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  1. Latrodectus

    Räudig!

    Bonsoir mes amis Das letzte Mal, dass hier etwas von der teuflischen Kralle "Ibicella" zu lesen war, ist schon etwas länger her, da habe ich mir gedacht, ich öffne mal einen neuen Thread, statt den Totengräber zu spielen! Dieses Jahr wollte ich´s auch mal wissen - wie ist das so, `ne Ibicella auf´m Balkon zu haben. Die gelben Blüten hatten es mir ja schon immer angetan. Leider habe ich Sven L.´s Warnung offenkundig nicht ernst genug genommen! => http://forum.carnivoren.org/index.php?/topic/36362-zum-nase-rümpfen/?p=173535 Er beschrieb den Duft der mit feinsten Schleimtröpfchen bedeckten Blätter als "RÄUDIG"! Na ja, kann man sich auch alles Mögliche drunter vorstellen. ^^ Aber ich finde, den Geruch als "räudig" zu beschreiben, noch zu verharmlosend! (*lach*) Innerhalb von zwei Monaten nach der Aussaat (rund um den 15. Mai) schafft es dieses niedliche Samenkorn von nicht mal einem Zentimeter Durchmesser zu einem Monster von 70 cm Durchmesser mit einem 3 cm dicken Stamm zu wuchern! :ai: Poah, das Biest ist fast schon zu groß für meinen Balkon und eine einzige Pflanze hätte es in dem 5 Liter-Tontopf auch getan statt drei! Die "Alte" ist am Saufen!!!!! Jeden Tag verlangt sie einen Liter Wasser! Die Samen hatte ich übrigens vor der Aussaat 24 Std. in Gibberillinsäure eingeweicht - vielen Dank noch mal an Maik für den vorzüglichen Service, GA3-Pulver gleich mitzuliefern. :o) Na ja, also der GERUCH.... :bad: .... Du musst ja aufpassen, dass du die Blätter nicht irgendwie berührst, weil du dann gleich selber wie ein nasser, räudiger Hund riechst! ;-) Ich...äh...glaube, ich belasse es bei diesem einmaligen Abenteuer mit Ibicella lutea! Außer ich sollte noch mal das nicht zu ermessende Glück haben, eine ganze Farm zu erben oder wie auch immer, wo ich dann noch mal Samen so einen Kilometer von meinem Haus entfernt an einer unauffälligen Ecke ausstreuen kann! ;-) An geeigneten Bestäuberinsekten scheint es in meiner Gegend zu mangeln. Die ersten Blüten fallen schon komplett mit Stiel und allem ab. Da wurde also offenkundig nix befruchtet. Sehe ab und zu mal eine Fliege oder auch eine Schwebfliege um die Blüten schwirren. Aber die hauen auch relativ bald wieder unverrichteter Dinge ab! :-S Hm, werde wohl keine kralligen Samenkapseln zu sehen bekommen. Ich habe noch eine ganze Tüte voll mit Samen, falls jemand die Courage hat, sich einem geruchlichen Härtetest zu unterziehen. Ach, vielleicht bin ich auch einfach zu empfindlich! (*lach*) Hach ja, die Blüte ist natürlich schon FEIN! Schönes Wochenende Latro
  2. Guten Abend, am nächsten Standort, den sich Mark für uns ausgesucht hat, sollte es die ersten Dionaea unserer Reise geben. Dort angekommen fielen uns aber zuerst ein paar wenige S. flava und S. purpurea auf: Ziemlich schnell wurde uns klar, dass es an diesem Standort nur wenige Wochen vorher gebrannt hatte. Zum einen waren die Brandspuren noch deutlich zu sehen, zum anderen war der komplette Unterbewuchs kaum wieder neu ausgetrieben. Dies hatte zur Folge, dass sich die Pflanzen gerade erst wieder im Neuaustrieb befanden. Dies war insbesondere bei den Dionaea zu sehen. Die Pflanzen hatten gerade wieder die ersten Fallen gebildet, viele waren noch nicht geöffnet. Es war sehr interessant zu sehen, welche Auswirkungen das Feuer auf die Pflanzen hatte. Dionaea ist sehr gut auf Feuer angewiesen und gehört mit zu den ersten Pflanzen, die nach einem Brand wieder austreiben. Eine andere Pflanze, die zu diesem Typ von Ökosystem gehört, ist der Long Leaf Pine, Pinus palustris. Diese (und ähnliche Arten) Pflanze bildet an vielen Stellen den natürlichen Hauptbaumbewuchs dieser Ökosysteme. Hier konnten wir eine Pflanze, die sich noch im Grasstadium befindet, sehen. Wie man sieht, hat ihr das Feuer auch nichts ausgemacht: An einer anderen Stelle zeigte Mark uns ein paar Pinguicula lutea, leider ohne Blüte. Für mich noch sehr beeindruckend waren die wirklich sehr großen Drosera intermedia, die es dort auch zu sehen gab. Ich habe vorher solche großen Pflanzen noch nicht gesehen. Daneben gab es, wie fast immer, auch einige Drosera capillaris. Nach einiger Zeit fuhren wir dann weiter. Die Fahrt sollte etwas länger dauern, Mark versprach uns dafür aber weitere Dionaea. Er führte uns in ein abgesperrtes Gebiet im Pender County. Nach einer ausgedehnten Fahrt durch Waldwege (wenn man das überhaupt so nennen kann) parkten wir unsere Autos und liefen los. An dieser Stelle hatte es vorher nicht gebrannt und so konnten wir den deutlichen Unterschied gut sehen. Die Dionaea dort waren fast nur an den Blüten zu erkennen. Wären wir nicht zur Blütezeit dort gewesen, hätten wir wohl sehr lange suchen müssen. Das dichte Gras hat sie regelrecht versteckt. Hier und da haben wir etwas gemäht, um uns die Pflanzen anzuschauen. Schließlich konnten wir dann noch den Bestäubervon Dionaea bei der Arbeit an einer der Blüten entdecken. Fortsetzung folgt, dann wieder mit deutlich mehr Sarracenien Christian P.S.: Teil 1: http://forum.carnivoren.org/index.php?/topic/35725-karnivoren-in-north-carolina-teil-1/ Teil 3: http://forum.carnivoren.org/index.php?/topic/35872-karnivoren-in-north-carolina-teil-3/
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