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Martin H
Posted (edited)

Hallo zusammen,

 

kurz etwas darüber, wie ich Blattstecklinge bei mexikanischen Pinguicula mache und wie es klappt.
Das 1.Foto habe ich am 10.Februar gemacht, angesetzt habe ich die Stecklinge am 9.2.26 (2Pflanzen waren schon da und kamen trotzdem in den "Kindergarten", das sind die zwei Töpfe mit den einzelnen Pflanzen). An diesem Tag habe ich alle Pinguicula umgetopft und im gleichen Atemzug habe ich Blattstecklinge gemacht.
Die abgenommenen Blätter lege ich einfach auf das Substrat. Dann kommt alles in den Anstau und eine Plexiglasplatte drüber (fast vollständig bedeckt für eine hohe Luftfeuchtigkeit), darüber kommt dann eine 10Watt LED-Röhre. 

 

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Sobald die Pinguicula-Stecklinge angehen, gehe ich mit dem Anstau Stück für Stück zurück und schiebe gleichzeitig die Plexiglasplatte Stück für Stück zurück (Akklimatisierung). Und das war schon der "ganze Zauber", es ist wirklich easy. 🙂
Die nachfolgenden Fotos sind zum Teil von Anfang April bzw. heute. Manche Arten brauchen länger bzw wachsen langsamer an als andere aber fast 100% gehen so an. Pflanzen wie esseriana, debbertiana, kondoi ect gehen recht fix, mirandae und cyclosecta z.B. brauchen etwas länger.
Wichtig: die Stecklinge nicht knochentrocken werden lassen und dann wieder ordentlich gießen, ansonsten hieß es bei mir immer "Ciao Kakao liebe Stecklinge".. 😅

Diese Fotos sind vom 01.04.26:

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Heute am 20. April haben die Stecklinge diese Größe:

 

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Geht es auch anders? Klar!
Die Pflanze (gigantea x moctezumae oder andersrum) habe ich mehrfach geteilt, ein Wachstumspunkt ist mir dabei kaputt gegangen. Ich habe ihn trotzdem eingepflanzt um zu gucken, ob die Pflanze doch nach anwächst.. nun ja, ich will nicht wissen wieviele da kommen. 

 

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Bei diversen moctezumae-Hybriden habe ich auf das Plexiglas verzichtet, die standen einfach nur im Anstau:

 

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Und hier noch ein kleines Bsp mit P. debbertiana (Standort habe ich gerade nicht auf dem Schirm).

Hier war ein Blatt übrig und habe es einfach neben die Pflanze gelegt (selber Zeitpunkt wie die anderen Blattstecklinge). 

 

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Dieser wurde trocken bei den anderen Pinguicula kultiviert, auch so funktioniert es.

Warum mache ich mir dann die Umstände mit dem Anstau und der Plexiglasscheibe? Ganz einfach: erfahrungsgemäß gehen bei höherer Luftfeuchtigkeit mehr Stecklinge an und sie haben ein besser ausgebildetes Wurzelwerk, weshalb es mir später das Umsetzen vereinfacht. Daher bevorzuge ich diese Methode.

 

Das hier ist als Sammelthread zu verschiedenen Methoden der (Blattstecklings-)Vermehrung bei Pinguicula gedacht. Wenn du deine Methode vorstellen willst und du in anderen Methoden mehr Vorteile siehst, dann teile sie gerne mit uns! Es wäre cool wenn wir hier verschiedenste Methoden zusammentragen würden. 🙂

 

Grüße Martin 

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Edited by Martin H
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  • Martin H changed the title to Blattstecklinge bei mexikanischen Pinguicula - so klappt's bei mir
  • 3 weeks later...
AndiKrauss
Posted

Soooo,

damit der Martin sich die Mühe nicht umsonst gemacht hat beschreibe ich gern mal meine Methode.

Bilder habe ich leider gerade keine zur Hand aber ich denke das geht auch ohne.

 

Ich habe mir beim großen A mal so Fleischsalat Becher mit Deckel bestellt, die gibt es ab 500 St. recht günstig und finden bei mir Verwendung für Blattstecklinge jeglicher Art.

Für Blattstecklinge von Pings fülle ich ca. 1cm mineralisches Substrat in den Becher und feuchte das dann mit Regenwasser leicht an. 

Wichtig ist hier darauf zu achten dass das Substrat wirklich nur leicht feucht ist und nicht nass weil die Blätter sonst weich werden und weggammeln.

Lieber erst ein wenig zu trocken und dann nochmal nachfeuchten. 

 

Dann legt man die Blätter aufs Substrat und schließt den Deckel. Hat sich nach 24h Kondens im Becher gebildet ist die Wassermenge ausreichend gewesen ansonsten feuchte ich ein wenig nach.

Die Becher stelle ich einfach hell an ein Fenster oder unter Kunstlicht und vergesse die da am besten für eine Weile. 

Bitte den Becher nicht an direkte Sonneneinstrahlung stellen da es sonst im Becher schnell zu warm werden kann und die Blätter gekocht werden.

 

Je nach Art bilden sich nach ca. 2-3 Wochen kleine Pflänzchen. Sobald die ursprünglichen Blätter verwelkt sind werden die neuen Pflanzen einfach in Töpfe umgepflanzt und in den leichten Anstau gestellt.

 

Ist keine 100% Quote da manche Blätter recht schnell glasig werden und vergammeln aber wenn ein Blatt die erste Woche überlebt hat ist es eigentlich so gut wie sicher das sich eine Pflanze entwickelt.

 

Manchmal wenn ich nur 1 oder 2 Blätter habe lege ich die gern auch einfach neben die Mutterpflanze aufs Substrat, was oft genug auch zu einem Steckling führt.

 

Wäre toll wenn vielleicht der ein oder andere sich auch ermutigt fühlt seine Methode zu teilen um diesen Thread am leben zu halten und ein wenig Erfahrungen auszutauschen.

 

Grüße

Andreas

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