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  1. Andreas Fleischmann

    Eine neue Drosera-Art aus Südafrika

    Liebe Drosera-Freunde, Das Namenswirrwarr um die Pflanzen, die aus Südafrika bisher unter dem Namen „Drosera curviscapa“ im Umlauf waren ist nun geklärt. Denn die echte D. curviscapa, die 1940 von Salter beschrieben wurde, ist D. aliciae, der Name damit ein Synonym zu D. aliciae. Allerdings gibt es ja noch eine andere Pflanze, die leider bisher immer wieder (auch von mir ) als „D. curviscapa“ bezeichnet wurde, nämlich diese hier: Diese Art, die z.B. bei Hermanus in der Fernkloof vorkommt, und immer auf recht trockenen Quarzböden wächst, hatte noch keinen Namen und wurde jetzt neu als Drosera xerophila (die trockenheitsliebende Drosera) beschrieben. Dabei ist das allerdings kein fleischfressender Kaktus, diese Drosera wächst ebenfalls leicht feucht, so wie andere trockenheitsliebende Drosera auch, wie z.B. D. glabripes, D. hilaris, D. esterhuyseniae und D. ericgreenii. Aber es ist eben keine Sumpfpflanze die tropfnass steht – so wie wir Drosera vielleicht immer generell einschätzen – das wären in Südafrika z.B. D. aliciae, D. admirabilis, D. slackii und D. rubrifolia, die stehen wirklich sehr nass, meist sogar im Wasser. Wobei bei der derzeitigen Klimasituation im Western Cape vor allem die trockenheitsliebenden (und winterwachsenden) Drosera-Arten massive Probleme haben, etliche Populationen dürften langfristige Schäden genommen haben, manche sind sogar ganz erloschen. Drosera xerophila wächst auf trockenen Quarzsandböden, manchmal auch direkt in Felsspalten im Sandstein. Von D. aliciae ist sie (neben der Blattform) auch sehr leicht an den viel größeren Blüten mit ungeteilten Narbenästen zu unterscheiden, aber auch an den Samen. Der Artikel zur neuen Art ist hier zu finden: Fleischmann, A. (2018). Drosera xerophila (Droseraceae), a new species from Overberg District, South Africa, and an overview of the rosetted hemicryptophyte sundew species from Western Cape Province. Willdenowia 48: 93-107. Er enthält neben der Beschreibung und Bildern der neuen Art auch eine Revision aller immergrünen rosettenbildenden Arten des westlichen Südafrikas, nebst Bestimmungsschlüssel, Zeichnungen der Blätter und Griffel und Verbreitungskarten aller Arten. Drosera aliciae ist übrigens eine sehr vielgestaltige Art, und viel variabler, als wir das vielleicht von Kultur her kennen. In der Fernkloof und in den Kogelbergen wachsen z.B. sehr große Exemplare mit breit spatelförmigen Blättern (die in Kultur früher als „D. spec. Hermanus“ zu finden waren). Am Tafelberg wachsen recht kleine, kräftig rote Pflanzen, oft auf reinem feuchten Quarzsand oder auch im Moos an sickerfeuchten Felswänden. Zum Osten des Verbreitungsgebietes hin findet man dann vor allem weiß blühende D. aliciae, mit fast fließendem Übergang zu D. natalensis (da ist die Unterscheidung dann oft recht schwer, wenn man keine Blüten oder Samen hat). Übrigens gab es auch zum Namen D. aliciae bisher keine genauen Angaben, was diese Art eigentlich ist, da kein konkreter Typus ausgewählt war (ist aber jetzt erledigt ). Raymont-Hamet hat diese Art 1905 als 15-jähriger Junge beschrieben (und nach seiner Lehrerin/Hausdame benannt), anhand von Pflanzen, die er nach Paris geschickt bekommen hat. Dabei ist ihm in der Erstbeschreibung ein Fehler passiert, weil er zunächst annahm, die Pflanze stamme aus Australien („Neu-Holland“). Daher haben die Kollegen in Paris D. aliciae auch lange für ein Synonym von D. spatulata gehalten. Wobei auf den Herbarbelegen (und in einem späteren Artikel von Hamet 1907) ganz klar steht, dass die Art vom Kap stammt. Es ist auch eindeutig dieselbe Pflanze, die wir heute als D. aliciae kennen. Hier stimmt also ausnahmsweise alles, es müssen keine Namensschilder geändert werden . Schöne Grüße, Andreas
  2. Hallo, hat jemand möglicherweise eine Idee, was hier mit den Aliciae passiert ist ? Also sie sehen aus wie tot, sind es aber nicht; man könnte denken, sie sind verfault, sie sind aber trocken, kein Fäulnisprozess, riechen gesund, mancher könnte denken, sie sind vertrocknet, sind sie auch nicht, die Blätter fassen sich lederartig an, sie sind nicht trocken (haben auch nie trocken gestanden, eher zu naß) Sie waren in einem größeren Glaszylinder, dort über ein Jahr frisch grün, dann verfärbten sie sich in einen helles herrliches Karminrot, blühten dann mehrere Wochen hintereinander mit einer unwahrscheinlichen Menge an Blüten - ich habe sie blühen gelassen. In den reifen Kapseln war aber nichts drin, die Samen waren vertrocknet, da sie unter Kunstlicht standen, vermuteten ich und Andreas, dass sie in der Nähe der Lampen ausgedörrt waren. Ich habe Pflanzen dann vom Kunstlicht weg an einen Sonnenplatz gestellt, das Problem der ausgedörrten Kapseln blieb, kein einziger vernünftiger Samen. Dann veränderten sich die Pflanzen schon während der Blütezeit. Das schöne Hellrot wurde zusehends bräunlich und die Blätter schrumpften, bis zu dem jetzigen relativ unattraktiven Aussehen. Vor ein paar Tagen habe ich das Zylinderglas aufgelöst und wollte die Pflanzen kompostieren. Meine Frau und ich, wir haben uns das genau angesehen - die Pflanzen sind nicht abgestorben, leben noch, also bleiben sie erstmal auf dem Balkon, um zu sehen, was jetzt weiter passiert. Kann mir jemand auf die Sprünge helfen, was mit diesen Aliciae hier vor sich geht ? Sie müssten jetzt etwa zweieinhalb Jahre alt sein, wenn das stimmt, dass sie im Verkauf als Rosetten schon etwa ein Jahr alt sind. vielen Dank vorab.
  3. Guten Abend. Als erstes möchte ich sagen das ich neu hier bin und möchte Allen erstmal hallo sagen. Ich interessiere mich schon sehr lange für fleischfressende Pflanzen - als kleines Kind habe ich schon versucht sie zu halten, sind aber immer eingegangen. Nun wollte ich mich erneut an das Thema trauen und habe mir eine Drosera Aliciae zugelegt. Ich mache mir aber ein wenig Sorgen, da sie nicht wirklich wächst und zwei Blätter braun geworden sind. Zuerst hatte sie auch noch Tautropfen, inzwischen aber nicht mehr. Als ich einmal ausversehen beim Gießen eine doofe Bewegung gemacht habe, habe ich die Pflanze mit Wasser überschüttet und sie ist runtergefallen aber nicht sehr tief, seitdem sind die Tautropfen weg und nicht wieder gekommen und sie sieht sehr zerzaust aus =( Ich gebe nun das Wasser immer direkt in den Unterntopf. Ein paar Daten: - ich gieße mit Regenwasser, welches ich vorher abkoche und filtere, um mögliche Larven und Eier auszusondern - ich habe auch einige Zeit vorher mit destiliertem Wasser gegossen - habe die Pflanze nie gefüttert, sie ist noch so Jung, dass sie selbst noch kaum gelegenheit bekam etwas zu fangen - mein Zimmer ist auf der Südseite, das Fenster ist allerdings besonders Dick, und soll die Sonnenstrahlen so etwas mindern, weil es im Sommer sonst für mich unterträglich heiß wird (direkt unter dem Dach) - habe über das Wochenende einen Plastikbehälter mit Luftlöchern (http://www.candyhous...manten-Dose.jpg) über die Pflanze gestülpt, um die Luftfeuchtigkeit, die ihr evetl. fehlt, zu erhöhen - hat aber bisher nichts gebracht. - über das Substrat weiß ich nichts genaues, habe die Pflanze so gelassen wie ich sie gekauft habe - bekomme aber diese Woche noch Karnivorenerde -> sollte ich sie umtopfen? - wegen meines energiesparsüchtigen Vaters ist die Heizung immer aus, selbst im Winter. was kann ich noch tun? Ein Foto ist im Anhang Danke euch für Hilfe. LG Feez
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