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Frostschäden oder Gasproblem?


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Servus zusammen,

 

hier mal einige Bilder meiner Helis + Begleitpflanzen. Wie ihr seht haben viele Pflanzen diese braunen Stellen. Zu Beginn der Winterzeit hatte ich die Gasheizung bei 6 Grad eingestellt. Diese Temperaturen bin ich etwa über 2-3 Wochen gefahren und bin dann dazu übergegangen die Gaskanonenbei 12-13 Grad zu betreiben.  Bei Sonnenschein  gehen die Temperaturen auch mal auf 18-20 Grad rauf. Leider bekommen einige Pflanzen immer noch braune Flecken. Jemand eine Idee ob das von den kalten Temperaturen zu Beginn der Heizperiode liegt oder ob das evt. durch die Abgase der Heizkanonen zustande kommt?  

Gruss

 

Boris

 

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Posted (edited)

Servus Boris,

ich bezweifle, daß es an der Gasheizung liegt. Auch die Temperaturen schließe ich aus. Ich denke, daß es am Substrat liegt, welches viel zu nass ist. Zumindest für diese Jahreszeit. Bei manchen Bildern sieht man nämlich stellenweise eine ziemlich schlammige Pampe an den Moosansätzen.

Die Braunfärbung sehe ich an vielen Deiner Pflanzen. Wie tief ist denn die Substratschicht? Und hast Du da drin irgendeinen Wasserstand oder läuft das Gießwasser irgendwie durch?

 

Meine Heliamphoren haben im GH im Winter ähnliche Temperaturen, stehen aber annähernd trocken. Wie viele andere meiner Pflanzen auch. Das ist bei einer kühlen "Überwinterung" der tropischen Arten in einem GH die halbe Miete.

 

Ich bin mir da fast ziemlich sicher, daß es die Substratfeuchte ist. Aber vielleicht sieht das jemand anders. Warte mal ab....

 

Gruß

Tobias

Edited by Tobias Kulig
Posted (edited)

Ich bin auch absolut kein Fan von großen einheitlichen Substratflächen wie hier oder Terrarien. Auch nicht, wenn punktuell die Zusammensetzung variiert.

 

Aber diese braunen Stellen sehen für mich überhaupt nicht nach Substrat-Problemen aus.

Dann wäre eher die gesamte Pflanze irgendwie betroffen.

Hier sind es einzelne Flecken, oft außen, an exponierten Stellen. Das sieht nach Klima-Problemen aus. Ich tippe auf kurzfristig zu kalt gewesen oder eventuell schnell gesunkene rel. Luftfeuchte. Eher zu kalt.

Vielleicht hat die Heizung kurz versagt oder nicht ausgereicht.

Edited by schilfkolben
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Ist es vlt zu trocken? Wenn du von 6 oder 10 Grad auf 18 hochheizt dann fällt die relative Luftfeuchtigkeit massiv und die Pflanzen vertrocknen, trotz nasser Wurzeln.

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vor 2 Stunden schrieb schilfkolben:

Das sieht nach Klima-Problemen aus. Ich tippen auf kurzfristig zu kalt gewesen oder eventuell schnell gesunkene rel. Luftfeuchte. Eher zu kalt.

Auch das kann ich mir nicht vorstellen. Wie erwähnt, stehen meine Helis im GH unter ähnlichen Bedingungen. Bekanntlich herrscht in einem GH im Winter eine sehr hohe Luftfeuchte, vor allem nachts. Wenn jetzt meine Helis morgens 90% haben und diese fallen mittags auf 50 oder 40%, dann interessiert die das gar nicht. Sie sind das gewöhnt und entsprechend abgehärtet. Auch wenn die Temperatur mal kurzfristig auf z.B. 3 Grad fällt (war bei mir auch schon vor ein paar Jahren der Fall), war es auch nicht weiter tragisch. Ein paar Drosera habens etwas übel genommen. Bei leichtem Frost könnte es anders aussehen, aber da habe ich keine Erfahrung.

Letztendlich glaube ich nicht, daß es ein klimatisches Problem ist. Ich bin fest davon überzeugt, daß viele Pflanzenprobleme auf das Substrat und dessen Feuchte zurückzuführen sind. Wenn das Substrat nix taugt, wartet entweder der Kompost oder die jeweilige Pflanze vegetiert vor sich hin oder wächst schlecht. 

 

Gruß

Tobias

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Danke schon mal für eure Antworten. Die Substrattiefe beträgt ca. 30cm und die Wanne ist mit Teichfolie ausgelegt , wobei das Wasser unten maximal 5cm hoch stehen kann.  Schlammig oder matschig ist das Substrat nirgends, da es sehr porös ist und ich nur zweimal die Woche gieße. Die Luftffeuchte beträgt minimal 55 % bis maximal 75% . Ein Lüfter sorgt für die nötige Luftumwälzung. Die minimalste Temperatur die ich je hatte waren in einer Nacht um die 4 Grad. Da sehr viele der  Pflanzen diese Flecke haben ( auch Bromelien die aufgebunden sind ) denke ich nicht das es sich um ein Substratproblem handelt.

  • Danke 1
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Hey Boris, 

Für mich sehen die Helis sehr eindeutig nach Frostschaden aus! Eigentlich ident mit dem wie das bei mir damals aussah, als sie ein paar Nächte unter 0 abbekommen haben. 

 

Die Flecken werden noch ein paar Tage größer und sind dann sehr sehr anfällig für Schimmel. 

 

Ich muss mal schauen, ob ich noch wo Bilder finde. 

 

Beste Grüße

Tim

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vor 11 Stunden schrieb Tobias Kulig:

Auch das kann ich mir nicht vorstellen. Wie erwähnt, stehen meine Helis im GH unter ähnlichen Bedingungen. Bekanntlich herrscht in einem GH im Winter eine sehr hohe Luftfeuchte, vor allem nachts. Wenn jetzt meine Helis morgens 90% haben und diese fallen mittags auf 50 oder 40%, dann interessiert die das gar nicht. Sie sind das gewöhnt und entsprechend abgehärtet. Auch wenn die Temperatur mal kurzfristig auf z.B. 3 Grad fällt (war bei mir auch schon vor ein paar Jahren der Fall), war es auch nicht weiter tragisch. Ein paar Drosera habens etwas übel genommen. Bei leichtem Frost könnte es anders aussehen, aber da habe ich keine Erfahrung.

Letztendlich glaube ich nicht, daß es ein klimatisches Problem ist. Ich bin fest davon überzeugt, daß viele Pflanzenprobleme auf das Substrat und dessen Feuchte zurückzuführen sind. Wenn das Substrat nix taugt, wartet entweder der Kompost oder die jeweilige Pflanze vegetiert vor sich hin oder wächst schlecht. 

Aber es geht nicht um deine Helis. Ich sehe in diesem Thread auch nicht den Hauch von schlammigen Stellen. Und eine verallgemeinernde Aussage über schlechtes Substrat und seine Folgen schließt andere Gründe ja nicht aus. 

Auf allen Bildern zeigen die Pflanzen typische (meiner Errfahrung nach) Frostschäden. 

Wurzel- oder Rhizomschäden zeigen eigentlich nie von "aussen kommend" Schäden. Dann hängt entweder die gesamte Pflanze durch oder die Sprossachse stirbt und die Pflanze macht vom Zentrum her schlapp.

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Hallo, 

ein Frostschaden ist das nicht, eher ein Kälteschaden. 

Wenn es längere Zeit tagsüber so kalt ist, kann es zu solchen Schäden kommen, da schädliche Stoffwechselprodukte nicht schnell genug abgebaut werden können. Sekundär kann es dann auch zu bakteriellen Infektionen kommen. Nachts darf es durchaus kalt werden, aber die Temperaturen müssen am Tag rauf. 

 

Grüße 

Ronny 

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vor 5 Stunden schrieb Ronny K.:

ein Frostschaden ist das nicht, eher ein Kälteschaden

mein' ich ja...

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vor 5 Stunden schrieb Ronny K.:

ein Frostschaden ist das nicht, eher ein Kälteschaden. 

Wenn es längere Zeit tagsüber so kalt ist, kann es zu solchen Schäden kommen, da schädliche Stoffwechselprodukte nicht schnell genug abgebaut werden können. Sekundär kann es dann auch zu bakteriellen Infektionen kommen. Nachts darf es durchaus kalt werden, aber die Temperaturen müssen am Tag rauf. 

Ich kann Dir durchaus folgen, Ronny. Aber warum habe ich dann diese Kälteschäden/Flecken nicht. Auch meine Brocchinias und andere Bromelien sind fit und grasgrün. Und aktuell wirds bei mir tagsüber auch nicht wärmer als 14-15 Grad und nachts gehts auf 9-10 Grad runter. Meine stehen halt wesentlich trockener.

 

vor 6 Stunden schrieb Ronny K.:

aber die Temperaturen müssen am Tag rauf. 

Hast Du da Zahlen?

 

Am 26.12.2025 um 14:43 schrieb Boris Bielan:

und bin dann dazu übergegangen die Gaskanonenbei 12-13 Grad zu betreiben.

 

Boris, ist es möglich, daß Deine Pflanzen von den Gaskanonen mit der warmen Luft direkt angeblasen werden?

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Hallo Tobias, 

um die 15°C sind ok. Es kommt auch darauf an, wieviel Licht die Pflanzen haben. 

 

Grüße 

Ronny 

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vor 17 Minuten schrieb Ronny K.:

Hallo Tobias, 

um die 15°C sind ok. Es kommt auch darauf an, wieviel Licht die Pflanzen haben. 

Hallo Ronny, 

aber das wäre ja bei Boris fast der Fall. Oben gibt er tagsüber 12-13 Grad mit seinen Gaskanonen an. Zwei Grad hin oder her sollten den Bock nicht fett machen. Dann sollte es klimatisch doch passen. Dann könnte das Problem doch tatsächlich woanders liegen. 

Edited by Tobias Kulig
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Hallo zusammen,

 

die zwei Wochen bei 6°C werden die kritischen sein.

 

Grüße

Franz 

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Hallo, 

ja, die zwei Wochen bei 6°C sind ausreichend. Das sollte aber nicht weiter kritisch sein, wenn die Temperaturen jetzt höher sind und es keine Infektion gibt. Nur die Orectanthe sieht nicht so gut aus. 

 

Grüße 

Ronny 

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Vielen lieben Dank für eure ganzen Antworten und Tipps. In den ersten Wochen habe ich die Tiefsttemperaturen bei 6° gefahren, aber aber ohne tagsüber zu erhöhen. Ich denke das war die Problematik, dass die Temperaturen egal ob Tag oder Nacht immer gleich waren. Wahrscheinlich haben die Pflanzen dadurch einen Kälteschaden erlitten. Mal ein Bild vom Substrat, dass ich heute gemacht hab. Wie man sieht, ist das Substrat super locker und alles andere als verschlammt. Die Pflanzen haben darin über den Sommer einen super Wachstum gezeigt.

 

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Ich werde versuchen nachts auf 7-8° zu gehen und tagsüber dann höher um die 16°. Leider habe ich dafür noch keine technische Lösung und muss die Temperatur an der Gaskanone immer per Hand verstellen. Hatte schon überlegt mit zwei Gaskanonen (eine für die Nacht eine für den Tag ) das Ganze zu bewerkstelligen, jedoch ist das Problem, wenn die Gaskanone einmal vom Strom ist, dass sie dann mit der Hand wieder resettet  werden muss.

Edited by Boris Bielan
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Evtl steht das Thermostat an einer wärmeren Stelle, als die betroffenen Pflanzen. Stell doch mal ein zweites Thermometer an die am schlimmsten betroffenen Pflanzen und vergleiche die Temperaturen mit dem Thermostat.

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Boris, wenn du das tiefere Substrat freilegst, stinkt das? 

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Hi Boris,

The damage on the plants looks like burning caused by a rapid change in temperature. This does not require extreme temperatures -rate of change matters, not just absolute temperature. It is important to use tempered water for irrigation. 

Let's suppose that the plant is acclimated to 5–10 °C and the current air temperature is 6 °C. In that case, watering with 15 °C water can cause burn marks on the leaves that look exactly like this.

The reverse can also occur: the sun is shining at midday, the temperature in the greenhouse is 10–15 °C, but the irrigation water is still cold (around 4 °C) due to low dawn temperatures.

I think this phenomenon is usually not a problem, but it becomes one when a plant is living at the edge of its tolerance.

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Was das  Thermometer angeht, so habe ich mehrere davon an verschiedenen Stellen im GWH. Es läuft permanent ein Lüftter im Intervall , so das die Wärme  gut verteilt ist. Die Thermometer speichern alle 30 min die Temperatur.

 

Ich hatte ja erst die Vermutung das es an der Hitze der Gaskanone liegt. Diese schaltet sich je nach Außentemperatur circa alle 10-15 Minuten ein und arbeitet dann für circa 6-10 Sekunden. Ich habe ein Thermometer im Giebel montiert und das springt dann schon mal auf 26 bis 30 °C. Jedoch auf Pflanzenhöhe und direkt bei den Pflanzen gemessen schwankt die Temperatur nur am ein paar Grad d.h. wenn zum Beispiel 15° an der Gaskanone eingestellt sind, wird es bei den Pflanzen nicht wärmer wie 17°. Da ich ja die Temperatur der Gaskanone über den Tag nach oben gedreht habe, habe ich natürlich auch nicht mehr so eine hohe Luftfeuchtigkeit, jedoch sinkt diese nie unter 60 %. Da hatte ich im Sommer bei deutlich höheren Temperaturen auch eine deutlich niedrigere Luftfeuchtigkeit. 
 

Da ich jetzt mal euren Tipp angenommen hab und tagsüber deutlich höhere Temperaturen fahre werde ich einfach mal abwarten, wie sich das Ganze nun weiter entwickelt und ob ich zum Ende des Winters überhaupt noch Pflanzen habe. Vor allem die ganzen Begleitpflanzen hat es doch ganz schön schwer getroffen.

 

Was das Substrat angeht, kann man es wirklich ausschließen , da gammelt nichts und stinkt nichts. 


@smallmammal

thank you  for your thoughts. The water for the Plants it's a little  bit tempered. I can check water temperature tomorrow and let you know. 
 

 

Posted (edited)

Bei der Größe von deinem Projekt kannst du über einen Home Assistant nachdenken. Das ist ein offenes Programm zur Heimautomatisierung, aber lässt sich super für ein Gewächshaus verwenden.

 

Mit 150 € für den Server + 6 € pro Thermometer kannst du 10 Stück über das Gewächshaus verteilen und hast minuten genau Aufzeichnungen von Temperatur und Luftfeuchtigkeit. Batterien müssen alle 1-2 Jahre in den Zigbee fähigen Sensoren getauscht werden.

Danach kann man dann noch Licht, Temperatursteuerung, Öffnung der Fenster etc. Messen und Automatisieren.

Edited by Lou
partisanengärtner
Posted

Vielleicht auch die schlimmsten toten Teile wegschneiden um die Fläche für eventuellen Botrytisbefall zu verringern.

Posted

@Lou ja, da gibt es ja einiges was man steuern könnte, jedoch ohne Internet nicht umsetztbar:-)

 

Nochmal zwei Bilder von heute. Es scheint wieder bergauf zu gehen. mcdonaldae und sarraceioides schieben neue Schläuche raus und die Flecken an den beschädigten Pflanzen werden nicht mehr größer. 
Ich habe mal die Temperatur des Gießwassers gemessen und diese beträgt 5 °C.  Da werde ich wohl etwas nachbessern müssen.

 

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vor 37 Minuten schrieb Boris Bielan:

@Lou ja, da gibt es ja einiges was man steuern könnte, jedoch ohne Internet nicht umsetztbar:-)

 

Das läuft lokal, deswegen habe ich es dir vorgeschlagen.

  • Danke 1
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Ah ok, das wusste ich nicht. Es ist eigentlich alles soweit automatisiert, Fenster öffnen Temperaturgesteuert, ebenso die Beregnung und auch die Lüftung. Einzig die Gaskanonen muss von Hand gesteuert werden, das ist technisch leider nicht anders möglich, bzw. habe ich da noch nichts dafür gefunden.

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