Jump to content

U. menziesii - Die Vermehrung durch Einzelknollen


Recommended Posts

Tobias Kulig
Posted (edited)

Hallo zusammen,

heute zeige ich Euch, wie man Einzelknollen aus einem Knollengeflecht separiert und schließlich eintopft. Wobei ich diesen Thread in zwei Teile aufteile. Im ersten Teil gehts erstmal darum, ein Knollengeflecht aus dem Übersommerungstopf am Stück rauszuholen und anschließend die Einzelknollen aus dem Geflecht rauszuziehen. Es klingt zwar etwas happig, ist es aber in keinster Weise. So eine Einzelknolle ist recht stabil und die zerquetscht man nicht so einfach. Also einfach nicht zimperlich sein und raus mit dem Zeug....

 

So sieht der Topf mit der "vertrockneten" Pflanze aus. Diesmal wurden die Töpfe nicht im GH übersommert, sondern im Dachgeschoß, am Nordfenster meines Büros. Der Topfinhalt ist trotzdem knochentrocken und es befindet sich keinerlei Restfeuchte darin. 

49976815qe.jpeg

 

Hier sehen wir das Knollengeflecht, daß ich in 1 Sekunde rausgeholt hab. Und das ist keine Übertreibung! Denn es ist megaeinfach: Nur mit einem Teelöffel großzügig drunterfahren und rausholen. Das geht ohne Widerstand. Das Knollengeflecht liegt quasi schwimmend in trockenem Sand.

49976816zc.jpeg

 

Man mag es kaum glauben, aber aus diesem haarigen Knubbel habe ich diese 19 Knollen rausgeholt! Um diese zu entnehmen, kratzt man mit einer gebogenen Pinzette erstmal den Sand aussenrum ab. Dann zupft man ganz oben die alten Blätter vom Vorjahr ab. Jetzt sieht man auch schon die ersten Knollen, die man jetzt einfach rausziehen kann. Eine weitere Erklärung ist jetzt nicht mehr nötig, denn das eine ergibt das andere. Wenn man jetzt ein Büschel von diesen Haaren hat, kann man sehr gut mit den Fingern erfühlen, ob noch eine Knolle versteckt ist. Da kann man ruhig etwas drücken, da die Knollen, wie schon erwähnt, sehr stabil sind. 

Der spitze Teil einer Knolle ist übrigens "oben". Dies sollte man beim Topfen berücksichtigen. Die Knollen habe ich jetzt vorrübergehend in eine kleine Ziptüte gepackt und in einem Wohnzimmerschrank bei Zimmertemperatur gelegt. So, daß war der erste Teil. Im zweiten zeige ich dann das Eintopfen.

49976817gf.jpeg

 

Kleiner Hinweis: Ich werde einen Topf mit 1-2 Knollen in der Wilhelma der Versteigerung spendieren. Der Gewinner bekommt von mir dann noch ein paar Hinweise zur Kultur und ich kann die eine oder andere Frage beantworten. Daher hoffe ich auf reges Erscheinen! Viel Glück!

Edited by Tobias Kulig
  • Gefällt mir 3
  • Danke 1
Tobias Kulig
Posted (edited)

Hier kommt bereits der zweite Teil, das Eintopfen einer Knolle. Es handelt sich hier um den Topf, der zur Versteigerung in die Wilhelma geht. Ich habe mich für die größte Einzelknolle entschieden, die ich vorher rausgeholt habe.

 

Zunächst wird auf den Topfboden eine hauchdünne Schicht reiner Torf gefüllt und gut angedrückt. Dies verhindert das rausspülen des Sandes vom Substratgemisch. Dieses Substratgemisch mache ich immer gut sandig, in etwa 2:1 (Sand/Torf). Und mit diesem kann man schon vorab den kompletten Topf füllen.

49977801ig.jpeg

 

Als nächstes machen wir eine Kuhle in das Substratgemisch und geben etwas reinen Quarzsand als Drainage und Bettung hinein.

49977802qj.jpeg

 

Jetzt kommt die Knolle dran. Diese stecken wir, mit der Spitze nach oben, in das Sandbett. Seht Ihr sie?

49977803bu.jpeg

 

Zum Schluß füllen wir das Loch ebenfalls mit reinem Quarzsand auf (Körnung 1-2mm). Wenn man den Sand mit einem Teelöffel langsam reinrieseln läßt, bleibt die Knolle auch stehen.

49977804wj.jpeg

 

Als endgültigen Abschluß verreibe ich das aufgehäufte Substratgemisch mit dem Finger und mache eine saubere Oberfläche. Den Topf kann man jetzt ruhig etwas besprühen und auch bereits in leichten Anstau stellen. Die Knolle ist gut drainiert und lange nicht so empfindlich wie so manche Knollendrosera. Deshalb empfinde ich die Utri in der Kultur als viel einfacher als die Knollendrosera.

Im Grunde sind nur zwei Sachen notwendig: Eine gute Nachtabsenkung im Winter und gutes Licht. Bei Leuten, die ein GH besitzen, ist es praktisch ein Selbstläufer und sie müssen sich nur um die Bewässerung kümmern. Ich selbst verwende im Winter nicht mal eine Zusatzbeleuchtung und sie blühen trotzdem üppig. Und bei erfolgreicher Bestäubung gibts Samen ohne Ende.

49977805tg.jpeg

 

 

 

Edited by Tobias Kulig
  • Gefällt mir 1
  • 2 weeks later...
Posted (edited)

Hallo,

nach dem oben genannten Prinzip habe ich nun sämtliche Knollen einzeln getopft. Bei Einzelknollen reichen auch kleine Töpfe locker aus. Mein besonderes Augenmerk gilt hier dem Umstand, wieviel zusätzliche Knollen am Ende der Saison gebildet werden. Dies ist vor allem bei kleineren Töpfen etwas "tricky", da hier das Substrat schneller austrocknet. Für die Bildung neuer Knollen ist es aber unerlässlich, die Töpfe langsam auszutrocknen! Das bedeutet, daß die Töpfe innerhalb von 5 Wochen minimal feucht gehalten werden müssen. Bei meiner Standardtopfgröße von 9x9x9,5cm funktioniert das hervorragend. Diese kleinen Töpfe haben allerdings nur 4x4x4cm. Im Prinzip funktioniert das problemlos, aber man muß hinterher sein und darf die Töpfe nicht "vergessen". Der Einzelknolle würde zwar nix passieren, aber man will ja größere Knollencluster bekommen. Man ging immer davon aus, daß diese Art so ab 5-7 Knollen blühfähig ist. Aber ich hatte auch schon Blüten mit nur 4 Knollen. 

 

Der vordere, linke Topf ist für die Versteigerung in der Wilhelma. Für diesen habe ich eine größere Topfgröße gewählt, damit der Gewinner die ersten zwei Saisons erstmal Ruhe hat. Er kann die nächste trockene Übersommerung im Topf durchführen und die Knolle(n) drinlassen. Aber das erkläre ich dann am Samstag genauer und gebe genaue Anweisungen, wie mit dem Topf weiter verfahren werden sollte.

50007623rm.jpeg

 

Das hier ist der Rest. Worauf ich diesmal auch achte, ist, ob sich verschiedene Knollengrößen auf die Austriebszeit auswirken. Oder ob alle zeitgleich hochkommen. Ich habe extra darauf geachtet, daß alle annähernd die gleiche Topftiefe haben. Bei U. menziesii ist diese aber absolut unrelevant. Diese Einzelknollen sitzen ungefähr in 1cm Tiefe. Ich werde das genau dokumentieren.

So, noch kurz etwas über die Substratfeuchte unmittelbar nach dem topfen. Das Eintopfen erfolgt bei mir schon in gut feuchtem Substrat. Und sobald die Töpfe fertig sind, kann das volle Programm gefahren werden. In all den Jahren ist mir noch keine einzige Knolle verfault oder vertrocknet! Und das ist eine Ansage! Das heißt, man kann sie von Anfang an gut nass halten, egal, wie warm es im GH noch wird. Man kann also nix falsch machen. Deshalb wundert es mich, warum die Art so extrem selten in Kultur ist. Klar, es gibt schon ein paar Regeln, die einzuhalten sind. Trotzdem halte ich U. menziesii für megaeinfach. Wenn man der Art nur kühle Temperaturen liefert, ist sie praktisch ein Selbstläufer. Und das Schönste ist, daß sogar die ersten Blätter bis Saisonende knackig grün bleiben. Und nach und nach werden die Knollencluster immer größer. Ich habe gestern, wo ich alle Altpflanzen frisch getopft habe, einen Cluster mit knapp 4cm Durchmesser gehabt. Da sind bestimmt 60 Einzelknollen drin und jedes Jahr vervielfachen sich meine Pflanzen durch die Knollenbildung. 

Was auch von Vorteil ist, ist die Knollenernte. Bei den Knollendrosera muß man den Topfinhalt genauestens untersuchen und man kann sie durchaus mal übersehen. Bei U. menziesii hole ich den Cluster mit nem Teelöffel raus und pflücke sie mit einer Pinzette einfach raus.

So, genug gequatscht... 

50007622ls.jpeg

 

Edited by Tobias Kulig
Posted (edited)
vor 5 Stunden schrieb Tobias Kulig:

Klar, es gibt schon ein paar Regeln, die einzuhalten sind. Trotzdem halte ich U. menziesii für megaeinfach. Wenn man der Art nur kühle Temperaturen liefert, ist sie praktisch ein Selbstläufer.


Hallo Tobias, 

 

das denke ich auch immer von den Pflanzen, die ich gut im Griff habe. Aber diese Art ist wirklich nicht einfach. Ich kenne niemanden außer dir, der diese Art wirklich gut und verlustfrei im Griff hat. Ich bin gespannt, ob es mit den einzelnen Knollen klappt. Ich habe mal in einem Facebookpost gelesen, dass die Art erst bei größeren Clustern einfach(er) wird. 

Sollte das klappen und mein Versuch wieder scheitert, dann melde ich mich schon einmal für nächstes Jahr bei dir an 😉

Viel Erfolg und mach weiter so!

 

Beste Grüße

 

Carsten

 

P.S. Wie erging es deinen konventionellen Aussaaten?

 

 

Edited by Dose
Posted (edited)
vor 11 Stunden schrieb Dose:

das denke ich auch immer von den Pflanzen, die ich gut im Griff habe.

Ich verstehe sehr gut, was Du meinst. Eine Art ist immer einfach, wenn man keine Probleme hat. Aber U. menziesii ist wirklich einfach, wenn man ein paar Dinge beachtet. Bei mir ist es überhaupt die einfachste Art, von allen! Das einzige, was ich in der Vegetationsperiode mache, ist den Anstau aufrecht zu erhalten, das wars. Und wer Knollendrosera erfolgreich kultiviert, sollte mit U. menziesii keine Probleme haben. Da gibts nur wenige, minimale Abweichungen.

Hier brauchts nur kühle Temperaturen und nach Möglichkeit ein GH OHNE Zusatzbeleuchtung. So, daß die Pflanzen die sinkende und steigende Photoperiode erfahren. Das ist das ganze Geheimnis. Was die wenigsten wissen: In der Hauptwachstumszeit haben die Pflanzen in Australien nur 8-10 Std. Tageslicht! Wer dann meint, er müsse mit 13 oder gar 14 Std. zusätzlich beleuchten und das die gesamte Periode, bei dem funktionierts halt nicht. Ich habe das in meinen Dokus aber zigmal erklärt.

Ich bin überzeugt, wer meine Kulturmethode genau kopiert und alles exakt gleich macht, wird keine Probleme haben. Ich will hier nicht großkotzig rüberkommen, aber es ist tatsächlich so. 

 

....muß jetzt leider zum malochen, heut abend gehe ich auf den Rest noch ein.

 

 

 

Edited by Tobias Kulig
Posted (edited)
vor 11 Stunden schrieb Dose:

Ich bin gespannt, ob es mit den einzelnen Knollen klappt.

Warum nicht? Hab ich schon ein paar mal gemacht, da mir in der Vergangenheit schon Einzelknollen weggefallen sind. Die hab ich dann zu den Altpflanzen getopft oder eben separat in kleinere Töpfe. Ist ja nix anderes als meine Altpflanzen. Also da bin ich zuversichtlich.

 

vor 11 Stunden schrieb Dose:

Ich habe mal in einem Facebookpost gelesen, dass die Art erst bei größeren Clustern einfach(er) wird.

Sehe ich anders. Egal, ob großer Cluster oder Einzelknolle. Es ist immer dasselbe Prinzip.

 

vor 11 Stunden schrieb Dose:

P.S. Wie erging es deinen konventionellen Aussaaten?

Tja, da beisse ich heute noch auf Granit und habe meine Probleme! Meine Samen keimen zuverlässig und ich bekomme sie ohne Probleme durch den Winter. 

Es scheitert aber immer an der trockenen Übersommerung. Vermutlich weil ich sie im GH lasse, wo es zu schnell zu trocken wird. Mit der nächsten Übersommerung stelle ich sie mal ins Wohnhaus und huste sie wöchentlich leicht an. Irgendwann werd ichs hinkriegen. Aber im ersten Winter darf man nicht zuviel erwarten! Die Sämlinge haben lediglich bis zu 3 Blättchen, die sehr schmal sind. Sehen aus wie grüne Nadeln.

Edited by Tobias Kulig
Posted

Also hast du bereits einzelne Knollen in kleinen Töpfen erfolgreich zu mehrknolligen Clustern herangezogen?

Posted
Am 2.9.2025 um 05:49 schrieb Tobias Kulig:

Ich verstehe sehr gut, was Du meinst. Eine Art ist immer einfach, wenn man keine Probleme hat. Aber U. menziesii ist wirklich einfach, wenn man ein paar Dinge beachtet. Bei mir ist es überhaupt die einfachste Art, von allen! Das einzige, was ich in der Vegetationsperiode mache, ist den Anstau aufrecht zu erhalten, das wars. Und wer Knollendrosera erfolgreich kultiviert, sollte mit U. menziesii keine Probleme haben. Da gibts nur wenige, minimale Abweichungen.

Hier brauchts nur kühle Temperaturen und nach Möglichkeit ein GH OHNE Zusatzbeleuchtung. So, daß die Pflanzen die sinkende und steigende Photoperiode erfahren. Das ist das ganze Geheimnis. Was die wenigsten wissen: In der Hauptwachstumszeit haben die Pflanzen in Australien nur 8-10 Std. Tageslicht! Wer dann meint, er müsse mit 13 oder gar 14 Std. zusätzlich beleuchten und das die gesamte Periode, bei dem funktionierts halt nicht. Ich habe das in meinen Dokus aber zigmal erklärt.

Ich bin überzeugt, wer meine Kulturmethode genau kopiert und alles exakt gleich macht, wird keine Probleme haben. Ich will hier nicht großkotzig rüberkommen, aber es ist tatsächlich so. 

 

....muß jetzt leider zum malochen, heut abend gehe ich auf den Rest noch ein.

 

 

 

Hallo Tobias,

 

Du kannst ja mal die hiesigen Knollenkultivateure fragen wie toll ihre Erfahrungen mit U. menziesii sind und dann hier deine Ergebnisse kundtun😉

 

Ich kann dir aber verraten das niemand wirklich diese Art im Griff hat außer dir! Du bist einer der wenigen (ich kenne eigentlich nur 3) die in der Lage sind sie langfristig zu erhalten zu vermehren und der auch Samen zu ernten.

Ich kann dir leider auch nicht sagen woran das liegt, ich hatte Kluster die haben 2-3 Jahre verlässlich wieder ausgetrieben bis sie dann aber ohne ersichtlichen Grund und ohne wissentliche Änderung der Bedingungen plötzlich einfach verafult sind. Auch Kluster die ich 1:1 nach deinen Vorgaben in meinem Gewächshaus gehalten habe sind nach 1-2 Saisonen nicht wieder ausgetrieben.

 

Ich weiß nicht warum es zwingend notwendig sein soll ein GH OHNE Zusatzbeleuchtung zu betreiben? Die Photoperiode soll ja nicht künstlich verlängert werden sondern nur zusätzliches Licht während des lichtschwachen Tages geboten werden! Natürlich kommt das stark auf den Standort und die Ausrichtung des Glashauses an aber in meinem Gewächshaus wären die Knollendrosera Grasgrün ohne Zusatzbeleuchtung und U.menziesii dürfte in dunklen Zeiten wohl auch etwas Zusatzlicht nicht schaden. Allem voran weil so ein sonniger Tag hier im Winter wohl gerade so an die Lichtintensität eines trüben Tages in Perth herankommt.

 

Ich glaube die Probleme die wir anderen alle haben am Ende der Wachstumsperiode entstehen, evtl zu nass und zu warm? Naja es ist jedenfalls erfreulich das du in der Lage bist sie auch zu vermehren und vielleicht hast du ja nächstes Jahr mal ein Knöllchen an jemanden abzugeben der die Kultur noch nicht ganz im Griff hat aber auch noch nicht aufgegeben hat 😅

 

Gruß Roman

Posted
vor 19 Stunden schrieb Dose:

Also hast du bereits einzelne Knollen in kleinen Töpfen erfolgreich zu mehrknolligen Clustern herangezogen?

Hallo Carsten,

nein, nicht ganz. Kleine Töpfe verwende ich nur zur erstmaligen Anzucht für 1 oder max. 2 Saisons. Danach kommen sie in meine Standardtopfgröße 9x9x9,5cm! Diese Topfgröße scheint perfekt zu sein in Sachen Anstauhöhe und anschließendem Austrocknen für die Knollenbildung.

Die oben gezeigten kleinen Töpfe sind, wie erwähnt, nur zum platzsparenden Kulturstart gedacht. Aber das Prinzip ist dasselbe wie bei den großen Töpfen, nur eben in kleinerem Maßstab. 

 

vor 10 Stunden schrieb Roman.P:

Ich kann dir aber verraten das niemand wirklich diese Art im Griff hat außer dir! Du bist einer der wenigen (ich kenne eigentlich nur 3) die in der Lage sind sie langfristig zu erhalten zu vermehren und der auch Samen zu ernten.

Also das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen! Da ich im Prinzip nix anderes mache, als den Anstau aufrecht zu erhalten, das wars.

 

vor 10 Stunden schrieb Roman.P:

Ich kann dir leider auch nicht sagen woran das liegt, ich hatte Kluster die haben 2-3 Jahre verlässlich wieder ausgetrieben bis sie dann aber ohne ersichtlichen Grund und ohne wissentliche Änderung der Bedingungen plötzlich einfach verafult sind. Auch Kluster die ich 1:1 nach deinen Vorgaben in meinem Gewächshaus gehalten habe sind nach 1-2 Saisonen nicht wieder ausgetrieben.

Roman, ich will versuchen, dem Problem auf den Grund zu gehen. Vorher benötige noch ein paar Randdaten:

1. Deine Topfgröße in Relation zu Deiner Anstauhöhe

2. Deine Beleuchtungsdauer

 

Wenn es gewünscht ist, werde ich einen zusätzlichen Thread erstellen, mit sämtlichen Daten zu meiner Kultur. Dazu auch GH Lage + Ausrichtung und solche Sachen. Das hilft evtl. bei der Fehlersuche. Irgendwo bin ich mir ziemlich sicher, daß es nur eine "Kleinigkeit" ist, aber dafür wichtig. Wenn Ihr das wollt, werde ich das gerne machen. 

 

vor 10 Stunden schrieb Roman.P:

Ich glaube die Probleme die wir anderen alle haben am Ende der Wachstumsperiode entstehen, evtl zu nass und zu warm? Naja es ist jedenfalls erfreulich das du in der Lage bist sie auch zu vermehren und vielleicht hast du ja nächstes Jahr mal ein Knöllchen an jemanden abzugeben der die Kultur noch nicht ganz im Griff hat aber auch noch nicht aufgegeben hat 😅

Klar, das kriegen wir hin....

  • Danke 1
Posted
vor 14 Minuten schrieb Tobias Kulig:

Wenn es gewünscht ist, werde ich einen zusätzlichen Thread erstellen, mit sämtlichen Daten zu meiner Kultur.

 Das wäre cool. Ich konnte mir bisher nur die Kulturzeitpunke raussuchen.

Aber ein gesamter Kulturplan mit allem drumherum wäre für viele sicherlich ein guter Leitfaden.

  • Danke 1
Posted
vor 3 Minuten schrieb J.N.B.:

 Das wäre cool. Ich konnte mir bisher nur die Kulturzeitpunke raussuchen.

Aber ein gesamter Kulturplan mit allem drumherum wäre für viele sicherlich ein guter Leitfaden.

Yep, das ist sicherlich ein gutes Argument. Dann werde ich das machen. Ich bitte aber um etwas Geduld, da ich mir dann ein Konzept ausarbeite, daß ich garantiert nix vergesse. Ich rechne mit Freitag, da ich noch Urlaub abbauen muß.

  • Danke 1
  • 1 month later...
Posted

Hallo zusammen,

auch hier geht es los: Die Einzelknollen treiben aus und die winzigen Blättchen sind bereits an der Oberfläche zu sehen. Dies ist sicherlich eine interessante Sache! Denn hier kann man dann sehen, was mit einer einzelnen Knolle möglich ist.

Alle meine Einzelknollen befinden sich in einem 4x4x4cm Töpfchen und wurden exakt wie meine Altpflanzen vorbereitet. Diese Töpfchen stehen auch bereits von Anfang an in 1/4 Topfhöhe im Daueranstau. Faulen kann hier definitiv nix, da braucht man keine Angst zu haben.

 

50145021on.jpeg

  • Gefällt mir 3
Posted

Hallo zusammen,

zwei weitere Töpfe sind ausgetrieben. Beim Durchbrechen an der Substratoberfläche muß man da sehr genau hinschauen, da die ersten Blättchen sehr winzig sind. Hier kommt es auf die Knollengröße an. Je kleiner die Knollen, umso winziger die ersten Blättchen. Auch was die Austriebsgeschwindigkeit betrifft, ist es logisch, daß kleinere und tiefersitzende Knollen etwas länger brauchen, bis sie oben ankommen. 

 

50172118bk.jpeg

 

 

Wie Ihr sehen könnt, ist das Substrat klatschnass! Leider kommt es hin und wieder vor, daß der Quarzsand deshalb Algen ansetzt. Ist aber eher selten. Sobald die Blätter einen Horst gebildet haben, werde ich die betroffene Stelle vorsichtig abtragen und ersetzen.

50172239oo.jpeg

 

 

 

 

 

 

 

 

  • Gefällt mir 1
Posted

Hallo,

nächstes Update: Alle Töpfchen, bis auf vier, sind jetzt ausgetrieben und an der Oberfläche angekommen. Und diese restlichen vier werden demnächst auch soweit sein. Bei manchen sinds zwar erst 1-2 Blättchen und bei manchen schon kleine Büschel. Ich bin sehr gespannt darauf, wenn sie voll im Saft stehen. Ich hatte in der Vergangenheit zwar schon ein paar Töpfchen mit Einzelknollen gehabt, jedoch ohne großartige Beobachtung. Jetzt stehen sie aber im Fokus und ich freue mich auf die Dokumentationen, wie sie sich entwickeln. Die wichtigste Beobachtung wird sein, wieviel Knollen sie nach der Vegetationsperiode bilden werden. 

Eine wichtige Frage ist die, wie groß die Tochterknollen werden. Ich habe schon viele Einzelknollen in den Fingern gehabt und ausnahmslos alle haben ungefähr die gleiche Größe! Aber Ihr alle könnt das hier live mitverfolgen...

 

50197671cx.jpeg

 

50197670vx.jpeg

Posted

Hallo Tobias,

 

das schaut ja bisher richtig gut aus.

Was machen deine Sämlinge Invitro und die konventionell gesäten?

 

Beste Grüße 

 

Carsten

Posted
vor 13 Stunden schrieb Dose:

Was machen deine Sämlinge Invitro

Grüß Dich Carsten,

das Glas steht den ganzen Winter im GH bei kühleren Temperaturen. Bei U. menziesii IV haben wir folgendes Problem: Im Winter stehen sie, wie erwähnt, im GH bei kühleren Temperaturen und im Sommer unter wärmeren Bedingungen im Labor. Insgesamt bleiben sie zwar ganzjährig grün. Ich werde es mit Phytohormonen versuchen. Da es aber kleine und fragile Pflänzchen sind, darf ich von meinen Stammlösungen nur minimalste Mengen verwenden. Bei meiner nächsten Samenernte werde ich einige Tubes ansetzen.

 

vor 13 Stunden schrieb Dose:

und die konventionell gesäten?

Keimen tun sie zwar immer problemlos, aber durch meine eigene Blödheit hab ich sie im heißen GH gelassen, wo sie dann vertrocknet sind. Nächstes mal mache ich es anders: Ich werde sie bei Zimmertemperatur ins Wohnhaus stellen und sie jeden Sonntag mit einem Pumpzerstäuber anhusten. Das müßte funktionieren...

 

Gruß

Tobias

  • Danke 1
  • 4 months later...
Posted

Hallo Tobias,

 

hab jetzt deinen alten fred wieder ausgegraben und durchgelesen, dann mach ichs mal so am 1.9.2026! Danke für die detaillierte Anleitung!

 

Viele Grüße

Stefan

Tobias Kulig
Posted
vor einer Stunde schrieb Stefan:

hab jetzt deinen alten fred wieder ausgegraben und durchgelesen, dann mach ichs mal so am 1.9.2026! Danke für die detaillierte Anleitung!

Sehr gerne! Genau das ist auch mein Plan. Stefan, wenn Du die Cluster aus den zwei Töpfchen rausholst, könntest Du vielleicht die Knollen zählen? Aber nur, wenn man sie sieht. Bloß nicht zerrupfen! Würd mich brennend interessieren, obs 2 oder gar 3 sind! Vielen Dank.

 

Gruß

Tobias

Create an account or sign in to comment

You need to be a member in order to leave a comment

Create an account

Sign up for a new account in our community. It's easy!

Register a new account

Sign in

Already have an account? Sign in here.

Sign In Now
×
×
  • Create New...

Important Information

We have placed cookies on your device to help make this website better. You can adjust your cookie settings, otherwise we'll assume you're okay to continue. Weitere Informationen finden Sie in unserer Privacy Policy.