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[?] Blattstecklinge Pinguicula gypsicola


olli71

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Hallo,

ich wollte bald ein paar Blattstecklinge von meiner Pinguicula gypsicola machen. Nun habe ich im Datenblatt gelesen, dass es sehr schwierig sein soll. Hat jemand das schon mal mit Pi. gypsicola ausprobiert? Oder brauche ich das gar nicht erst versuchen?

Gruß

Olli

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Hallo Olli,

auch die Datenbank irrt mal ...

Blattstecklinge gehen, allerdings meiner Erfahrung nach nur aus den Winterblättern. Und da hatte ich immer so ca. 80% Trefferquote. Alles, was nicht innerhalb der ersten 3 oder 4 Tage durchsichtig, braun oder schimmlig wurde, ging nach sehr kurzer Zeit an. Die Species ist über Jahrzehnte nur so vermehrt worden, weil die Kulturpflanzen wohl alle keine Samen (mehr) ansetzten. Vor einigen Jahren sind aber dann wieder mal Samen aus Mexiko eingetroffen, die keimten sehr gut, ich habe aber noch nicht bestäubt.

Viele Grüße

Stefan

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Hallo Olli

Ich habe es schon einmal mit den langen Sommerblättern probiert und eines von dreien hat eine schöne kräftig Pflanze gebildet. Ich würde die Quote bei Sommerblättern allerdings deswegen nicht auf 33% festlegen, es war sicher auch etwas Glück dabei aber es hat eben geklappt, die Pflanze lebt heute noch. Wichtig ist wohl, wie bei allen Blattstecklingen, das Blatt genau an der Pflanze abzuziehen, damit von dem eher weißlichen Material viel mit dran ist. Das Blatt habe ich dann auf feuchten Torf gelegt, das Blattende (das was an der Pflanze dran war meine ich, also den weißlichen Teil) mit etwas feuchten Torf bedeckt und den Topf auf die Fensterbank gestellt. Nach ein paar Wochen wuchs die Pflanze los,...

Viel Erfolg und viele Grüße

Stefan

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Hallo Olli, bei mir vermehren sich die Pings "leider" immer so am schnellsten. Beim Aussetzen im Frühjahr ins Beet lasse ich einfach die abgebrochenen Blätter liegen, der absolut größte Teil treibt neu aus, auch gypsicola. Letztere sind mir leider im Winter eingegangen, ich werde halt dieses Frühjahr auf ein Neues Blätter von der Mutterpflanze opfern. Ganz einfach kurz neben dem Herz abschneiden (scharfes Messer nie Schere!!!) und flach mit der Blattunterseite aufs Substrat legen. Die Schnittstelle sollte dabei das Substrat berühren, evtl. vorher eine kleine Mulde eindrücken.

Gute Vermehrung, Peter.

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Wenn wir schon bei den Details sind, schlage ich vor, die Blätter vorsichtig abzubrechen, nicht zu schneiden. Das ist zumindest meine Methode, die auch recht gut funktioniert. Die Bruchstelle braucht bei mir übrigens keinen Kontakt zum Substrat.

Wenn ich mich nicht irre, gibt es gerade für P. gypsicola hier im Forum die eine oder andere Beschreibung, wie man die Blattstecklinge heranziehen kann, sei es nun in feuchtem Vermiculite, Sphagnum oder dem Substrat. Das scheint alles recht gut zu funktionieren. In jedem Fall ist da P. gypsicola bei mir nicht schwieriger als zum Beispiel P. agnata.

Anfangs für ausreichend Feuchtigkeit (nicht Nässe!) zu sorgen, scheint das Wesentliche zu sein. Wie das erreicht wird, ist nicht ganz so wichtig.

Mein Verfahren in aller Kürze: Winterblätter abbrechen, in einen verschließbaren Plastikbeutel legen, etwas feuchtes Sphagnum dazu, dann hell stellen (aber keine direkte Sonne, wenn nicht alles gekocht werden soll). Innerhalb von 4 Wochen bilden sich die Ableger.

Das Bewurzeln und Anwachsen geht am besten in Sphagnum, deshalb setze ich die Blätter mit den Ablegern oft erst einmal auf Sphagnum in meinem Becken (z. B. in Heliamphora-Töpfen oder so). Nach einigen Wochen hat sich dann ein recht kräftiges Wurzelsystem und die erste etwas größere Rosette gebildet. Dann geht es für die Kleinen ab ins endgültige Substrat. Den Schritt im Sphagnum kann man sich auch schenken, aber so wachsen die Ableger bei mir besser an.

Noch einfacher ist es, einfach ein paar Blätter einer großen Pflanze abzuzupfen und neben der Pflanze auf das Substrat zu legen. Dabei lasse ich das abgetrennte Blatt für die ersten Wochen meist noch unter der Mutterpflanze bis sich die Ableger gebildet haben. Dann ich die Verlustquote bei mir deutlich geringer (z. B. bei P. mirandae, bei der ich auf anderem Weg nicht so leicht Ableger erhalte).

Viel Erfolg!

Dieter

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Kevin Tonnerre

Wie ihr schon erwähnt habt, sind es die Winterblätter die bei den Pings zur vegetativen Vermehrung verwendet werden sollten.

Auch ein etwas weniger verbreitetes Wissen: Dies kann ebenfalls mit temperierten Arten funktionieren, wenn man Knospenblätter nimmt. Über den Sinn kann man natürlich diskutieren, da es sicherlich ein Risiko darstellt für die Pflanze.

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C.Weinberger

Hallo zusammen!

Anfangs für ausreichend Feuchtigkeit (nicht Nässe!) zu sorgen, scheint das Wesentliche zu sein. Wie das erreicht wird, ist nicht ganz so wichtig.

Das sind ebenfalls meine Erfahrungen. gypsicola WInterblätter sind anscheinend einfach nicht fleischig genug, um längere Zeit ohne Feuchtigkeit auszukommen bzw. dann zügig zu wachsen. Beim Abtrennen sollte man darauf achten die Blätter nicht zu zerdrücken.

Wie ihr schon erwähnt habt, sind es die Winterblätter die bei den Pings zur vegetativen Vermehrung verwendet werden sollten.

Bei einem Großteil der Arten kenne ich keinen Unterschied auch nicht bei gypsicola. Bei großen Pflanzen nehme ich auch im Sommer regelmäßig Blätter ab.

Gruß Christian

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Na, das sind doch schon mal gute Antworten.

Ich danke euch. Dann werde ich mal bald loslegen mit der Vermehrung....

Gruß

Olli

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