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Succat

Artbestimmung

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Succat

Hallo zusammen, 

ich bin was fleischfressende Pflanzen angeht ein absoluter Anfänger, finde die Pflanzen aber sehr faszinierend und überlege mich diesen Pflanzen mehr zu widmen. Ich habe vor ca. 4 Jahren 2 Pflanzen geschenkt bekommen, und habe diese einfach ohne viel zu überlegen in einen Glaszylinder mit Seramis gepflanzt. Gedüngt habe ich nie, immer nur reichlich Regenwasser nachgefüllt. Über die Jahre haben sich die Pflanzen sehr gut entwickelt. Sie stehen in diesem Glaszylinder den ganzen Sommer auf meiner Terrasse (Südseite). Im Augenblick kann man von der Pflanzenpracht des Sommers nicht mehr viel erkennen, da ich die meisten Schläuche schon abgeschnitten habe, da sie vertrocknet waren. Aber sie sahen wirklich toll aus und hatten sogar 2 Blüten. Da der Platz langsam eng wird in dem Gefäß frage ich mich ob ich die Pflanzen teilen kann und wann der beste Zeitpunkt dafür ist. Jetzt im  Herbst oder im Frühjahr bevor sie wieder voll austreiben ? Ich kenne auch die Arten, die ich da habe, nicht genau, kann die vielleicht sogar jemand bestimmen ? Und die letzte Frage wäre ob die Pflanzen winterhart sind und ich `Ableger` davon nächstes Jahr in ein kleines Moorbeet pflanzen kann...Danke für Eure Hilfe, Gruß Sascha

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Piesl

Hallo Sascha,

zuerst mal deine Pflanzen sehen sehr gut aus, was nach diesem heißen Sommer in einem Glasbehälter auf der Südseite nicht unbedingt zu erwarten war.

Da du die Pflanzen geschenkt bekamst und sie vermutlich in einem Baumarkt erworben wurden, solltest du einfach von Sarracenia Hybriden ausgehen. Genau lässt sich das sonst sicher nicht mehr bestimmen. Die hochwachsende ist jedenfalls eine Leucophyllahybride, die kurze knubbelige eine Sarracenia Purpurea. Weiter würde ich mich jedoch nicht aus dem Fenster lehnen.

Wenn deine Pflanzen mehrere Austriebpunkte haben, also da wo sich kreisförmig einige Triebspitzen zeigen, kann man die Pflanze durchaus dort teilen. Häufig passiert das schon unfreiwillig wenn man sie etwas zu unvorsichtig umtopft. Wurzeln muss der Ableger jedoch haben, um ihn direkt in den Torf im Beet zu setzen. Sind keine dran kannst du sie auch direkt in dichtes lebendes Sphagnum pflanzen. Mit etwas Glück treiben sie dort auch noch Wurzeln und entwickeln sich normal. Trennen und umsetzen würde ich an deiner Stelle im zeitigen Frühjahr nach der Frostperiode.

 

Gruß Piesl

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Succat

Wow, das ging ja flott, vielen Dank für die schnelle Antwort, bin begeistert !

Dann versuche ich mich mal an einer `Teilung`...😀

Danke,

Gruß

Sascha

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JRT

Ja sarracenias sind winterhart

 

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partisanengärtner

Kommt allerdings drauf an wie kalt Deine Winter sind und welche Art oder Hybride Du meinst. Was in Köln geht muß in der Oberpfalz nicht unbedingt klappen. Bei den zwei Hybriden würde ich aber Ableger riskieren. Eine reine S.purpurea scheint das auch nicht zu sein. Der Hauch von hellen Fenstern macht sie attraktiver aber da wird wohl ein paar Generationen zurück Leucophylla drin sein.

Leucophylla, S.minor manchmal sogar einige  psittacina sind generell empfindlicher und werden wohl nicht überall wirklich hart sein. Auch rosea, rubra und alata sind heikler. Bei den flava gibt es Formen aus dem Süden die auch mal starke Schäden zeigen können nach einem ungünstigen Winter.

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Jashi

Bin etwas erstaunt, dass sie bei Dir in reinem Seramis wachsen?!  

Wusste ja, dass viele auch auf Böden mit hohem Sandanteil, Perlite, etc. wachsen. Aber das sie auch in reinem Seramis zurecht kommen, ist mir neu. 

 

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Succat

Ja, der Bodengrund ist wirklich nur das reine Seramis, hatte ich damals wegen der roten Farbe gewählt, fand den Kontrast zu dem Grün der Pflanzen interessant. Zusätze sind nicht drin. Allerdings hat sich über die Jahre das Moos was in den Pflanztöpfen mit enthalten war über den ganzen Topf ausgebreitet, zusammen mit abgestorbenen Pflanzenteilen und Insektenresten hat sich da jetzt eine 3-4cm dicke Humusschicht gebildet. Die Insektenreste rieseln aus den abgestorbenen Schläuchen, wenn die kleinen Singvögel sie im Herbst anpicken um sich die Reste daraus zu holen..., auch eine Form der Winterfütterung....😀. Ich werde das mit der Teilung einfach mal probieren, ein Teil kommt dann in mein Glas zurück, den Rest versuche ich dann mal in einem Moorbeet anzusiedeln, wenn sie es dann nicht über den nächsten Winter schaffen habe ich ja eine Reserve...😉

Danke für Eure Ratschläge an  einen absoluten Neuling..., Gruß Sascha

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Hannes

@Succat

Wenn du sie teilst, würde ich mehr Substrat in das Glas machen, Sarracenia haben viele (lange und auch feine) Wurzelstränge (Ich finde das Glas zu klein) ->

Ich würde die S.purpurea (wenn es noch geht) ausgraben und einzeln pflanzen.

 

LG Hannes

 

 

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partisanengärtner

Vielleicht können ja auch mal einige erfahrene Halter Ihren Horizont erweitern bezüglich was geht oder nicht.

Wenn das mit reinem Seramis 4 Jahre geklappt hat,  wird das schon ausreichend Substrat sein und auch einige Zuschläge die die meisten für wichtig halten könnten nicht ganz so wichtig sein.

Einzig der Preis für Seramis ist ein wenig hoch. Aber vielleicht ist das andere Zeug zu billig.

 

Hat nicht auch Hingst bei seinen Riesencephalotusbecken sehr viel Seramis im Untergrund gehabt? Sollte man vielleicht mal probieren ob dieses Material für einige gängige Substratprobleme die Lösung ist. Faulen tut da wohl nichts mangels organischem Material. Teilen wird da wohl auch ein Kinderspiel nehme ich an.

 

Danke für den Beitrag

Succat

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partisanengärtner

Niedrige Arten im Vordergrund und die hohen im Hintergrund mach ich auch gern es ist das einfachste schöne Gestaltungsprinzip.. Wenn die Gestaltung 4 Jahre geklappt hat wird das nach der Teilung auch ganz gut aussehen. Sammler sind da oft nicht so fühlig. Da müssen meist die einzelnen Klone/Arten ihren eigenen Topf haben. Nur die Drosera und Utris funken dann dazwischen.

 

Wie hast Du die eigentlich überwintert,  dass  sie so gesund aussehen und sogar geblüht haben?

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Succat

Überwintert habe ich die Pflanzen im kühlen, frostfreien Flur. War nicht mal besonders hell dort. Draußen wäre schon wegen dem Glaszylinder schwierig, der würde bei dem Wasser innen kaputt frieren...

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partisanengärtner

Hat ja offensichtlich mehrere Jahre gut geklappt. So ein Hinweis kann für einen Anfänger äußerst hilfreich sein. Du hast also keine Zusatzbeleuchtung verwendet?

Wie nah am Fenster und vor allem in welche Richtung geht dieses?

Ein Hausflur wird ja nicht soo kalt sein. Schätzt Du die mittlere Temperatur im Winter über oder unter 10 Grad?

Bei Dionaea z.B. machen ja einige wirklich einen Aufwand und Sarras indoor sind bei den meisten verpönt.

 

Das man so gesunde Pflanzen haben kann ist schon mal ein Fortschritt.

Dann wären die "winterharten" Carnivoren nicht immer so zickig wenn man keine Möglichkeit hat sie draußen zu überwintern.

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Nicky Westphal
vor 18 Stunden schrieb partisanengärtner:

Vielleicht können ja auch mal einige erfahrene Halter Ihren Horizont erweitern bezüglich was geht oder nicht.

Wenn das mit reinem Seramis 4 Jahre geklappt hat,  wird das schon ausreichend Substrat sein und auch einige Zuschläge die die meisten für wichtig halten könnten nicht ganz so wichtig sein.

Hallo Axel,

 

das Problem bei reinem Seramis sehe ich bei der Verankerung im "Boden". Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass eine 80cm Sarracenia, in Seramis getopft, dann im Freiland Wind und Wetter standhält ohne umzukippen. Als Substratzugabe wäre das Seramis gleich mit Perliten.

 

Grüße Nicky

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partisanengärtner

Bei Sarracenien die so hoch werden gebe ich Dir recht. Da macht es dann der besondere Behälter. Bei den niedrigen Arten den meisten Drosera Dionaea und vor allem Zwergkrug sieht das schon anders aus.

Wobei die meisten hohen Sarracenien fallen ohne Stütze in der Regel sowieso um. Das Problem ließe sich regeln. Die Sarracenien machen in so einem lockeren Substrat große Wurzelballen wie ich in einem Perlite/ Sanndgemisch mit ganz wenig Torf gerade festgestellt habe. Das hat schon durch die Masse einen gewissen halt. Sand ist natürlich schwerer als selbst nasses Seramis. Für windige Standorte womöglich schwierig.

Mit dem Moosbewuchs an der Oberfläche wie bei Succat wohl nicht mehr so ausschlaggebend.

 

Ich habe noch einen von meinen besonderen Töpfen der so groß ist das ich ihn mit Sand Torfgemisch nur sehr mühsam hochheben kann. Dafür kauf ich mir einen Sack Seramis und bepflanze ihn neu. Drosera, Dionaea und einen Zwergkrug. Vorher teste ich aber das Seramis auf Kalk.

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Succat

HM, also im Flur isses im Winter immer über 0°, aber auch oft mal unter 10°. In der dunklen Jahreszeit ist es da auch wirklich recht dunkel. Zusatzlicht gibt es da nicht, Bin mit der Renovierung des Hause noch nicht durch, und dieser Flur dient nur als Materiallager und Durchgangsraum. War jetzt just nochmal raus in der Kälte und habe Maß genommen, der Zylinder hat einen Durchmesse von 30cm, ist 30 cm hoch und das Seramis hat eine Höhe von 10-11cm. Ich habe das Gefäß damals aus optischen Gründen gewählt und weil ich dachte das Moorpflanzen, gerade im Hochsommer, gerne eine erhöhte Luftfeuchtigkeit haben, deshalb der Bodenaufbau von 10cm und 20cm als Raum mit `erhöhter Luftfeuchtigkeit`. Das waren aber alles nur so Gedanken damals die ich mir ohne jegliche Sachkenntnisse oder Literatur gemacht habe...Ich kann ja im nächsten Sommer hier noch mal ein Bild hochladen wie es dann in der Hochsaison im Topf ausschaut..., übrigens werden die hohen Pflanzen in dem Topf ca 40 cm lang.

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Piesl

Hallo Succat,

du hast instinktiv für deine Pflanzen alles richtig gemacht, sonst hätte es nicht so gut geklappt. Also würde ich daran auch nicht zwangsweise etwas ändern, von deinem Vorhaben mit den Ablegern mal abgesehen. O.k., frisches Substrat dürfte kein Fehler sein. 😉  Ich bin gespannt auf die versprochenen Bilder.

 

Gruß Piesl

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partisanengärtner

Muss man Seramis austauschen?

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Succat

Ich werde wohl das Seramis einfach mal ein wenig `durchwaschen` und dann wiederverwenden. Ich glaube nicht das man das wirklich tauschen muß...wieder mal ein Experiment..., den mutigen gehört die Welt...😁 😉

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