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  1. Meistens unerwähnt: Drosera hartmeyerorum zeigt zusätzlich neben den artspezifischen, gelbes Licht reflektierenden Emergenzen auch andere, die sich ganz ähnlich bei der "echten" D. indica, bei D. aquatica sowie D. nana finden. Chemisch bilden die genannten Arten statt Plumbagin (wie etwa bei D. serpens & D. finlaysoniana) das Chinon 7-Methyljuglon. Lediglich die - offensichtliche Hybride - D. indica zeigt in dieser Droserasektion beide. Daher ist die Chemotaxonomie ein gutes Werkzeug, diverse Arachnopusarten (Arachnopus = Spinnenbein) durch analytische Methoden (Beispiel: Dünnschichtchromatographie) eindeutig zu unterscheiden. Übrigens ist D. finlaysoniana bisher der einzige untersuchte Spinnenbeinsonnentau ohne Blattstiel (Petiole) der Plumbagin bildet. Zum Vergleich hier die Mikroskopaufnahmen der "echten" D. indica:
  2. Siggi_Hartmeyer

    Drosera barrettorum oder D. barrettiorum ?!

    Greg Bourke hat jetzt in Australien bei der ICPS-Facebookgrupe die 2014 von A. Lowrie neu beschriebene Drosera barrettorum fotografiert. Die gelben Emergenzen erinnern bei flüchtiger Betrachtung denen auf D. hartmeyerorum. Allerdings ist die Schreibweise D. barrettorum gemäß "International Code of Nomenclature (Saint Louis Code)" bei der Publikation in CP of Australia Magnum Opus offensichtlich falsch. Denn wenn die Endungen "-orum" (Plural, gilt aber auch für "ae" (f) oder "i" (m)) nicht nach "-er" (Beispiel hartmeyerorum) folgt, muss zwischen der Endung des Namens und "-orum" ein "i" gesetzt werden. Die korrekte Bezeichnung für die Pflanze müsste also D. barrettiorum lauten. Das gleich Malheur passierte dem Autor A. Lowrie übrigens bereits mit D. ericksonae (1987) CP of Australia. Vol. 2). Das wurde damals stillschweigend im Index des Folgebands Vol. 3 (1998) in D. ericksoniae geändert. Der Name verschwand dann einige Jahre später wieder komplett und wurde - bis jetzt gültig - in D. omissa geändert. Mal schauen was aus dem Namen D. barrettorum wird .......
  3. Siggi_Hartmeyer

    Drosera hartmeyerorum unter Laserbeschuss

    Während der letzten Wochen experimentierten wir mit verschiedenen Lichtquellen, um die Emergenzen von D. hartmeyerorum nochmals näher zu untersuchen. Auch neue Versuche mit einem roten Laser unter dem Mikroskop zeigen, dass die umgewandelten Tentakel ähnlich funktionieren wie ein Restlichtverstärker, vergleichbar mit den Augen von Krokodilen und Katzen, wenn diese nachts angeleuchtet werden. Die ersten Reaktionen auf den Film zeigen, dass dieses Thema von Interesse ist, aus dem Grund poste ich den Link ausnahmsweise auch hier unter "Drosera" und nicht nur als Vervollständigung des Inhalts unseres YouTube-Kanals im "Fleischigeplauder".
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