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  1. Hallo, neben den Dionaea (siehe zweiter Teil des Berichts, Link am Ende) gab es an diesem Standort natürlich auch eine ganze Reihe hübscher Sarracenia: Und hier noch eines meiner Lieblingsbilder von diesem Standort: Nun sollte es auch schon weitergehen! Mark hatte sich für den Tag einen sehr sportlichen Plan ausgedacht. Es war mittlerweile bereits 17.15 Uhr und immer noch sollten zwei Standorte besucht werden. Da es zeitlich nicht mehr machbar (wir hatten vermutlich zuviel "getrödelt") und wir bereits müden waren berieten wir kurz unser weiteres Vorgehen. Mark wollte uns unbedingt noch einen Standort zeigen. Wir fragten ihn, wie weit es denn noch bis dahin sein, er sagte "nur" etwa 15 Meilen. Wir ließen uns also daruaf ein und fuhren los. Etwa 1 Stunde und 15 Minuten später waren wir da. Die 15 Meilen waren knapp 40 und der Weg war zudem noch eine Schotterpiste..... Es hat sich allerdings wirklich gelohnt, diesen Standort aufzusuchen. Wir standen plötzlich in einem riesen Feld voller Sarracenia flava. Zudem war das Licht gegen Abend herrlich! So hatten wir uns Sarracenien vorgestellt Die Pflanzen dort lagen alle zwischen den Variationen maxima und ornata. Ein paar Hybriden konnten wir auch finden: Wenn man sich etwas Zeit nimmt, kann man auch eine ganze Reihe an Tieren in und auf den Schläuchen finden: Christian P.s.: letzter Beitrag: http://forum.carnivoren.org/index.php?/topic/35770-karnivoren-in-north-carolina-teil-2/ nächster Beitrag: http://forum.carnivoren.org/index.php?/topic/35987-sarracenia-oreophila-in-alabama/
  2. Guten Abend, am nächsten Standort, den sich Mark für uns ausgesucht hat, sollte es die ersten Dionaea unserer Reise geben. Dort angekommen fielen uns aber zuerst ein paar wenige S. flava und S. purpurea auf: Ziemlich schnell wurde uns klar, dass es an diesem Standort nur wenige Wochen vorher gebrannt hatte. Zum einen waren die Brandspuren noch deutlich zu sehen, zum anderen war der komplette Unterbewuchs kaum wieder neu ausgetrieben. Dies hatte zur Folge, dass sich die Pflanzen gerade erst wieder im Neuaustrieb befanden. Dies war insbesondere bei den Dionaea zu sehen. Die Pflanzen hatten gerade wieder die ersten Fallen gebildet, viele waren noch nicht geöffnet. Es war sehr interessant zu sehen, welche Auswirkungen das Feuer auf die Pflanzen hatte. Dionaea ist sehr gut auf Feuer angewiesen und gehört mit zu den ersten Pflanzen, die nach einem Brand wieder austreiben. Eine andere Pflanze, die zu diesem Typ von Ökosystem gehört, ist der Long Leaf Pine, Pinus palustris. Diese (und ähnliche Arten) Pflanze bildet an vielen Stellen den natürlichen Hauptbaumbewuchs dieser Ökosysteme. Hier konnten wir eine Pflanze, die sich noch im Grasstadium befindet, sehen. Wie man sieht, hat ihr das Feuer auch nichts ausgemacht: An einer anderen Stelle zeigte Mark uns ein paar Pinguicula lutea, leider ohne Blüte. Für mich noch sehr beeindruckend waren die wirklich sehr großen Drosera intermedia, die es dort auch zu sehen gab. Ich habe vorher solche großen Pflanzen noch nicht gesehen. Daneben gab es, wie fast immer, auch einige Drosera capillaris. Nach einiger Zeit fuhren wir dann weiter. Die Fahrt sollte etwas länger dauern, Mark versprach uns dafür aber weitere Dionaea. Er führte uns in ein abgesperrtes Gebiet im Pender County. Nach einer ausgedehnten Fahrt durch Waldwege (wenn man das überhaupt so nennen kann) parkten wir unsere Autos und liefen los. An dieser Stelle hatte es vorher nicht gebrannt und so konnten wir den deutlichen Unterschied gut sehen. Die Dionaea dort waren fast nur an den Blüten zu erkennen. Wären wir nicht zur Blütezeit dort gewesen, hätten wir wohl sehr lange suchen müssen. Das dichte Gras hat sie regelrecht versteckt. Hier und da haben wir etwas gemäht, um uns die Pflanzen anzuschauen. Schließlich konnten wir dann noch den Bestäubervon Dionaea bei der Arbeit an einer der Blüten entdecken. Fortsetzung folgt, dann wieder mit deutlich mehr Sarracenien Christian P.S.: Teil 1: http://forum.carnivoren.org/index.php?/topic/35725-karnivoren-in-north-carolina-teil-1/ Teil 3: http://forum.carnivoren.org/index.php?/topic/35872-karnivoren-in-north-carolina-teil-3/
  3. Hallo, nach unserem Besuch bei Meadowview (siehe hier) standen nun die ersten "echten" Naturstandorte auf dem Programm. Dazu hatte ich im Vorfeld Kontakt zu einem Pflanzenfreund in North-Carolina aufgenommen, der uns durch den Tag führen sollte. Um 8 Uhr morgens ging es bereits los. Da wir an diesem Tag richtig viel gesehen haben, werde ich den Bericht in mehrere Teile aufteilen müssen, damit es nicht zuviele Bilder auf einmal werden. Als erstes zeigte Mark uns einen angelegten Park in Wilmington. Leider wurden dort vor ein paar Wochen hunderte Dionaea gestohlen, so dass der Park ab sofort kameraüberwacht ist. Die Pflanzen dort waren sehr schön entwickelt, ein guter, gemütlicher Einstieg in den Tag Mark ließ sich leider nicht entlocken, welchen Plan er für den Tag hatte. Wir sollten ihm einfach folgen . wohin auch immer! Es sollte sich aber bald herausstellen, dass es sehr sportlich werden würde. Nachdem wir uns den Park eine Zeit lang angeschaut hatten, fuhren wir weiter. Der erste Naturstandort des Tages sollte bei Old Dock liegen. Der Ort ist dem ein oder anderen sicher von einer Standortangabe auf einem seiner Schildchen zu Hause bekannt. Wir fuhren mit unseren Autos in ein kleines Waldstück und blieben an einer Stelle stehen, wo wir nur schwer weiterfahren konnten. Von dort aus ging es zu Fuß weiter. Als erstes fielen mir einige schön rot ausgefärbte Sarracenia purpurea ins Auge: Wir liefen nun langsam durch das Waldstück und kamen an immer mehr Sarracenia vorbei. Neben den S. purpurea gibt es dort auch S. flava in diversen Ausprägungen: Die meisten S. flava hat einen kupferfarbenen Deckel, wodurch sie wohl am ehesten der Varietät var. cuprea zugeordnet werden können. Die Namenszuordnungen habe ich übrigens relativ großzügig vorgenommen, falls jemand hier und da einer anderen Meinung sein sollte. Als weitere Sarracenia kommt dort S. minor vor: Wo immer mehr als zwei Arten zusammenwachsen ist mit Hybriden zu rechnen. Hier fanden wir die folgenden (Bestimmung mag nicht immer ganz korrekt sein, wer weiß das denn schon.....): Drosera capillaris gibt es auch überall, daneben konnten wir noch D. intermedia (leider keine brauchbaren Fotos) und Utricularia subulata finden: Daneben fanden wir noch eine ganze Reihe an Pflanzen, von denen wir vermuteten, dass es Hybriden zwischen D. intermedia und D. capillaris sind. Mittlerweile hat sich rausgestellt, dass es sich um die sogenannten "long arm"-Form von D. capillaris handelt. Auch hier blieben wir wieder einige Zeit lang, sicher länger als Mark eingerechnet hatte. Als nächstes folgte eine kurze Fahrt und wir hielten wieder an. Nun sollten wir aber als erste keine Karnivoren zu sehen bekommen. Unter einem alten Stück Holz wohnt an dieser Stelle eine schwarze Witwe, die wir zuerst begutachteten: Da die Tiere ortstreu sind war es für Mark leicht, uns dieses Tier zu zeigen. Mit dem nötigen Respekt machten wir ein paar Bilder, bevor wir die Spinne wieder in Frieden ließen. Immerhin gab es ein paar Meter weiter wieder einige Karnivoren zu sehen. Am auffälligsten waren auch hier wieder die Sarracenia flava: In einem kleinen Teich, der leicht schlecht erreichbar ist, wenn man keine nassen Füße haben möchte wuchs Utricularia purpurea: Thomas hat sich ins Wasser getraut, er hat sicher auch ein paar gute Nahaufnahmen. Vielleicht zeigt er uns die ja noch Natürlich fehlen auch hier die Drosera nicht. Neben D. intermedia wuchs hier noch D. filiformis ssp. filiformis. Letztere freute uns besonders. Es sollte auch der einzige Standort sein, wo wir diese Unterart von D. filiformis zu sehen bekommen sollten. Gesamtansicht des Standorts: Nun war es schon 12.30 Uhr! So schnell kann es gehen. Sicherlich lagen wir hier bereits in Marks Zeitplan um einiges zurück, aber was soll's.... Soviel zum Vormittag dieses Tages. Gruß, Christian Teil 2: http://forum.carnivoren.org/index.php?/topic/35770-karnivoren-in-north-carolina-teil-2/ Teil 3: http://forum.carnivoren.org/index.php?/topic/35872-karnivoren-in-north-carolina-teil-3/
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