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Ein paar Eindrücke aus dem Gewächshaus im Winter


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Tobias Kulig
Posted

Hallo zusammen,

zuerst wünsche ich allen ein frohes, neues und vor allem gesundes Jahr 2026. Und da dies mein erster Post im neuen Jahr ist, beginne ich mal mit ein paar Bildern von verschiedenen Arten, die mir aktuell ganz gut gefallen. Es ist natürlich nur ein winziger Teil meines GH Bestandes, aber ich werde nach und nach weitere Pflanzen zeigen.

Es geht auch nicht nach einem bestimmten Muster, sondern einfach kreuz und quer.

 

Wir beginnen mit D. rubrifolia von den "Hex River Mts.". Da ich nicht beleuchte, sind sie etwas heller als im Sommer. Aber das wird sich mit steigender Photoperiode wieder ändern.

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Weiter gehts mit einfachen D. hamiltoni. Bei mir wachsen sie am besten, wenn das Substrat nur feucht ist. Anstau bekommen sie bei mir nicht. Ein guter Indikator sind die Klebetropfen. Diese bekomme ich nur  bei nur feuchtem Substrat. Ist zumindest bei mir so.

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Zwischendurch mal eine Pinguicula, P. mesophytica vom "Cerro El Pital" in Honduras. Ich habe sie vor geraumer Zeit aus Versehen vom Traufenregal runtergeschlagen, als ich ne Tigermücke schnappen wollte. Das war ne Riesensauerei und gottseidank hab ich sie völlig zerrupft wiedergefunden. Das Substrat ist sehr grob und komischerweise wächst sie bei mir im Daueranstau und einer regelmäßigen Dusche direkt auf die Pflanze am besten. Ich dachte, sie brauchen es im Winter trocken wie die Mexikaner.

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Hier die zwei P. ionantha, die ich neulich getrennt habe. Wenn man genau hinsieht, kann man Blütenansätze erkennen. Seit ich den Torfanteil gut erhöht habe und regelmäßig dusche, wachsen sie besser und wirken deutlich vitaler. Das bedeutet, daß sie es auch im Winter gut nass brauchen. Überfluten würde ich sie trotzdem nicht. Hoher Torfanteil ist absolut ausreichend.

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Jetzt mal eine südamerikanische Drosera. D. viridis aus der "Serra de Ponta Grossa". Eine in Kultur sehr seltenen Art. Warum? Weil sie eine absolute Zicke ist, wenn man nicht weiß, wie man sie bewässert! Um sie erfolgreich zu kultivieren, muß man ihre Sprache sprechen. Ich habe sehr lange gebraucht, um zu verstehen, wie sie tickt. Ich habe sie invitro, daß mir nicht das Pflanzenmaterial ausgeht. Invitro gehen sie echt super und megaschnell.

Bei mir wachsen sie echt gut, wenn das Substrat nur leicht feucht ist, ohne Anstau (5mm sind ok). Auf Bildern vom Naturstandort stehen sie teilweise leicht überflutet. Ich hab das natürlich in Kultur schon mehrmals versucht und es kopiert. Funktioniert nicht! Durch Zufall bin ich draufgekommen: Ich sah im GH einen Topf voller Pflanzen, der schon lange ohne Bewässerung dastand. Ich wollte wissen, welche es sind. Tatsächlich D. viridis. Und seitdem bekommt diese Art maximal nur 5mm im Anstau. Funktioniert bestens und sie ziehen auch nicht ein. Sie wachsen gleichmäßig und unkompliziert.

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Hier was winterwachsendes aus Südafrika. D. alba vom "Gifberg" (vielen Dank Tim). Bin gespannt, wann sie ihre ersten Hochblätter bekommen. Auch hier habe ich wie Tim ein etwas torflastigeres Sandgemisch gewählt. Und auch die Töpfe haben nur 7cm Höhe, da die Wurzeln recht kurz bleiben. Ich hoffe, daß ich die Übersommerung gut hinbekomme, da sie angeblich komplett einziehen. Aber mit dieser Art muß ich erst noch Erfahrungen sammeln. 

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Hier haben wir D. hilaris. In diesem rein mineralischen Substrat klappt es sehr gut. Hin und wieder bekommt sie ein paar Fischfutterflocken. Ob die Übersommerung klappt, bleibt abzuwarten.

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Als nächstes sehen wir D. ericgreenii. Diese gezeigte Pflanze ist echt gut gewachsen, der Topf hat 7x7cm. Alle anderen sind etwas kleiner. Auch sie bekommen hin und wieder Fischfutterflocken, auf die sie gut mit Wachstum reagieren.

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Und nochmal eine südamerikanische Drosera: D. cayennensis aus "Cristalina". Da der Topf immer halbtopfhoch im Anstau steht, ist sie auch nie eingezogen. Man kann sie demnach auch nass durchkultivieren. Es ist zwar ein Blütenstiel zu sehen, aber die Kapseln sind recht dünn. Ich konnte nicht bestäuben, da die Blüten offen waren, wann wir nicht zuhause waren. Ich rechne nicht mit Samen, warte aber trotzdem ab. 

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Zu guter Letzt noch D. glabripes aus "Hermanus". Es ist echt erstaunlich, wie wenig Wasser er braucht. Ich gieße kaum. Und wenn, bekommt dieser Kaktus nur etwas von oben aufs Substrat. 

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So, das wars vorerst....

 

Grüße

Tobias

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Tobias Kulig
Posted (edited)

....und spontan gehts weiter.

 

Hier haben wir D. ramentacea. Ohne Beleuchtung bleiben sie tatsächlich grasgrün. Wird sich aber bald ändern. Der Topf ist 20cm hoch und steht in etwa 2-3cm Daueranstau.

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Weiter gehts mit D. graomogolensis aus "Itacambira". Einer der schönsten Südamerikaner, welcher sich auch schnell über Blattstecklinge vermehren läßt. Er verträgt bei mir auch im Winter im GH problemlos Daueranstau und ist auch sonst völlig unkompliziert. Er ist auch absolut hitzeresistent. Über 35 Grad sind kein Problem. Und obwohl ich verschiedene Klone habe, konnte ich noch nie Samen rauskitzeln. Warum auch immer...

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Es geht weiter mit D. ultramafica vom "Mt. Mantalingajan". Ob es sich tatsächlich um die echte Art handelt, müssen wir noch abwarten. Hier gehts noch um das Höhenwachstum, also ob die Pflanzen Türmchen bilden. Das dauert allerdings seine Zeit.

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Als nächstes haben wir D. communis aus "Jalapao" in Brasilien. Das Pflänzchen steht in fast topfhohem Anstau. Es ist möglich, daß es dem Pflänchen etwas zu kühl ist, aber sie hält durch. Bald gehts wieder aufwärts.

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Hier eine Art, der kühle Temperaturen nix ausmacht: D. cuneifolia (Klon von Tim Beier). Gefällt mir gut.

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Zwischendurch mal eine Winterrosette von P. gypsicola (Buenavista). Der Topf ist absolut knochentrocken und wiegt fast nix mehr. In der Sommerrosette eine wirkliche Schönheit. Die langblättrigen Arten sind meine Favoriten!

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Als Abwechslung mal eine mir unerklärliche Utri. Was es für eine ist, kann ich immer noch nicht sagen. Entweder U. moniliformis oder tatsächlich U. steyermarkii. Ich schaffe es einfach nicht, sie zum blühen zu bekommen. Die Blättchen sind kreisrund und max. 1mm im Durchmesser. Ich habe mehrere Töpfe, um verschiedene Versuche zu machen. Der hier steht im GH und vielleicht trägt die kühle "Überwinterung" zur Blüte bei. Die Pflanzen im warmen Haus wachsen aber sehr viel üppiger und haben massenhaft Blätter und Stolonen.

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Dann sehen wir hier noch Nachzuchten von D. ericgreenii, meinem ersten Klon von Tim TB1. Diese habe ich aus Wurzelstecklingen gezogen. Ich beginne die nächsten Tage mit der Fütterung, um schnell Größe zu erreichen.

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Als letztes dasselbe mit D. esterhuyseniae. Diese wurden aber schon etwas früher getopft, sind auch eine Spur größer...

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Fortsetzung folgt

 

 

 

 

 

 

 

 

Edited by Tobias Kulig
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  • Danke 1
  • 2 weeks later...
Tobias Kulig
Posted

Hallo zusammen,

heute gibts leider nur ein Bild. Aber aus zwei gegebenen Anläßen: Eine von meinen zwei D. alba geht nun in den Hochtrieb. Was mich aber mehr erfreut, war die Sichtung eines Blütenansatzes. Leider ist es so, daß ich für eine Kreuzbestäubung einen zweiten Klon benötige. Tim hat gemeint, daß es mit meiner zweiten Pflanze sogar der Fall sein könnte. Sie sollte dann aber schon langsam in die Gänge kommen, damit sie beide offene Blüten haben. Aber man kann es nunmal nicht erzwingen, sondern muß Geduld haben. Vielleicht klappts ja doch noch.

 

Grüße

Tobias

 

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  • Gefällt mir 7
Tim Beier
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Hallo Tobias, 

 

Na das sieht doch jetzt langsam nach typischen D.alba aus 🙂. Im Zweifelsfall kannst du es ja trotzdem mit selbsten versuchen. 

Was bei D.alba aus iv auffällig ist, dass sie bereits in der nächsten Saison "normal" aussehen. Dann bilden sie eine normale Bodenrosette mit weniger Blättern und mit der Zeit die typischen Hochblätter. Frisch aus iv könnte man sie fast für eine andere Art halten. Die Blätter von der jetzigen Rosette erinnern eher an eine Zwischenform von Rosetten-und Hochblättern. Also nicht wundern in der nächsten Saison wenn die dann so aussehen:

 

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Ein weiterer Vorteil bei D.alba aus iv, ist dass diese in der Regel mehr Wurzeln bilden als normal gezogene. D.alba bildet in der Regel wenn es gut läuft 2 bis 3 Wurzeln. Die Art vermehrt sich also ganz gut vegetativ. 

Bei Pflanzen aus iv können das auch mal 5 bis 6 Wurzeln sein.

 

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Ich drück dir die Daumen mit dieser schönen Art 🙂

 

MfG Tim Beier 

  • Gefällt mir 6
  • 1 month later...
Tobias Kulig
Posted

Hallo zusammen,

hier ist meine erste D. alba Blüte. Sorry für das nicht ganz so scharfe Bild, aber man kann sie gut erkennen. Olivia hat sie gerade eben geselbstet. Mal sehen, ob das bei dieser Art geht. Pollen war jedenfalls reichlich vorhanden und konnte gut auf die Stempel gepinselt werden.

 

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  • Gefällt mir 6
Tim Biking
Posted

Hey Tobi, 

Coole Bilder! 

Zur Utri... Da sind ja beide Arten relativ Regenzeitbeeinflusst. Blütenbilder von U.moniliformis sind auf Inaturalist fast nur von September bis Januar zu finden. Wobei das bei nur 25 dokumentierten Beobachtungen auch auf den Urlaub von Chien Lee zu der Zeit dirt zurück zu führen sein kann. 😉

 

Beste Grüße

Tim

  • Danke 1
Tobias Kulig
Posted
vor 3 Stunden schrieb Tim Biking:

Zur Utri... Da sind ja beide Arten relativ Regenzeitbeeinflusst. Blütenbilder von U.moniliformis sind auf Inaturalist fast nur von September bis Januar zu finden. Wobei das bei nur 25 dokumentierten Beobachtungen auch auf den Urlaub von Chien Lee zu der Zeit dirt zurück zu führen sein kann. 😉

Hey Tim,

ich habe diese Art schon einige Jahre und hab schon alles probiert. Auch simulierte Trockenzeiten bei verschiedenen Jahreszeiten und Temperaturen. Keine Chance! Sie macht auch einiges mit: Kühlere "Überwinterung" im GH. Gleichzeitig wärmere Temperaturen im Haus. Sie kann irre wuchern und auch mal nen Gang zurückschalten. Alles möglich. Ist insgesamt völlig unproblematisch und fast unkaputtbar.

Nur Hitze im Sommer im GH funktioniert nur im überfluteten Zustand. Da steht der Fleischsalatbecher zwischen den Heli Töpfen. Dann gehts ganz gut.

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