Tobias Kulig Posted July 18 Posted July 18 (edited) Hallo zusammen, Pflanzen, mit denen ich sonst nie Probleme hatte, bereiten mir diese Saison komischerweise Schwierigkeiten. Es betrifft gottseidank aber nur Einzelpflanzen. Ich meine aber das Problem gefunden zu haben. Ich habe vor dieser Saison P. planifolia immer in totes, gehacktes Sphagnum mit Sand getopft und sie wuchsen super. Auch das sporadische Überfluten klappte prima, obwohl es meiner Meinung nach nix bringt. Daß die Pflanzen dadurch schneller wachsen, glaube ich nicht. Sie wirken nur größer, weil sie ihre Blätter aus dem Wasser strecken. Letzte Saison (2025) habe ich sie in Sand/Torf umgetopft. Zunächst wuchsen sie auch gut darin und kamen auch gut durch den Winter. Aber dann fingen ein paar zu zicken an, vor allem beim Überfluten. Ich habe daraufhin das Überfluten eingestellt. Trotzdem überbrause ich sie hin und wieder, weil es Keime im Zentrum ausspülen soll. Und jetzt hatte ich den Salat. Dieses Schadbild zeigt eindeutig, daß die Wurzeln faulen. Da hilft jetzt nur noch eins: Ganz schnell raus da! Mein Verdacht hat sich bestätigt: Wurzelfäule! Es sieht alles andere als gesund aus. Ich hoffe, die Aktion hilft. Ich habe sie in frisches Substrat getopft und die Zeit wird es richten. Hätte ich nix gemacht, wäre sie sowieso in die ewigen Jagdgründe eingegangen. Sollte die Pflanze überleben, ist es vielleicht eine Hilfestellung für andere, die mal so ein Problem haben werden. Ich halte Euch auf dem Laufenden.... Edited July 19 by Tobias Kulig 4 3
Tobias Kulig Posted July 20 Author Posted July 20 Hallo zusammen, es ist gut möglich, daß die Pflanze gerade nochmal die Kurve gekriegt hat. Wenn man das obere Bild mit dem aktuellen Bild vergleicht, erkennt man, daß das neueste Blatt kräftiger wirkt. Der 9,5cm hohe Topf steht etwa 2-3cm im Anstau und das Sphagnum sorgt für eine gleichmäßige Feuchtigkeit. Von oben bekommt sie erstmal nix mehr. Diese Aktion zeigt auch, daß man P. planifolia problemlos umtopfen kann, auch mit freigelegten Wurzeln. 3
Frank-B. Posted July 21 Posted July 21 (edited) Hast du dafür eine Erklärung? Wegen dem Torf? Wobei Spaghum ja auch länger die Feuchtigkeit hält. War gerade am überlegen ob sich diese Art nicht gut in meiner Schale machen würde....da sie eigentlich überfluten mag und mit viel Wasser auskommen müsste. Interessant....... Liebe Grüße Frank Edited July 21 by Frank-B.
Tobias Kulig Posted July 21 Author Posted July 21 (edited) vor 6 Stunden schrieb Frank-B.: Hast du dafür eine Erklärung? Wegen dem Torf? Wobei Spaghum ja auch länger die Feuchtigkeit hält. Grüß Dich Frank, also generell sollte P. planifolia in reinem Torf oder einem Sand/Torfgemisch funktionieren. Steht ja bei Oliver auch auf seiner HP. Aber ich denke, es kommt auf die Bewässerung an. Ich erinnere mich noch an das vorherige Substrat, was auch totes Sphagnum war. Die Pflanzen sind einfach besser und kräftiger gewachsen. Man sieht es auch in meinem Thread mit den selbst ausgesäten Sämlingen. Restlos alle sind schnell angewachen und gedeihen toll. Ich erkläre mir das so, daß das tote Sphagnum, wenn man es locker anklopft, einfach fluffiger und gut feucht ist. Es kommt aber tatsächlich drauf an, wie man bewässert: Wenn man nur rein im Anstau kultiviert, ohne Bewässerung von oben, bleibt dieser Zustand relativ lange erhalten. Beregnet man es aber regelmäßig von oben, sackt das Sphagnum mit der Zeit ab und verdichtet sich allmählich. Ich verzichte jetzt wieder auf das Überfluten und beregnen, weil es nach meiner Erfahrung die besten Ergebnisse bringt, nur im Anstau zu wässern. Die Pflanzen wachsen schnell und werden auch schnell größer. Aber wie gesagt, sind es nur meine Erfahrungen! Und es sei erwähnt, daß ich mein Sphagnum immer häcksle. Grüße Tobias Edited July 21 by Tobias Kulig 1 1
Frank-B. Posted July 21 Posted July 21 Wie die Natur doch solche Dinge an den Standorten im Griff hat. Sehr interessant, danke für die Erklärung. Man lernt nie aus. Liebe Grüße Frank 1
Tobias Kulig Posted August 1 Author Posted August 1 Hallo zusammen, nur ein kurzer Zwischenbericht über den Zustand der Pflanze. Sie ist wieder ganz gut etabliert und bildet regelmäßig ein neues Blatt, aber halt langsam. Die Wurzeln werden wohl ihre Zeit brauchen, bis sie sich erholt haben. Aber es sieht trotzdem gut für die Pflanze aus.
Tobias Kulig Posted August 10 Author Posted August 10 Hallo zusammen, das Pflänzchen scheint so langsam Fahrt aufzunehmen. Das Sphagnumgemisch ist dem Sand/Torfgemisch eindeutig vorzuziehen. Die Topfhöhe beträgt 9,5cm und der Daueranstau ist etwa bei 2-3cm. Die Substratfeuchte wird dadurch gleichmäßig konstant gehalten. Und wie schon erwähnt, verzichte ich in Zukunft auf eine Überflutung. Denn ohne Überflutung kommt auch Luft an die Wurzeln, was ich eindeutig besser finde. Ich werde jetzt so nach und nach alle P. planifolia wieder ins Sphagnumgemisch umtopfen. Die Sämlinge meiner Selbstaussaat habe ich von Anfang an in dieses Gemisch pikiert. Kein einziger Ausfall, alle sind angewachsen.... 1
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