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Hallo liebes Forum, ich habe das Phänomen auf dem Foto schon öfter gehabt: Die Ping fault von der Mitte heraus und ist dann kauptt. Das tritt von einem auf den anderen Tag auf und das Problem besteht seit ca. einem Jahr. Betroffen sind  vor allem auch unempfindliche Pings wie zB x Tina. Mein Substrat besteht aus Weißtorf und einem hohen Anteil an Quarzsand. Danke und LGIMG_20260919_123806517.thumb.jpg.95750ee70f84ad616fdcbf4cb6891153.jpg

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Klassische fäule. Ich würde von torf/sand weg gehen und ein etwas luftigeres und mineralisches substrat empfehlen. Eine Mischung aus Vermiculite, bims, sand und eine Hand voll Torf hat sich immer bewährt. Du kannst auch Lechuza pon ohne Dünger nehmen und ein bisschen Torf und Sand bei mischen. 

 

Nimm die verfaulte Pflanze auf jeden Fall raus, die ist auf jeden Fall hinüber. Falls du Blätter an der findest die nichts braunes aufweisen kannst du noch Ableger draus ziehen, ansonsten ist es ein Fall für die Tonne. 

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Wie sind deine Proportionen? Auf deinem Foto ist ziemlich viel Torf zu sehen.

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So 1/3 Quarz und 2/3 Torf. Wenn ich mehr Quarz nehme trocknet das Substrat sehr schnell aus. Ich finde es aber komisch, dass ich das vorher noch nie hatte. Nehme diese Mischung schon ewig...

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Also ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und erwähne browning heart disease. Das ist ein Zusammenspiel aus einem Pilz und einer nematoden Art. 

Ich selbst bin davon überzeugt das es zu 99. 8% eben nicht das ist, sondern ein klassisches Fäulnis Bild. 

 

Beim BHD rafft es dir den Großteil deiner Pflanzen innerhalb weniger Tage dahin,da das hochgradig ansteckend ist für die anderen Pflanzen. 

 

Das Bild was sich bei dir abzeichnet könnte einfach eine Pflanze sein die gerade die Blattform wechseln will und in dem moment einfach zuviel Feuchtigkeit abbekommt. Gerade in der Übergangsphase von sommerblättern zu winterblättern ist das bei einigen Pings recht kritisch und ich selbst hab das schon viele Male gehabt. 

 

Abhilfe schafft hier eben die von mir erwähnt luftigere und mineralische substrat Lösung. Vorallem vermiculite hat den Vorteil das es im Kern selbst noch feuchtigkeit über einen längeren Zeitraum Speichen kann, während das eigentliche substrat schon sehr trocken ist. Das erleichtert vorallem diese Übergangsphasen. 

 

Die meisten mexikanischen pinguicula können auch eher zu trocken als zu nass/feucht ab. Ganz am Anfang hab ich auch den klassischen Fehler gemacht alles in torf/Sand zu topfen, weil es wird ja auf Youtube und Co genauso deklariert - karnivore Pflanze = sumpfpflanze = Torf. 

 

Ist halt nur leider nicht so. Ich würde fast behaupten 50% der karnivoren Pflanzen weltweit wachsen halt eben nicht in Torf sondern in Moos, mineralien, sandigen Böden, epiphytisch auf Bäumen. 

 

 

Natürlich ist Torf immer die einfachste Wahl weil es ja eben "funktioniert" bis es eben nicht mehr funktioniert. 

 

Hoffe dir hilft das ein bisschen weiter

 

Liebe Grüße Alex 

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Tobias Kulig
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Ich sehe da noch eine Glasschale, die für gewöhnlich keine Abzugslöcher hat. Somit kennt man nie den aktuellen Wasserstand. Und in Verbindung mit zu torflastigem Substrat eher ungeeignet. 1/3 Sand ist da viel zu wenig. Hier ist ein rein mineralisches Substrat zielführend. 

Ich würde da schnell reagieren, nicht daß noch mehr Pflanzen Probleme bekommen.

 

Grüße

Tobias

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Ja, ist eine Glasschale. Ich hatte das Problem schon, dass ALLE Pflanzen in einer Glasschale innerhalb von 1 Woche auf die beschriebene Weise verfault sind. Das Problem ist, dass ich nur 1x pro Woche zum Gießen komme, da ich nicht ständig am Ort der Pibgs wohne. Aber ok, ich kann mal Vermiculite probieren!

Am 13.9.2026 um 14:51 schrieb Liborg:

Hello,

 

Can you send me address?

 

Libor

 

vor 11 Stunden schrieb jeff72:

Wie sind deine Proportionen? Auf deinem Foto ist ziemlich viel Torf zu sehen.

 

vor 1 Stunde schrieb Alex O.:

Also ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und erwähne browning heart disease. Das ist ein Zusammenspiel aus einem Pilz und einer nematoden Art. 

Ich selbst bin davon überzeugt das es zu 99. 8% eben nicht das ist, sondern ein klassisches Fäulnis Bild. 

 

Beim BHD rafft es dir den Großteil deiner Pflanzen innerhalb weniger Tage dahin,da das hochgradig ansteckend ist für die anderen Pflanzen. 

 

Das Bild was sich bei dir abzeichnet könnte einfach eine Pflanze sein die gerade die Blattform wechseln will und in dem moment einfach zuviel Feuchtigkeit abbekommt. Gerade in der Übergangsphase von sommerblättern zu winterblättern ist das bei einigen Pings recht kritisch und ich selbst hab das schon viele Male gehabt. 

 

Abhilfe schafft hier eben die von mir erwähnt luftigere und mineralische substrat Lösung. Vorallem vermiculite hat den Vorteil das es im Kern selbst noch feuchtigkeit über einen längeren Zeitraum Speichen kann, während das eigentliche substrat schon sehr trocken ist. Das erleichtert vorallem diese Übergangsphasen. 

 

Die meisten mexikanischen pinguicula können auch eher zu trocken als zu nass/feucht ab. Ganz am Anfang hab ich auch den klassischen Fehler gemacht alles in torf/Sand zu topfen, weil es wird ja auf Youtube und Co genauso deklariert - karnivore Pflanze = sumpfpflanze = Torf. 

 

Ist halt nur leider nicht so. Ich würde fast behaupten 50% der karnivoren Pflanzen weltweit wachsen halt eben nicht in Torf sondern in Moos, mineralien, sandigen Böden, epiphytisch auf Bäumen. 

 

 

Natürlich ist Torf immer die einfachste Wahl weil es ja eben "funktioniert" bis es eben nicht mehr funktioniert. 

 

Hoffe dir hilft das ein bisschen weiter

 

Liebe Grüße Alex 

 

Posted (edited)

Dann evtl das mineralische Substrat mit Dochtbewässerung. Das funktioniert bei mir auch und du muss nicht so oft gießen.

Edited by Frank-B.
Tobias Kulig
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vor 9 Stunden schrieb domink:

Aber ok, ich kann mal Vermiculite probieren!

Damit ist leider auch nicht geholfen. Du mußt bei den Pings vom Torf wegkommen. Wenn sie wirklich gesund und kräftig wachsen sollen, kommst Du an einer mineralischen Mischung nicht vorbei. Kauf Dir doch nen Sack mineralisches Sukkulentenzeugs. Pings wachsen in nahezu allem. 
Ich selber verwende bei Einzelpflanzen z.B. auch sehr gerne Sphagettisteine, die in einer Wasserschale liegen. Durch die winzigen Poren kommt nicht zuviel und nicht zu wenig Wasser bei den Pflanzen an. Dann blühen sie schön und üppig.

Dann hab ich andere Arten, die ich in 7er Töpfen kultiviere, die in einem langen Untersetzer stehen. Die füllt man mit grobem bis mittelgroßem mineralischem Gebrösel und setzt die Pings drauf. Dann noch Wasser in den Untersetzer und die Töpfe von oben angießen, daß gleich eine Kapillarwirkung vorhanden ist. Selbst, wenn der Untersetzer voll ist, kommt nie zuviel Wasser oben an. Es ist immer nur leicht feucht. Genau so, wie die Pflanzen es brauchen. Hier kanns keine Herzfäule geben.

Hier gibt es soviele Threads von Pings, wo man auch das Substrat sieht. Schau die dochmal durch.

 

Gruß

Tobias

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Mit dem spaghetti Stein stimme ich dem Tobias absolout zu, das ist eigentlich die einfachste Art mexikanische Pings zu kultivieren. Schale voll machen, warten bis sie leer ist, wieder voll machen. Im Winter, wenn man Pings mit 2 Blattformen hat, einfach niedriger Wasserstand oder etwas länger abtrocknen lassen. Sowas ist praktisch wenn man nicht immer Zeit hat und sieht auf dauert auch sehr schön aus. 

 

Zum weg vom Torf muss ich ein wenig einlenken. Ich hab die letzten 3 Jahre Torf frei gearbeitet mit den Pings und ja, es funktioniert ganz gut, aber wenn man die Pings in der Wohnung hat (nicht im GH) wird das mit dem giessen etwas schwieriger. Das substrat kann auch sehr schnell knüppelhart werden, was dann die Pflanzen teilweise erstickt. Seit letztem Jahr gebe ich deshalb wieder so 10% Torf zum mix (das ist meist nur ne Hand voll) und das wirkt wirklich wunder. Selbst in der Hitze dieses Jahr hatte ich teilweise 38 bis 40 Grad (unter starken spiderfarmer Lampen) und 0 Ausfälle durch die besagte Hitze. 

 

Ich bin kein Wissenschaftler sondern mach das alles nach Gefühl und Erfahrung, aber ja nimm irgendeinen sukkulenten mix und hau da ein bisschen vermiculite und Torf mit rein und du wirst sehen es wird wesentlich leichter in der Handhabung. 

 

 

Wenn du eine Schale ohne Löcher hast ist es übrigens wichtig eine drainage Schicht zu haben welche mit etwas fliegengitter bedeckt wird und darauf dann das substrat. Diese Schicht kann blähton, blähschiefer oder sogar seramis sein. Das dient dann am Ende als Wasserspeicher und der Wasserstand kann am Glas direkt abgesehen werden 👍 

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Bonjour

 

Die meisten Pings wachsen in ihrem natürlichen Lebensraum in kalkhaltigen Böden.

 

Da es sich hier um Gartenhybriden handelt, wäre ein torfigerer Boden möglicherweise besser geeignet. Ich persönlich verwende für sie eine Mischung aus 70 % Flusssand und 30 % Torf oder ein rein mineralisches, kalkhaltiges Substrat.

 

Zu beachten ist außerdem, dass sich die Pflanze derzeit auf die Winterruhe (von Oktober bis Mai) vorbereitet und daher möglicherweise eine Reduzierung der Bewässerung erforderlich ist (die häufig für Herzfäule bei der Pflanze verantwortlich ist).

  • Danke 1
Tobias Kulig
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vor einer Stunde schrieb Alex O.:

Das substrat kann auch sehr schnell knüppelhart werden, was dann die Pflanzen teilweise erstickt.

Hallo Alex,

das kommt drauf an, was man als Substrat verwendet. Das hört sich fast so an, wie wenn das Substrat recht glatt ist.

 

Schau mal: Die zwei kleinen P. gypsicola wachsen in sehr grobem, rein mineralischen Substrat. Fast unverhältnismäßig für die Pflanzengröße. Hier sind bis runter sehr große Luftlöcher und die sehr dünnen Haarwurzeln wachsen nicht in den Luftlöchern, sondern sie kleben an den feuchten Einzelkörnern. Also Feuchtigkeit mit viel Luft. Und es gefällt ihnen. Du siehst ja, wie gesund und kräftig die Pflänzchen sind. Den Untersetzer fülle ich einmal pro Woche. Und im warmen GH ist er mit Sicherheit schneller leer als in einer kühleren Wohnung. Ich bin mir sicher, daß es den Pflänzchen nix ausmachen würde, wenn er alle 2 Wochen gefüllt würde.

Aber das sind halt die jeweiligen Einzel-Erfahrungen, die jeder von uns machen muß. 

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Unsere wohnung ist alles andere als kühl haha xD vllt keine 50 grad wie in nem gwh aber wir haben egal ob sommer oder Winter immer 26 bis 28 Grad in der Bude. Unter den Lampen dann nochmal 3 bis 4 Grad mehr. Und das trotz 6zoll Ventilatoren in jedem regal Boden xD

 

Aber ja ich stimme dir zu, das ist ja auch das was ich grundsätzlich sage, jeder muss seinen eigenen sweetspot für sich zuhause am Ende selbst finden 👍 

Posted
vor 15 Stunden schrieb Alex O.:

Mit dem spaghetti Stein stimme ich dem Tobias absolout zu, das ist eigentlich die einfachste Art mexikanische Pings zu kultivieren. Schale voll machen, warten bis sie leer ist, wieder voll machen. Im Winter, wenn man Pings mit 2 Blattformen hat, einfach niedriger Wasserstand oder etwas länger abtrocknen lassen. Sowas ist praktisch wenn man nicht immer Zeit hat und sieht auf dauert auch sehr schön aus. 

 

Zum weg vom Torf muss ich ein wenig einlenken. Ich hab die letzten 3 Jahre Torf frei gearbeitet mit den Pings und ja, es funktioniert ganz gut, aber wenn man die Pings in der Wohnung hat (nicht im GH) wird das mit dem giessen etwas schwieriger. Das substrat kann auch sehr schnell knüppelhart werden, was dann die Pflanzen teilweise erstickt. Seit letztem Jahr gebe ich deshalb wieder so 10% Torf zum mix (das ist meist nur ne Hand voll) und das wirkt wirklich wunder. Selbst in der Hitze dieses Jahr hatte ich teilweise 38 bis 40 Grad (unter starken spiderfarmer Lampen) und 0 Ausfälle durch die besagte Hitze. 

 

Ich bin kein Wissenschaftler sondern mach das alles nach Gefühl und Erfahrung, aber ja nimm irgendeinen sukkulenten mix und hau da ein bisschen vermiculite und Torf mit rein und du wirst sehen es wird wesentlich leichter in der Handhabung. 

 

 

Wenn du eine Schale ohne Löcher hast ist es übrigens wichtig eine drainage Schicht zu haben welche mit etwas fliegengitter bedeckt wird und darauf dann das substrat. Diese Schicht kann blähton, blähschiefer oder sogar seramis sein. Das dient dann am Ende als Wasserspeicher und der Wasserstand kann am Glas direkt abgesehen werden 👍 

Das habe ich schon probiert, nur leider bilden sich sehr schnell Algen und das Ganze wird unansehnlich....

 

Ich hab jetzt das Pflanzgranulat von der Marke Dehner gekauft als Basis für das Substrat. 

vor 13 Stunden schrieb Tobias Kulig:

Hallo Alex,

das kommt drauf an, was man als Substrat verwendet. Das hört sich fast so an, wie wenn das Substrat recht glatt ist.

 

Schau mal: Die zwei kleinen P. gypsicola wachsen in sehr grobem, rein mineralischen Substrat. Fast unverhältnismäßig für die Pflanzengröße. Hier sind bis runter sehr große Luftlöcher und die sehr dünnen Haarwurzeln wachsen nicht in den Luftlöchern, sondern sie kleben an den feuchten Einzelkörnern. Also Feuchtigkeit mit viel Luft. Und es gefällt ihnen. Du siehst ja, wie gesund und kräftig die Pflänzchen sind. Den Untersetzer fülle ich einmal pro Woche. Und im warmen GH ist er mit Sicherheit schneller leer als in einer kühleren Wohnung. Ich bin mir sicher, daß es den Pflänzchen nix ausmachen würde, wenn er alle 2 Wochen gefüllt würde.

Aber das sind halt die jeweiligen Einzel-Erfahrungen, die jeder von uns machen muß. 

51322224cc.jpeg

Sieht sehr schön aus! Ich hab jetzt das Pflanzgranulat von der Eigenmarke Dehner gekauft als Basis. Da ist Bims, Xeolith, Blähton u.a. drin.

vor 14 Stunden schrieb jeff72:

Bonjour

 

Die meisten Pings wachsen in ihrem natürlichen Lebensraum in kalkhaltigen Böden.

 

Da es sich hier um Gartenhybriden handelt, wäre ein torfigerer Boden möglicherweise besser geeignet. Ich persönlich verwende für sie eine Mischung aus 70 % Flusssand und 30 % Torf oder ein rein mineralisches, kalkhaltiges Substrat.

 

Zu beachten ist außerdem, dass sich die Pflanze derzeit auf die Winterruhe (von Oktober bis Mai) vorbereitet und daher möglicherweise eine Reduzierung der Bewässerung erforderlich ist (die häufig für Herzfäule bei der Pflanze verantwortlich ist).

Danke, ich hatte auch Kokohum + Quarzsand genommen und das hat besser funktioniert als Torf...

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