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Drosera regia – Neuer Versuch nach Fehlschlägen (Hitzeproblem / Standortfrage)


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Marcel B.
Posted

 

Hallo zusammen,

ich brauche mal euren Rat bzw. ein paar Erfahrungswerte zu Drosera regia. Ich finde die Art absolut toll, hatte in der Vergangenheit aber leider absolut kein Glück mit ihr. Jetzt juckt es mich in den Fingern, einen neuen Versuch zu wagen – diesmal aber mit besseren Bedingungen.
 

Zu meinen bisherigen Erfahrungen: Ich hatte die Pflanze damals in einem Tontopf auf der Terrasse in voller Südseite stehen. Das Ergebnis war ziemlich ernüchtern: Sie hat eigentlich nur im Frühjahr und im Herbst ein paar wenige, kleine Blätter getrieben. Im Hochsommer und im Winter ist sie oberirdisch immer komplett abgestorben.

Meine Vermutung ist mittlerweile, dass ihr die pralle, dauerhafte Mittagssonne und die damit verbundene Hitze im Sommer einfach den Rest gegeben haben. D. regia mag es an den Wurzeln ja lieber etwas kühler hab ich gelesen. Der Tontopf hat durch die Verdunstung zwar theoretisch gekühlt, aber bei brutaler Südhitze stößt das wohl auch an Grenzen.
 

Mein neuer Plan: Ich möchte weg von der dauerhaften Vollsonne. Ich schwanke aktuell zwischen zwei neuen Standorten:

Süd-Ost-Seite des Hauses: Sonne vom Morgen bis zum Mittag, danach schattiger.

Nachmittagssonne: Tagsüber schattiert/hell, direkte Sonne erst ab dem späteren Nachmittag.
 

Meine Frage an euch: Ergibt das Sinn? Hat jemand von euch D. regia erfolgreich im Halbschatten oder mit beschränkten Sonnenstunden im Sommer draußen stehen?

Zumindest meine R.gorgonias wächst am zweiten Platz (Nachmittagssonne/lichte Schattierung) deutlich besser als damals in der permanenten Ballerhitze. Ich könnte ich mir vorstellen, dass ihr ein etwas geschützterer, kühlerer Platz gut tut.

Ich freue mich auf eure Tipps und Setup-Vorschläge. Gerne auch zum Substrat/Topf, falls ich da optimieren kann, wobei ich Tontöpfe mittlerweile auf Grund der dauerhaften Gießerei nicht wirklich mag.
 

Viele Grüße,
Marcel

 

J.N.B.
Posted

Vielleicht war das Substrat auch ein Problem, vor allem bei hohen Temperaturen.

Zu viel Torf hält das Substrat nass und dann wird es auch warm und bleibt warm.

Mit mehr mineralischen und gröberen Materialien, bleibt das Substrat luftiger, was zusätzlich auch die Verdunstung erhöht und das Substrat, zumindest minimal abkühlen kann.

Gröberer Sand ist sehr beliebt und manche nutzen auch Akadama/Kaunuma und Ähnliches.

 

Ich halte sie drinnen und werde dieses Jahr auch dabei bleiben. Dafür nutze ich diese hohen, relativ schmalen Töpfe, wie für Rosen oder Gehölze.

Unter meinen Bedingungen funktioniert 2:1 Sand (1-2mm): Torf sehr gut.

Aber ich will jetzt demnächst auch anderes probieren.

  • Danke 1
Mörtel
Posted (edited)

Hallo Marcel,

 

Halbschatten ist meiner Meinung nach kein Problem, habe auch einige Töpfe so stehen, aber mit mehr Sonne sehen die Pflanzen etwas besser, bzw. "natürlicher" aus. Die Blätter können im Halbschatten durchaus größer sein. Ist auch ein bisschen Geschmackssache.

 

Es sind meines Erachtens auch eher die Substrattemperaturen (sowie damit verbunden ggf. zu wenig Sauerstoff im Substrat) und weniger die Einstrahlung auf die Pflanze selbst, die Probleme machen können. Hast Du eine Möglichkeit die Töpfe - also nur die Töpfe, nicht die Pflanzen - vor direkter Sonne zu schützen, sollte auch pralle Sonne weniger ein Thema sein. Im Gewächshaus habe ich vor der ersten Topfreihe im Sommer eine Styroporplatte, somit bekommen die Töpfe keine direkte Sonne ab. Andere Töpfe habe ich in große weiße Töpfe gestellt. Nicht so schickt, aber kann man ja bei Bedarf auch anders dekorieren. Bei den größeren nehme ich direkt große, weiße Töpfe. Das kann - wie beim Auto - gegenüber schwarzen Töpfen schon einen Unterschied machen. Große Pflanzen halten meiner Meinung nach auch mehr an hohen und auch niedrigen Temperaturen aus als Sämlinge.

 

Zu guter Letzt kannst Du auch mineralisches Substrat (Akadama, Kanuma, Bims, Quazkies etc. pp.) probieren. Ist schwerer damit anoxische Bedingungen im Substrat zu erhalten.

 

Wünsche auf jeden Fall viel Erfolg.

 

Gruß,

 

Marco

 

Edited by Mörtel
  • Gefällt mir 3
DerSebi89
Posted

Also ich habe meine Regia in einem weissen Keramik Übertopf mit Untersetzer auf einem Pflanzenschemel  mit etwas abstand zur Fensterfront. So bekommt sie viel Licht ab aber volle knüppelharte Sommersonne wird abgedämpft bzw. sie wandert einmal drüber. Draussen auf dem Südbalkon wäre es vermutlich zu heiß und da ich arbeiten muss kann ich nicht reagieren.

 

Ich werde das jetzt mal mit meiner Wetterstation und einem Thermometer prüfen wie der Verlauf der Substrattemperatur über einen Sommertag läuft dann kann ich mehr dazu sagen

  • Gefällt mir 1
J.N.B.
Posted
vor 11 Stunden schrieb Mörtel:

aber mit mehr Sonne sehen die Pflanzen etwas besser, bzw. "natürlicher" aus

Sonne an sich war bei meinen auch kein Problem. Sie färbten sich schön rot aus, mit viel Tau und vielen Blättern.

  • Gefällt mir 2
Andreas B
Posted

Darf man sich hier anschließen?

Den Sommer habe ich immer gut geschafft. Direkte Sonne aber mit Sonnenpausen zwischendurch.

Wieder einmal haben aber beide Pflanzen den Winter nicht geschafft. Hat da jemand praktische Tipps?

Tim Beier
Posted

Hallo Andreas, 

 

Wenn du deine Haltungsbedingungen (Standort und sonstige Parameter) im Winter beschreibst, kann man vieleicht eher Tips geben. 

 

MfG Tim Beier 

Andreas B
Posted

Hallo Tim,

 

im Sommer auf der Terrasse in der Sonne mit ein paar Stunden Sonnenpause. Den Sommer hatten die gut überstanden. Vielleicht nicht 100% optimal war der Tontopf aber passte.

Im Winter in der Garage (meist) frostfrei. Nach dem Winter kam leider nichts mehr aus dem Topf.

 

VG Andreas

Tobias Kulig
Posted

Mmmh, ich weiß gar nicht, was ich da schreiben soll! Ich denke, daß das Wort "Hitzeproblem" bei D. regia falsch interpretiert ist. Meine sind im GH unter den Tischen, wo ich neulich fast 40 Grad hatte. Klar habe ich im GH eine Nachtabsenkung, aber die Tages-Hitze ist da! Alle meine regias hat das nicht gestört. Sie bilden fette Klebetropfen und wirken vital. Wäre eine tatsächliche Hitze-Empfindlichkeit vorhanden, würden sie nie so da stehen. 

Ich meine, daß mit einem entsprechend lockerem Substrat (bei mir Sand/Torf etwa 2:1) solche Probleme nicht auftauchen. In Kombination mit der richtigen Bewässerung sollte es keine Probleme mit Hitze oder der Sonne geben. Ich wässere meine Euroschale ganz sporadisch, und er ist auch mal längere Zeit absolut leer.

 

Man kann es, meiner Meinung nach, mit der Kultur von Darlingtonia gleichsetzen: Zu torflastig dümpeln sie bei wärmeren Temperaturen vor sich hin und irgendwann wars dann das. Setzt man sie hingegen in lockeres, mineralisches Substrat und stellt den Topf in halbtopfhohen Anstau, kann man sie in der Sonne bruzzeln.

So ähnlich ist es bei D. regia auch (nur meine Meinung). Ich hatte meine auch schon einen ganzen Sommer draußen in der direkten Sonne. Es gab nie Probleme. Sehr wohl aber mit Hagel, sie zwar waren völlig zerrissen, aber sie überlebten.

Tim Beier
Posted

Hallo Miteinander, 

 

Ich bin da auch schon eher bei dem was Marco geschrieben hat:

 

Am 27.5.2026 um 09:03 schrieb Mörtel:

Es sind meines Erachtens auch eher die Substrattemperaturen (sowie damit verbunden ggf. zu wenig Sauerstoff im Substrat) und weniger die Einstrahlung auf die Pflanze selbst, die Probleme machen können.

 

Ein kühler Wurzelbereich bringt zumindest schon mal weniger Schwierigkeiten! Ich selbst hab Drosera regia sowohl oben wie unten stehen. Auf den Tischen sind die Pflanzen wesentlich besser ausgefärbt und kompakter. Etwas schatierter auf dem Boden werden sie wesentlich größer bekommen aber auch weniger Farbe. Gut ausgefärbt und kompakter gefallen sie mir persönlich besser. Ich hatte D.regia zwar auch schon in reinem Torf, 

mein bevorzugtes Substrat für Drosera Regia besteht allerdings aus einer Mischung aus Torf und Sand in verschiedenen Körnungen. Also auch eher durchlässig durch den "relativ" hohen groben Sandanteil. Bei mir stehen sie im Sommer im Anstau (ich gieße nach wenn noch ca. 5 bis 10mm Wasser vorhanden ist) 

Ich würde mal pauschal behaupten dass dauerhaft stehende Hitze zu Problemen führen kann. Substrat, Topfgröße und Gießverhalten  spielen da aber sicher auch eine Rolle. 

Wer Probleme mit Drosera regia hat, dem würde ich generell empfehlen es mit einem "kühleren" und schattigerem Standort zu versuchen!!!!

 

vor 5 Stunden schrieb Andreas B:

Im Winter in der Garage (meist) frostfrei. Nach dem Winter kam leider nichts mehr aus dem Topf.

 

VG Andreas

 

Wirklich Frost sollte Drosera regia nicht abbekommen. Am besten ist es wenn Drosera regia nur soweit zurück zieht, daß noch ein grüner Wachstumspunkt vorhanden bleibt. Mit fallenden Temperaturen sollte man weniger gießen, also nur noch leichter Anstau. (also eher feucht statt dauerhaft nass). 

Auch im Winter würde ich einen möglichst hellen Standort empfehlen. 

 

Zusammengefasst also:

 

Kühl bis kalt (kein Frost) 

Gut feucht, aber nicht dauerhaft nass, sonst faulen die Wurzeln

So hell wie möglich 

 

Sollte Drosera regia doch mal komplett oberirdisch absterben (Geduld) , weiterhin nur leicht feucht halten, dann kommen sie aus den Wurzeln wieder. 

Wenn Drosera regia eingeht, liegt meines Erachtens das Problem an faulenden Wurzeln. 

 

MfG Tim Beier 

  • Gefällt mir 2
Andreas B
Posted (edited)

Vielen Dank für eure ganzen Tipps!

 Ich werde sie beim nächsten Mal beherzigen.

Demnächst kann ich den Pflanzen auch andere Bedingungen bieten.


Ein paar Fragen fallen mir noch ein:

1. Hat jemand von euch die Regia draußen in einem „schönen“ Topf kultiviert?

2. welche Größe würdet ihr empfehlen?

3. woher bekommt ihr eure Substrate? (Außer den Torf)

 

Liebe Grüße

Edited by Andreas B
Tim Beier
Posted (edited)

Hallo Andreas, 

 

Zu Punkt1: Mein Bruder hatte eine im Garten stehen in einem weißen Übertopf. Im Winter stand sie an einem sehr hellen Fenster frostfrei in der Garage. Nur leider war er nach den zweiten Sommer also im Winter etwas zu nachlässig mit dem gießen. Sollte in dieser Zeit leicht feucht stehen, bei ihm stand sie leider viel zu trocken 🙈 

 

Zu Punkt 2: Der Topf wächst mit den Pflanzen. Töpfe mit mehr Volumen haben schon Vorteile, allerdings würde ich es nicht empfehlen eine kleine Pflanze gleich in einen übergroßen Topf zu setzten. 

 

Zu Punkt 3: Die meisten werden ihre Substrate selbst nach eigenen Vorlieben mischen. Egal ob Quarzsand, Akadama, Kanuma und Co. lässt sich alles im Internet finden und bestellen. Im Zweifel bei Amazon, Ebay und Co. 

 

MfG Tim Beier 

Edited by Tim Beier
Mörtel
Posted

Hi Andreas,

 

1. Schönheit liegt im Auge des Betrachters... Diese Rechtecktöpfe hab ich mit ca. 20 cm Breite, ca. 23 cm Tiefe und ca. 25 cm Breite und ca. 26 cm Höhe mit D. regia.Das ist übrigens nur eine Pflanze - ich hab beim Umtopfen nachgesehen: ein mehrfach verzweigtes Rhizom.

 

DregiaMay26a.thumb.jpg.f452cd602bcf24c119faf4d374ecfbd5.jpg

 

2. Wie Tim schreibt: der Topf wächst mit der Pflanze und viel zu groß ist auch suboptimal. Im zeitigen Frühjahr topfe ich bevorzugt um.

 

3. Den vulkanogenen, japanischen Kram (Akadama, Kanuma und Kiryuzuna) online aus dem Bonsaibedarf. Quarzsand vom Hersteller (Korngröße 1-2 mm findet man einige Anbieter). Bims aus dem Pflanzenmarkt (gibts auch online und beim Bonsaibedarf, war aber grad im Angebot als ich da war). Ich hab da auch teils Perlite und Blähton drin. Alles gut spülen!

 

Viel Erfolg,

 

Gruß,

 

Marco

 

  • Gefällt mir 1
  • Danke 1
J.N.B.
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Ich hatte auch immer wieder Probleme. Irgendwann fingen sie immer an zu faulen und wurden nie so üppig wie bei anderen.

2:1 Sand:Torf funktioniert bisher gut aber ich wollte auch mal anderes und gröberes ausprobieren.

Aber von meinen Wurzelschnittlingen haben auch wieder nichtmal die Hälfte lange überlebt.

Tobias Kulig
Posted
vor 7 Minuten schrieb J.N.B.:

2:1 Sand:Torf funktioniert bisher gut aber ich wollte auch mal anderes und gröberes ausprobieren.

Gröber muß gar nicht sein. Wenn Du z.B. Quarzsand 1-2mm und Kanuma 2-3mm zu gleichen Teilen nimmst, mischst Du soviel, daß Dein gewünschter Topf voll ist. Diese zwei Komponenten machst Du leicht feucht und mischst es gut vor. Jetzt nimmst Du nur eine Handvoll Torf, gibst es dazu und mischst es auch gut unter. Ist es zu wenig, nimmst Du nochmal ne Kleinigkeit. Bis es halt paßt. Du siehst es schon, wenn es paßt.

Damit hast Du eine Mischung, wo die Wurzeln gut Luft kriegen und kannst es sogar in 2-3cm Anstau stellen. Das bißchen Torf sorgt dafür, daß Dein Substrat bis oben gleichmäßig feucht ist. Da kann nix faulen und ist gut luftig.

  • Gefällt mir 1
banshee05
Posted

Hi, ich kann hier nur beipflichten. Habe seid 4 Jahren regias, Winter im Keller bei 10C mäßig Anstau und Sommer ab März zumeist im Gewächshaus. Pralle Sonne, wenig Wasser, hoher Topf. Blühen auch fleißig. Alles kein Thema. Ventilator löuft 10h am Tag durch. Nich nie Probleme damit.

Mach gleich mal ein paar Bilder.

  • Gefällt mir 1
Tobias Kulig
Posted
Am 28.5.2026 um 19:54 schrieb Tim Beier:

Ein kühler Wurzelbereich bringt zumindest schon mal weniger Schwierigkeiten! 

Tim, definiere mal bitte "kühler Wurzelbereich"....

Tim Beier
Posted (edited)

Hallo Tobias, 

 

Ich gehe jetzt mal nicht davon aus dass du die Definition der Wörter an sich meinst 😅 

Damit meine ich alle möglichen Maßnahmen, die verhindern dass sich das Substrat unnötig aufheizt.....

z.B Gewächshaus Boden vs oberste Etage, Schattierte Töpfe, Substratvolumen und Beschaffenheit usw. Das lässt sich noch weiter vorführen. 

 

Wie gesagt hab ich keine Probleme mit D.regia allerdings sehe ich im Hochsommer einen Unterschied bei Pflanzen die wärmer stehen im Vergleich zu denen die kühler stehen. 

Ich würde mich aber auch nicht nur auf einen einzigen Parameter versteifen. Und sehe das ja auch nicht zu eng. 

Vieleicht macht es ein anderes Beispiel deutlich?! Textaufgabe: "Es ist Sommer und Sie haben eine Gewächshaus und 2 freie Plätze. Einen auf dem Gewächshausboden und einen in der obersten Etage. Sie bekommen folgende 2 Pflanzen: Drosera indica und Drosera regia. Frage: Welche Pflanze stellen Sie an welchen Platz. Begründen Sie Ihre Antwort.......😅 

 

Nach meiner Auffassung gehört Drosera regia eben zu den Arten die es im Vergleich zu anderen etwas kühler mag. Manche Drosera mögen es sehr warm bis heiß, andere eben weniger. Das ist im Grunde alles. 

 

Und wenn ich am Naturstandort von D.regia bei warmen Südafrikanischen Temperaturen und entsprechender Sonneneinstrahlung den Finger ins Erdreich stecke fällt auf, daß der Wurzelbereich schon fast kalt ist (von Rieselwasser gekühlt) 

Davon mal abgesehen ist mir völlig schnuppe wenn der eine so sagt und der andere so..... Mein persönlicher Eindruck, meine persönliche Schlussfolgerung. Wer seine D.regia in der Sonne braten will darf das gerne tun. Fragt mich jemand nach meiner Meinung, sag ich was ich denke und was ich bei Schwierigkeiten empfehlen würde. 

Und wenn ich komplett auf dem Holzweg sein sollte, darf man mich gerne mit guten Argumenten überzeugen. 

 

Ich werde jetzt zum Beispiel auch mal einen Versuch machen und D.regia in rein mineralisches Substrat setzen und eine in mein Standart Substrat und in die oberste Etage wo es richtig warm wird stellen....  Da seh ich ja dann ob es einen Unterschied gibt.

 

MfG Tim Beier 

Edited by Tim Beier
  • Gefällt mir 2
Tobias Kulig
Posted
vor 9 Stunden schrieb Tim Beier:

Ich gehe jetzt mal nicht davon aus dass du die Definition der Wörter an sich meinst 😅 

Damit meine ich alle möglichen Maßnahmen, die verhindern dass sich das Substrat unnötig aufheizt.....

Nicht ganz. Ich meinte damit tatsächlich eine Temperaturangabe im Substrat. Ich habe vor,mir ein digitales Fleischthermometer zu kaufen. Kostet nur ein paar Euro. Dazu habe ich zur reinen Oberflächenmessung ja bereits meine Infrarotpistole. Ich denke, damit hat man alles im Blick.

Tim Beier
Posted

Hallo Tobias, 

 

Genau bei 26,84.... Ne quatsch. So genau hab ichs dann derzeit zwar nicht, aber ich kann dann mal meinen Pt100 (Temperaturfühler) ne zeit lang im Substrat versenken und schauen was der Messumformer ausgibt. sprich nachmessen..... Verlaufstemperatur technisch betrachtet möglich.... 🤔😅 

 

Nach dem Essen geh ich mal wenn's zeitlich reicht, Fakten schaffen. Bitte etwas um Geduld. Das ganze wird dann einer Momentaufnahme entsprechen. 

 

MfG Tim Beier 😅✌️ 

Tim Beier
Posted

Hallo Miteinander, 

 

Ich hab alles handschriftlich notiert und über KI zusammenfassen lassen. 

Kann jeder nun draus machen was er will 😅 

 

# Messprotokoll – Substrattemperaturen bei *Drosera regia*

 

**Datum:** 01.06.2026

**Uhrzeit:** 19:27 Uhr

**Lufttemperatur:** 28,1 °C

**Messtiefe:** ca. 5–8 cm

 

## Messergebnisse

 

| Nr. | Messpunkt | Position | Temperatur |

| --- | ----------------------- | --------------- | ---------- |

| 1 und 2| Topf, Ausrichtung 253° | sonnenabgewandt | 30,5 °C |

| 1 und 2 | Topf, Ausrichtung 253° | sonnenzugewandt | 37,3 °C |

| 3 | Topf Gewächshaus Boden, Ausrichtung 253°              | sonnenabgewandt | 23,8 °C |

| | | sonnenzugewandt | 30,7 °C |

| 4 | Topf bei Byblis, Ausrichtung 37°       | sonnenzugewandt | 28,4 °C |

| | | sonnenabgewandt | 28,8 °C |

| 5 | Byblis (oberer Bereich) Ausrichtung 235°| Mitte | 34,0 °C |

| | | sonnenzugewandt | 37,3 °C |

| | | sonnenabgewandt | 32,4 °C |

 

## Beobachtungen

 

* Die Lufttemperatur betrug zum Messzeitpunkt 28,1 °C.

* Die gemessenen Substrattemperaturen lagen zwischen 23,8 °C und 37,3 °C.

* Die höchste Temperatur wurde auf den sonnenzugewandten Bereichen des Topfes mit Ausrichtung 253° sowie im oberen Bereich der Byblis-Messung festgestellt (jeweils 37,3 °C).

* Der Temperaturunterschied zwischen sonnenzugewandten und sonnenabgewandten Bereichen betrug beim Topf mit Ausrichtung 253° etwa 6,8 °C.

* Am Topfboden war der Unterschied mit 6,9 °C ähnlich ausgeprägt.

* Im Bereich des Topfes bei Byblis zeigten sich dagegen nahezu identische Temperaturen auf beiden Seiten.

 

## Fazit

 

Die Messungen zeigen eine deutliche Erwärmung des Substrats durch Sonneneinstrahlung. Trotz einer Lufttemperatur von lediglich 28,1 °C wurden im Substrat lokal Temperaturen von bis zu 37,3 °C erreicht. Gleichzeitig weisen die Messungen auf eine vergleichsweise starke Temperaturdifferenz zwischen sonnenzugewandten und sonnenabgewandten Bereichen innerhalb desselben Topfes hin.

 

Falls die Messung für eine Kulturdokumentation gedacht ist, würde ich zusätzlich notieren:

 

* Wetter: sonnig / leicht bewölkt / bewölkt

* Dauer der direkten Sonneneinstrahlung vor der Messung

* Topfmaterial (Kunststoff, Ton etc.)

* Substratmischung

* Bewässerungszustand (Anstauhöhe, letzte Bewässerung)

 

Das macht spätere Vergleiche deutlich aussagekräftiger.

 

Persönlicher Kommentar: Das ganze zeigt mir persönlich jetzt einfach nur folgendes: einen deutlichen Unterschied zwischen Bodennähe und oberer Etage, und zweitens dass der Unterschied zwischen sonnen abgewandt und zugewandt extrem ist. 😅 War jetzt ganz witzig..... 

 

Also.... In den Abendstunden scheint der Unterschied zwischen Gewächshaus Boden und oberer Etage ca 7 bis 8 °C zu betragen. 

Ist jetzt mit Sicherheit kein Extrembeispiel, aber deutlich. 

Mehr kann und will ich da jetzt aber nicht interpretieren. ✌️ 

 

MfG Tim Beier 

 

Christian Dietz
Posted

Hallo Tobias,

 

eine Temperaturangabe wird dir nicht viel bringen. Ich kann auch gerne mal messen, wenn es für irgendjemanden interessant ist. Das sind aber alles nur Momentaufnahmen. Und sie werden sicher auch kurzzeitig deutlich mehr als 30°C im Substrat überleben (siehe Tims Antwort) und nicht gleich eingehen. Du versteifst dich da viel zu sehr auf exakte Angaben. Willst du dann automatisiert versuchen, eine bestimmte Gradzahl zu halten? Vielleicht ist das dann aber auch wieder nicht gut.....

 

Auch ich denke, dass D. regia im Wurzelbereich nicht dauerhaft zu warm stehen sollte und man möglichst verhindern sollte, dass sich die Töpfe aufheizen. Ich sehe das ähnlich wie bei Darlingtonia, die ja auch warme Wurzeln nicht immer gut verträgt. Bei D. regia kommt ständig fließendes, kaltes Wasser dem Berg runter. Im Sommer wird auch dieses Wasser sicher nicht ganz so kalt sein, wie im Winter. Daher mein Tipp: Den Topf einfach nicht in die pralle Sonne stellen 🙂

 

Gruß

Christian

Tobias Kulig
Posted
vor 3 Stunden schrieb Christian Dietz:

Du versteifst dich da viel zu sehr auf exakte Angaben. Willst du dann automatisiert versuchen, eine bestimmte Gradzahl zu halten?

Hallo Christian,

irgendwie werde ich hier fehlinterpretiert oder ich drücke mich falsch aus. Mir persönlich ist es absolut schnuppe, welche Temperaturen im Substrat oder außerhalb herrschen! Versteifen tu ich mich da garantiert nicht! Mir ist noch keine D. regia wegen zu hohen Temperaturen eingegangen. Ob es jetzt im Freien in der prallen Sonne ist oder im GH. Bei mir spielt es keine Rolle, wo sie stehen.

Was ich mit der Messerei ausdrücken will, ist für die Anfänger oder einfach diejenigen, die es interessiert. Ein guter Substratmix in Kombination mit der Bewässerung ist schon die halbe Miete (oder auch schon die Ganze). Das es bei mir klappt, hat vermutlich auch mit meiner Erfahrung zu tun und alles läuft intuitiv ab. Früher sind D. regia einfach gewachsen, heute ist es eine Wissenschaft mit zu hohen Temperaturen.

 

Wenn man sich wirklich um die Substrattemperaturen Gedanken machen will, dann muß man sich mal mit den subantarktischen Arten beschäftigen, insbesondere D. stenopetala. Das ist schon ne andere Hausnummer. Eine dauerhafte Substrattemperatur von über 22 Grad und sie wachsen rückwärts und zwar bis sie hinüber sind. Kann ganz schnell gehen, wenn man da nicht aufpaßt. 

 

Gruß

Tobias

 

Tim Beier
Posted

Hallo Miteinander, 

 

Na ja, scheinbar gibt es immer wieder Leute für die D.regia eine Herausforderung ist. Berichte von Misserfolgen kenn ich zu genüge.... 

 

Hier mal was zum lesen Über den Standort:

 

https://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/00359192509519615

 

Jetzt mal abgesehen von eigenen Standortbeobachtungen gibt so ein paar Quellen (wie die obige) die den Standort beschreiben. 

 

Weiteres Zitat:

"Die Pflanzen wachsen eher an kühlen Hangsümpfen mit ständig durchströmendem Wasser („hillside seeps“)" 

 

Bei mir wachsen se im Topf...... 

 

MfG Tim Beier 

Mörtel
Posted (edited)

Ein Bedarf vergleichbar kühler Temperaturen (wohl im Vergleich zu Kapstadt) wurde auch zum 1. Mal in der bereits oben verlinkten Erstbeschreibung von 1926 erwähnt:

"experiments in cultivation show that it needs a moist and comparatively cool atmosphere, such as is provided by the south-east cloud at these heights (about 3000 ft.)."

 

 

 

 

 

 

Edited by Mörtel

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