Tobias Kulig Posted June 25, 2025 Posted June 25, 2025 Hallo zusammen, heute habe ich mal was gemacht, was ich in 25 Jahren im Hobby noch nie gemacht habe: Ich habe Samen von Genlisea ausgesät. Nach meinem Gesuch von neulich, bekam ich 2 Chargen Samen zugeschickt. Eine davon ist vom Herbst 2024 und die andere ist erntefrisch. Um unverfälschte Ergebnisse durch das Alter zu vermeiden, habe ich einige Samen der erntefrischen Samen herkömmlich ausgesät. Als Substrat dient hier reiner Weißtorf, den ich in einer Fleischsalatdose in topfhohem Anstau angesetzt habe. Ebenso steht das Töpfchen neben meinen G. metallica an einem Westfenster auf dem Fensterbrett. Obwohl ich mit Genliseasamen keinerlei Erfahrung habe, gehe ich davon aus, daß sich der topfhohe Anstau positiv auf die Keimung auswirkt. Der Spender der Samen meinte, daß die Keimung bei ihm ein paar Monate dauerte! Wir warten mal meine Keimung ab, dann haben wir einen direkten Vergleich. Ich habe noch genug Samen übrig, um ausgiebig invitro Tests zu machen. Ich habe bereits ein Medium, daß funktionieren könnte. Jetzt wäre es wichtig zu wissen, ob die Samen weich- oder hartschalig sind. Das ist ein wesentlicher Faktor für die Sterilisierung der Samen. Ich werde hier mal ein bestimmtes Protokoll probieren, mit dem ich schon bei ähnlichen "Fällen" erfolgreich war. Sollte sich was tun, werde ich natürlich updaten.... 1
Richard Bayerl Posted June 25, 2025 Posted June 25, 2025 Hi Tobias, über @Klaus Ivanez bekam ich vor längeren Jahren eine Genlisea hispidula 'Mkambati', welche auch schön geblüht und Samen angesetzt hat. Aus der Ernte 2023 habe ich einen Aussaattest auf torfreichen Substat im ganzjährigen Vollanstau gemacht. Und es scheint geklappt zu haben. In 2024 zeigten sich auf dem Substrat kleine Blättchen, welche dieses Jahr schon etwas größer und mehr wurde. Standort: Gewächshaus "Blumenscheuer"; Winter auf plus 5 Grad beheizt; im Sommer kann es in voller Sonne gut über 50 Grad werden. Ein gutes Foto habe ich noch nicht machen können. Grüße Richard 1
Tobias Kulig Posted June 25, 2025 Author Posted June 25, 2025 Hallo Richard, wieviele Monate hats dann letztendlich bis zur Keimung gedauert? Gruß Tobias
Richard Bayerl Posted June 25, 2025 Posted June 25, 2025 Kann ich dir nicht sagen Tobias. Im Sommer 2023 geerntet auf's Substrat gestreut und einfach nicht beachtet mehr. Im Frühjahr 2024 dann die winzigen Blättchen entdeckt. Leider etwas Moos oder so im Topf dabei. Aber mit ner 10-fach Lupe entdeckt. Grüße Richard
Mörtel Posted June 25, 2025 Posted June 25, 2025 Hallo zusammen, von einer Aussaat von G. hispidula kann ich die Keimung halbwegs nachvollziehen. Ausgesät am 03.08.2024, eindeutiges Blatt am 29.02.2025. Das war aber schon relativ groß, wird also wohl ein paar Wochen früher kleinere Blätter gegeben haben. Am 28.12.24 habe ich mir zumindest einen Verdacht auf Keimung notiert. Haltungsbedingungen: Fensterbank im Büro mit Licht mit u.a. D. flexicaulis, D. bequaertii, D. affinis etc., Anstau ca. 2 cm bei 7 cm Substrathöhe. Substrat: Weißtorf mit ca. 30% Quarzsand, Perlite und Sphagnum wird wohl auch ein bisschen drin sein, das wächst da nämlich nun auch. Blüte eine Generation vorher. Die neueren waren ein bisschen bläulicher/lila. Gruß, Marco 1
Tobias Kulig Posted June 25, 2025 Author Posted June 25, 2025 (edited) Also wenn Richard und Marco das gleiche sagen, daß es etwas dauert, schlußfolgere ich daraus, daß die Samen hartschalig sind. Denn weichschalige Arten, wie die viele Utris, Nepenthes und mex. Pings keimen in der Regel annähernd zeitnah. Hartschalige Arten müssen hingegen bestimmte Zeiten abwarten (Trockenheit, Winterzeit ect.). Möglich, daß ich falsch liege. Aber so in etwa interpretiere ich das. Wer sich in dieser Materie auskennt, kann das gerne erklären. Ich bin da offen und sogar lernfähig. Edited June 25, 2025 by Tobias Kulig
Richard Bayerl Posted June 25, 2025 Posted June 25, 2025 Hi Tobias, vielleicht kann da @Andreas Fleischmann genauers darüber berichten. Grüße Richard
Tobias Kulig Posted June 25, 2025 Author Posted June 25, 2025 vor 2 Stunden schrieb Richard Bayerl: Hi Tobias, vielleicht kann da @Andreas Fleischmann genauers darüber berichten. Grüße Richard Ja, das wäre schon ne gute Sache. Nur habe ich von ihm schon mehrere Jahre nix mehr gehört.
Richard Bayerl Posted July 2, 2025 Posted July 2, 2025 PM zu diesen Thema an @Tobias Kulig gesendet. Grüße Richard
Tobias Kulig Posted August 24, 2025 Author Posted August 24, 2025 Hallo, soeben habe ich die ersten Sämlinge entdeckt. Mann, sind die winzig! Ganz unten im rechten Eck sehe ich zwei Blättchen und in etwa in der Topfmitte, wo man aber genau hinschauen muß. Das Töpfchen steht an einem Westfenster in topfhohem Daueranstau. Ich bin am Überlegen, ob ich den Topf ins GH stelle, wo es sehr hell ist. Aber ich werde in Kürze auch mein Überwinterungs-Terra vorbereiten und aktivieren. Hier kommen dann die Arten rein, denen es im Winter im GH nicht gefällt.... 1
Richard Bayerl Posted August 24, 2025 Posted August 24, 2025 Moin @Tobias Kulig, meine G. hispidula stehen ganzjährig in dem Gewächshaus. Im Winter auf 5 Grad plus beheizt. Im Sommer brutzelt die Sonne darauf. Daueranstau. Sämlinge dauern lange bis diese ne gewisse Blatgröße zeigen. Grüße Richard 1
Christian Dietz Posted August 24, 2025 Posted August 24, 2025 Hallo, Genlisea hispidula habe ich schon oft (immer relativ frische, eigene Samen) ausgesät. Ich finde das echt problemlos. Als Substrat verwende ich in der Regel ein Gemisch aus Torf und Sand, gehe aber davon aus, dass vieles andere auch funktioniert. Ich streue die Samen da einfach nur drauf und warte ab. Bisher habe ich das immer im Sommer, nach der Samenernte (ab etwa Juli(?)), gemacht. Bei mir keimen sie ähnlich gut wie Drosera capensis. Der Topf steht bei mir auch nicht in einem besonders hohen Anstau. Insgesamt ist das für mich eine der Arten, die von der Aussaat bis zur Blüte völlig probemlos funktioniert. Entgegen leider anderen Arten dieser interessanten Gattung. Tobias: Ich würde den Topf noch ins Gewächshaus stellen. Gerade G. hispidula kommt damit wirklich gut zurecht. Meine Pflanzen stehen dort bis mindestens November, wenn nicht sogar ganzjährig. Gruß Christian
Tobias Kulig Posted August 24, 2025 Author Posted August 24, 2025 vor einer Stunde schrieb Christian Dietz: Tobias: Ich würde den Topf noch ins Gewächshaus stellen. Gerade G. hispidula kommt damit wirklich gut zurecht. Meine Pflanzen stehen dort bis mindestens November, wenn nicht sogar ganzjährig. Hab ich vorher noch gemacht. Wie gesagt, ist bei mir Premiere. Ich bekam neulich Samen von G. margaretae als Gratisbeigabe, die allerdings schon 1 Jahr alt sind. Diese hab ich als Gag mal invitro ausgesät, vielleicht geht ja was....
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