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Hallihallo,

 

Ich bin der Luno und nach einer Weile stillen Lesens ist das hier ein Thema mit den Fragen die ich mit der Suchfunktion nicht beantworten konnte 🙂

 

Nach fast 25 Jahren ohne Fleischi - und damals auch nur als Kind eine Nepenthes die wegen Unwissenheit als Kind gehimmelt wurde,  habe ich beim einrichten der neuen Wohnung mit meiner Partnerin mich mal wieder an einer Nepenthes versucht - einer Ventrata aus dem Gartenhandel, weil ich dachte die ist anfängerfreundlicher und vergibt Kulturfehler unsererseits leichter.

 

Nachdem sie nach Erwerb im August viel zu dunkel stand ist sie nun schrittweise zu den einzigen Fensteren (EG-Nord) gewandert, ebenfalls unzureichend und hat jetzt ihre Beleuchtung bekommen - war ein bisschen ein Krampf, weils auch in der Wohnung optisch schön aussehen sollte und nicht nach Gärtnerei, daher mussten Kompromisse her 😅

Mittlerweile steht sie seit einem Monat unter der Sansilampe und bekommt auf Erdhöhe jetzt 60 PPFD und 180-250 auf Triebhöhe bei 13h am Tag.

Sie wurde vor 2 Wochen zusätzlich in ein 50 LFS/Perlite getopft und mit ner Schicht Karnivorenerde von Weilbrenner bedeckt - in erster Linie weil der Hängetopf vorher meiner besseren Hälfte nicht gefallen hat, aber auch um sie aus dem Händlersubstrat in was luftigeres zu bekommen. 

 

Die Phasen der Haltungsfehler sind recht deutlich an den Blättern zu erkennen und mit den Strichen nochmal hervorgehoben. 

Die neuen Blätter seit umtopfen produzieren auch wieder Kannen nach dem die alten alle abgeworfen wurden oder noch werden. 

 

Hier nun eine Liste meiner Fragen:

 

1) Die obersten Blätter sind wieder kleiner geworden. Bekommt sie jetzt dort zuviel Licht? Sonnenbrand an den Blättern konnte ich keinen Erkennen - ist das jetzt der Schock von der Lichterhöhung und dem Umtopfen? Die kannen bildet sie aber erst seitdem wieder und das auch recht schnell?  🤔

 

2) Einige Basaltriebe sind bereits vor 2 Monaten hervorgekommen und bilden jetzt auch neue Kannen. Seitdem geht es der rechten Pflanze nicht so gut. Vermutlich da sie die Energie in die Basaltriebe steckt. Soweit alles klar. Der Stamm beginnt jedoch jetzt von unten gelb zu werden und die untersten drei Blätter wurden in rascher Folge trocken - ist das reguläre Alterung und Verholzung oder doch ein Anzeichen von zu nasser Haltung? Der Pflanze links im selben Topf scheint das nicht zu passieren. 

 

3) Durch die Haltungsfehler unsererseits kam es natürlich zu keiner Kannenbildung, aber einige der älteren Tendrile aus dem Markt sind ebenfalls seitdem nicht gewachsen. Dann die kurzen Tendrile an den Blättern durch zu dunkel, und die oberen machen jetzt ja neue Kannen. 

Hat die Pflanze diese älteren Tendrile abgeschrieben und verkümmern lassen oder werden die irgendwann noch aktiv? Da sie jetzt Kannen ansetzt hätte ich gedacht sie macht bei den älteren Blättern weiter und nicht an denen bei der Triebspitze? 

 

 

Entschuldigung für den erschöpfend langen Text, aber ich hab mal alles was ich durch andere Themen nicht beantworten konnte zusammengefasst. 

 

Euch allen einen schönen Wochenstart, 

 

Luno

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FannichtveganerPflanzen
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Hallo Luno

 

Ja dann viel Spass mit der Nepenthes.

 

vor einer Stunde schrieb Lunochod:

Entschuldigung für den erschöpfend langen Text, aber ich hab mal alles was ich durch andere Themen nicht beantworten konnte zusammengefasst. 

Zur Strafe gibt es einen langen Text zurück

 

Zunächst mal: Leidig sieht diese Pflanze nicht aus.

 

vor einer Stunde schrieb Lunochod:

1) Die obersten Blätter sind wieder kleiner geworden. Bekommt sie jetzt dort zuviel Licht? Sonnenbrand an den Blättern konnte ich keinen Erkennen - ist das jetzt der Schock von der Lichterhöhung und dem Umtopfen? Die kannen bildet sie aber erst seitdem wieder und das auch recht schnell?  🤔

 

Wenn die Pflanze ausreichend Licht bekommt ist auch der Bedarf grosse Blätter zu bilden geringer. Da aber auch kein Sonnenbrand da ist, denke ich nicht dass da zu viel Licht ist. Betrachte es eher als gesättigt, sodass die Pflanze nicht auf XXL Blätter angewiesen ist.

Pflanzen passen sich nunmal an. Weniger Licht (im Toleranzbereich) führt zu grösseren Blättern, weniger zu kleineren. Einzig wenn es eine drastische Änderung gibt, könnte dies ein Warnsignal für eine zu nasse Haltung sein. Sehe ich hier aber nicht.

vor einer Stunde schrieb Lunochod:

2) Einige Basaltriebe sind bereits vor 2 Monaten hervorgekommen und bilden jetzt auch neue Kannen. Seitdem geht es der rechten Pflanze nicht so gut. Vermutlich da sie die Energie in die Basaltriebe steckt. Soweit alles klar. Der Stamm beginnt jedoch jetzt von unten gelb zu werden und die untersten drei Blätter wurden in rascher Folge trocken - ist das reguläre Alterung und Verholzung oder doch ein Anzeichen von zu nasser Haltung? Der Pflanze links im selben Topf scheint das nicht zu passieren. 

 

Die unteren Teile der Triebe verholzen nunmal und die Blätter sterben nach einer Weile ab. Dies ist ganz normal für die Nepenthes. Es gibt sogar Nepenthes bei denen nur die obersten Paar Blätter noch grün sind, während der grösste Teil des Stammes verholzt sind. Wie schnell sie verholzen, hängt von Kulturbedingung und Art ab. Dass sie verholzen ist allerdings nur eine Frage der Zeit. Ich sehe da nach wie vor kein Problem. Ich kann daher allerdings auch nicht sagen ob Du Deine Pflanze zu nass hältst.

 

vor einer Stunde schrieb Lunochod:

3) Durch die Haltungsfehler unsererseits kam es natürlich zu keiner Kannenbildung, aber einige der älteren Tendrile aus dem Markt sind ebenfalls seitdem nicht gewachsen. Dann die kurzen Tendrile an den Blättern durch zu dunkel, und die oberen machen jetzt ja neue Kannen. 

Hat die Pflanze diese älteren Tendrile abgeschrieben und verkümmern lassen oder werden die irgendwann noch aktiv? Da sie jetzt Kannen ansetzt hätte ich gedacht sie macht bei den älteren Blättern weiter und nicht an denen bei der Triebspitze? 

 

Ich habe persönlich noch nie beobachtet dass eine Nepenthes bei älteren Blättern noch nachträglich Kannen bildet.

--> Wenn das jemand mal beobachtet hat, würde mich das ebenfalls brennend interessieren.

Sondern immer nur die obersten 2-3 Internodienstufen.

Meine Beobachtung geht sogar ein Stück weiter.

Bei schnell wachsenden und pflegeleichten Baumarkthybriden, hatte ich schätzungsweise eine Kannenrate von Max 25% gegenüber den Blättern.

Dort scheint ein "überspringen" von Blättern bei der Kannenbildung oft statt zu finden.

Im Gegensatz Dazu erreichen ein paar langsam wachsende Arten bei mir, unter gleichen Bedingungen eine Kannenrate von 90% bis zu 100%.

 

Dies ist äusserst unintuitiv dass ausgerechnet "anspruchsvollere" Arten eine höhere Kannenrate zu haben scheinen.

Ich vermute daher einen Zusammenhang zwischen Wachstumstempo und rate in der Kannen gebildet werden.

Dies ist allerdings ohne wissenschaftlich fundierte Grundlage.

-Natürlich hätten Stress und Kulturbedingungen auch ihren Effekt.

 

Beste Grüsse

 

Robin

 

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  • 2 weeks later...
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Sodale. Hektische Zeit überstanden, damit hab ich die Gelegenheit mich fürs Kommentar zu bedanken Robin und ein kleines Update zu liefern. 

 

Die Pflanze hat jetzt was das Blätterwachstum an den Haupttrieben deutlich zurückgefahren, was ich als gutes Zeichen deuten, da sie die Tendrile verlängert, die Kannenansätze dicker werden und die Basaltriebe weiterhin ordentlich gedeihen. Insgesamt scheint sie den Standort- und Substratwechsel also positiv angenommen zu haben. 

 

Die ältesten Blätter trocknen langsam zurück, keine Anzeichen von Stamm oder Wurzelfäule, also denke ich, es ist nur der natürliche Alterungsprozess und keine zu nasse Haltung. 

 

Ich habe hier im Forum gelesen, dass das rasche Abtrocknen auch an Nährstoffmangel liegen könnte - das sie im Moment ja nix fängt und sehr viel Energie verbraucht, könnte es an Eisen/Natriummangel liegen? 🤔

 

 

Die älteren Tendrile, die keine Kannen ausgebildet haben, trocknen jetzt langsam zurück, ich denke also nicht, dass da nochmal Kannen gebildet werden. Die oberen Internodientendrile wachsen jedoch ordentlich also denke ich, dass du damit Recht hattest Robin. 

 

Außerdem produzieren die Basaltriebe jetzt die ersten offenen Kannen, wenn auch noch in super kleiner Ausführung. 

 

Insgesamt glaub ich, meiner Nepenthes geht es deutlich besser als noch vor einem Monat, falls jedoch jemandem etwas auffällt oder das mit dem Nährstoffmangel bestätigen könnte, würde ich mich über weitere Tipps und Verbesserungsvorschläge freuen. 

 

Habt einen schönen Donnerstag,

Luno 

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FannichtveganerPflanzen
Posted (edited)

Hallo Luno

Nochmal ich. Dieser Pflanze geht es gut.

 

Am 11.12.2025 um 07:27 schrieb Lunochod:

Insgesamt glaub ich, meiner Nepenthes geht es deutlich besser als noch vor einem Monat, falls jedoch jemandem etwas auffällt oder das mit dem Nährstoffmangel bestätigen könnte, würde ich mich über weitere Tipps und Verbesserungsvorschläge freuen. 

Ich sehe auch keine Anzeichen von Nährstoffmangel.

Meine Empfehlung: Schau im Internet Bilder verschiedener Nepenthes in deren natürlichem Habitat an, damit Du ein Gefühl bekommst wie gesunde Nepenthes aussehen. Auch in der Natur sehen sie oft deutlich leidiger aus als Deine, obwohl sie gesund sind.

Blätter wie Kannen sind nicht für die Ewigkeit gemacht.

 

 

Beste Grüsse

Robin

 

 

 

 

Edited by FannichtveganerPflanzen
  • Danke 1
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Ja da mache ich wohl den typischen Internetfehler - nach Dingen googeln und annehmen die ungutesten Diagnosen sind die zutreffenden 😅

 

Auf jeden Fall danke, dann kann ich die Pflanze vor sich hin machen lassen und mich einfach drüber freuen 🙂

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