Jump to content

Search the Community

Showing results for tags 'drosera schizandra'.

  • Search By Tags

    Type tags separated by commas.
  • Search By Author

Content Type


Forums

  • Lesenwertes
    • Lesenswerte Beiträge
    • Häufig gestellte Fragen
  • Gattungen
    • Aldrovanda
    • Byblis
    • Cephalotus
    • Darlingtonia
    • Dionaea
    • Drosera
    • Drosophyllum
    • Genlisea
    • Heliamphora
    • Nepenthes
    • Pinguicula
    • Sarracenia
    • Utricularia
    • Triphyophyllum & Präkarnivoren
  • Kultur
    • Krankheiten und Schädlinge
    • Zubehör für Karnivoren
    • Kulturformen und -methoden
    • Bestandslisten der Benutzer
  • Gesellschaft für Fleischfressende Pflanzen e.V.
    • Verein
    • Veranstaltungen
    • Wettbewerbe
  • Börse
    • Angebote
    • Gesuche
    • Auktionen
    • Pollen
  • Sonstiges
    • Fotos
    • Neuigkeiten
    • Karnivoren am Naturstandort
    • Natur
    • Fleischigeplauder

Marker Groups

There are no results to display.


Find results in...

Find results that contain...


Date Created

  • Start

    End


Last Updated

  • Start

    End


Filter by number of...

Found 4 results

  1. Hallo, Hier einige Bilder, die nach der ICPS-Konferenz im Juli 2014 entstanden sind - vielleicht sind diese Informationen vom Naturstandort ja einigen eine kleine Hilfe zur Kultur dieser Art. Drosera schizandra ist eine wirkliche Regenwaldart, denn diese Drosera kommt in Queensland am Mount Bartle Frare (und nur dort, die Art ist endemisch für diesen Berg, es gibt auch nur eine Handvoll Populationen in freier Wildbahn, sie gehört damit zu den gefährdeten Drosera-Arten) in gemäßigtem (und ganzjährig etwa klimatisch gleichbleibendem), immergrünen Regenwald vor. Obwohl der Norden Queenslands tropisch ist, ist es dort relativ kühl, wir hatten am Tag ca. 20°C, und früh morgens hatte es am Standort von D. schizandra lediglich 6°C! Habitat von D. schizandra am Mount Bartle Frere. Der Standort erinnert eher an ein typisches Nepenthes-Habitat im Bergwald Südostasiens, mit typischer Bergregenwald-Vegetation und Fauna (inklusive der terrestrischen Blutegel ). Drosera schizandra ist in aller Hinsicht ein „untypischer“ Sonnentau, was den Lebensraum betrifft: die Pflanzen wachsen in der Regel recht schattig, meist am Waldboden, wo sie lediglich Streulicht abbekommen. Zudem ist der Boden nicht einmal – wie für Drosera typisch- sehr nährstoffarm, die Pflanzen wachsen in rotem, lehmigem Regenwaldboden (über Granit), oftmals in der Laubstreu, meist mit recht hohem Anteil von organischem Material. Drosera schizandra wächst auch nicht besonders sumpfig, oder an sickerfeuchten Stellen, wie man das vielleicht von Drosera erwarten würde (und wie das die Schwestern D. adelae und D. prolifera tun). Der Boden ist nur leicht feucht – wenn es regnet (und das tut es dort fast täglich), erhalten die Pflanzen die nötige Feuchtigkeit. Eben vom Habitat her in aller Hinsicht eher Nepenthes denn Drosera... Suchbild: D. schizandra zwischen Regenwaldvegetation. Drosera schizandra zwischen Laubstreu Am Waldboden sind die Pflanzen grasgrün (die Ausfärbung die wir aus Kultur kennen ist meist viel besser!), dafür können einige Exemplare eine beachtliche Größe erreichen. Durch den häufigen Regen haben die meisten Pflanzen auch kaum Klebetropfen, bei den schattig wachsenden Exemplaren habe ich zudem kaum gefangene Beute beobachten können (laut Greg Burke wird die meiste Beute sowieso recht schnell von Ameisen gestohlen). Ich denke aber nicht, dass diese Art Beutefang überhaupt nötig hat, denn der Boden ist wirklich nährstoffreich genug. Wirklich dichte Bestände bildet D. schizandra vor allem an senkrechten Hängen, wo die Pflanzen auch nicht so stark vom Falllaub eingeregnet werden. Hier erinnern mich die Pflanzen auch gar nicht an eine Drosera, sie sehen eher wie eine tropische Gesneriaceae aus (oder vielleicht entfernt wie Pinguicula an einer Felswand). „Salat“ trifft es wohl auch. An einigen lichteren Stellen im Wald bekommen die Pflanzen etwas mehr Sonnenlicht ab, und sind dann auch etwas stärker ausgefärbt. Diese Exemplare standen zudem etwas geschützt im Regenschatten eines größeren Baumes, daher haben sie mehr Klebetropfen. Die Beute bei diesen etwas klebrigeren Exemplaren bestand aus recht wenigen Trauermücken und Pilzmücken, daneben habe ich auch noch einzelne größere Schnaken auf den Blättern klebend gefunden (also allesamt Nematocera, recht „schwache“ Mücken, die auch bei anderen Drosera-Arten häufig zur Beute werden und sich nicht leicht befreien können). Im Netz gibt es von dieser Exkursion auch noch Fotos mit einer größeren Langfühlerschrecken-Larve, die auf einem Blatt von D. schizandra klebt. Das war aber keine natürlich Beute, die hat jemand für ein Foto dort draufgesetzt, und ich habe später beobachten können, wie sie sich wieder vom Blatt befreien konnte. Allgemein ist D. schizandra keine wirklich effektive Karnivore mehr – aber ich denke, in diesem Habitat sind Klebefallen zum einen evolutiv höchst unpraktisch, und zum zweiten wohl auch nicht nötig. Greg Bourke hat dazu vor ein paar Jahren in der Zeitschrift „Carniflora Australis“ auch einen sehr interessanten Artikel geschrieben. Schöne Grüße, Andreas
  2. Dschungelabenteuer in Australien: Drosera schizandra am Naturstandort. Nach häufigen Anfragen zu den "Queensland Sisters" in den letzten Wochen, wohl auch weil der australische Dschungel im Januar "das" Unterhaltungsthema in TV und Presse war, weise ich heute auf unseren Film hin, der zwar nördlich des geliebten und gehassten (dazu bitte keine weiteren Diskussionen hier) "Dschungelcamps" gedreht wurde, aber in Sachen Fauna und Flora quasi Identisches bietet. Gemeinsam mit Trevor Hannam machten wir uns von Cairns aus auf den Weg auf den höchsten Berg Queenslands, den Mount Bartle Frere (1622 m), wo wir den damals einzigen bekannten Standort von D. schizandra (etwa 600-700 m Höhe) besuchten. Diese Tagestour war tatsächlich eines der faszinierendsten Abenteuer während unserer insgesamt über sieben Monate währenden Karnivoren- und Tauchtouren auf dem südlichen Kontinent. Viel Vergnügen:
  3. Überraschung bei den Queensland-Sonnentau: Die Queensland-Sonnentau wurden schon früher (Culham & Gornall 1994) auf Naphtochinone getestet, aber die chemische Vielfalt in dieser Gruppe hat Jan Schlauer, Irmgard und mich veranlasst, zusätzlich die neue Hybride ("D. x Andromeda", 2-Methyljuglon + 7-Methyljuglon) zu untersuchen und im Verlauf auch die bereits publizierten Daten der Sektion Prolifera einer Neubewertung zu unterziehen, sowie deren Mikromorphologie zu vergleichen. Dabei stellte sich heraus, dass D. adelae und D. schizandra sowohl chemisch (7-Methyljoglon), als auch mikromorphologisch miteinander deutlich näher verwandt sind als mit D. prolifera (2-Methyljuglon), die zudem als Einzige der Gruppe noch Reminiszenzen von Schnelltentakeln besitzt. Auf die Schnelltentakelremineszenzen bei D. prolifera hatte ich schon vor Jahren hingewiesen, aber jetzt bestätigt auch die Chemie deutliche Unterschiede. Wer des Englischen mächtig ist, dem sei unser Artikel empfohlen. Er erschien im Septemberheft des Carnivorous Plant Newsletter (CPN): Chemistry and surface micromorphology of the Queenslandsundews (Drosera section Prolifera) Anmerkung: 2-Methyljuglon = Plumbagin, 7-Methyljuglon = Ramentaceon. Diese Chinone lassen sich recht einfach durch Dünnschichtchromatografie nachweisen und unterscheiden. Das Charmante daran ist, dass Hybriden aus Eltern mit unterschiedlichen Chinonen immer Plumbagin und Ramentaceon enthalten (Schlauer und Fleischmann 2016). Dadurch kann auch der hybridogene Ursprung von Pflanzen erkannt werden. Da staunten wir schon bei D. regia, D. ultramafica und diversen anderen Pflanzen. Auch in diesem Fall bestätigt das Vorhandensein beider Chinone in D. x andromeda gleichermaßen Theorie, Analytik sowie den Kreuzungserfolg von Kamil Pasek. Hier ein Foto der Arten:
  4. Fragt man nach, wissen die Wenigsten, dass Fleischfressende Pflanzen auch vegetarische Kost schätzen, vorausgesetzt sie ist proteinreich wie etwa Blütenpollen. Um das zu zeigen, fütterten wir frische Staubgefäße einer Sarracenia leucophylla mit anhaftenden Pollen an vier verschiedene Droseraarten (Fotos): D. capensis und D. ultramafica rollen die Blätter ebenso intensiv ein wie bei tierischer Beute. D. capensis x alicia bewegt immerhin die angrenzenden Tentakel zum Proteinpaket und D. schizandra, die auch bei Mücken keine Blattbewegung zeigt, dockt ihre Tentakel ebenfalls eindeutig an der Pollenportion an und lässt es sich schmecken. Erste Beobachtungen zur Pollendiät erwähnte übrigens schon Darwin (1875). Proteine, egal ob pflanzlich oder tierisch, bestehen aus Aminosäuren die von Verdauungsenzymen vergleichbar einer Schere in kleinere Moleküle aufgespalten werden. Nur diese zerkleinerten Moleküle (Beispiel Ammonium) können die Sonnentau als Nahrung aufnehmen, dabei dürfte es ihnen völlig Wurscht sein ob die mit der Falle erbeutete Aminosäure tierisch oder pflanzlich war: Hauptsache Protein (mit beigemengten Mineralien).
×
×
  • Create New...

Important Information

We have placed cookies on your device to help make this website better. You can adjust your cookie settings, otherwise we'll assume you're okay to continue. Weitere Informationen finden Sie in unserer Privacy Policy.