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Fusarium / Verticilium Welke - Auslöser


Rolf Zanchettin

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Rolf Zanchettin

Hallo,

ich habe gestern wieder mal eine Pflanze durch den ominösen Welkepilz verloren.

Erwischt hat es meine H. minor im Hochlandbecken.

Fotos konnte ich leider keine machen weil natürlich, wie immer wenn man die Kamera mal braucht, der Akku leer war.

Meine Pflanze zeigt aber exakt dieselben Symptome wie die Pflanze in diesem Thread http://forum.carnivoren.org/topic.php?id=10362.

Dieselbe Krankheit hat mir vor 3 Jahren im Sommer eine Darlingtonia und zwei Sarracenien dahingerafft und letztes Jahr eine H. Hybride.

Es heißt ja der Pilz bricht nur bei Fehlern bei den Kulturbedingungen aus, das wage ich stark zu bezweifeln.

Im Hochlandbecken herrschen Temperaturen je nach Jahreszeit von 13° - 19° Celsius nachts und von 26° - 31° Celsius tagsüber.

Die relative Luftfeuchte liegt zwischen 65% und 85% tagsüber und steigt nachts auf ca 95% an.

Beleuchtet wird das Becken(120x40x50) 14 Std. täglich mit 4 x 54 Watt T5 (LF 865 und 840 gemischt).

Das Substrat besteht aus Karnivorenerde von Carow welche gut mit Weißtorf und Perlite gestreckt ist.

Bei der Untersuchung des Substrats der H. minor gestern abend sind mir allerdings ca 3-4 cm lange schwarze Würmer aufgefallen, die vom Aussehen

her stark an Blutegel erinnern. Ich habe die Viecher gestern einem befreundeten Gärtner gezeigt, der meinte solche Würmer noch nie gesehen zu haben.

Ich habe keine Ahnung was das für Viecher sind oder wo die herkommen, nehme aber an das die aus dem Xaxim kommen, da ich gestern nochmal alles genau untersucht habe und

an der Xaxim-Rückwand noch einige dieser Viecher entdeckt habe.

Was ich bis jetzt über den Pilz in Erfahrung bringen konnte:

Der Pilz ist fast überall latent vorhanden, kann aber gesunde Pflanzen anscheinend nicht angreifen. Ist das Wurzelwerk allerdings beschädigt (sei es durch

Schädlinge, Verrottung, Bruch o.Ä.) dringt der Pilz über die Wurzel in die Pflanze ein, verstopft die Leiterbahnen und unterbindet somit die Versorgung

mit Wasser und Nährstoffen, dies führt zu einem raschen Absterben der betroffenen Pflanze.

Ich denke der Pilzbefall ist bei mir auf die Würmer zurückzuführen (die haben die Wurzeln angefressen und dem Pilz somit Tür und Tor geöffnet), da erstens sich alle anderen Heliamphoras sowie auch alle anderen Pflanzen im Terrarium sauwohl fühlen und zweitens die Kulturbedingungen im Terrarium meines Erachtens auch in Ordnung sind.

Vielleicht weiß noch jemand mehr über diesen Pilz.

Ich jedenfalls werde heute abend mit der chemischen Keule aufwarten und den Würmern erstmal den Garaus machen.

viele Grüße, Rolf

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Markus Welge

Hallo Rolf,

möglicherweise ist der Verlust deiner Pflanze auch auf ein zu dichtes Substrat zurückzuführen. Hälst du deine Heliamphora im Anstau und wie lange stand die Pflanze schon in diesem Substrat?

Viele Grüße

Markus

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Rolf Zanchettin
Hallo Rolf,

möglicherweise ist der Verlust deiner Pflanze auch auf ein zu dichtes Substrat zurückzuführen. Hälst du deine Heliamphora im Anstau und wie lange stand die Pflanze schon in diesem Substrat?

Viele Grüße

Markus

Hallo Markus,

die Pflanze steht seit August letzen Jahres in dem Substrat.

Die Pflanzen stehen nicht im Anstau, im Terrarium ist eine recht hohe Drainageschicht eingebaut.

Das Substrat war auch nicht zu dicht, ich achte schon darauf das die Substratmischung schön luft- und wasserdurchläßig ist.

Mein Terrarium vefügt über einen geschlossenen Wasserkreislauf, du hast mir in diesem Thread schon geraten das Wasser öfter zu wechseln.

Ich wechsle das Wasser jetzt ca. alle 2 Wochen, das sollte doch in Ordnung sein. Trotzdem werde ich jetzt, wie von dir damals schon vorgeschlagen,

zusätzlich noch einen Außenfilter einbauen.

viele Grüße, Rolf

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Markus Welge

Hallo Rolf,

jetzt erinnere ich mich auch. Da du das Becken auch üppig bepflanzt hast, sollten die Wurzeln auch für eine gute Auflockerung sorgen bzw. überschüssiges Wasser kann so besser aufgenommen werden.

Es war nur eine Vermutung. Ich kultiviere Heliamphora in reinem Sphagnum und habe solche Probleme bisher nicht gehabt. Vielleicht hast du Recht und es lag doch an den Würmern, die die Wurzeln angegriffen haben.

Dann hoffe ich, dass die anderen Pflanzen gesund bleiben. Das Becken sieht nämlich wirklich sehr schön und aufwending angelegt aus.

Viele Grüße

Markus

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Rolf Zanchettin

Hallo Markus,

Die meisten Pflanzen sind nicht direkt ins Terrarium gepflanzt, sondern stehen jeweils in eigenen Töpfen in der Substratschicht des Terrariums.

Das hat u.A. den Vorteil das die Pflanzen ohne größeren Aufwand zum ausputzen, kontrollieren, zum Substratwechsel oder warum auch immer aus dem Becken genommen werden können.

Ich habe gestern das Substrat aller anderen Pflanzen untersucht und dabei Gott sei dank keine weiteren Würmer oder gar Schäden am Wurzelwerk oder dem Rhizom entdecken können.

Ich habe dann aber doch zur Vorbeugung die chemische Keule rausgeholt (sicher ist sicher).

Die Drainage funktioniert tadellos, also Staunässe und damit verbundene Wurzelfäulnis o.Ä. kann ich denke ich ausschließen.

Ich kanns mir, wie oben schon erwähnt, auch nur dadurch erklären das die Würmer die Wurzeln geschädigt haben und der Pilz so ausbrechen konnte.

Bin aber für jegliche Hinweise, Tips oder Ratschläge zum Thema dankbar.

Kultivierst du die Heliamphoras in lebenden oder totem Sphagnum.

Bei totem Sphagnum habe ich immer die Befürchtung das es von unten her zu verrotten beginnt.

viele Grüße, Rolf

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