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Winterharte Karnivoren draußen im Blumenkasten kultivieren


Sven Dooku

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Möchte mal die Kultur und Überwinterung von Fleischfressenden Pflanzen im Blumenkasten testen. Hatte noch einen Blumenkasten mit Selbstbewässerung übrig. Die Innenmaße betragen 95 cm x 18,5 cm x 11 cm für den Bereich mit Substrat. Als Substrat verwende ich eine Mischung aus Torf, Kokosfasern und feine Pinienrinde (1:1:1).

 

Als Pflanzen verwende ich:
Drosera anglica
Drosera intermedia
Drosera rotundifolia
Drosera x hybrida (Hibernakel aus dem Vorjahr)
Dionaea muscipula
Pinguicula grandiflora
Saracenia purpurea

 

Zusätzlich habe ich eine automatische Bewässerung installiert. Die automatische Bewässerung besteht aus:
Schwimmerschalter
Tauchpumpe (3,6 W)
Zeitschaltuhr
Eimer mit Wasser

 

Wenn im Blumenkasten ein bestimmter Wasserstand erreicht wurde, schaltet der Schwimmerschalter die Tauchpumpe aus. Bei Pumpen mit höherer Leistung wäre ein Relais nötig, weil der Schwimmerschalter nur niedrige Ströme verträgt. Eine Zeitschaltuhr verwende ich, damit die Pumpe nicht zu oft an und aus geht. Außerdem begrenze ich damit die Zeit, in der die Pumpe maximal mit Strom versorgt wird, falls der Schwimmerschalter mal nicht mehr funktionieren sollte. Ist bei Tests passiert. Wenn der Blumenkasten auf dem Fensterbrett steht und der Eimer mit Wasser weiter unten steht, dann darf der Schlauch im Blumenkasten nicht ins Wasser eintauchen, da sonst nach abschalten der Pumpe das Wasser in den Eimer zurücklaufen würde. Den Schwimmerschalter hätte ich auch weglassen können, wenn ich einen Rücklauf mit Filter verwendet hätte. Vielleicht ändere ich das später.

 

Aufgrund der geringen Substratmenge besteht im Winter die Gefahr, dass das Substrat immer wieder einfriert und auftaut. Das schadet den Pflanzen. Deshalb werde ich bei Minus-Temperaturen den Blumenkasten an den Seiten isolieren.
Außerdem werde ich bei Minus-Temperaturen die Substratoberfläche abdecken, damit die Pflanzen nicht durch die niedrige Luftfeuchtigkeit austrocknen.
Bevor das Wasser in dem Vorratsbereich im Blumenkasten einfriert, muss ich dieses vermutlich ablassen. Sonst platzt der Blumenkasten, wenn das Wasser gefriert und sich dabei ausdehnt.

 

So sollte es möglich sein, die Pflanzen bei Temperaturen von bis zu -10°C oder sogar -15°C draußen zu überwintern. Bei niedrigeren Temperaturen stelle ich den Blumenkasten mit den Pflanzen in den Keller.

 

Mal testen, ob ich auf diese Weise winterharte Karnivoren das ganze Jahr draußen auf dem Fensterbrett kultivieren kann. Ein großer Moorkübel oder ein Moorbeet wären die besseren Alternativen, weil dort die Temperaturen des Substrats weniger schwanken.
Wenn ich Pflanzen im Blumenkasten verlieren sollte, dann landen die restlichen Pflanzen im Moorkübel auf dem Balkon.

 

Blumenkasten mit Selbstbewässerung

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Blumenkasten mit Substrat und Pflanzen

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Automatisches Bewässerungssystem

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Blumenkasten mit automatischen Bewässerungssystem

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Edited by Sven Dooku
Grammatikfehler
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Christian T.

Von der Idee her ist das mit der Selbstbewässerung nicht schlecht, allerdings bekomme ich etwas Kopfschmerzen wenn ich das letzte Bild sehe - Strom + Wasser = Havarie die nur noch eintreten muss.

Für den Ausseneinsatz muss das wirklich wasserfest abgesichert sein alles!

Gibt hier im Forum bestimmt jemand der/die dir da Hilfestellung geben kann. 
 

VlG 

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vor 31 Minuten schrieb Christian T.:

Für den Ausseneinsatz muss das wirklich wasserfest abgesichert sein alles!

 

Hallo Christian,

da gebe ich Dir völlig recht. Die automatische Selbstbewässerung betreibe ich Spritzwasser geschützt. Oben ist der Bereich überdacht. Das letzte Bild zeigt nicht den Endzustand. Dient nur zur Veranschaulichung.

 

LG

Sven

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Wo hast Du Pumpe & Schalter besorgt ? 

 

Ich muß für kommendes Jahr auch noch was basteln, wenn wir im Sommer 2 Wochen im Urlaub sind...

Gabs hier dazu schon mal ähnliche Projekte, dann könnte mandas gesammellte Wissen und Hardware zusammen legen  ?

 

Danke

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vor einer Stunde schrieb der_molch:

Wo hast Du Pumpe & Schalter besorgt ?

 

Gibt es bei ebay, amazon und  jedem gut ausgestatteten Aquaristik-Händler. Den Schwimmerschalter würde ich nur verwenden, wenn für einen besseren Schalter der Platz nicht ausreicht. Der ist nicht absolut zuverlässig. Schaltet über einen Widerstand.

 

LG

Sven

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Hallo Sven,

hatte früher auch viel Spaß daran die Pflege im Vordergrund zu automatisieren. Eine zeit lang auf jedenfall. Dann viel mit der Zeit die Technik nach und nach aus, Läuse wurden übersehen, Kultur Bedingungen verschlechterten sich, da der Kontakt fehlte und in dieser Pechsträhne viel garantiert im Urlaub etwas aus, das Gegenteil war erreicht.

Patient Pflanze war in der Notaufnahme nicht mehr sicher untergebracht :). Der Umgang mit Pflanzen wurde wieder zu meinem Hobby.

 

Heute frag ich lieber jemand der das Gießen übernimmt.

lg

Bernd

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vor 2 Stunden schrieb Bernd:

Heute frag ich lieber jemand der das Gießen übernimmt.

 

Früher durften andere meine Pflanzen gießen. Da denen die Erfahrung fehlte, wurden die Pflanzen zu wenig oder zu viel gegossen. Auf diese Weise sind bei mir viele - auch ältere Pflanzen - eingegangen.

Heute vertraue ich mehr der Technik. Ein nächster Schritt wird bei mir sein, alles über WLAN zu überwachen und im Notfall per App die Wässerung zu steuern. So kann ich mich doppelt und dreifach absichern, falls ein System mal versagt.

 

LG

Sven

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Christian Carle

Was für ein Aufwand  ...

 

Deine geplanten Vorsichtsmaßnahmen gegen Fröste sind meiner Meinung nach völlig überflüssig bis kontraproduktiv. Meine Kästen stehen im Winter auch wochenlang unter Wasser bei genügend Regen. Frieren auch schonmal komplett durch. Geplatzt ist noch nichts und den Pflanzen hat es auch nicht geschadet. 

Ich verwende aber auch nur die ganz einfachen Blumenkästen ohne Wasserspeicher.

Edited by Christian Carle
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Der Schwimmerschalter hat mal wieder versagt. Bin jetzt auf die Idee mit dem Rückfluss umgestiegen. Die Zeitschaltuhr schaltet die Pumpe für eine Minute ein. An dem Schlauchende im Blumenkasten ist zusätzlich noch ein Ventil. Über das Ventil kann ebenfalls der Wasserzufluss reguliert werden. Wenn der Wasserstand das Ventil erreicht und die Pumpe ausgeht, dann läuft das Wasser über den selben Schlauch wieder zurück, bis das Ventil aus dem Wasser schaut. Das funktioniert, weil der Blumenkasten ein Meter über dem Eimer mit Wasser steht, in dem die Pumpe ist. An dem Ventil sind kleine Öffnungen. Das reicht hoffentlich, damit die Pumpe beim Rücklaufen des Wassers nicht durch Verunreinigungen verstopft.

 

Denke, ich kann jetzt zu meiner anderen Wohnung fahren und die Pflanzen alleine lassen ?.

 

Der Schlauch steck im Betrieb tiefer im Blumenkasten.

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Am 8.8.2020 um 17:12 schrieb Sven Dooku:

 

Da denen die Erfahrung fehlte, wurden die Pflanzen zu wenig oder zu viel gegossen.

 

Hallo Sven

Je besser jemand eingearbeitet wird, um so mehr kann man sich auf den Gießkannen-Mensch verlassen. Gute Erfahrung hatte ich mit seitlich gebohrten Überlauflöcher auf verschiedene Höhen die mit einem Korkgen, je nach Bedarf, verschlossen wurden. Wenn die kästen auf einer Erhöhung steht, lässt sich auch ein Schlauch daran basteln, um das gute Torf Wasser wieder aufzufangen oder gleich in einen anderen Pflanzentopf zu leiten. Egal wie, Hauptsache das kreative Basteln macht Spaß.

lg

Bernd

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Coole Idee! Ich hatte mir auch überlegt das Gießen meiner Pflanzen zu automatisieren. Habe es aber leider aus Zeitgründen nicht weiter verfolgt. Mein Konzept wäre das Ganze mit einem µC (Arduino) zu realisieren, dazu gibt es ja genug Berichte & Videos im Netz. Vorteil wäre dann, dass man diverse Sensoren noch für die Steuerung anbinden & nutzen kann.

 

Übrigens: Eine der simpelsten Lösung für automatische Bewässerung ganz ohne Elektrik:

- Wasserbehälter mit Befülldeckel; Der Deckel muss den Behälter fest verschließen können, d.h. keine Luft darf in den Behälter von oben gelangen!

- Loch (ca. 1cm Durchmesser) an der Unterseite des Behälters anbringen

- Schlauch am Behälterloch dicht verkleben und in den Untersetzer/ Balkonkasten legen

- das Schlauchende fixieren, sodass die min Wasserhöhe immer fixiert bleibt

- Höhe Wasserbehälter > Schlauchauslass

Wenn der Behälter mit Wasser gefüllt ist, läuft immer nur so viel Wasser nach, bis der Schlauch wieder unter Wasser ist. Je größer der Wasserbehälter, desto länger muss man nicht manuell nachgießen. Mit dem Konzept habe ich lange meine Fleischis bewässert.

 

Bezüglich deiner Frost Angst: Ich habe dieses Jahr meine Balkonkästen einfach draußen gelassen (Region München) und lediglich etwas Fließ zur Isolierung verwendet. Meinen Dionaeas und Sarracenia hat das nicht geschadet, es war sogar eher förderlich fürs Wachstum.

 

 

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vor 4 Stunden schrieb MrDustman:

Bezüglich deiner Frost Angst: Ich habe dieses Jahr meine Balkonkästen einfach draußen gelassen (Region München) und lediglich etwas Fließ zur Isolierung verwendet. Meinen Dionaeas und Sarracenia hat das nicht geschadet, es war sogar eher förderlich fürs Wachstum.

 

 

 

Im Forum las ich, dass größte Problem bei der Überwinterung in Blumenkästen sei, dass im Winter das Substrat im ungünstigen Fall tagsüber taut und nachts wieder gefriert und dass führe auf Dauer am ehesten zum Pflanzenverlust. Mit der Überwinterung im Blumenkasten habe ich noch keine Erfahrung. Bin deswegen auf die Erfahrung anderer angewiesen.

 

LG

Sven

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  • 5 months later...

Ein Paar Winterimpressionen von meinem Moorbalkonkasten-Projekt.


Den Balkonkasten habe ich von außen leicht isoliert. Hauptsächlich um bei Sonnenschein ein übermäßiges Erwärmen des Substrates zu verhindern. Die Temperaturen waren diesen Winter mild. Nur einige Nächte fror es. Tagsüber bewegten sich die Temperaturen meistens eben über 0 °C. Die Pflanzen habe ich deshalb nicht abgedeckt.


Den Wasservorrat im Bodenbereich habe ich nicht abgelassen. Die Temperaturen ließen das Wasser nicht gefrieren. Falls das Wasser doch mal komplett gefrieren sollte, habe ich den Speicher zur Hälfte mit Blähton gefüllt. Das soll verhindern, dass das gefrorene Wasser sich so ausdehnt, dass der Blumenkasten platzt. Der Blähton hat hoffentlich keine negativen Auswirkungen auf das Substrat.


Das Hibernakel von Drosera x hybrida verschimmelte im Januar. Mein Versuch, den Schimmel mit Chinosol zu beseitigen, hat nicht funktioniert. Auf diese Stelle säte ich anschließend Drosera binata var. dichotoma aus. Da meine Pflanze selbststeril ist, werden vermutlich die feinen Samen unbefruchtet sein und nicht keimen. Ist nur ein Versuch. Sollte an der Stelle nichts keimen, pflanze ich an die Stelle Drosera filiformis.


Testweise hatte ich in dem Ballkonkasten Samen von Drosera spatulata im Herbst ausgesät. Bis jetzt sehen die Keimlinge recht lebendig aus. Scheinbar verträgt Drosera spatulate kurze nächtliche Minustemperaturen.

 

Bis jetzt ist mein Moorbalkonkasten-Projekt sehr vielversprechend ?. Wer weder Garten noch Balkon hat, kann auf diese Weise winterharte Karnivoren draußen auf dem Fensterbrett halten.

 

Moorblumenkasten ende Januar 2021

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Meine einjährigen Sämlinge von Dionaea muscipula

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Hibernakel von Drosera anglica

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Hibernakel von Drosera intermedia

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Hibernakel von Drosera rotundifolia

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Winterknospe von Pinguicula grandiflora

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Kindel von Sarracenia purpurea

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Edited by Sven Dooku
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Hallo Sven!

Dein Setting scheint mir für die Outdoor-Fensterbankkultur von winterharten Karnivoren doch sehr übertrieben. Wie auch immer, jedenfalls schön zu sehen, dass es den Pflanzen gut geht.

Den Begriff Kindel in Zusammenhang mit Sarracenia purpurea musst du mir bitte erklären.

 

Gruß, MM

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vor 1 Stunde schrieb Mossman:

Den Begriff Kindel in Zusammenhang mit Sarracenia purpurea musst du mir bitte erklären.

 

Gruß, MM

 

In der Regel bildet Sarracenia Rhizome aus. Das sind über der Erde liegende Sprossachsen. Meine Sarracenia purpurea bildet seitlich kleine Pflanzen aus, die mit der Zeit Wurzeln bilden und sich leicht von der Mutterpflanze lösen lassen. Etwas ungewöhnlich. Bei anderen Sarracenias sind Seitentriebe fest mit der Mutterpflanze verbunden.

Bei meiner Sarracenia purpurea wäre wegen der fehlenden festen Verbindung der Begriff Rhizom falsch. Vielleicht ist das auch eine Übergangsform zwischen Rhizom und Kindel. Da können sich gerne andere den Kopf zerbrechen. Ist immer eine Definitions-Sache.

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  • 1 year later...
Sven Dooku

Im Winter 2020/21 sind die Venusfliegenfallen bei Temperaturen von bis zu -20°C während meiner Abwesenheit erfroren. Im März sind dann die Hibernakel von Drosera rotundifolia, Drosera anglica und Drosera hybrida verfault. Sarracenia purpurea ist ebenfalls verfault. Grund waren vermutlich höhere Temperaturen und zu wenig Licht. Ab März beschattet das Dach vom Balkon immer mehr den Blumenkasten draußen auf der Fensterbank.

Drosera filiformis, Drosera binata, Sarracenia purpurea, Sarracenia Hybride und Dionaea muscipula wurden im Frühsommer neu eingepflanzt. Drosera rotundifolia säte sich selbst wieder aus.

Damit die Sonne den Blumenkasten nicht so sehr erwärmt, habe ich dieses Jahr die Dämmung nicht entfernt. Ab Mitte April wollten dann die Rhizome von Sarracenia purpurea wieder eingehen. Muss also ab Anfang März den Blumenkasten umstellen, damit die geringere Lichteinstrahlung nicht zum Verlust weiterer Pflanzen führt.

Im Winter 2021/22 haben alle Pflanzen überlebt. Im Frühjahr ist mir ein Hibernakel von Drosera filiformis verfault, weil es von einem Blatt der Venusfliegenfalle abgedeckt wurde. Ein weiteres Hibernakel fing an zu faulen, weil ein Blatt der Venusfliegenfalle es schattierte. Konnte Teile vom Hibernakel retten.

Die neue Sarracenia psittacina wurde von der Sonne geröstet. Mal sehen, ob da noch was rauswächst. Habe daneben eine weitere Sarracenia purpurea gepflanzt, damit die Ecke nicht ganz so kahl aussieht.

Letztes Jahr wuchs Drosera intermedia recht kümmerlich. Versuche dieses Jahr den Wuchs mit geringen Düngergaben zu verbessern. Das Torfmoos will ebenfalls nicht so richtig wachsen. Fehlt vermutlich der Regen.

 

Aktuelle Ansicht

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Pinguicula grandiflora macht sich gut im Blumenkasten.

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Dionaea muscipula hat diesen Winter im Blumenkasten überlebt.

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Sah so aus, als würde Sarracenia purpurea wieder eingehen, ist dann doch wiedergekommen.

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Eine Sarracenia Hybride, die gut wächst. Vermutlich mit Sarracenia purpurea gekreuzt.

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Unten rechts der Rest von Sarracenia psittacina, oben links die neu bewurzelte Sarracenia purpurea

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Drosera intermedia wächst dieses Jahr hoffentlich besser.

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Drosera filiformis wächst gut im Blumenkasten, wenn das Hibernakel nicht von der Venusfliegenfalle verdeckt wurde.

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Drosera binata hat im Blumenkasten unterirdisch überlebt.

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Eine wild ausgesäte Drosera capensis hat den Winter ebenfalls unterirdisch überlebt.

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Meine Reserve, falls im Winter draußen Pflanzen eingehen. Nicht alle Pflanzen sind Frosthart. Den Kasten hole ich vor dem ersten Frost rein. Die Pflanzen stehen dann bei 18°C unter künstlicher Beleuchtung.

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  • 2 months later...

Mein Experiment schließe ich jetzt ab. Winterharte Karnivoren im Blumenkasten kultivieren ist nichts Neues. Die Erkenntnisse, die das Experiment lieferte, haben andere vor mir auch machen können. Ich hoffe, dass meine Ergebnisse trotzdem hilfreich für den ein oder anderen sind und anregen Fleischfressende Pflanzen bei Fehlen von Garten und Balkon draußen auf der Fensterbank zu kultivieren.

 

Folgende Erkenntnisse hat das Experiment geliefert:

 

  • Eine Wärmedämmung um den Blumenkasten hilft die Temperaturen des Substrats vor starken Temperaturschwankungen im Sommer und Winter zu schützen.
  • Ein Blumenkasten mit Selbstbewässerung hilft den Wasserpegel zu regulieren und das Substrat vor Austrocknung zu schützen.
  • Mit einer Zeituhr, kleiner Wasserpumpe und einem Eimer können längere Phasen der Abwesenheit überbrückt werden.
  • Ein drittel Pinienrinde im Substrat schadet besonders bei höheren Temperaturen empfindliche Droseras, weil das Wasser organische Verbindungen aus der Pinienrinde löst. Das führt langfristig zum Tod empfindlicher Pflanzen. Regelmäßiges Spülen des Substrates verhindert das. Besser keine Pinienrinde bei Drosera verwenden.
  • Sphagnum-Moos wächst nicht gut, wenn das Substrat nicht regelmäßig von oben bewässert wird.
  • Sphagnum-Moos schützt Fleischfressende Pflanzen bei niedrigen und hohen Temperaturen.
  • Das Rhizom von Dionaea kann bei Temperaturen unter -15°C eingehen.
  • Viele Sarracenia vertragen Temperaturen von -10°C. Sarracenia purpurea verträgt auch tiefere Temperaturen.
  • Drosera rotundifolia, intermedia und anglica vertragen zumindest kurzfristig Temperaturen von -20°C. Tiefere Temperaturen nicht ausgeschlossen. Trifft vermutlich auch auf Drosera filiformis var filiformis zu.
  • Drosera capensis und binata var dichotoma sterben bei niedrigen Temperaturen oberirdisch ab. Der Wurzelbereich verträgt Temperaturen von bis zu -10°C. Die Pflanzen treiben später aus dem Wurzelstock wieder aus.
  • Pinguicula grandiflora var grandiflora verträgt Temperaturen von -20°C. Tiefere Temperaturen nicht ausgeschlossen.
  • Sarracenia und Hibernakel von Drosera benötigen viel Licht wenn die Temperaturen nach dem Winter wieder steigen, sonst sterben die Pflanzen - einige zumindest.
  • Die Hibernakel von Drosera dürfen bei steigenden Temperaturen im Frühjahr nicht von anderen Pflanzen oder sonstiges abgedeckt sein, sonst sterben die Pflanzen.
  • Die meisten frostharten Pflanzen sind draußen für die Süd-Fensterbank geeignet. Pinguicula mag es bei viel Sonne und hohen Temperaturen lieber etwas schattiger. Darlingtonia ebenfalls (nicht hier getestet).
  • Fensterbänke draußen in östlicher und westlicher Richtung sind für Dionaea und viele Drosera nicht geeignet. Drosera capensis geht noch. Pinguicula fühlt sich hier wohler. Sarracenia funktioniert auch, die Schläuche sind aber weniger schön.

 

Hat jemand auch Lust bekommen mit Fleischfressenden Pflanzen zu experimentieren? Beim Experimentieren geht es nicht nur darum, herauszufinden was funktioniert, sondern auch herauszufinden, was nicht funktioniert und wieso. Nicht alles was in Büchern oder im Internet über die Kultur von Pflanzen geschrieben wird stimmt. Selber ausprobieren kann mehr Gewissheit schaffen. Vielleicht ist ja alles was ich hier geschrieben habe gelogen? Nein, das nicht. Aber was bei mir funktioniert, muss nicht bei jedem funktionieren.

 

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Blumenkasten mit frostharten fleischfressenden Pflanzen im August

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  • 11 months later...

Der Blumenkasten füllt sich immer mehr. Dieses Jahr sind folgende Pflanzen hinzugekommen:

Drosera intermedia (carolina giant),

Drosera x obovata,

Pinguicula vulgaris,

Darlingtonia californica.

Besenheide hat sich selbst ausgesät.

Das Gras hat sich selbst ausgesät. Entweder Wollgras, was mir gefallen würde, oder Binse.

 

Drosera anglica war eingegangen. Hat sich über Samen vermehrt.

Drosera binata fängt an im Blumenkasten zu wuchern. Ist in einfachen Blumentöpfen draußen erfroren.

Drosera capensis vermehrt sich über Samen massenhaft im Blumenkasten. Ist in einfachen Blumentöpfen draußen erfroren.

Dionaea muscipula hat stark geblüht. Pflanzen sind geschwächt.

Sarracenia leucophylla habe ich herausgenommen, um Platz für Darlingtonia zu schaffen.

Das Torfmoos ist im Vergleich zu den Jahren davor stark gewachsen.

 

Insgesamt finde ich die Entwicklung sehr erfreulich.

 

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Blumenkasten mit Fleischfressenden Pflanzen im August 2023

Edited by Sven Dooku
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  • 2 weeks later...
Wolfgang Liere

Hallo Sven,

 

schöner Balkonkasten. 👍

Das Gras sieht mir persönlich verdächtig nach Binse aus, das würde ich ganz schnell entfernen, da die Wurzeln von dem Zeug nach kurzer Zeit dir den gesamten Kasten füllen und der Rest mit Pech abstirbt.

 

Grüße

Wolfgang

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partisanengärtner

In dem Zustand kannst Du die Binse noch ganz leicht wegbekommen ohne das halbe Substrat mit rauszuziehen. Ich packe das Büschel unten an und ziehe es ganz leicht etwa einen Zentimeter an. Dann mit einer Schere da wo die Wurzeln weggehen abschneiden. Die treiben nicht wieder aus.

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vor 5 Stunden schrieb Wolfgang Liere:

Hallo Sven,

 

schöner Balkonkasten. 👍

Das Gras sieht mir persönlich verdächtig nach Binse aus, das würde ich ganz schnell entfernen, da die Wurzeln von dem Zeug nach kurzer Zeit dir den gesamten Kasten füllen und der Rest mit Pech abstirbt.

 

Grüße

Wolfgang

 

Hallo Wolfgang,

 

vielen Dank für den Hinweis. Habe die Binse entfernt. ☠️

 

Gruß

Sven

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