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  1. Christian Voss

    Meine Queensland-Schale 2018

    Hallo zusammen, nachdem Jürgen W. vor Kurzem ja schon einige schöne Bilder der Queenslander gezeigt hat, möchte ich mich anschließen und ein paar aktuelle Bilder von den Pflanzen aus meiner Queensland-Schale zeigen. Bei mir wachsen alle drei Arten (adelae, prolifera, schizandra) und der Hybrid 'Andromeda' kreuz und quer zusammen in einer 60x40-Schale und dürfen sich quasi unkontrolliert ausbreiten. Die Schale steht permanent in recht hohem Anstau (etwa 4-5cm) und wird von zwei T8-Röhren im bewährten 840/865-Lichtverhältnis beleuchtet. In medias res,... hier die Bilder: Beginnen wir mit Drosera adelae, der aus meiner Sicht einfachsten der drei Arten. Hier entwickeln sich im Moment unzählige Blütenstiele - einer war beim "Shooting" glücklicherweise schon weit genug, so dass ich auch ein Blütenfoto zeigen kann. Die Standard-Vermehrungsmethode dieser Art funktioniert über Wurzelausläufer, die sich kreuz und queer durch die Schale strecken. Viele der neuen Pflanzen tauchen so zwischen den Töpfen auf und quetschen sich dazwischen in Richtung Licht. Substrat scheinen sie nicht zwingend zu benötigen und wachsen seit Jahren einfach aus dem Wasser heraus. Die zweite zur Zeit blühende Art (nein, falsch, hier handelt es sich ja um einen Hybriden aus D. schizandra und D. prolifera) ist D. 'Andromeda', die Kamil Pasek von BCP (bestcarnivorousplants) vor ein paar Jahren herausgebracht hat. Große Blätter im Stile der schizandra an kurzen Stielen, die an die von D. prolifera erinnern, prägen das Erscheinungsbild dieses Hybriden. Die dritte im Bunde ist D. prolifera. Hier blüht noch nichts, daher von der leider kein Blütenfoto. Werd' ich aber nachreichen, wenn's dann so weit ist. D. prolifera vermehrt sich bei mir fast ausschließlich über Kindel, die an den äußeren Enden der Blütenstiele gebildet werden. Ähnlich wie bei D. adelae scheinen die Pflanzen zumindest lange Zeit ohne Substrat auszukommen. Manche der herunterhängenden Kindel sind über ein Jahr alt und wachsen fröhlich vor sich hin. Sobald ich sie dann auf's Substrat lege, bildet sich eine Wurzel, mit der sich die Pflanze dann verankert. Von D. schizandra hab' ich unter meinen Aufnahmen leider nur ein brauchbares Exemplar gefunden. Auch da muss ich nochmal was nachreichen. Die Art ist die jüngste in meinem Setup, entwickelt sich aber sehr gut und beginnt auch schon, sich zu vermehren. Bei dieser Art hab' ich momentan drei neue Austriebe direkt am Stamm der Mutterpflanze. Ob das die gewohnte Vermehrungsform dieser Art ist, kann ich noch nicht sagen,... wird die Zeit zeigen. Ja, das war's von meinen Queenslandern in diesem Frühjahr. Bleibt mir noch ein Hinweis auf einen älteren Thread von mir, der auch einen Haufen Bilder enthält. Leider sind darunter noch einige, die auf meinen ehemaligen externen Hoster verlinkt und daher nicht sichtbar sind. Werd' mich da aber in den nächsten Tagen drum kümmern (EDIT: Erledigt ). Viel Freude mit den Bildern, einen guten Start in die neue Woche und viele Grüße, Christian
  2. Christian Voss

    Waldbewohner aus dem nördlichen Australien

    Hallo zusammen, heute möchte ich mal ein paar Fotos meiner Queensland - Sonnentaue zeigen. Und bevor Wolfgang wieder fragen muss, hier mal kurz ein paar Informationen zur Kultur: Drosera adelae kultiviere ich (ehrlich gesagt, weil ich seit Jahren zu faul zum Umtopfen bin) in mehreren nebeinanderstehenden Töpfen in einem Torf, Quarzsand, Perlite - Mix mit einer "Deckschicht" aus lebendem Sphagnum. Die Töpfe stehen in dauerhaftem Anstau (tatsächlich ohne auch nur einen Tag trocken zu stehen). Da D. adelae als die "lichttolleranteste" der Three Sisters gilt, stehen die Töpfe offen unter zwei T8 Röhren á 36W im bekannten 840,865 - Mix. Drosera schizandra und Drosera prolifera haben's nicht so mit dem Licht, dafür mögen sie Feuchtigkeit um so mehr. Daher stehen diese beiden Arten in einem geschlossenen Zimmergewächshaus (diese Minigewächshäuser im Format 30x20) am äußersten Rand von drei T8 Röhren, so dass die D. prolifera gerade noch darunter steht und die D. schizandra nur ein wenig Streulicht von der Seite abbekommt. Als Substrat habe ich hier eine ca. 3cm dicke Schicht aus reinem Torf gewählt, auf der eine ebenso dicke Schicht aus lebendem Sphagnum liegt. Auch hier stehen die Pflanzen ständig mit den Füßen im Wasser. Wenn ich mal wieder etwas mehr Zeit habe, werden die D. adelae in ebenso ein Substrat umgepflanzt. Allerdings würde ich bei dieser Art die Abdeckung des Mini-Gewächshauses auf jeden Fall weglassen. Für alle drei Arten gilt, dass keine allzu hohen Töpfe/Gefäße gewählt werden müssen, da die Queenslander im Gegensatz zu z.b. südafrikanischen Drosera flach wurzeln und sich auch über diese Wurzelausläufer vermehren. Hier dann auch die angekündigten Fotos: Zunächst die D. adelae Töpfe. Hier meine ich, zwei Varianten dieser Art zu besitzen (ich habe die auch vor Jahren von unterschiedlichen Quellen bekommen). Eine bekommt kaum Farbe, hat eher cremefarbene Blüten und etwas breitere Blätter; die andere hat schmalere Blätter, die dafür aber dunkelrot werden und leuchtend rote Blüten hervorbringen. Die grüne: Die rote: Hier noch ein Bild der Wurzeln, die aus den Töpfen heraus durch's Wasser ziehen, um irgendwo Land zu finden, wo dann ziemlich schnell neue Pflanzen entstehen: So, weiter geht's mit den zwei anderen Schwestern. Hier finde ich die "Ausbreitungsfreudigkeit" immer wieder beeindruckend. Ob aus Wuzelausläufern oder einfach auf dem Substrat liegenden Blütenstielen, immer wieder sprießt irgendwo eine Jungpflanze. Drosera schizandra: Drosera prolifera: Ich hoffe, dass die Bilder gefallen und der ein- oder andere was mit den Kulturhinweisen anfangen kann. Alles in allem würde ich keine der Arten als besonders schwierig beschreiben und gerade für Setups ohne allzuviel Kunstlicht kann ich diese Arten sehr empfehlen. Schönen Abend, viele Grüße, Christian
  3. Philipp J.

    Probleme mit Drosera adelae

    Hallo zusammen Ich kultiviere meine Drosera adelae mit anderen Drosera in einem Aquarium wo teilweise den ganzen Tag über die Sonne drauf scheint. Ich weiß, dass sie das nicht so mag aber ich glaube trotzdem dass es darin liegt, dass sie gerade über 20 Ableger gebildet hat und deshalb sieht sie so geschwächt aus. Was meint ihr? Hier ein Bild:
  4. Abaddon

    Drosera adelae Sämlinge

    Man liest ja immer wieder, dass Drosera adelae in Kultur selten blüht und wenn sie es tut, keine Samen ansetzt, diese Aussagen haben mich lange davon abgehalten, es einfach mal selbst zu versuchen. Nachdem ich meiner Pflanze diesen Sommer einen schönen hellen Platz auf dem Balkon gegönnt hatte, belohnte sie mich, neben schönen rot gefärbten Blättern, mit einer Unmenge an Blütenstielen. Und tut es auch immer noch, derzeit sind noch 2 davon kräftig am blühen. Also dachte ich mir, ich probiere es einfach mal aus. Da Selbstbestäubung offenbar schlecht bis garnicht funktioniert, habe ich einfach regelmäßig die Blüten zweier Stiele vorsichtig aneinander gerieben, dabei war gut zu beobachten, das viel Pollen freigesetzt wurde. Als kleines Zusatzexperiment habe ich auch Blüten von D. prolifera benutzt, da diese zufälligerweise zur selben Zeit geblüht hat. Nachdem diese Stiele abgeblüht waren, habe ich aus circa 40 Samenkapseln dann um die 20 Samen von D. adelae ernten können. D. prolifera hat aber leider keine Samen angesetzt, die Fruchtkapseln haben sich nicht richtig entwickelt. Macht euch selbst ein Bild von dem Ergebnis: Ungefähr 2 Wochen nach Aussaat sah das Ganze so aus 2 Tage später 10 Tage danach Und zuletzt noch ein aktuelles Photo von heute, knapp 20 Tage nach der Keimung mit der ersten Beute :stuff: Wie man im oberen Teil des Bildes sehen kann, keimen gerade noch einige Nachzügler. Und ich sollte wohl auch dazu sagen, dass ich anfangs keine großen Hoffnungen aus Erfolg hatte, daher habe ich das Substrat mit einer Sprühfalsche feucht gehalten, was wohl auch einige der Samen unter das Substrat gespült hat. Mein Fazit: Drosera adelae setzt zwar im Vergleich zu der großen Blütenzahl äußerst wenige Samen an, aber die Keimquote ist relativ gut und die Sämlinge entwickeln sich prächtig. Schönen Gruß, Patrick
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