Tim Beier Posted August 30, 2025 Posted August 30, 2025 Hallo Miteinander, Wer von euch hat den Drosera hamiltonii in Kultur? Was könnt ihr zur Blüte sagen? Im Beitrag zu U.reniformis ging es darum welche Faktoren wohl verantwortlich sind um die Art zum blühen zu bewegen. Da ist mir Drosera hamiltonii in den Sinn gekommen. Das ist bei mir ein ähnlicher Kandidat. Am Anfang hatten die bei einer kühlen Überwinterung regelmäßig geblüht, mittlerweile nur eher mal sporadisch oder gar nicht. Ich hab es in all den Jahren noch nicht geschafft Samen zu produzieren. Die Art scheint definitiv selbststeril zu sein. Dies dürfte der Grund sein weshalb die Art "relativ" selten in Kultur ist und auch keine Samen angeboten werden. Mittlerweile sollte ich wahrscheinlich einen anderen Klon in Kultur haben. So weit so gut, aber jetzt müssen die mal blühen . Da würden mich jetzt mal die Erfahrungen von euch interessieren. Ich würde zwar auch behaupten das eine kühle Überwinterung die Blüte begünstigt, aber wirklich schlauer bin ich da auch nicht..... MfG Tim Beier 1
Tobias Kulig Posted August 30, 2025 Posted August 30, 2025 Hi Tim, ja, diese Art ist selbststeril. Ich habe hier 3 verschiedene Klone, jedoch geblüht hat dieses Jahr keine. D. hamiltonii hat bei mir auch schon öfter geblüht, jedoch hatte ich zu dieser Zeit nur diesen einen Klon. Hätte also gar nix gebracht. Aber ich erinnere mich, daß die Pflanze zum Zeitpunkt der Blüten an einem helleren Platz im GH stand. Während alle anderen Drosera auch an dunkleren Stellen im Gh blühen, scheint D. hamiltonii doch heller stehen zu müssen. Ich werde alle meine hamiltonii Töpfe wieder an diese hellere Stelle zurückstellen und hoffen, daß sie kommendes Frühjahr blühen.
Dose Posted August 30, 2025 Posted August 30, 2025 Hallo Tim, bei mir blühten sie immer ab einer gewissen Größe und auch ich dachte bisher, dass die Temperatur wichtig ist. Tobias schrieb ja etwas über die Lichtintensität. Diese war bei mir stehts unterschiedlich. Die letzte Blüte hatte ich, als diese Drosera am Boden unter den Tischen stand also im Verhältnis weniger Licht hatte als auf den Tischen. Für mich ist es ein Rätsel wie sie es nun gerne hat um zu blühen. Viele Grüße Carsten 1
Tobias Kulig Posted August 30, 2025 Posted August 30, 2025 vor 16 Minuten schrieb Dose: und auch ich dachte bisher, dass die Temperatur wichtig ist. Bei mir gehts da nur um die kühleren Wintertemperaturen, denn meine blühten immer nur nach einem kühleren Winter. Die Temperaturen während der Blüte sollten demnach wieder normal warm sein, so um die 20 Grad. Ich werde es im kommenden Frühjahr sehen.
Christian Dietz Posted August 31, 2025 Posted August 31, 2025 Hallo, auch ich habe verschiedene Klone, die aber leider noch nicht (und schon gar nicht zeitgleich) geblüht haben. Blüten hatte ich auch immer im Frühjahr nach dem Winter. Ich versuche da gerade den Ansatz über Masse und vermehre fleißig. Meine Pflanzen stehen bei mir im Gewächshaus unterm Dach und werden nicht beleuchtet. Sie bekommen daher die natürliche Schwankung der Tageslänge mit und stehen im Winter auch kalt. Das alleine kann es eigentlich nicht sein. Mir geht es da wie Carsten, ich habe keine Ahnung wie man sie gezielt zur Blüte bringen kann. Vielleicht halten wir sie alle zu trocken? Am Naturstandort stehen sie ja oft mit Cephalotus und im Winter dann auch entsprechend nass (im Sommer dann sicher etwas trockener). Ich habe sie einmal am Naturstandort gesehen, das war eher moorig und es gab dort auch Sphagnum. Vielleicht wäre es tatsächlich ein Ansatz, sie deutlich feuchter zu halten. Wir haben sie damals noch an ein oder zwei anderen Stellen gesucht, an denen es sie auch geben soll, aber leider keine gefunden. Das war jeweils ähnlich nass. Bilder sind vom 23..09.2018, falls es jemand genau wissen möchte. Gruß Christian 2
Tim Beier Posted August 31, 2025 Author Posted August 31, 2025 Hallo Miteinander, @Christian Dietz das ist ein guter Ansatz über den ich mir auch schon Gedanken gemacht habe. Vielleicht ist es ja auch eine Kombination, also die Saisonalen Schwankungen die dann letztendlich die Blüte induzieren. Wenn ich das noch richtig im Kopf habe, hatte ich Drosera hamiltonii am Anfang mal über Wurzelstecklinge in einer Plastikschale in Torf vermehrt. Die Schale war dabei teilweise geflutet und ich hatte Blüten. Ob dauerhaft nass vor allem im Winter funktioniert müsste man testen. Meine Überlegung dabei wäre aber die Pflanzen normal feucht und kühl zu überwintern und im Frühjahr dann den Wasserstand stark zu erhöhen. Ich werde das mal so testen. Würde zumindest theoretisch Sinn ergeben. MfG Tim Beier
Tobias Kulig Posted August 31, 2025 Posted August 31, 2025 vor 2 Stunden schrieb Christian Dietz: Vielleicht halten wir sie alle zu trocken? Yep, da ist durchaus was Wahres dran! Ich selber habe D. hamiltonii noch nie richtig nass kultiviert und es wird höchste Zeit, das mal zu testen. Das Dumme ist nur, daß meine in 22cm hohen Töpfen sind. Da brauch ich ne entsprechende Wanne. vor 2 Stunden schrieb Christian Dietz: Ich versuche da gerade den Ansatz über Masse und vermehre fleißig. Blattstecklinge und Wurzelstecklinge funktionieren beide gut. Da D. hamiltonii ein massives Wurzelwerk machen, empfehle ich meine offene Methode mit einer Ferrerobox und nassem Küchenkrepp. Da holst Du deutlich mehr Pflanzen raus. vor 1 Stunde schrieb Tim Beier: und im Frühjahr dann den Wasserstand stark zu erhöhen. Ich werde das mal so testen. Würde zumindest theoretisch Sinn ergeben. Ja, mach das mal! Es macht immer Sinn, wenn nach Tests mehrere Ergebnisse vorliegen. Dann kann man vergleichen...
Roman.P Posted August 31, 2025 Posted August 31, 2025 Hallo, Das D. hamiltonii ein doch recht massives Wurzelwachstum hat könnte eventuell ein Hinweis sein. Überwiegend findet man solche Anpassungen bei Pflanzen die auch mal trockene Perioden überdauern müssen. Ich muss ehrlich sagen ich hab mich mit den Gegenheiten am Naturstandort nicht wirklich beschäftigt aber im selben/ähnlichen Habitat dürfte man auch so manche Knolle finden (myriantha, erythrogyne etc.) und deren Blüte ist durch Feuer durchaus positiv beeinflusst. Ob das nun bei hamiltonii auch so ist kann ich nicht sagen allerdings erscheint mir eine saisonale Temperatur/Feuchtigkeitsänderung für die Blüteninduktion durchaus logisch. Meine persönliche Kultur Erfahrung mit hamiltonii sind dahingehend leider begrenzt. Sie wachsen gut aber Blüten hab ich noch keine gesehen, ist aber vielleicht auch der stiefmütterlichen Behandlung geschuldet. An einem zweiten Klon hätte ich aber interesse! Gruß Roman
Christian Dietz Posted August 31, 2025 Posted August 31, 2025 Hallo Roman, ich denke nicht, dass man Knollendrosera direkt neben D. hamiltonii und Cephalotus findet. In der Nähe ganz sicher, aber an genau den Stellen wohl eher nicht. Die Standorte bleiben dafür im Sommer sicher zu feucht. Wer es besser weiß, darf mich gerne korrigieren. Einen zweiten Klon wirst du bald haben Gruß Christian
Tobias Kulig Posted August 31, 2025 Posted August 31, 2025 Da sich in einem Topf meiner D. hamiltonii Klone U. subulata eingenistet hat, muß die natürlich sofort raus! Und da wird bei mir sofort komplett umgetopft, geht gar nicht anders (zumindest bei mir). Und da ich bei so einer Aktion gleich Wurzeln ernte und die an der Pflanze verbleibenden dann entsprechend kürzer sind, habe ich den Topf gleich in fast topfhohen Anstau gestellt. Mir ist klar, daß ich damit keine Blüte hervorkitzle. Aber da hier bei nasser Kultur noch keine Erfahrungen vorhanden sind, möchte ich mir mal anschauen, wie die Pflanzen auf den hohen Anstau reagieren. Bei allen von meinen vier Klonen bin ich bis jetzt mit einem extrem sandigen Substrat immer sehr gut gefahren. Nur eins hasse ich beim Umtopfen von D. hamiltonii: Trotz stark nach unten gebogenen Blättern das Zentrum genau auf Substrathöhe zu pflanzen, aber so, daß die Blätter hinterher auf dem Substrat aufliegen. Die muß man mit ner Pinzette alle hochholen. Das muß bei mir so sein, da bin ich eigen....Ich sehe da nämlich gerade auf dem Bild, daß das vorderste Blatt der großen Pflanze noch vergraben ist. Das muß ich unbedingt raufziehen 1
Christian Dietz Posted August 31, 2025 Posted August 31, 2025 Hallo, ich kann zwar nachhvollziehen, dass man bei U. subulata-Befall umtopft, den Rest aber nicht . Ich bin da eher schnell unterwegs und setze auf die Pflanze, die sich von selbst schon wieder so herrichtet, wie es sein soll. Gruß Christian 1
Tobias Kulig Posted August 31, 2025 Posted August 31, 2025 vor 5 Minuten schrieb Christian Dietz: ich kann zwar nachhvollziehen, dass man bei U. subulata-Befall umtopft, den Rest aber nicht . Ich bin da eher schnell unterwegs und setze auf die Pflanze, die sich von selbst schon wieder so herrichtet, wie es sein soll. Das weiß ich doch, Christian. Drum hab ich das doch geschrieben. Da ich aber sehr humorvoll bin, mußte ich das jetzt so schreiben. Ich muß immer noch lachen . Aber wie Du selber neulich geschrieben hast, nehme ich es oft sehr genau. Alles muß in der heutigen Zeit immer schnell, schnell, schnell gehen. Aber die Pflanzen sind mein Hobby und da laß ich mir oft Zeit. Und wenn ich keinen Bock mehr habe, höre ich auf und mach morgen weiter oder wann es eben zeitlich geht. Aber mir gehts da ähnlich wie Dir, ich kann hier auch vieles nicht verstehen.
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