Den abgestorbenen Kram habe ich entfernt und drunter schiebt er jetzt neues Blatt- und Kannenwerk nach.

kann Jemand mit Bestimmtheit sagen, wie alt so eine Kanne oder Blatt wird, bevor die Pflanze diese abwirft? 

partisanengärtner
Posted

Das ist extrem unterschiedlich. Hängt auch davon ab wieviel Licht dahin kommt. Ich hatte auch schon Krüge die zwei Jahre ausgehalten hatten (sogar zweimal umgetopft). Manchmal aber auch nur ein paar Wochen.

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