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D. hilaris - ...ein erneuter Versuch


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Hallo zusammen,

neben einigen anderen Juwelen habe ich mir letzten Samstag in der Wilhelma mal wieder eine D. hilaris gegönnt. Auch wenn ich hier als Drosera-Freak bekannt bin, habe ich schon einige Versuche hinter mir. Ich schätze diese Art dann doch eher als etwas schwieriger ein. Das Problem liegt hier aber nicht in der Vegetationsperide, in der man sie doch gut und problemlos kultivieren kann. Das Hauptproblem hatte ich in der Vergangenheit immer in der trockeneren Übersommerung bzw. in deren Einleitung.

Wie auch immer. Ich werde es jetzt einfach nochmal versuchen und regelmäßig Updates posten. Dann kann man die Probleme evtl. besser nachvollziehen. Denn ich bin sicher nicht der einzige, der Probleme mit dieser ansonsten schönen Art hat...

 

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  • 3 weeks later...
Tobias Kulig
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Hallo zusammen,

ich habe diese Pflanze vor etwa 2 Wochen mit dem Originaltopfballen in einen größeren Pot umgesetzt und sie entwickelt sich prächtig. Alle meine neuesten, winterwachsenden Südafrikaner stehen aktuell in max. 1cm Anstau und das scheint, zu genügen. Ich habe bei denen mal meinen üblichen Sandzuschlag testweise geringer gehalten. Dadurch ist die Substratfeuchte natürlich etwas kräftiger. Das ist bei einem kräftigen Sandzuschlag etwas ganz anderes: Hier kann man einen höheren Anstau fahren, ohne daß die Wurzeln bei bestimmten Arten zu nass stehen. 

Es ist echt komisch! Ich habe D. hilaris schon einige Male versucht, aber sie gingen immer nach kurzer Zeit ein. Warum, weiß der Geier. Aber diesmal klappts ausgezeichnet. Ich bin gespannt, wie sie sich weiterentwickelt...

 

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  • Gefällt mir 5
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Hallo Tobias, 

 

👍 Ich drücke dir die Daumen die Pflanze groß zu bekommen. 

Bis zur Blüte hab ich es schon mehrfach geschafft, aber dauerhaft noch nicht. Dachte immer die Art sollte trockener übersommert werden, dieses Jahr würde ich das Gegenteil behaupten 🙈😅. So wirklich schlau bin ich noch nicht mit D.hilaris. Hoffe auf Blüten dieses Jahr 🤞

 

MfG Tim Beier 

  • Gefällt mir 1
  • Danke 1
Tobias Kulig
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vor 10 Minuten schrieb Tim Beier:

 

👍 Ich drücke dir die Daumen die Pflanze groß zu bekommen. 

Bis zur Blüte hab ich es schon mehrfach geschafft, aber dauerhaft noch nicht. Dachte immer die Art sollte trockener übersommert werden, dieses Jahr würde ich das Gegenteil behaupten 🙈😅

Vielen Dank für die Tipps, Tim. Werde ich auf jedenfall berücksichtigen!

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Hallo Tobias,

 

auf unseren Südafrika-Touren haben wir Drosera hilaris schon einige Male gesehen.

Die Pflanze ist in Südafrika gar nicht einmal so selten, kommt häufiger vor.

 

Drosera hilaris wächst grundsätzlich im Fynbos, d.h. in der natürlichen Buschlandschaft,

die sich an die dort herrschende Nährstoffarmut angepasst hat.

Die Büsche sind meist zwischen 50 cm und 1,5 m hoch, dazwischen, und auf kleineren Lichtungen,

kann man Drosera hilaris finden, aber niemals vollsonnig, sondern immer zumindest teilschattig.

Teilweise sogar in kleinen Tälern gelegen, die noch schattigere Bedingungen bieten.

 

Grundsätzlich ist der Boden, in dem Drosera hilaris wächst, sehr sandig. Wie tief die Pflanzen wurzeln,

haben wir natürlich nicht nachgesehen, wir haben dort nichts ausgebuddelt.

Ich könnte mir vorstellen, dass die Pflanzen jedoch so tief wurzeln, dass die Wurzeln bis in

dauerhaft feuchtere Bodenschichten reichen, möglicherweise sogar bis in regelrecht

wasserführende Bodenschichten entlang der oben genannten kleinen Täler.

 

Aber auch ich war bisher mit dieser Art noch nicht erfolgreich, habe jetzt in Stuttgart auch

wieder eine mitgenommen, um mein Glück zu versuchen.

 

Viele Grüße

Claus-Jürgen

  • Gefällt mir 1
Tobias Kulig
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Hallo Claus-Jürgen,

die sogenannte Fynbos-Vegetation wird doch regelmäßig von Buschfeuern plattgemacht. Das weiß ich noch von früher, als ich noch tiefer in der Materie drin war....

 

Gruß

Tobias

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Bei der Kultur möchte ich - basierend auf den natürlichen Bedingungen - folgendes beachten:

 

Ich möchte die Pflanze zwischen andere und höherwachsende Pflanzen stellen, damit sie nur teilweise Sonne abbekommen.

Zumindest möchte ich dies über den Sommer machen, ich vermute, dass dies zur jetzigen Jahreszeit nicht mehr notwendig

ist, da die Sonne bei weitem nicht mehr die Glut des Hochsommers erzeugt.

 

Weiter einen möglichst grossen Topf, einerseits um den notwendigen Wurzelraum bereitzustellen, andererseits erwärmt sich

ein grosser Topf auch langsamer und weniger stark als ein kleiner Topf.

Weiter versuche ich, den Topf abzuschatten, d.h. den Topf in den Schatten von größeren Töpfen und/oder Pflanzen zu stellen.

 

Soweit mein Konzept und meine Pläne für eine hoffentlich erfolgreiche Kultur dieser schönen Art.

 

Viele Grüße

Claus-Jürgen

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Hallo Miteinander, 

 

Ich denke auch dass die Pflanzen in Natura eher halbschattig stehen. Zumindest bekommen se nicht von morgens bis abends die volle Sonne ab. Tiefe Töpfe sind bei der Art mit Sicherheit nicht schlecht. Ich werde mal welche in eine Mischung aus Torf, Kanuma, Akadama und Sand setzten. Durch die IV Kultur hab ich zum Glück etwas "Versuchs Material". 

Bei D.glapripes hat das bisher ganz gut funktioniert. 🤞

Ansonsten werde ich es einfach mal wie bei D.ericgreenii versuchen. Zur Blütezeit werde ich die Pflanzen unter die Tische schattiger stellen und mäßig aber regelmäßig gießen. Regelmäßig umtopfen spätestens alle 2 Jahre kommt den Pflanzen definitiv auch zu Gute. Dieses Jahr haben es fast alle D.hilaris und D.ericgreenii erstaunlich gut und feucht bis nass über den Sommer geschafft. Ich vertrete mittlerweile die Theorie das junge Pflanzen der Winterwachsenden allgemein viel tollereranter sind was die feucht Übersommerung angeht. Ich würde sogar sagen dass sie das sogar brauchen. Junge kurze Wurzeln bekommen viel weniger Feuchtigkeit in tiefen Töpfen ab! Aber ich bin ja eh ein Freund von relativ "kleinen" Töpfen. Vor allem bei den ganzen "Kurzwurzlern" wie D.zeyheri, D.coccipetala, D.alba und Co..... 

Da halte ich ja flache Töpfe sogar für zwingend nötig..... 

Zurück zu D.hilaris: Ich hab ein echt gutes Gefühl dieses Jahr und hoffe ein paar Pflanzen zur Blüte zu bringen. Vielleicht hab ich die "kritische Menge" ja bereits überschritten und es klappt auf einmal ohne Probleme..... 

Ging mir mit anderen Arten zumindest auch schon so. Zuerst klappt es überhaupt nicht, und dann weiß man auf einmal garnicht mehr was man bisher falsch gemacht hat 😅

 

MfG Tim Beier 

  • Danke 1
Tobias Kulig
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vor 17 Stunden schrieb Tim Beier:

Ich werde mal welche in eine Mischung aus Torf, Kanuma, Akadama und Sand setzten.

Bei D.glapripes hat das bisher ganz gut funktioniert. 🤞

Meine D. glabripes stehen auch in einer sehr ähnlichen Mischung und es funktioniert super. Hast Du ja neulich bei mir gesehen.

Du mußt Dir halt im Klaren sein, daß mit dieser Mischung die D. hilaris deutlich trockener stehen! Bist Du der Meinung, daß Deine D. hilaris in der Vergangenheit zu feucht standen und es deshalb nicht geklappt hat? Dann wäre Deine angestrebte Mischung tatsächlich eine Möglichkeit.

 

vor 17 Stunden schrieb Tim Beier:

Dieses Jahr haben es fast alle D.hilaris und D.ericgreenii erstaunlich gut und feucht bis nass über den Sommer geschafft. 

Das finde ich erstaunlich! Der Sommer war ja extrem heiß in den GH, auch unter den Tischen. Bei mir wurden alle Südafrikaner braun und ich warte gerade auf den Neuaustrieb. Bis jetzt zeigt sich noch nix.

 

vor 17 Stunden schrieb Tim Beier:

Aber ich bin ja eh ein Freund von relativ "kleinen" Töpfen. Vor allem bei den ganzen "Kurzwurzlern" wie D.zeyheri, D.coccipetala, D.alba und Co..... 

Da halte ich ja flache Töpfe sogar für zwingend nötig..... 

Wie hoch sind denn bei Dir flache Töpfe?

 

vor 17 Stunden schrieb Tim Beier:

Zurück zu D.hilaris: Ich hab ein echt gutes Gefühl dieses Jahr und hoffe ein paar Pflanzen zur Blüte zu bringen. Vielleicht hab ich die "kritische Menge" ja bereits überschritten und es klappt auf einmal ohne Probleme..... 

Was meinst Du mit "kritischer Menge"?

 


 

 

Posted (edited)

Hallo Tobias, 

 

Ob zu feucht oder zu trocken ist genau dass was ich abschließend noch nicht wirklich sagen kann 😵‍💫

Das Maximum mit D.hilaris waren ca. 3 Jahre dann waren die Pflanzen einfach dahin.... D.hilaris zähle ich neben D.glapripes zu den schwierigeren Kandidaten! Ich persönlich kenne keinen bis jetzt der beide Arten dauerhaft gut im Griff hat. Ich muss eine Pflanze erst zur Blüte bringen, im optimalen Fall Samen ernten und selbst aussäen und groß bekommen bevor ich behaupte eine Art im Griff zu haben. Da vergehen schon mal ein paar Jahre. 

 

Hätte ich mich dieses Jahr im Sommer selbst besucht, hätte ich gesagt die D.hilaris stehen viel zu nass 😅

 

Flache Töpfe sind bei mir 8 bis 10cm

 

Mit kritischer Menge meine ich die Menge an Pflanzen die man gekillt haben muss bis es dann plötzlich doch klappt 😅

Hast eine neue Pflanze in Kultur und die geht ein, kann es an allem möglichen gelegen haben.....

Dann kommt es vor dass selbst im selben Topf eine Pflanze eingeht und die andere gedeiht..... 

Für manche Kandidaten braucht es einfach mehrere Anläufe bis die Kultur dauerhaft gelingt. So zumindest meine Erfahrung. Und dann kommt der Zeitpunkt dass man garnicht mehr versteht warum es vorher nicht geklappt hat. Das meine ich mit kritischer Menge 😉😅

 

MfG Tim Beier 

Edited by Tim Beier
  • Danke 1
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Hallo,

meine großen D. hilaris habe ich diesen Sommer leider auch verloren. Meine Vermutung ist, dass ein torfiges Substrat nach ein paar Jahren zu stark zersetzt ist und es durch die weiteren Abbauprozesse im Sommer zu einem Hitzestau kommt, wodurch die Wurzeln absterben. Meine Sämlinge haben den Sommer aber gut überstanden und werdem demnächst pikiert. Ich werde ein sehr sandiges Substrat nehmen. Ich hoffe, ich bringe sie einmal bis zur Samenreife. Die wurden übrigens als Sämlinge mit Springschwänzen gefüttert. Mittlerweile habe ich mir auch kleine Drosophila zugelegt.

 

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Grüße

Ronny

  • Gefällt mir 3
Tobias Kulig
Posted (edited)
Am 5.10.2025 um 19:46 schrieb Ronny K.:

Meine Vermutung ist, dass ein torfiges Substrat nach ein paar Jahren zu stark zersetzt ist und es durch die weiteren Abbauprozesse im Sommer zu einem Hitzestau kommt, wodurch die Wurzeln absterben.

Servus Ronny,

etwas in dieser Richtung hab ich noch nie gehört. Sorry, nicht in den falschen Hals kriegen, es soll kein Angriff sein!

 

Ich hab da eine ganz andere These: Sämlinge überleben ja laut Eurer Erfahrungen offensichtlich eher. Warum? Weil sie kürzere Wurzeln haben. Ich gehe davon aus, daß in den oberen Schichten das Substrat trockener ist, als ganz unten. Wenn ältere Pflanzen ein paar Jahre im gleichen Pot sind, kannst Du sicher sein, daß sich die Wurzeln am Topfboden kringeln. Also befinden sich die Wurzelspitzen in einer feuchteren Umgebung als sie eigentlich vertragen.

Dies kann ich anhand meiner D. esterhuyseniae auch belegen: Alle größeren Pflanzen befinden sich seit zwei Saisons im gleichen Pot und die Wurzeln sind schon lange am Topfboden.

Alle sind in diesem Sommer komplett braun geworden! Ok, sie sind zwar nicht tot, aber trotzdem wurden sie braun. Alle Jahre zuvor hab ich sämtliche Pflanzen vor dem Sommer ausgetopft und auch gleich Wurzeln für Stecklinge genommen. Beim anschließenden Neutopfen habe ich die Wurzelenden auf halbe Topfhöhe gesetzt und sie sind auch kurz danach neu ausgetrieben und weitergewachsen. Und diesen Zustand hatten sie dann den kompletten Sommer und sind durchgewachsen. 

Ich würde da eher in diese Richtung schauen. Ob es die Lösung für eine langfristige Kultur von D. hilaris ist, müßte man testen. 

Edited by Tobias Kulig
Posted

Hallo ihr zwei,

 

wessen Ansatz die „richtige“ Erklärung liefert, werden wir wohl nicht erfahren.

Aber es empfiehlt sich wohl tatsächlich alle 2 spätestens 3 Jahre bei dieser Art umzutopfen. 

In vielerlei Hinsicht tue ich mich mittlerweile aber schwer an „die Lösung“ zu glauben.

Beim einen klappt es in kleinen Töpfen und bei anderen ehr in größeren. Als Substrat habe ich Torf/Sand zu etwa

gleichen Teilen aber auch eine Mischung, die ehr mineralischer wirkt mit Bims, Kanuma etc. von Diflora im Einsatz. Alle Pflanzen waren bis dato in max. 10cm hohen Töpfen und standen ehr trocken wie die Zwergdrosera mit Sommerruhe etwas schattiert lm Gewächshausregal.

Mein Eindruck ist, dass für viele Drosera kühlere Wurzeln entscheidend sind.  Dann vertragen sie etwas mehr Feuchtigkeit, da dann im Vergleich zu warmen Temperaturen relativ mehr Sauerstoff im nassen bis feuchten Substrat verbleibt (Löslichkeit von Gasen in Abhängigkeit von der Temperatur).

Ein luftigeres Substrat ist da sicherlich auch förderlich. Das hat man, wenn es frisch ist oder durch Zusätze aufgelockert wird. 

Meine Tipps für die Art wären kurz gefasst:

 

-Regelmäßig umtopfen ca. alle 2 Jahre

-schattiert/halbschattiert und bodennah (je kühler desto besser) übersommern, insbesondere bei älteren Pflanzen oder an einem kühlen Platz draußen z.B. an einer Nordseite am Haus

-gelegentlich in dieser Zeit überbrausen

 

Das ist sicherlich nicht der Weissheit letzter Schluss, sondern nur das, was bei mir soweit funktioniert hat. Ausfälle habe ich aber auch. 
 

Carsten

 

 

D.hilaris

D.hilaris (flytraplab clone)

 

D.hilaris

D.hilaris #68 von Tim Beier

 

 

 

  • Gefällt mir 2
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Hallo Tobias,

meine Töpfe standen erhöht auf einem Gitter. Wenn ich Pflanzen habe, deren Wurzelspitze fault, dann entstehen in der Regel weiter oben neue Wurzeln. Dabei stirbt nicht gleich die ganze Pflanze.

Es ist nunmal so, dass sich Torf zersetzt und das dabei Wärme entsteht, aber auch gleichzeitig Sauerstoff verbraucht wird. Außerdem gilt: Je wärmer es ist, umso mehr Sauerstoff wird verbraucht. Wenn man organische Subtrate im Sommer bei hohen Lufttemperaturen anfässt, dann sind sie spürbar wärmer als die Umgebung. Das kann man noch durch schwarze Töpfe und direktes Licht (da reicht auch Kunstlicht) verstärken.

 

Grüße

Ronny

  • Gefällt mir 1
Tobias Kulig
Posted (edited)
vor 12 Stunden schrieb Dose:

Mein Eindruck ist, dass für viele Drosera kühlere Wurzeln entscheidend sind.  Dann vertragen sie etwas mehr Feuchtigkeit, da dann im Vergleich zu warmen Temperaturen relativ mehr Sauerstoff im nassen bis feuchten Substrat verbleibt (Löslichkeit von Gasen in Abhängigkeit von der Temperatur).

Das kommt drauf an. Genau deshalb verwende ich ja so viel Sand, umso den Sauerstoffgehalt an den Wurzeln zu erhöhen. Und ich bekomme deshalb sehr kräftige Pflanzen. Ich denke, meine Bilder zeigen das. Das macht aber nur Sinn, wenn man moderat bewässert. Wenn man jetzt halbtopfhoch oder gar topfhoch bewässert, macht der Sand keinen oder nur wenig Sinn.

Ob jetzt kühlere Wurzeln entscheidend sind, mag ich nicht beurteilen. Fakt ist, daß Anstauwasser auch gut warm werden kann! 

 

vor 12 Stunden schrieb Dose:

Beim einen klappt es in kleinen Töpfen und bei anderen ehr in größeren.

Dazu muß man wissen, wie lang die Wurzeln der jeweiligen Art werden können. Bei D. hilaris gehts schon ziemlich runter, weshalb ich mindestens alle zwei Jahre umtopfen würde. Ein kleiner Topf wäre hier fatal. Das ginge nur bei Sämlingen oder Anzuchten.

vor 12 Stunden schrieb Ronny K.:

Es ist nunmal so, dass sich Torf zersetzt und das dabei Wärme entsteht, aber auch gleichzeitig Sauerstoff verbraucht wird. Außerdem gilt: Je wärmer es ist, umso mehr Sauerstoff wird verbraucht. Wenn man organische Subtrate im Sommer bei hohen Lufttemperaturen anfässt, dann sind sie spürbar wärmer als die Umgebung. Das kann man noch durch schwarze Töpfe und direktes Licht (da reicht auch Kunstlicht) verstärken.

Ich verstehe, was Du meinst. Ich kann mir aber trotzdem nicht vorstellen, daß eine Drosera davon eingeht. Ich hab davon auch noch nie gehört. Ich gehe wirklich stark davon aus, daß es mit der Substratfeuchte zu tun hat. Ich werde meine Pflanze nächstes Jahr vor dem Sommer mal umsetzen, dann sehe ich 1., wie lang die Wurzeln sind und 2., wie sie in luftigerem Substrat reagieren. Mir schwebt da Tims Vorschlag in den Sinn: Kanuma, Akadama, Sand und ein Hauch Torf. Dauert halt noch ne Weile....

Edited by Tobias Kulig
Posted

Hallo Tobias,

natürlich kann man Sauerstoffarmut durch weniger Wasser begegnen. Weniger Wasser im Substrat bedeutet mehr Luft. Außerdem sackt das Substrat zusammen und hat weniger grobe Poren, wenn sich der Torf zersetzt.

 

Grüße

Ronny

Tobias Kulig
Posted
vor 9 Stunden schrieb Ronny K.:

Außerdem sackt das Substrat zusammen und hat weniger grobe Poren, wenn sich der Torf zersetzt.

Das kann ich nicht bestätigen. Wenn man bei einer Sandkörnung von 1-2mm ein Verhältnis von etwa 1:1 wählt, ist das weitestgehend strukturstabil. Bei reinem Torf sieht das schon anders aus.

Posted

Hallo Tobias, 

es kommt halt darauf an, wieviel Torf drin ist. Bei deiner Pflanze hast du ja recht viel Torf drin. Und bei 1:1 ist das sicherlich nicht strukturstabil, da das Substrat potenziell die Hälfte an Volumen verlieren kann, wenn der Torf vollständig zersetzt wurde. Alles was organisch ist, wird zersetzt. Das ist nur eine Frage der Zeit. Nach 2-3 Jahren ist der Torf aber schon soweit zersetzt, dass er die groben Poren zusetzt. 

Dann hast du einen relativ höheren Wasseranteil und einen geringeren Luftanteil. Dazu kommt, dass die Mikroben bei der Zersetzung Sauerstoff verbrauchen. Das erzeugt aber auch Wärme. Je wärmer es ist, umso höher ist der Stoffwechsel der Mikroben und umso mehr Sauerstoff wird verbraucht. Das kann zu anaeroben Bedingungen führen und die Wurzeln ersticken. Mache Arten kommen damit besser klar als andere. Drosera sind da meiner Meinung nach aber recht empfindlich. 

Deswegen nehme ich ja auch für meine Sämlinge ein sehr standiges Substrat. 

 

Grüße 

Ronny 

Tobias Kulig
Posted
vor 10 Stunden schrieb Ronny K.:

Hallo Tobias, 

es kommt halt darauf an, wieviel Torf drin ist. Bei deiner Pflanze hast du ja recht viel Torf drin. Und bei 1:1 ist das sicherlich nicht strukturstabil, 

Haaalt Ronny, ich muß da was korrigieren und das hätt ich evtl. auch erwähnen sollen: Das Substrat von meiner oben gezeigten D. hilaris ist natürlich nicht 1:1. Und glaub mir, ich weiß schon, wie 1:1 aussieht. Ich hab da mal aus Testgründen Tims Substrat kopiert, um zu sehen, wie es funktioniert. Die Pflanze hab ich auch mit dem Original Topfballen versenkt.

Ich werde das allerdings nächsten Mai/Juni korrigieren und das Substrat von meinen D. glabripes verwenden. Die wachsen super darin und sind im Sommer im heißen GH auch durchgewachsen. Ich denke, daß es bei D. hilaris ähnlich sein wird.

 

Gruß

Tobias

  • Danke 1
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vor 15 Minuten schrieb Tobias Kulig:

. Ich hab da mal aus Testgründen Tims Substrat kopiert, um zu sehen, wie es funktioniert.

 

Hallo Miteinander , 

@Tobias Kulig

Schon mal was von Copyright gehört? Du kannst doch nicht einfach so mein Substrat kopieren 😮

😂😂😂

Mit einem 1:1 Gemisch hätte ich bedenken, dass das Substrat in der Ruhezeit zu schnell austrocknet. In der Regel ist mein Substrat ja relativ Torflastig. Das funktioniert bei mir seit Jahren mit allen Winterwachsenden Drosera super. Da das Substrat im Sommer teilweise auch "verbackt", sind dadurch die Knollen oder Wurzeln geschützt. Der Sandanteil sorgt etwas für Lockerung und bietet Vorteile beim abtrocknen und angießen. 

Da das Kanuma, Akadama, Torf, Sand Gemisch bei D.glapripes bisher sehr gut funktioniert werde ich das auch bei D.hilaris testen. Außerdem werde ich die D.hilaris in der Ruhezeit mal genau so behandeln wie D.ericgreenii. 

 

MfG Tim Beier 

Tobias Kulig
Posted
vor 40 Minuten schrieb Tim Beier:

 

Hallo Miteinander , 

@Tobias Kulig

Schon mal was von Copyright gehört? Du kannst doch nicht einfach so mein Substrat kopieren 😮

😂😂😂

Naja, im Bau ist es im Winter schön warm und es gibt geregelte Essenszeiten 😂😂😂

 

vor 42 Minuten schrieb Tim Beier:

Mit einem 1:1 Gemisch hätte ich bedenken, dass das Substrat in der Ruhezeit zu schnell austrocknet.

Da das Kanuma, Akadama, Torf, Sand Gemisch bei D.glapripes bisher sehr gut funktioniert werde ich das auch bei D.hilaris testen.

Hää? Wo ist hier der Unterschied? Beim 1:1 hast Du ja noch etwas Torf, der etwas speichert. Aber beim Kanumagemisch hast Du doch nur mineralisches Gebrösel, was noch schneller austrocknet. Hab ich da grad nen Denkfehler?

Posted

Hallo Tobias, 

 

Also Kanuma und  vor allem Akadama speichern doch auch Wasser. Ob das wirklich schneller austrocknet wage ich zu bezweifeln. Natürlich ist davon auszugehen dass es schneller trocknet als Torf, aber genau das sollte ja der Vorteil sein. Sand nimmt kein Wasser auf. Ich verspreche mir von dem Gemisch: locker und luftig. Fähigkeit Wasser zu speichern und abzugeben ohne zu feucht zu sein. 

 

MfG Tim Beier 

  • 2 weeks later...
Posted

Ok, ich konnts nicht lassen und habe die Pflanze gerade eben in rein mineralisches Substrat umgetopft. Beim rausholen ist mir zwar der komplette Substratballen abgefallen und hoffe, daß sie mir es nicht allzu übel nimmt.

Die Mischung besteht aus Akadama/Kanuma 1:1, mit etwas Edelbims und Quarzsand 1-2mm. Ich habe den Topf mehrfach durchgespült, um die Staubanteile größtenteils zu entfernen. 

Ich war erstaunt, wie weit die Wurzeln im vorherigen Substrat schon unten waren! Beim damaligen Eintopfen waren sie noch nicht mal auf halber Topfhöhe. Beim Umtopfen gerade eben waren sie bereits auf fast 75% runter.

Jetzt bin ich nur noch gespannt, ob das Substrat gute Ergebnisse bringt. Meine D. glabripes wächst in der gleichen Mischung und gedeihen gerade prächtig. So stelle ich es mir bei jetziger D. hilaris vor. Wobei bei der D. glabripes der Substratballen mit drin ist.

Ich muß aber noch erwähnen, daß der Topfboden bei mir immer hauchdünn mit reinem Torf abgedichtet ist, um zu verhindern, daß die Substratkörner aus den Abflußlöchern fallen.

Updates folgen natürlich... 

 

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Posted

If you need something to prevent the substrate from exiting the pot drain holes use small 1cm rockwool cubes. They are perfect for that as they don't decompose. 
I have been using akadama/kanuma too for valuable Drosera over the last 4/5 years, it is perfect for everything but akadama breaks down to fine powder quite quickly. I started to add large percentages of Seramis recently which is much more durable (and is not imported from Japan), it has also the advantage that is a bit "dryer".

  • Danke 1
Posted

Hallo zusammen,

es ist jetzt 1 Woche her, seit ich die Pflanze in dieses rein mineralische Substrat umgesetzt habe. Und obwohl die Wurzeln beim Umsetzen komplett freilagen, wächst sie sofort weiter. Und ich bilde mir ein, daß sie jetzt irgendwie kräftiger wirkt. Naja, Einbildung ist eben auch ne Bildung.

Das Substrat scheint jedenfalls gut geeignet zu sein, obwohl es durch die relativ großen Brocken ziemlich viel Hohlräume hat. Es ist zwar auch Quarzsand mit drin, jedoch nicht so viel. 
Vielleicht liegt hier der Schlüssel zur erfolgreichen trockenen Übersommerung? Wenn man den Pot aus dem Anstau nimmt, dürfte die Mischung durch die zahlreichen Hohlräume schnell abtrocknen. Nun, wir werden es nächstes Jahr sehen...

 

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