Tobias Kulig Posted April 4 Posted April 4 (edited) Hallo zusammen, da ich meine Cephaloten dieses Jahr mehr in den Fokus nehme und ich einiges an Pflanzen zum Umtopfen habe, hier mal eine kleine Anleitung. Im Prinzip ist es kein Hexenwerk, obwohl es diesen doch hartnäckigen Mythos gibt, daß diese Gattung wurzelempfindlich sei. Das halte ich für Unsinn und konnte ich auch noch nie feststellen. Meine umgetopften Pflanzen wuchsen stets normal weiter. Ich konnte noch nicht einmal einen vorrübergenden Wachstumsstop beobachten. Die gezeigte Pflanze zeigt einen "Fred Howell Giant". Dieser ist auf dem Bild noch in einem extrem sandigen Torfgemisch. Aber die ersten Wurzelspitzen schauten unten schon raus, obwohl es eine noch recht kleine Pflanze ist. Zeit, sie umzusetzen.... ...und was ist besser dazu geeignet, als meine neue Mischung mit Kanuma. Hier in diesem Eimer hab ich die gewünschte Zusammensetzung schon mal vorbereitet: 2 Teile Kanuma 2-3mm (wirkt sauer) 2 Teile Quarzsand 1-2mm 1 Teil totes, gehäckseltes Sphagnum Solltet Ihr mal Kanuma verwenden, müßt Ihr es auf jedenfall gut spülen, um den ganzen Staub zu entfernen. Und bloß nicht in die Küchenspüle, da es die Rohre mit der Zeit zusetzt! Wirkt wie Zement! Dann könntet Ihr ein Problem bekommen! Nur draußen im Garten durchspülen. Auf den Topfboden lege ich gelegentlich ein Kunststoffvlies. Zumindest bei den Arten, die ein sehr luftiges Substrat benötigen. Und Cephalotus gehört da meiner Meinung nach dazu. Darauf fülle ich dann 1/3 der Topfhöhe diese Mischung. Hier haben wir das Pflänzchen. Die vorherige Mischung war so locker, daß sie beim Rausholen der Pflanze restlos abgefallen ist. So, wie es sein sollte. Den Seitentrieb laß ich dran, da er noch recht klein ist. Jetzt halte ich die Pflanze ungefähr auf der gewünschten Höhe und schütte etwas Substrat an. Jetzt kommt was wichtiges für den unteren Teil des Substrats: Kräftig anklopfen. So wird auch der untere Substratanteil leicht verdichtet und die Wurzeln bekommen Substratkontakt. Denn mechanisches Andrücken sollte man vermeiden. Kräftiges Festklopfen reicht vollkommen. Durch den mineralischen Anteil sackt da nichts nach und bleibt stabil. Und schon fertig. Jetzt einmal kräftig durchwässern, ablaufen lassen und in leichten Anstau stellen. 5-10mm reicht. Die Sphagnumfasern zwischen den mineralischen Körnern zieht die Feuchte durch Kapillarkraft nach oben. Und es bleibt trotzdem sehr luftig. Es gibt Leute, die stellen frisch getopfte Pflanzen noch ne Weile in gespannte Luft. Da spricht auch nix dagegen und kann man machen. Ich mache das aber nicht, sondern sie kommen gleich wieder dahin, wo sie vorher waren. Denn nur "die Harten kommen in den Garten". Edited April 4 by Tobias Kulig 1 3
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