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Hallo,

 

meine drei Sarracenia purpurea haben den frostigen Winter anscheinend gut überstanden. Nur die Schläuche sehen ziemlich hinüber aus. Da die Temperaturen jetzt wieder steigen stellt sich mir die Frage, ob es Sinn macht die alten Schläuche zu entfernen. Falls es nochmal kälter wird, könnte ich die Wannen ja mit Vlies abdecken. 
 

Was würdet ihr mir raten?

 

Danke und Gruß Andi

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Ich schneide meine Sarras immer wenn sie aufgewacht sind, d.h. neue Triebe entwickeln. Meist ist es dann auch definitiv frostfrei. Also, noch abwarten.

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Okay, dann also lieber noch ein paar Wochen warten. Wie lang sollten die neuen Triebe denn in etwa sein?

 

Gruß Andi

Tobias Kulig
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Ich würde aber auch mal gut wässern. Sieht ziemlich trocken aus. Sollte Frost kommen, sind sie durch das Wasser prima geschützt. Ich hab früher meine Sarras immer komplett überflutet überwintert.

 

Im Übrigen kann man bei S. purpurea prima die alten Blätter von außen her abziehen. Bei den Arten mit langen Schläuchen hab ich auch nicht lang gefackelt und die Schere angesetzt. Bei purpurea ist das aber keine gute Wahl. Lieber von außen her abziehen.

 

Ist aber nur meine Erfahrung und hab ich viele Jahre so gehändelt. Muß aber jeder selber wissen und vor allem auch probieren. Dann weiß mans auch gleich für die Folgejahre.

 

Grüße

Tobias

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Die Sarracenia standen im Winter komplett eingefroren im Wasser. Scheint geklappt zu haben. Ich werde sie morgen mal kräftig wässern.

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Eine Frage hab ich noch. Die Sarracenia hält den hohen Wasserstand dauerhaft aus ohne zu faulen? Hier liest man oft im Winter die Pflanzen nur feucht halten.

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Hallo,

Ich habe bei mir gestern radikal alle Schläuche um Moorbeet abgeschnitten. Jetzt besteht nicht die Gefahr die neuen Triebe oder Blüten beim Abschneiden zu beschädigen.

 

Tobias Kulig
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vor 32 Minuten schrieb AndiK:

Die Sarracenia hält den hohen Wasserstand dauerhaft aus ohne zu faulen? Hier liest man oft im Winter die Pflanzen nur feucht halten.

Hi Andi, das gilt für alle winterharten Arten, die man draußen überwintert. Ich hielt meine Sarras immer an der Nordseite vom Haus, wo es am längsten kühl bleibt. Werden Pflanzen an Stellen überwintert, wo die Sonne länger hinkommt, kann sich das durchaus fatal auswirken. Obwohl es die Leute doch nur gut meinen. Der Schuß kann aber nach hinten losgehen!

 

Das hat folgenden Grund: Wenn im Frühjahr längere Schönwetterperioden auftreten und die Sonne draufscheint, treiben natürlich die Pflanzen aus. Und wenn dann nochmal der Winter mit Barfrost zurückkommt, kanns das dann gewesen sein und die Pflanzen gehen drauf.

Daher gibts in schneereichen Gebieten den "Trick", die Pflanzen mit Schnee zu bedecken. Soviel wie möglich. Darunter hats nämlich immer Null Grad, egal wieviel Frost draußen herrscht. Und das am besten, wie erwähnt, an der Nordseite, wo sich der Schneehaufen am längsten hält. 

Und erst dann, wenn der Frühling da ist, kann man sie vom Schnee befreien....

Insectivorophilia
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Hallo zusammen,

 

vor 26 Minuten schrieb jeffrey:

Ich habe bei mir gestern radikal alle Schläuche um Moorbeet abgeschnitten. Jetzt besteht nicht die Gefahr die neuen Triebe oder Blüten beim Abschneiden zu beschädigen.

 

Das schon, aber gerade bei Sarracenia purpurea (um die es in diesem Thread geht) mache ich das nicht, da rupfe ich nur vollkommen braune Schläuche weg. Ansonsten gutes Vorgehen, nur Phyllodien belasse ich.

 

Gruß

 

Insectivorophilia

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vor 2 Stunden schrieb Tobias Kulig:

Hi Andi, das gilt für alle winterharten Arten, die man draußen überwintert. Ich hielt meine Sarras immer an der Nordseite vom Haus, wo es am längsten kühl bleibt. Werden Pflanzen an Stellen überwintert, wo die Sonne länger hinkommt, kann sich das durchaus fatal auswirken. Obwohl es die Leute doch nur gut meinen. Der Schuß kann aber nach hinten losgehen!

 

Das hat folgenden Grund: Wenn im Frühjahr längere Schönwetterperioden auftreten und die Sonne draufscheint, treiben natürlich die Pflanzen aus. Und wenn dann nochmal der Winter mit Barfrost zurückkommt, kanns das dann gewesen sein und die Pflanzen gehen drauf.

Daher gibts in schneereichen Gebieten den "Trick", die Pflanzen mit Schnee zu bedecken. Soviel wie möglich. Darunter hats nämlich immer Null Grad, egal wieviel Frost draußen herrscht. Und das am besten, wie erwähnt, an der Nordseite, wo sich der Schneehaufen am längsten hält. 

Und erst dann, wenn der Frühling da ist, kann man sie vom Schnee befreien....

Also dann den höheren Wasserstand so lassen. Hab heute mal nachgeschaut und ich meine der Torf in den  Behältern riecht säuerlich. Ob faulig konnte ich nicht genau herausfinden. Hab die Rhizome erstmal gut in Torf gepackt, falls es nochmal kalt wird. 

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vor 37 Minuten schrieb AndiK:

Hab die Rhizome erstmal gut in Torf gepackt, falls es nochmal kalt wird. 

Ich würde lieber weniger Torf direkt über die Rhizome machen, sondern lieber Sphagnum oder was anderes.

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Okay, davon hab ich genug da. 

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Tobias Kulig
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vor 8 Stunden schrieb J.N.B.:

Ich würde lieber weniger Torf direkt über die Rhizome machen, sondern lieber Sphagnum oder was anderes.

Ja, das ist natürlich die bessere Wahl. Lebendes Sphagnum ist ein hervorragender Winterschutz. Das würde ich bei Freilandpflanzen generell um die Pflanzen machen. Ich würde das Sphagnum allerdings einimpfen (die Fasern in den Torf stecken) und nicht nur drauflegen.

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Am 27.2.2026 um 14:39 schrieb AndiK:

Okay, dann also lieber noch ein paar Wochen warten. Wie lang sollten die neuen Triebe denn in etwa sein?

 

Gruß Andi

Wenn die Pflanze treibt, nicht zu lange warten. Alte Schläuche weg (schneiden oder zupfen, je nach Art und Möglichkeit), Phyllodien belassen (zumindest anfangs, bis die Pflanze genug neues Blattwerk/Schläuche gebildet hat um Photosynthese zu betreiben). Dazu muss man halt jetzt in der "Aufwachphase" (März - April, je nach Standort) die Pflanzen am besten täglich beobachten und dann spontan entscheiden.

Die letzten Tage hatte es z.B. bei mir deutliche Plusgrade und man konnte meinen der Winter und die Frostgefahr wären vorbei. Aber die Erfahrung lehrt, dass es durchaus nochmal (an manchen Standorten bis April) frostig werden kann. Und zack, heute früh -2°C! Deshalb, nicht ungeduldig werden. 😉

Wenn die Sonne um diese Zeit schon stark scheint und es warm wird, am besten die Pflanzen schattig und kühl stellen, um ein zu frühes Aufwachen unter "falschen Versprechungen" zu vermeiden.

Gordon Shumway
Posted (edited)

Hallo!

Ich schneide meine Pflanzen im Winterhalbjahr grundsätzlich zweimal:
Einmal zum Ende der Saison im Spätherbst, einmal vor Saisonstart im Vorfrühling, i.d.R. so um Fasching rum.

Dabei schneide ich großteils nur an den alten, braunen, trockenen Stellen ab. Bei sehr dicht gewachsenen Pflanzen kommen im Frühjahr auch ein paar grüne Phyllodien oder Schläuche weg, damit mehr Luft und Licht ans Rhizom kommt.

Bei den purpurea übe ich mich eher in Zurückhaltung und dünne weniger stark aus, die sehen sonst schnell ziemlich armselig aus.

@AndiK
Die Blätter deiner purpurea sehen vertrocknet aus. Und zwar nicht, weil sie alt sind. Eher, weil sie wirklich vertrocknet sind.
War das dein Standort für den Winter? Wirkt ziemlich zugig. Das ist nicht richtig ideal. Ist der Boden gefroren, kann über die Wurzel kein Wasser aufgenommen werden. Die Pflanzen trocknen aber durch Wind weiter aus, es kommt kein Wasser von unten nach, die Blätter verschrumpeln dann. Im Extremfall stirbt dir deine Pflanze. Ich würde ggf. einen geschützteren Standort für den Winter wählen.

Könnte natürlich auch sein, dass mit deiner Wurzel irgendwas im Argen ist und die Pflanze deshalb Probleme mit ihrem Wasserhaushalt hat.

Ich drücke dir die Daumen, dass die sich wieder erholen!

Viele Grüße,
Ralph

Edited by Gordon Shumway
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Hallo Ralph,

 

die Sarracenia stehen auf dem Fensterbrett auf der Hofseite des Hauses. Sie waren in den kalten Tagen komplett eingefroren. Ich hatte die Behälter fast vollständig geflutet. Eine der Pflanzen hatte ich vom Restetisch bei Obi gerettet, da war sie bereits sehr vertrocknet. Im vergangenen Winter hatte ich die Pflanzen in einem Balkongewächshaus, ich denke mal das wäre die bessere Wahl. Diesen Winter war es allerdings voll mit Drosera und Dioanea.

Ich hoffe mal die Sarracenia erholen sich wieder. Ich dachte sie wären fast „unzerstörbar“. 🙁

 

viele Grüße

Andi

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Naja, wenn die Pflanzen so einen schlechten Zustand haben, dann läute doch einfach den Frühling ein. Wir haben immerhin März. Und dann kannst Du es nächsten Winter besser machen....

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Hallo Tobias, du meinst reinstellen, oder wie läute ich den Frühling ein? Oder die Töpfe aus dem Torf nehmen und richtig anstauen. Tagsüber haben wir ja zweistellige Temperaturen.

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vor einer Stunde schrieb AndiK:

Hallo Tobias, du meinst reinstellen, oder wie läute ich den Frühling ein? Oder die Töpfe aus dem Torf nehmen und richtig anstauen. Tagsüber haben wir ja zweistellige Temperaturen.

Naja, ich meinte, die Sarras rein zu holen. Hier hast Du kontant warme Temperaturen und die Pflanzen werden sich schnell erholen. Und Du mußt keinen Frost mehr befürchten. Dabei darauf achten, daß die Substratoberfläche gut feucht ist, dann gibts keinen Schimmel.

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Okay, das mache ich. Bin gespannt wie sie sich wieder entwickeln. Danke. 

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Achja, Du weißt, daß in die Schläuche Regenwasser gehört? In dieser Suppe bilden sich Mikroorganismen, die helfen, die Insekten zu verdauen. Die Schläuche sollten etwa zu 1/3 mit Wasser gefüllt sein. Dann vertrocknen sie auch nicht 😉

 

 

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Ja, die Schläuche habe ich immer gefüllt. Aber sie waren beim Frost total durchgefroren und leider nicht windgeschützt.Die Behälter mit den Pflanzen hatte ich bis fast ganz oben angestaut und auch diese waren ein kompletter Eisblock. So auch bei meiner Sarracenia Fiona. Die stand aber bei 99% Luftfeuchtigkeit in meinem Balkongewächshaus, sieht gesund aus und treibt sogar eine Blüte.

Im nächsten Winter stehen alle Pflanzen da drin.

 

 

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Am 2.3.2026 um 08:09 schrieb Gordon Shumway:

Ich schneide meine Pflanzen im Winterhalbjahr grundsätzlich zweimal:


@AndiK
Die Blätter deiner purpurea sehen vertrocknet aus. Und zwar nicht, weil sie alt sind. Eher, weil sie wirklich vertrocknet sind.
War das dein Standort für den Winter? Wirkt ziemlich zugig. Das ist nicht richtig ideal. Ist der Boden gefroren, kann über die Wurzel kein Wasser aufgenommen werden. Die Pflanzen trocknen aber durch Wind weiter aus, es kommt kein Wasser von unten nach, die Blätter verschrumpeln dann. Im Extremfall stirbt dir deine Pflanze. Ich würde ggf. einen geschützteren Standort für den Winter 

 

Hallöchen in die Runde, 

Wenn ich den Ratschlag lese und ein  Moorbeet im Garten habe, wie mache ich das bei einem Moorbeet? Tannenzweige drüber? Und Wasser soviel wie möglich auffüllen? Wenn ja wie sehr muss das Beet mit Zweigen abgedeckt sein? Licht sollte ja durchkommen.

Ich bepflanze erst jetzt im Frühjahr das Beet. 

VG Tina 

 

Posted (edited)
vor 15 Stunden schrieb CARNI 1.0:

 

Hallöchen in die Runde, 

Wenn ich den Ratschlag lese und ein  Moorbeet im Garten habe, wie mache ich das bei einem Moorbeet? Tannenzweige drüber? Und Wasser soviel wie möglich auffüllen? Wenn ja wie sehr muss das Beet mit Zweigen abgedeckt sein? Licht sollte ja durchkommen.

Ich bepflanze erst jetzt im Frühjahr das Beet. 

VG Tina 

 

 

Hallo!

 

Das mit dem Reisig machen wohl einige Leute wohl erfolgreich so. In meinen Beeten habe ich das nie gebraucht, die standen aber auch immer in der klimatisch halbwegs milden Rheinebene.

 

Ich denke, es ist aber auch was anderes, ob Pflanzen eingegraben in einem Beet stehen oder exponiert in einzelnen Töpfen. Letztere frieren bei Frost natürlich schneller durch als der Boden.

 

EDIT:

Licht spielt so lange es kalt ist keine große Rolle. Bei einstelligen Temperaturen stellen Sarras ihr Wachstum weitgehend ein, also kein / kaum Bedarf an Photosynthese.

 

Viele Grüße,

Ralph

Edited by Gordon Shumway
  • Danke 1
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Hallo,

Das mit dem Reisig kann man machen, schadet bestimmt nicht. Ist aber vermutlich nicht nötig. Ich denke mein Beet immer mit Reisig vom Weihnachtsbaum ab (also erst Anfang/Mitte Januar). Diesen Winter war es bereits ab Mitte Dezember sehr kalt und so wie es aussieht hat es den Pflanzen auch nicht geschadet . 

VG

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