Stefan S Posted August 27, 2025 Posted August 27, 2025 Ich hab letztes Jahr auf der ICPS Konferenz in Wien einen Ableger von giardino carnivoro (oder so) dieses Klons gekauft. Ich versuche schon seit Jahren meinen bisherigen Klon zum Blühen zu bringen, ohne Erfolg. (- wer will ihn gratis haben?) Jetzt scheint der 'flowering clone' (bzw. ein Ableger den ich gemacht habe) wirklich eine Blüte zu machen. Hat sonst noch jemand hier in Wien einen Ableger gekauft und kann etwas berichten? 1
Tobias Kulig Posted August 28, 2025 Posted August 28, 2025 Im Prinzip ist es nicht schwer, U. reniformis zum blühen zu bringen. Du brauchst einen großen Pot und einen kühleren Winter in einem GH. Dies scheint der Indikator zu sein. Mich nerven die zahlreichen Blüten etwas, da sie viel zu lang werden und überall rumhängen.
Christian Dietz Posted August 28, 2025 Posted August 28, 2025 Hallo, das ist grundsätzlich richtig, aber es scheint in der Tat Formen zu geben, die praktisch nie blühen. Ich habe auch zwei oder drei kleinblättrige Formen, die ich seit 20+ Jahren noch nie zur Blüte gebracht habe. Ähnliches habe ich auch schon mehrfach gehört. Es ist also insgesamt dann doch nicht so einfach und hängt mit Sicherheit von der Form/Klon/Pflanze ab. Gruß Christian
Tobias Kulig Posted August 28, 2025 Posted August 28, 2025 (edited) Grüß Dich Christian, wieviel verschiedene Formen es gibt und ob es tatsächlich nichtblühende gibt, kann ich natürlich nicht sagen. Aber auf einen Versuch könnte man es doch ankommen lassen. Ich hin mir ziemlich sicher, daß es doch einige Leute gibt, die gar nicht wissen, daß eine kühlere "Überwinterung" oft Wunder bewirken können. Ich denke auch, daß es einige tropische Arten gibt (egal, welche Gattung oder Art), die positiv auf eine steigende und sinkende Photoperiode reagieren, obwohl es diese als solche an den jeweiligen Standorten gar nicht gibt, zumindest unrelevant. Ich denke hier z.B. an meine U. menziesii, die eigentlich immer blühen. Irgendwo schulde ich es der sinkenden und steigenden Photoperiode. Wenn man die Art unter Kunstlicht kultiviert, herrscht doch immer die gleiche Tageslichtdauer. Da ich nicht beleuchte, geht das zwar zu Lasten der Blütenausfärbung, aber dafür habe ich immer eine gute Anzahl an Blütenständen. Und genau dasselbe könnte doch auch bei der U. reniformis der Fall sein. @Stefan S: Versuch doch mal bei Deiner nichtblühenden Pflanze eine kühle Überwinterung. Würd mich jetzt echt brennend interessieren... Edited August 28, 2025 by Tobias Kulig
Tim Beier Posted August 28, 2025 Posted August 28, 2025 Hallo Miteinander, Die U.reniformis auf der ICPS in Wien war schon sehr imposant! Das waren fast mehr Blüten als irgendwas anderes. Da wäre ich auch fast in Versuchung gekommen. Meine U.reniformis hat zwar auch schon ein paar mal geblüht, aber so wirklich regelmäßig tut sie das auch nicht. Dieses Jahr hatte ich nicht eine Blüte..... Hatte sie aber letztes Jahr umgetopft. Dass hatte schon mal zur Folge, dass se geblüht hatte. Die Haltungsbedingungen sind im Grunde immer gleich, inklusive kühler Überwinterung. So wirklich schlauer geworden bin ich da auch nicht. Ich kann mir auch gut vorstellen dass es blühfreudigere Klone gibt. MfG Tim Beier
Sepp Posted August 28, 2025 Posted August 28, 2025 Hi Tim, wie kühl steht deine Pflanze im Winter in etwa? VG, Sebastian
Dose Posted August 28, 2025 Posted August 28, 2025 (edited) Hallo zusammen, es gibt sicherlich Klone, die leichter blühen als andere. Allerdings scheint mir ein ausreichend großer Topf, der mit viel Pflanzenmaterial der Utri gefüllt ist als genauso wichtig wie eine kühle Periode. Diese Beobachtung habe ich bei allen Utricularia gemacht. Bei aquatischen Utricularia scheint es anders zu sein. Eine gewisse Aquariengröße scheint dort entscheidend zu sein. Nur in großen Aquarien/Bottichen, an deren Rändern die Pflanzen nicht ständig anstoßen, werden sie groß genug und teilen sich weniger. Dabei blühen dann nur kräftige Triebe, was in kleinen Aquarien nicht klappt. Grüße Carsten P.S. Meine stehen bei 3-10*C. Edited August 28, 2025 by Dose 1
Tim Beier Posted August 28, 2025 Posted August 28, 2025 vor 1 Stunde schrieb Sepp: Hi Tim, wie kühl steht deine Pflanze im Winter in etwa? VG, Sebastian Ca. 5 bis 8 Grad Mindesttemperaturen 1
Christian Dietz Posted August 29, 2025 Posted August 29, 2025 Hallo Tobias, die große Form von U. reniformis habe ich mit Unterbrechungen seit vielen Jahren. Sobald sie ausreichend groß ist blüht sie. Dazu ist auch meiner Ansicht nach ein kühler Winter notwendig. Soweit, so gut. Die kleinblättrigen Formen (ich spreche von Blättern im 2-3cm Bereich - die Frage, ob das alles wirklich eine Art ist überlasse ich mal anderen) habe ich unter exakt gleichen Bedingung und auch in - im Verhältnis - ähnlich großen Töpfen und verschiedenen Substraten in all den Jahren bisher noch nicht zur Blüte bekommen. Woran das liegt rätsel ich seit Jahren. Sie sind super wüchsig, füllen den Topf schnell auf und machen ansonsten keine Probleme. Nur blühen sie bei mir eben einfach nicht. Damit scheine ich aber auch nicht alleine zu sein. Dass sie das tatsächlich nicht blühen können kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Es muss aber noch irgendwas anderes eine Rolle spielen außer große Töpfe und kalter Winter. Meine Temperaturen im Gewächshaus sind tendentiell im Winter noch etwas unter Tims, meine Tiefsttemperatur ist sicher bei knapp 3°C, in einigen Ecken vielleicht sogar weniger. Ich habe gerade noch ein altes Bild (von 2006) gefunden. In diesem Topf habe ich sie lange kultiviert. Offensichtlich kann sie auch mit recht wenig Blattmaße bereits blühen. Mehr Blüten hatte ich aber definitiv immer dann, wenn der Topf mehr gefüllt war Gruß Christian 2
Tobias Kulig Posted August 30, 2025 Posted August 30, 2025 vor 14 Stunden schrieb Christian Dietz: die große Form von U. reniformis habe ich mit Unterbrechungen seit vielen Jahren. Sobald sie ausreichend groß ist blüht sie. Hallo Christian, jetzt wo Du das so schreibst, gehe ich sehr stark davon aus, daß es sich um die gleiche Form wie meine handelt: U. reniformis "Large". Und ich habe gerade extra nachgeschaut und in meinen Unterlagen rausgelesen, daß meine auch aus 2006 stammt. Du hast Deine von Plantarara, stimmts? vor 14 Stunden schrieb Christian Dietz: Die kleinblättrigen Formen (ich spreche von Blättern im 2-3cm Bereich - die Frage, ob das alles wirklich eine Art ist überlasse ich mal anderen) Das ist durchaus eine interessante These! Ich besitze z.B. noch U. cornigera und ich weiß nicht, was ich von der halten soll! Die einen halten sie für eine eigene Art, die anderen wiederum für einen Hybriden (U. reniformis x nelumbifolia). Wobei ich hier von U. nelumbifolia gar nix sehe. Naja, ist nicht meine Baustelle...
Christian Dietz Posted August 31, 2025 Posted August 31, 2025 Hallo Tobias, vor 23 Stunden schrieb Tobias Kulig: Hallo Christian, jetzt wo Du das so schreibst, gehe ich sehr stark davon aus, daß es sich um die gleiche Form wie meine handelt: U. reniformis "Large". Und ich habe gerade extra nachgeschaut und in meinen Unterlagen rausgelesen, daß meine auch aus 2006 stammt. Du hast Deine von Plantarara, stimmts? Nein, meine habe ich privat bekommen. Wo die aber ursprünglich her ist, keine Ahnung! Streng genommen sprechen wir bei der großen Form von U. cornigera. Aus ihr wurde eine eigene Art gemacht. Das auf meinem Bild fällt da wohl drunter, nehme ich an. U. reniformis wäre demnach die kleinblättrige (und bei mir nicht blühende) Form. Ich mag das nicht beurteilen zu wollen. Bei mir hat sich das bisher aber weder in der Beschriftung und noch in meinem Kopf durchgesetzt. Wenn du den Namen nicht erwähnt hättest, wäre mir das auch gar nicht eingefallen..... Gruß Christian 1
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