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  1. Liebe Karnivorenfreunde, Am kommenden Sonntag, den 4. August 2013 um 20.00 Uhr findet wieder ein Themenabend im freien Karnivoren-Chat statt. Das Thema: Karnivorenparadies Australien Zugang zum Chat: HIER oder HIER Als Voraussetzung muß im Webbrowser lediglich Javascript aktiviert werden. Eine Übersicht aller geplanten Themenabende für das Jahr 2013 kann hier heruntergeladen werden: http://www.djelkmann.de/wordpress/wp-content/uploads/2013/01/themenabendkalender-2013-freier-karnivorenchat.pdf http://oestliche.gefil.de/html/karnivorenchat/themenabendkalender-2013-freier-karnivorenchat.pdf Im Freien Karnivoren-Chat gelten folgende Verhaltensregeln: http://www.djelkmann.de/wordpress/?page_id=648 Bitte beherzigt diese Regeln! Wer ein Chatprogramm wie mIRC, Nettalk, xChat, PC-Chat oder Pidgin u.a. verwendet, kann auch direkt zum freien Karnivoren-Chat gelangen. Ihr benötigt dazu folgende Daten: Server: euIRCnet (irc.euirc.net:6667) Channel: #carnivoren Termine und Neuigkeiten geben wir außerdem auf Twitter bekannt: http://twitter.com/karnivorenchat Wir freuen uns auf euren Besuch zum Themenabend. Der freie Karnivoren-Chat steht wie gewohnt auch an allen anderen Tagen jederzeit für euch offen. Interessierte sind herzlich willkommen. Daß sich unsere Gäste an gute Umgangsformen halten, setzen wir voraus. Mit karnivoren Grüßen Die Betreiber des freien Karnivoren-Chats Daniel Jelkmann Karsten Günther Daniel Brünger Thomas Fricke Julian Schütz Marcel Brys -- Freier Karnivoren-Chat Twitter: http://twitter.com/karnivorenchat Web-Zugang 1: http://www.djelkmann.de/ (siehe: Interaktiv –» Chat) Web-Zugang 2: http://oestliche.gefil.de/ (siehe: Karnivoren-Chat) Web-Zugang 3: http://www.carnivoren.de.vu/ (siehe: Karnivoren Chat) Server: euIRCnet (irc.euirc.net:6667) Channel: #carnivoren
  2. Hallo, das Sandsteinplateau im Norden von Australien stellt eine der unzugänglichsten und schönsten Landschaften des Kontinents dar. Bisher befanden sich jedoch alle besuchten Standorte unterhalb (bzw. am Rand) dieser riesigen Hochebene. In der Nähe der Jim Jim Falls/Twin Falls hatten wir zum ersten Mal die Gelegenheit eine Wanderung auf das eigentliche Plateau zu unternehmen. Zunächst musste jedoch wiedermal auf der furchtbar holprigen Piste der 50 Meter breite und knapp einen Meter tiefe Jim Jim Creek durchfahren werden: Beim durchfahren des Flusses sollte man besser nicht liegenbleiben, denn hier gibt es massenhaft Leistenkrokodile, worauf dieses Schild hinweist: Ein kleiner Weg führt zu Beginn der Wanderung auf das Plateau, welches etwa 200 Meter aus der Ebene herausragt. Der Ausblick vom Rand ist überwältigend! Das zerklüftete Plateau: Auf dem Plateau wuchsen direkt an einem schönen (krokodilfreien) Fluss die ersten Utricularia fulva: Hier wartet eine Spinne geduldig auf (vermutlich) den Bestäuber. Dies konnte ich übrigens an vielen weiteren Standorten (auch im Litchfield Nationalpark) sehr häufig beobachten: Drosera burmannii wuchs auch wieder an ziemlich extremen Standorten: Teilweise blühten sie sogar: Etwas weiter flussaufwärts befand sich ein einfach wunderschöner Ort mit kleinen Wasserfällen, Sandbänken und Flussinseln. Und genau hier befand sich auch die größte Population von U. fulva, die ich während der Reise finden konnte: Die Pflanzen wuchsen größtenteils in reinem Sand, wie man hier nochmal recht gut erkennen kann: Ein einzelner Blütenstiel mit Schatten: Eine Blüte unterschied sich von den anderen etwas: Diese Blüte war interessanterweise deutlich blasser, als die normalen: Und noch zwei Variationen: Viele Blütenstiele verzweigten sich sogar mehrmals: Nun zu einer Pflanze, die ich zunächst für eine U. fistulosa hielt, da diese Spezies (neben U. limosa) normalerweise die einzige aquatische Utricularia ist, die an Flüssen auf dem Plateau vorkommt. Wahrscheinlich handelt es sich jedoch um U. gibba, wobei allerdings kein einziger (dem NT-Herbarium) bekannter Standort dieser Art sich an solchen Flüssen befindet! Sie wuchs direkt neben der Population von U. fulva: Ganz in der Nähe lag eine schöne Flussinsel, wo neben einigen U. fulva auch schöne U. odorata anzutreffen waren: Auf dieser Insel befanden sich allerdings auch noch einige interessante Besonderheiten, wie zum Beispiel diese weiße Blüte von U. fulva: Oder diese ziemlich rote Blüte: Aber auch interessante nichtkarnivore Pflanzen gab es dort haufenweise. So war diese Insel übersät mit Stylidium rotundifolium! Die roten Blätter der Stylidien sind hier gut zu sehen (die blauen Blüten sind wieder die von Burmannia juncea): Grevillea sp. wuchs ebenfalls auf der Insel: Und auch zwei interessante Insekten konnte ich dort finden. Ein Schmetterling: Und eine Libelle mit fetter Beute :-) : Diese vielen Fotos geben allerdings nur einen kleinen Einblick in die einfach unglaublich schöne Natur auf den nordaustralischen Sandsteinplateaus. Dabei sind die meisten Arten eigentlich gerade im "Winterschlaf" gewesen. Während der Regenzeit muss die Natur dort förmlich explodieren! Leider kommt man dann nur aus der Luft (oder mit tagelangen Buschwanderungen) überhaupt in die Nähe dieser Regionen... Der letzte Bericht aus dem Kakadu Nationalpark wird von einem Gebiet auf einem anderen Plateau handeln, das es tatsächlich noch geschafft hat, die eben vorgestellte Landschaft an Schönheit noch zu übertreffen. Neben Utricularia fistulosa konnte ich dort auch noch die bei Weitem ungewöhnlichste Form von U. fulva antreffen. Aber auch für Drosera-Fans ist dann "endlich" auch wieder was Interessantes dabei! Viele Grüße, Thilo
  3. Hallo, nach der Vorstellung der "typischen" Karnivorenstandorte des Kakadu Nationalparks möchte ich nun einige besondere und ungewöhnliche Standorte vorstellen. Die recht abgelegenen Twin Falls sind nur über eine fast 70km lange, ungeteerte Piste zu erreichen. Der letzte Abschnitt davon ist so dermaßen holprig und sandig und es sind so viele (teilweise knapp einen Meter tiefe) Flussdurchquerungen zu bewältigen, dass man allein für diese ca. 20km über eine Stunde braucht! Das winzige Sträßchen sieht meistens so aus: Per Boot-Shuttle ging es anschließend weiter zum Rand des gewaltigen Sandsteinplateaus. Der Fluss hat hier eine über 100 Meter tiefe Schlucht in das Gestein gefressen. Bereits am Rand dieses Gewässers wuchsen die ersten Utricularia bifida bzw. odorata: Am Ende der Schlucht liegen die wirklich beeindruckenden, knapp 80 Meter hohen Twin Falls (die eher "Triple Falls" gennant werden sollten). Sogar mit Regenbogen: Bereits nach kurzer Zeit bemerkte ich, dass die Felswand links der Wasserfälle teilweise vom Wasser überrieselt wurde. Nach ein wenig Kletterei konnte ich diese Stelle auch tatsächlich erreichen: Einige Drosera burmannii wuchsen hier teilweise auf dem blanken Felsen: Hier zusammen mit einer sehr schönen (noch unbestimmten) Stylidium. Ich werde wohl irgendwann auch mal die ganzen gefundenen Stylidium-Arten vorstellen. Da ist sicherlich auch die eine oder andere seltenere Art dabei. Diese Pflanze erinnert mich irgendwie sehr an Pinguicula: Das Highlight an dieser Felswand war allerdings eine kleine Population von Utricularia fulva. Nur wenige Meter weiter stürzen die Twin Falls in die Tiefe... Weiterhin konnte ich an der Felswand diese schöne Spinne finden: Und auch dieser Frosch lebt dort: Wirklich erstaunlich was sich an dieser unscheinbaren Felswand alles finden lässt! Auf dem Rückweg traf ich auch noch auf eine etwas größere Population von U. fulva, die entlang des Flusses wuchs: Die Jim Jim Falls liegen ganz in der Nähe der Twin Falls und sind ebenfalls nur über diese sehr schlechte "Straße" erreichbar. Der 200 Meter hohe Wasserfall ist umgeben von genauso hohen Felsklippen. Eine wirklich beeindruckende Szenerie! Am unteren Ende des Wasserfalls stehen im folgenden Bild zwei Menschen zum Größenvergleich. Und aus dieser Perspektive erscheint er sogar noch kleiner, als er in Wirklichkeit ist! Während der Regenzeit kommt hier so viel Wasser runter, dass man praktisch nicht zu dem Ort gelangen kann, von wo aus das Foto oben aufgenommen wurde. Nur aus der Luft kommt man dann überhaupt in die Nähe des Wasserfalls, der dann oftmals so aussieht: http://www.australia...wet-and-dry.htm In einem anderen Teil des Nationalparks befand sich ein ziemlich untypischer Standort von U. fulva unter großen Eukalyptusbäumen: Trotzdem wuchsen sie teilweise recht dicht: Hier eine Blüte mit dreigeteilter Oberlippe, was eigentlich nichts Besonderes ist. Dies konnte ich auch an vielen weiteren Standorten beobachten... Doch in diesem Fall besaßen ALLE Blüten des Blütenstandes diese auffällige Besonderheit! An diesem Standort konnte ich außerdem insgesamt mindestens fünf verschiedene Formen von U. fulva finden. Die beiden häufigsten Varianten: Und eine mit nur sehr wenigen roten Flecken: Eine fast weiße Blüte: Interessante Blütenform: Und eine irgendwie "gezackte" Variante: Zwischen die ganzen U. fulva Blütenmeere mischten sich vereinzelt einige U. bifida: Noch seltener traf ich auf U. chrysantha... Und auf U. caerulea: Dies ist übrigens auch der Ort, wo die in Australien wohl extrem (!) seltene U. subulata wuchs. Bilder davon habe ich bereits hier gezeigt: http://forum.carnivo...ria-aus-darwin/ Zum Schluss noch eine Nahaufnahme von Drosera burmannii: Dabei sind die eben vorgestellten Populationen von U. fulva noch nicht mal die beeindruckendsten. Die bei Weitem größten und sicherlich auch schönsten Populationen werde ich dann in den nächsten Beiträgen vorstellen. Dann ist auch ("endlich" ) wieder eine weitere, bisher noch nicht gezeigte Art dabei... Viele Grüße, Thilo
  4. Hallo, mit etwas Verspätung möchte ich nun den zweiten Teil aus dem Litchfield NP vorstellen. Nach dem Besuch des Bachs mit den schönen U. fulva haben wir nach einer kurzen Fahrt an einem Fluss direkt an der Hauptstraße gehalten. Das sehr sumpfige Ufer war durch die recht schattige Lage nicht gerade haufenweise mit Karnivoren besiedelt: Ein recht einsamer Blütenstiel von Utricularia odorata: Auch eine einzelne U. chrysantha war anzutreffen: Wesentlich interessanter war jedoch dashier: Es handelt sich hierbei um Utricularia limosa! Diese nahe mit U. leptoplectra verwandte Art ist neben dem nördlichen Australien auch noch in Teilen Südostasiens zu finden. Auch Sie wurde wohl fast noch nie im Juli gesichtet. Ich konnte diese Spezies sogar noch an zwei weiteren Standorten finden, die jedoch sehr weit von diesem entfernt liegen. Nahansicht der Blüte: Eine abgefallene Blüte: Nach diesem recht kurzen "Zwischenstopp" besuchten wir einen Wasserfall, der sicherlich nicht zu den typischen Touristenzielen gehört. Und tatsächlich waren wir fast vollständig allein! An dem ziemlich langen und beschwerlichen Weg (der Grund, warum dieser Wasserfall kaum jemanden interessiert...) lag ein sehr schöner "Pool" mit einer kleinen, aber sehr dichten Population von U. fulva: Diese Blüten unterscheiden sich etwas von den beiden anderen Formen aus dem ersten Teil: Der Wasserfall: Nur der Bereich über dem Wasserfall ist für Besucher zugänglich, denn unterhalb befindet sich ein heiliger Ort der Aborigines. Der Pool über dem Wasserfall liegt weniger als zwei Meter vor dem Abgrund... Nur ein Meter vor dem Abgrund haben sich einige Exemplare von Drosera burmannii einen ganz besonderen Standort "ausgesucht": Etwas davon entfernt befanden sich am Bach einige weitere Standorte: Hier waren auch wieder einige U. fulva anzutreffen: Die blauen Blüten im folgenden Bild sind (leider...) keine Utricularia, sondern Burmannia juncea: U. odorata: Ein unbestimmter Frosch: Wasserläufer mit Käsebällchen: Und eine vollständig vertrocknete Drosera aus dem Petiolaris-Komplex: Leider hatten wir nur einen Tag im Litchfield Nationalpark. Das ist eigentlich viel zu wenig Zeit für so großartige Wasserfälle. Außerdem sollen auch Standorte von Drosera falconeri hier vorkommen... Viele Grüße, Thilo
  5. Hallo, nach den Berichten aus der Region um Darwin möchte ich nun die ersten Bilder aus dem australischen "Outback" zeigen. Der etwa 100 km von Darwin entfernte Litchfield National Park gehört allerdings noch zu den am einfachsten zu erreichenden Sehenswürdigkeiten. Es gibt sogar noch einige (bzw. eine ) geteerte Straßen. Der Nationalpark ist berühmt für seine wunderschönen Wasserfälle, die über die Kante eines Sandsteinplateaus stürzen. Da aber Juli die absolute Hochsaison ist und die Hauptwasserfälle selbst von Reisebussen erreicht werden können, haben wir uns dazu entschieden, nur weniger bekannte (und nicht ganz so leicht erreichbare) Wasserfälle zu besuchen. Als erstes besuchten wir einen Bach, der über viele kleinere Kaskaden vom Sandsteinplateau in die Tiefebene stürzt. Der Weg führt etwas oberhalb des Gewässers durch typisches, nordaustralisches Buschland: Vollkommen unerwartet tauchten direkt an diesem Weg in scheinbar knochentrockenem Boden einige Petiolaris-Drosera auf: Hierbei handelt es sich wohl um Drosera brevicornis oder um D. darwinensis: Auch D. dilatatopetiolaris (?) war hier anzutreffen: Der Weg führte nun zu einigen der schönen Kaskaden: Ein Teil des selben Wasserfalls von oben aus betrachtet: Und noch etwas näher... :-) Dies sind keine Algen und auch kein "Unterwassergras"... Es handelt sich tatsächlich um nichts Geringeres als Utricularia fulva! Und zwar sogar (wenn ich das richtig verstanden habe) um rheophytisch, also in schnell fließenden Gewässern wachsende U. fulva! Leider waren hier keine Blüten anzutreffen. Diese werden wohl erst gebildet, wenn der Wasserfall austrocknet (also in diesem (Wasser-)Fall wohl im September/Oktober). Auf der Suche nach den ersten U. fulva-Blüten watete ich mit der Kamera durch den glasklaren und wunderschönen Fluss: Direkt am linken Ufer fanden sich einige U. odorata. Da es sich hierbei um einen ungewöhnlich schattigen Standort handelte, sind die folgenden Bilder leider nicht so gut geworden... Die Blüte der U. odorata: Und eine Spinne, die sich an einer Pflanze eingenistet hatte, bei der es sich auch um U. bifida handeln könnte (wegen dem sehr großen, oberen Kelchblatt): Die Blätter leuchteten regelrecht unterhalb der Wasseroberfläche hervor: Nach einiger Zeit erkundete ich einen winzigen Nebenbach etwas genauer: Plötzlich tauchten wieder jede Menge Utriculariablätter auf... Diesmal jedoch von Utricularia uliginosa. Hier mit zwei Wasserläufern: Diese Art ist von Indien bis Australien weit verbreitet, jedoch konnte ich trotzdem während der Reise nur zwei Standorte finden. Nur wenig oberhalb der U. uliginosa-Pflanzen befanden sich dann endlich die ersten Blüten von Utricularia fulva! U. fulva ist im Gegensatz zu den meißten Arten, die ich bisher vorgestellt habe, hauptsächlich in der Trockenzeit in Blüte. Während der Regenzeit sind alle Standorte dieser Art überschwemmt und sehen wahrscheinlich so aus, wie an dem oben gezeigten Wasserfall. Diese Population war im Vergleich zu den riesigen Teppichen im Kakadu National Park recht klein. Dafür gab es jedoch gleich zwei unterschiedliche Formen auf einmal. Nahaufnahme der Blüte: Und eine weitere Nahaufnahme der inneren Blütenorgane: Weiterhin konnte ich auf vielen Blüten wieder Spinnen beobachten, die möglicherweise geduldig (und hungrig ) auf die Bestäuber warten... Plötzlich landete eine wunderschöne, rote Libelle auf einem der Blütenstiele - ein einfach fantastischer Anblick! Diese Libellenart konnte ich auch an vielen weiteren Standorten von U. fulva beobachten. Die Blüten scheinen sie irgendwie magisch anzuziehen :-) . Hier kann man die fein geaderten Flügel der Libelle besonders gut erkennen: Zwei Skurrilitäten: Einige bereits sehr angefressene Blüten, die ich im U. leptoplectra- Beitrag bereits gezeigt hatte: Und eine Blüte mit dreigeteilter Oberlippe (dies war garnicht mal so selten der Fall): Zum Abschluss noch ein Bild der sogennanten "Greenants", die recht schmerzhaft zubeißen können: Ich hoffe, ich habe nicht das erlaubte Maximum an Bildern überschritten... Viele Grüße, Thilo
  6. Hallo, nun zu den letzten Bildern aus der Region um Darwin (noch mehr Tage ohne Utricularia fulva konnte ich einfach nicht aushalten... ). Der erste Standort wurde wieder mit Google Earth gefunden und ist nur über eine fast 20km lange, von der Regenzeit wirklich übel ausgewaschene Piste erreichbar. Am Standort war es zwar sehr feucht, aber erstaunlicherweise wuchs hier fast überhaupt nichts. Nicht einmal Drosera burmannii war anzutreffen! Nach einiger Zeit konnte ich jedoch eine wirklich sehr einsame Blüte von Utricularia leptoplectra finden (Die einzige im ganzen Feuchtgebiet!): Vom bereits einige Tage zuvor besuchten Standort von U. capilliflora wusste ich jedoch, dass solch einsame Blüten dieser Art fast eine Garantie für wirklich seltene Utricularia sind... Und tatsächlich befand sich direkt unterhalb des Blütenstiels eine weitere, deutlich kleinere Blüte: Zunächst hatte ich keine Ahnung, um welche Spezies es sich hierbei handelte, zumal die Blüte auch nicht vollständig ausgebildet war... Doch die Pflanze war keine terrestrische Utricularia, sondern sie wuchs emers. Sie war sozusagen eine trockengelaufene Wasserpflanze! Es handelt sich hierbei um die wohl seltenste Art, die ich während der Reise finden konnte: Utricularia tubulata! Hier sind die Blätter und die grünen Fallen der aquatischen Art zu sehen: Und man kann sogar die ungewöhnlich langen "Fühler" an den Fallen erkennen, die hier eine schwarze Farbe besitzen: Diese ungewöhnliche Spezies ist nur von wenigen Standorten im Norden Australiens bekannt und ist die (neben U. fistulosa?) einzige, vollständig aquatische Art aus der großen Sektion Pleiochasia. Das Erstaunliche ist jedoch, dass sie wohl überhaupt noch nie in Darwin gefunden wurde (und diese Region ist bereits doch recht gut erforscht!). Insgesamt waren auch nur drei Blüten anzutreffen (diese waren leider alle nicht vollständig ausgebildet :sad: ) Auch wenn es vielleicht nicht gerade danach aussieht, dieser Weg führt gerade quer durch einen vielfältigen Standort von Petiolaris-Drosera! Wenn man aus dem rechten Fenster schaut, sieht man folgendes: Auch D. burmannii gab es an etwas feuchteren Stellen wieder in Massen: Nun einige der Drosera aus dem Petiolaris-Komplex aus geringerer Entfernung: Und D. dilatatopetiolaris (?): U. chrysantha: Zum Schluss noch ein Bild von der Art aus Darwin, die mir wohl am besten in Erinnerung bleiben wird: U. leptoplectra! Viele Grüße, Thilo
  7. Hallo, mit U. quinquedentata möchte ich nun die zweite seltene (und zugleich auch ungewöhnliche) Utricularia aus Darwin vorstellen. Der mit Google Earth gefundene Standort ist nur über eine holprige und sehr sandige Piste erreichbar, an der wiedermal viele Autowracks liegen: Alle folgenden Fotos sind am Ufer dieses Sees entstanden. Hier ist sogar die genaue Position der U. quinquedentata "markiert" : Bevor ich diese finden konnte, traf ich aber erstmal wieder auf die "üblichen Verdächtigen": D. burmannii: Drosera burmannii U. leptoplectra: Utricularia leptoplectra Utricularia leptoplectra Die abgefallenen Blüten schwimmen auf der Wasseroberfläche: Auch einige Petiolaris-Drosera waren anzutreffen: Direkt am Rand des Sees wurde der Boden sehr feucht. Hier ist noch nichts zu erkennen... (Es sei denn man weiß wirklich ganz genau, wo sie sich befindet...) Utricularia quinquedentata Hier sieht man schon eher was: Utricularia quinquedentata Utricularia quinquedentata gehört definitiv zu den allerkleinsten Wasserschläuchen: Die Blüte dieser Spezies sitzt am Ende eines haardünnen, etwa 1-5 cm langen Blütenstiels und ist nur wenige (maximal 2-3) Millimeter groß. Diese Art ist im Norden von Australien vom Gebiet her sogar recht weit verbreitet, jedoch sind trotzdem nur wenige Standorte bekannt (sie wird wohl sehr oft übersehen!). Übrigens eine der wenigen Arten, die durchaus bereits in der Trockenzeit gesichtet wurden - jedoch laut Herbarium noch nie in Darwin! Meine Kamera stieß hier wirklich an ihre Grenzen... Utricularia quinquedentata flowers Nach einiger Zeit bekam ich sogar zwei Blüten scharf: Eine Blüte mit einer nur viergeteilten Unterlippe: Hier wurde ein Sandkorn (eher ein Staubkorn) in die Höhe befördert: Eine ungewöhnlich "aufgehängte" Blüte an einem nicht mal einen Zentimeter langen Blütenstiel (Diese Blüte kann sicherlich mit U. simmonsii mithalten!) Utricularia quinquedentata Eine andere Pflanze im Größenvergleich: Utricularia quinquedentata Und nochmal eine "Übersicht" Im folgenden Bild sind allerdings mindestens zwölf Blüten tatsächlich erkennbar: Find the flowers! Utricularia quinquedentata Glücklicherweise war der Untergrund von sehr dunkler Farbe. So war der Kontrast zu den schneeweißen Blüten doch recht groß und sie sind relativ (!) leicht zu finden. Außerdem befindet sich der See in der Nähe eines bekannten Standortes von U. simmonsii, also bin ich sowiso die ganze Zeit am Boden rumgekrochen... Utricularia capilliflora ist definitiv schwieriger am Standort auszumachen! Zum Schluss noch eine weitere Art: Utricularia caerulea: Utricularia caerulea Diese Spezies ist in den tropischen Gebieten von Afrika, Asien und eben Australien weit verbreitet. Jedoch konnte ich sie trotzdem nur an wenigen Standorten finden. Im nächsten Thread werde ich wohl noch eine weitere sehr seltene/ungewöhnliche Utricularia vorstellen, deren Blüte allerdings leider etwas deformiert war. Viele Grüße, Thilo
  8. Hallo, ich möchte nun einen Standort vorstellen, an dem neben der wirklich ungewöhnlichen Utricularia capilliflora auch noch viele weitere sehr interessante Karnivoren wachsen. [Edit 2015: Dieser Standort existiert nicht mehr! Streetview-Aufnahmen von 2014 zeigen eine frisch angelegte Baustelle auf dem kompletten Standort :sad: ] Von weitem betrachtet sah diese Fläche eigentlich nicht sehr vielversprechend aus: Sandplain habitat, Darwin Aber schon bald tauchten die ersten Drosera burmannii in (zumindest in einigen Zentimetern Tiefe) doch recht feuchtem Sand auf. Auf einem Exemplar lief eine Wanze völlig ungestört über die Tentakeln: Drosera burmannii Auch einzelne Drosera aus dem Petiolaris-Komplex waren anzutreffen, wobei es sich hier wohl um D. dilatatopetiolaris oder um D. darwinensis/brevicornis handelt: Drosera aff. petiolaris "NT-form"? Einige Meter weiter mischten sich gelbe Blüten unter die D. burmannii: Utricularia odorata Hierbei handelt es sich um die im Northern Territory recht weit verbreitete (und auch in Südostasien vorkommende) Utricularia odorata: Utricularia odorata, Darwin Bei einigen kleineren Blüten könnte es sich auch um U. bifida handeln (vor allem durch die geringe Größe von nur wenig über 5cm...): Utricularia bifida, Darwin Utricularia bifida/odorata Auch U. chrysantha war wieder recht häufig anzutreffen: Utricularia chrysantha, Darwin Allerdings besaß die Rückseite der Blüte diesmal eine deutlich rote Farbe, wie man an dieser noch eingerollten Blüte ganz gut erkennen kann: Utricularia chrysantha, Darwin Und es gab endlich offene Blüten von Drosera indica! [Nachtrag 2015: Inzwischen D. aquatica] Hier zusammen mit D. burmannii und U. chrysantha: Drosera burmannii, D. aquatica and Utricularia chrysantha, Darwin Mit einigen U. odorata-Blütenstielen: Drosera aquatica, Darwin Drosera aquatica, Darwin Nahaufnahme der Blüte: Drosera aquatica, Darwin Diese recht normale Form wuchs zusammen mit ein (oder sogar zwei) weiteren Formen von D. indica. Einige Pflanzen mit deutlich gezackten Blütenrändern und einer etwas anderen Blütenfarbe [inzwischen als D. fragrans beschrieben]: Drosera fragrans, Darwin Drosera fragrans, Darwin Daneben gab es noch Exemplare, die die Blüten der "Normalform" besaßen, jedoch mit nur wenige Zentimeter langen Blättern: Drosera aquatica, Darwin Drosera aquatica, Darwin Diese Aufnahmen wurden tatsächlich alle auf dieser am Anfang gezeigten Fläche gemacht. Und auch eine plötzliche, etwa 40cm tiefe Senke befand sich dort: Habitat near Darwin Am tiefsten Punkt ragte eine einsame U. leptoplectra-Blüte heraus - die einzige weit und breit! Utricularia leptoplectra Und diese Blüte war die perfekte Markierung für etwas, das sich direkt an der Basis des Blütenstiels befand (man kann es im Foto durch Unschärfe kaum erkennen): Utricularia capilliflora, Darwin Utricularia capilliflora, Darwin Utricularia capilliflora ist die wohl häufigste der vier (oder mit U. sp. "Cape York" fünf) Arten des U. capilliflora-Komplexes, die alle eine solch skurrile, insektenartige Blütenform besitzen und ausschließlich im Norden Australiens beheimatet sind. Die Oberlippe ist bei dieser Spezies in zwei lange "Antennen" gespalten, während die Unterlippe in fünf deutlich kürzere Segmente aufgeteilt ist. Wirklich sehr außergewöhnlich... Diese Art wurde in Darwin laut Herbarium noch nie im Juli gesichtet (und auch nicht im Juni!). Die Blütezeit ist normalerweise von Februar bis Ende April (Regenzeit). Ohne die leptoplectra-Blüte hätte ich sie wohl nicht gefunden, denn die Größe betrug (mit Antennen!) gerade einmal etwa 3-4cm. Solche unauffälligen Blüten in der Umgebungsvegetation auszumachen ist wirklich nicht einfach (besonders wenn überall trockenes Gras herumliegt!). Insgesamt waren nur zwei Blüten anzutreffen (und auch nur in dieser einen Senke!). Hier die zweite Blüte mit einem auffällig roten Schlund: 28 32 Die Blütenfarbe ist nahezu identisch mit der Farbe des Blütenstiels! Hier von der Seite: Utricularia capilliflora, Darwin Beim folgenden Foto kann man etwas besser erkennen, dass sich die beiden "Antennen" sogar kreuzen: Utricularia capilliflora, Darwin Leider hatte ich für weitere Beobachtungen keine Zeit mehr... Mich hätte der Bestäuber dieser Art wirklich sehr interessiert! Die zweite wirklich große Überraschung an diesem fantastischen Standort war die erste Regenbogenpflanze der Reise: Byblis aquatica Byblis aquatica, Darwin Auch B. aquatica wurde laut Herbarium noch nie in der wirklichen Trockenzeit blühend gefunden (bisher nur Februar bis Mai). Die einjährige Art kommt nur im Northern Territory vor und ist eng mit der häufigen B. liniflora verwandt, besitzt jedoch kürzere Blütenstiele. Und als letztes Foto noch eine Blüte von Utricularia leptoplectra mit "Harpunensporn": 34 Dieser Standort konnte mir zumindest einen kleinen Eindruck davon verschaffen, wie es dort ungefähr zur Regenzeit aussiehen könnte. Nur sind dann vor allem noch viele weitere spektakuläre Utricularia anzutreffen, wie beispielsweise U. holtzei, U. kamienskii, U. hamiltonii, U. circumvoluta, U. lasiocaulis, U. quinquedentata... Im nächsten Thema gibt es ein paar Fotos der zweiten sehr interessanten Utricularia bei Darwin, jedoch an einem weit weniger schönen Standort... Viele Grüße, Thilo
  9. Hallo, ich möchte nun einige Bilder der Drosera-Arten aus dem "Petiolaris-Komplex" (Sektion Lasiocephala) in der Umgebung von Darwin vorstellen. Der erste besuchte "Petiolaris-Standort" ist nur über eine Straße erreichbar, die ohne Allrad-Fahrzeug lieber nicht befahren werden sollte, da sie teilweise wirklich extrem sandig ist. Entlang dieser Straße lagen immer wieder Autowracks in der Landschaft (und sogar mitten auf dem Weg) herum. Verrückterweise gab es an beinahe allen Standorten (die in der Nähe von Städten lagen) solche seltsamen Relikte. Man kann sie schon fast als Erkennungsmerkmal von Karnivorenstandorten in dieser Region bezeichnen! Am eigentlichen Standort wuchs erstmal wieder die weit verbreitete Drosera burmannii (nicht aus dem Petiolaris-Komplex). Der Boden war wieder extrem trocken und sehr sandhaltig: Diesmal jedoch waren einige der Blüten geöffnet... Nur wenige Meter entfernt traf ich schließlich auf die ersten Drosera aus dem Komplex: Die erste Art gehörte zu den wenigen, die bereits fast vollständig eingezogen waren. Und ich bin mir nicht ganz sicher, um welche Spezies es sich handelt, aber ich tippe auf Drosera darwinensis (am besten passt D. derbyensis, aber die ist eigentlich nicht in der Umgebung von Darwin zu finden): Auch bei der zweiten Art bin ich mir nicht wirklich sicher: Am ehesten trifft es Drosera dilatatopetiolaris. Das wirkliche Kuriosum war jedoch, dass viele der Pflanzen gerade dabei waren eine Blüte zu bilden! Denn das heißt, dass diese Exemplare am Ende der Trockenzeit (wenn es seit über einem halben Jahr nicht mehr geregnet hat) in voller Blüte sein müssten. Hier zusammen mit der ersten Art: Das folgende Foto zeigt vielleicht auch diese Art, vielleicht aber auch eine weitere... (Wie man sieht, habe ich bei den Lasiocephala-Drosera noch nicht den vollen Durchblick...): Zur Abwechslung nun einige Pflanzen, die ich mit einiger Sicherheit bestimmen kann - Drosera aff. petiolaris 'pin-cushion': Einige bereits vertrocknete D. aff. petiolaris 'pin-cushion': Die einzige Utricularia an diesem Standort war eine sehr schöne Form von U. chrysantha: Am selben Tag konnte ich auch einen anderen, nur wenige Kilometer entfernten Standort besuchen. Auf den ersten Blick mag dieser See ja wie ein vielversprechendes Karnivoren-Habitat aussehen: Jedoch entpuppt er sich als ein weitgehend karnivorenfreies "Schlammloch". Der Grund dafür ist im folgenden Bild zu sehen: Freizeitaktivitäten (wie eben solche Quads) sind tatsächlich eine der größten Gefahren für die Standorte der Region! Karnivoren gab es nur einige hundert Meter vom Ufer entfernt. Zunächst wieder die "bekannten" Drosera burmannii und Utricularia leptoplectra: Interessanterweise überlappten sich bei einigen Blüten die beiden Loben der Unterlippe: Eine weitere Art aus dem Petiolaris-Komplex wuchs ebenfalls an diesem Standort. Es handelt sich wohl um Drosera brevicornis (oder auch um D. darwinensis...): Hier sind Drosera burmannii, D. brevicornis und Utricularia chrysantha zu erkennen: Einige der Blüten von U. chrysantha besaßen eine recht tief gespaltene Unterlippe: Ich werde im Laufe der nächsten Monate noch drei oder vier weitere Arten dieses sehr interessanten Petiolaris-Komplexes vorstellen (einige davon waren sogar in voller Blüte!), jedoch möchte ich im nächsten Beitrag erstmal über zwei hochinteressante und sehr seltene Utricularia berichten... Viele Grüße, Thilo
  10. Hallo, nachdem sich die Identität der unbekannten Utricularien geklärt hat, möchte ich nun die erste Serie an Bildern aus dem tropischen Norden von Australien loswerden. In der Region um Darwin (der Hauptstadt des Northern Territory) konnte ich in den ersten paar Tagen der Reise einige sehr interessante Karnivorenstandorte besuchen. Der Monat Juli liegt mitten in der Trockenzeit, die wiederum nicht gerade für die größte Vielfalt an Karnivoren bekannt ist. Tatsächlich aber konnte ich Arten beobachten, die ihre Blütezeit/Wachstumszeit eigentlich ausschließlich in den regenreichen Monaten von Januar bis April haben. Eingezogene Petiolaris-Drosera beispielsweise gehörten zu der Ausnahme, obwohl es seit fast vier Monaten nicht mehr geregnet hat! Etwa 30km von Darwin entfernt wuchsen am ersten Standort (die meisten Standorte wurden übrigens entweder direkt mit Google Earth gefunden, oder einer Standortliste vom Herbarium des Northern Territorys entnommen) bereits immerhin vier Arten aus zwei Gattungen. Eine kleine, wie so oft ungeteerte Straße führt durch Eukalyptus-Wälder zum Standort. Hinten sind bereits die ersten Schraubenbäume (Pandanus sp.) zu sehen, die etwas feuchtere Böden "markieren": Habitat Direkt am Wegesrand wuchsen die ersten Drosera burmannii in erstaunlich trockenem Substrat mit extrem hohem Sandgehalt. Drosera burmannii Diese Art ist fast überall in Nordaustralien vertreten, wo es zumindest in der Regenzeit feucht ist. An praktisch allen besuchten Standorten war sie in großer Zahl anzutreffen! Hier noch ein grünes Exemplar zwischen vertrockneten Eukalyptusblättern: 5 Der Weg führte nun in ein Gebiet, das zur Regenzeit überschwemmt ist und der Boden wurde deutlich feuchter: Utricularia and Drosera habitat Wieder direkt an diesem Wegesrand befand sich eine blaue Blüte - Utricularia leptoplectra! Utricularia leptoplectra Dieses mysteriöse "Kügelchen" links der Oberlippe ist mir auch erst auf den Fotos aufgefallen. Ich habe leider keine Idee, was das sein könnte... Utricularia leptoplectra Diese wunderschöne Spezies ist in der Region um Darwin durchaus recht häufig anzutreffen. Die Rückseite der Blüte war in dieser Population gelb (laut Taylor ist dies der Normalfall): Utricularia leptoplectra Viele der Blütenstiele verzweigten sich sogar (einige bis zu fünf mal) Die zweite Utricularia an diesem Standort war U. chrysantha. Diese eng mit U. fulva verwandte Art ist im nördlichen Western Australia (der Kimberley-Region) weit verbreitet und entlang von Bächen und Flüssen oft in großen Populationen anzutreffen. Im Northern Territory scheint dieses Habitat für U. fulva "reserviert" zu sein, die dort ebenfalls in sehr großen Mengen vorkommt. So konnte ich U. chrysantha im NT außerhalb Darwins nur sehr selten antreffen. Utricularia chrysantha Utricularia chrysantha Weiterhin konnte ich noch einige kleistogame Blüten von U. gibba finden. Fotos davon gibt es hier: http://forum.carnivo...ria-aus-darwin/ An einem zweiten (nicht weit entfernten) Standort fanden sich am nächsten Tag die ersten Drosera indica [Nachtrag 2015: Inzwischen als D. aquatica beschrieben]: Drosera aquatica near Darwin, NT Drosera aquatica near Darwin, NT Drosera indica konnte ich während der Reise in einigen interessanten Formen antreffen. Die Blüten dieser "normalen" Form waren zu dieser frühen Tageszeit leider noch geschlossen und außerdem hielt mich etwas davon ab, weitere Fotos von ihr zu machen: Utricularia leptoplectra field Utricularia leptoplectra field Utricularia leptoplectra field Hunderte von U. leptoplectra Blüten sind ein Anblick, den man wirklich nicht so schnell vergisst! Die Blüten waren noch vom Morgentau überzogen. Perfekt für Nahaufnahmen! Utricularia leptoplectra with morning dew Utricularia leptoplectra with morning dew Die Rückseite dieser Blüten war übrigens außnahmslos hellblau oder weiß (was laut Taylor eher die Ausnahme sein soll): Utricularia leptoplectra with morning dew Einige Blütenstiele waren erstaunlich lang. Sicherlich sehr nah an der 1m-Marke! One meter flower stalk - Utricularia leptoplectra Weiter am Zentrum des Feuchtgebiets trugen die Blütenstiele deutlich mehr Blüten: Utricularia leptoplectra Utricularia leptoplectra Man beachte die Blattläuse! Utricularia leptoplectra Utricularia leptoplectra with aphids Das absolute Zentrum konnte ich leider aufgrund des immer sumpfigeren Bodens nicht erreichen, aber in der Ferne lassen sich tausende von Blütenstielen erkennen! Thousands of Utricularia leptoplectra flowers U. leptoplectra blüht laut Taylor übrigens hauptsächlich gegen Ende der Regenzeit (also April/Mai). Wie dieser Standort dann wohl aussieht?! Jedenfalls hoffe ich, dass ein erster Eindruck von dieser Ecke Australiens entstanden ist... Als nächstes werde ich versuchen einige Bilder der Drosera aus dem Petiolaris-Komplex loszuwerden. Viele Grüße, Thilo PS: Wie wäre es eigentlich mit einem eigenen Unterforum für Karnivoren am Naturstandort (wie im CPUK-Forum)?
  11. Hallo, Phill Mann führte uns zu einem Standort dieser schönen Art, ansonsten hätten wir diese Pflanzen wohl nie gefunden. Für mich ist das die schönste Utricularia-Art, die ich bisher in freier Natur gesehen habe. Christian
  12. Hallo, als letzte Knollendrosera möchte ich Euch gerne Drosera erythrorhiza zeigen. Hier ist es übrigens nicht immer ganz so leicht, die Unterarten zu bestimmen (was mir sicher nicht immer gelungen ist), da an einem Standort oftmals sehr verschiedene Pflanzen vorkommen, aber schaut selbst. Christian
  13. Hallo, so langsam komme ich nun zum Ende mit meinen Bildern von Australien. Ein paar Arten möchte ich gerne noch vorstellen, unter anderem die beiden ähnlichen, kletternden Arten Drosera macrantha ssp. macrantha und Drosera pallida. Am einfachsten lassen sich die beiden Arten an der Behaarung (macrantha behaart, pallida glatt) unterscheiden. Christian
  14. Hallo, Drosera porrecta und Drosera stolonifera sind ähnliche Arten. Beide bilden aus Basalrosetten entspringende Hochtriebe. Unterscheiden lassen sie sich am einfachsten dadurch, dass bei Drosera porrecta die Basalrosetten im Gegensatz zu Drosera stolonifera nicht am Boden aufliegen. Außerdem bildet Drosera porrecta oftmals lediglich einen Hochtrieb, währen Drosera stolonifera in der Regel mehrere ausbildet. Auf Drosera porrecta konnten wir dann auch die bekannten Raubwanzen (Gattung Setocoris, denke ich) finden. Gruß, Christian
  15. Hallo, auch wenn die drei Arten nicht viel miteinander zu tun haben, möchte ich sie dennoch in einem Beitrag zusammenfassen. Wir haben diese drei Pflanzen jeweils auf Granithügeln (in einer relativ dünnem Substratschicht) gefunden. Drosera yilgarnensis ist erst vor kurzem beschrieben worden. Die Pflanze war lange Zeit als Drosera peltata "western australia" bezeichnet wurden und als Gegenstück zu den östlichen Drosera peltata für Westaustralien gesehen worden. Wir haben diese Pflanze auf einem riesigen Granithügel in Nähe der Stadt Hyden gefunden. Drosera micropyhlla konnten wir auf unserer Tour auch nur ein einziges Mal im Cape Le Grand NP finden. Bei der folgenden Pflanze bin ich mir mit der Bestimmung noch nicht hundertprozent sicher, denke aber, dass es sich um Drosera modesta handelt. Schaut einfach selbst Gruß, Christian
  16. Hallo, zur Abwechslung zeige ich heute mal ein paar Bilder einer Zwergdrosera, die viele von uns sicher in Kultur haben. Wir haben Drosera scorpioides Pflanzen an zwei Stellen gefunden, jedes Mal an sehr sandigen Stellen. Christian
  17. Christian Dietz

    Stirling Range - Westaustralien

    Hallo, heute möchte ich Euch ein paar Bilder aus einer der für mich interessantesten Landstriche Westaustraliens zeigen, der Stirling Range. Es handelt sich hierbei um eine kleinere Bergkette mitten in Westaustralien. Diese Gegend ist bei Touristen insbesondere für die vielfältigen Wandermöglichkeiten beliebt. Wir haben dort zwei Tage verbracht. Bereits auf der Anfahrt bekommt man ein Gefühl dafür, dass sich die Landschaft ändert. Bereits aus der Ferne sind die Berge gut zu erkennen. Hier hatten wir dann auch kurz Gelegenheit ein paar Kängurus zu fotografieren (Der Zaun half ein wenig dabei, dass sie uns nicht wegliefen) Der Bluff Knoll ist mit etwas über 1000m der höchste Berg der Stirling Range und kann auch bestiegen werden, wenn man denn möchte. Wir hatten uns - aufgrund der Karnivoren - allerdings für den Aufstieg auf einen kleineren Berg (etwa 800m hoch, Austieg begann aber auch schon bei 350m) entschieden. Der Weg nach oben führte über eine Steintreppe nach oben. Leider war es an diesem Tag etwas trüb, so dass wir die Aussicht nicht wirklich genießen konnten. Bei schönem Wetter kann man sicher kilometerweit über die Stirling Range blicken. Ein paar Bilder konnten wir aber trotzdem machen. Der Nebel sorgte für eine ganz besondere Stimmung, sicher war das auch etwas wert Auf diesem Berg sind übrigens die Bilder der blühenden Utricularia menziesii, der Drosera monticola und den kleinen Drosera huegelii entstanden. Diese Pflanzen waren der Grund dafür, warum wir uns diesen Berg ausgesucht hatten. Hier noch ein Blick auf die flachen Ausläufer der Stirling Range (falls es überhaupt noch zur Stirling Range gehört) Die Wege sind oftmals ungeteert, aber das ist für die Gegend sowieso recht normal. Das Fahren auf solchen Wegen ist unproblematisch, ein ganz kleines bisschen fährt es sich aber so wie über Eis. Wir hatten an beiden Tagen herrliche Sonnenuntergänge! Hier noch ein paar weitere Impressionen aus diesem faszinierenden Landstrich: Und zum Schluß noch ein paar der Pflanzen, die wir dort gefunden haben:
  18. Hallo, heute gibt es Bilder der einzigen beiden gelbblühenden Arten, die wir gefunden haben. Es handelt sich dabei um Drosera intricata und Drosera subhirtella. Insgesamt gibt es nur fünf Knollendrosera-Arten, die gelbe Blüten bilden, D. sulphurea, subhirtella, intricata, moorei und zigzagia. Drosera sulphurea unterscheidet sich von allen anderen Arten dadurch, dass ihre Blattform nierenförmig (ähnlich D. auriculata) und nicht rund ist. Drosera zigzagia ist insgesamt die kleinste dieser Arten und bildet als einzige der verbleibenden vier ausschließlich wechselständige Blätter. Die anderen drei lassen sich gut an der Behaarung unterscheiden (keine Haare -> D. moorei, nur behaarte Blütenkelche -> D. intricata, alles behaart -> D. subhirtella). Wir haben leider nur D. intricata und D. subhirtella gefunden. Das leider auch immer mit geschlossenen Blüten. Vielleicht ist es für den ein oder anderen doch interessant Gruß, Christian
  19. Christian Dietz

    Drosera monticola

    Hallo, heute möchte ich Euch ein paar Bilder von Drosera monticola, einer Art aus dem Stolonifera-Komplex zeigen. Drosera monticola gibt es nur in der Stirling Range. Gefunden haben wir diese Art dort nur ein einziges Mal. Gruß, Christian
  20. Christian Dietz

    Fitzgerald River National Park

    Hallo, als nächstes möchte ich Euch ein paar Bilder von unserem Tag im Fitzgerald River National Park und der Fahrt zum Point Ann, einer Walaussichtsplattform zeigen. Leider war das Wetter an diesem Tag eher etwas trüb, aber es regnete immerhin nicht! Das riesige Gebiet ist leider (oder zum Glück?) recht unzugänglich. Dort gibt es nur sehr wenige, ungeteerte Straßen. Eine Besonderheit dieses Nationalparks sind die Hakea victoria, die (soweit ich weiß) nur dort vorkommen. Wir hatten etwas Glück und konnten auch ein paar Exemplare dieser Pflanzen finden: Die nichtkarnivore Flora ist übrigens auch recht interessant, obwohl ich zum größten Teil keine Ahnung habe, welche Pflanzen ich fotografiert habe: Stylidien gab es dort natürlich auch: Nach etwa 60km. Fahrt durch den National Park sind wir dann am Point Ann angekommen. Es handelt sich dabei um ein paar Aussichtsplattformen, die in erster Linie der touristischen Walbeobachtung dienen. Leider hatte sich keines dieser Tiere an diesem Tag in die Bucht verirrt. Gruß, Christian
  21. Hallöchen, weil ich beim grad drüber gestolpert bin, hier ein aktueller Blick in die "Aktien" für alle, die dieses Werk daheim besitzen ;-) - ab welchem Wert sollte man bei Büchern eigentlich über einen Safe anstelle des Regals als Aufbewahrungsort nachdenken ??? Bibliophile Grüsse Feldi (und nun : Sehen und Staunen) Quelle: http://www.ebay.de/itm/Carnivorous-Plants-of-Australia-Vol-1-by-Allen-Lowrie-/280807896457?_trksid=p5197.m7&_trkparms=algo%3DLVI%26itu%3DUCI%26otn%3D4%26po%3DLVI%26ps%3D63%26clkid%3D5865262029078618845 Carnivorous Plants of Australia Vol 1 - by Allen Lowrie Mitgliedsname pass-on-goods ( Bewertungspunktestand von 5159) Artikelzustand: Sehr gut Restzeit: 13Std. 41Min. 32Sek. (26. Jan. 201210:13:34 MEZ) Gebotsübersicht: 12 Gebote[Übersicht der Geboteaktualisieren] Aktuelles Gebot: AU $500,00 ca. EUR 403,08
  22. Hallo, heute gibt es ein paar Bilder von Drosera stricticaulis aus der Nähe von Hyden. Ich hoffe, sie gefallen Euch Christian
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