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Paul Schoeneberg

Hartmeyer bei Youtube

Empfohlene Beiträge

Siggi_Hartmeyer

Cephalotus in situ 1991

 

Cephalotus am Standort nahe Albany. Die Art ist im Südwesten Australiens endemisch. Wir filmten sie 1991 begleitet von Allen & Pauline Lowrie. Das ursprüngliche Super-VHS-Material wurde zwar digital überarbeitet, aber von HD-Qualität konnte man damals natürlich nur träumen. Dafür ist unsere Videoreihe "Hunting Veggies History - Oldies but Goldies" durchdrungen vom speziellen Ambiente der "guten alten Zeit". Weitere nostalgische Karnivorenabenteuer werden folgen. Viel Vergnügen!

 

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partisanengärtner

Danke

Das Schlangenrisiko kann man richtig spüren. Gänsehaut.

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Siggi_Hartmeyer

Diese neue HD-Einführung zu unserer Dokumentation über die ICPS Karnivoren Weltkonferenz 2002 in Tokio enthält erstmals direkte Links zu allen aufgenommenen Vorträgen. Seit einiger Zeit bietet YouTube anerkannten Usern verschiedene Möglichkeiten der Nachbearbeitung und Verlinkung von Filmen. Gleichzeitig ist es jetzt auch möglich, sich von den einzelnen Vorträgen zurück in das Intro zu klicken.

 

In Tokio trafen sich zahlreiche weltbekannte Forscher auf dem vielfältigen Gebiet der Fleischfressenden Pflanzen und faszinierten die Teilnehmer mit ihren Reden. Egal ob spannende Expeditionen zu den Naturstandorten, Phylogenie der Droseraceae oder genetische Aspekte, hier findet sicher jeder eine passendes Thema. Wir haben dort viel gelernt. Die Vortragssprache war Englisch, aber Filmbeiträge und etwa die Dias von Ch'ien Lee und Andreas Wistuba sind auch so verständlich. Irmgard und ich waren von Prof. Katsuhiko Kondo nach Tokio eingeladen worden, einen Vortrag im dortigen Naturhistorischen Museum (National Science Museum) zu halten und erhielten von ihm nach unserer Ankunft obendrein zu unserer Überraschung noch den Auftrag, ein offizielles Konferenzvideo zu erstellen. Das war uns eine große Ehre und tatsächlich wird diese Veranstaltung sicher nicht nur für uns ein unvergessliches Erlebnis bleiben.

 

bearbeitet von Siggi_Hartmeyer
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Siggi_Hartmeyer

Nach fast einem Jahr bieten wir den Freunden unseres Karnivorenkanals - eine ganze Reihe davon sind auch GFP-Mitglieder - wieder etwas Statistik für 2015, die uns von YouTube Statistics jetzt zur Verfügung steht. 2013 & 2014 wurden unsere Filme relativ konstant knapp 100'000 Mal pro Jahr abgerufen. Etwa ab Juni 2015 verdoppeln sich die Klicks jedoch plötzlich und bleiben, auch für uns überraschend, auf dem hohen Niveau. Wir erreichen für das Jahr 168'878 Klicks, eine sehr erfreuliche Steigerung von über 75% gegenüber 2014. Die Top 10 Länder waren: Deutschland (42'348), USA (11'448), Japan (8929), Thailand (8245), Mexiko (8046), Taiwan (6388), Brasilien (5759), Südkorea (5145), Italien (4794) und Frankreich (4666). Der schwächste Tag war der 19. Januar mit 167 und der beste Tag der 13. März mit 1228 Klicks. An dem einen Tag wurden tatsächlich 2215 Minuten = 36 Stunden lang Karnivorenvideos angeschaut.

 

Bis 2014 war regelmäßig unser Film über die Lowland Gärtnereien von Borneo Exotics in Sri Lanka am erfolgreichsten (Nepenthes gehen weltweit am besten :-) ), 2015 wurde dieser ausgerechnet von einem deutschsprachigen Film über unsere eigenen Pflanzen hier in Weil am Rhein abgelöst (Guten Appetit, Karnivoren beim Beutefang. Siehe unten). Der schaffte allein im Vorjahr über 100'000 Klicks, obwohl einigen die tote Maus in der Kanne zu schaffen machte, was wir aus diversen Kommentaren herauslesen konnten. Herzlichen Dank an alle Zuschauer für das rege Interesse an unserer "karnivoren Filmarbeit" und weiterhin gute Unterhaltung mit unserem YouTube-Kanal. Wir freuen uns über jeden neuen Abonnenten - 750 sind es inzwischen bei einem Total von 650'884 Klicks - und bleiben dran.

 

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Siggi_Hartmeyer

Drosera hartmeyerorum unter Laserbeschuss

 

Unsere Experimente zeigen, dass die gelben Emergenzen von D. hartmeyerorum wie ein Restlichtverstärker funktionieren, vergleichbar den Augen von Krokodilen und Katzen die nachts mit einer Lampe angeleuchtet werden.

ACHTUNG: Laserstrahlen sind gefährlich. Unbedingt die Augen schützen wenn solche Tests durchgeführt werden, besonders wenn der Laser durch eine Lupe betrachtet wird.

 

 

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Ralf Mößle

Hallo Siggi,

ein tolles Video aus eurem Garten. Die Flava ist der absolute Hammer, aber auch eure Schwimmeninseln gefallen mir sehr gut. In etwa so habe ich mir das auch vorgestellt, immerhin ist des eine pflegeleichte Angelegenheit, vor allem im Sommer.

Ich überlege noch, wie ich das mit dem Substrat angehe.Aktuell habe ich für einen Versuch Torf verwendet, doch ich will weg davon, vor allem aus Naturschutzgründen. Ich überlege, Lavastrat zu verwenden.

Hast du bereits Erfahrungen mit so einem oder ähnlichen Substraten?

Grüße, und ich denke, ich werde deinen Kanal auch abonnieren

Ralf

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Siggi_Hartmeyer

Hallo Ralf, etwas Torf sollte man wegen des pH-Werts wohl dazumischen. Ich wüsste nicht was gegen Lavagranulat spricht, da es sich chemisch neutral verhält und durch seine Porosität Wasser speichert. Als Drainage verwende ich im unteren Teil gern eine Schicht Seramis, aber auch da dürfte es mit Lavagranulat funktionieren. Und natürlich: Willkommen als neuer Abonnent!

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Siggi_Hartmeyer

Raubwanzen bilden Lebensgemeinschaften mit klebrigen Fleischfressenden Pflanzen. Eine erste derartige Symbiose wurde 1902 von dem deutschen Botaniker Rudolf Marloth mit Roridula und Pameridea in Südafrika beschrieben. Rund ein halbes Jahrhundert später berichteten Lloyd (1942) und China (1953) über Cyrtopeltis und Setocoris Wanzen auf Byblis gigantea und einigen Drosera bei Perth (Südwestaustralien). 1995 hatten Irmgard und ich das Glück, erstmals gleich vier solcher Mutualismen mit Wanzen auf tropischen Byblis und Drosera in Nordaustralien zu filmen und zu publizieren. Auf drei Reisen verbrachten wir über sechs Monate in Australien, um Neuigkeiten über Karnivoren zu filmen und fanden dabei sogar einen noch unbeschriebenen Sonnentau. Als erfreuliches Resultat fanden unsere Filme und Artikel das Interesse anerkannter Wissenschaftler, was zu einer Einladung nach Japan führte, um dort am Natural Science Museum Tokyo einen Filmvortrag zu halten. Das war eine große Ehre und Anerkennung der Relevanz unserer Arbeit. Dieser Film enthält Auszüge aus unseren Originalaufnahmen und Kommentaren, allerdings wurde alles überarbeitet, um so eine kompakte und unterhaltsame HD-Zusammenfassung des Wanzen-Karnivoren-Mutualismus im tropischen Nordaustralien zu bieten.

 

Weil sehr viele unserer Zuschauer eher Englisch als Deutsch verstehen, ist der auf YouTube verwendete Titel in Englisch. Die Übersetzung lautet: Symbiosen von Raubwanzen auf Karnivoren im tropischen Australien. Der Film selbst ist in deutscher Sprache mit englischen Untertiteln.

 

 

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Siggi_Hartmeyer

Dieser Thread lautet "Hartmeyer bei YouTube", allerdings findet sich dieser Beitrag zum Thema diesmal nicht bei uns, sondern auf dem Kanal von MySpass.de. TV total ist Vergangenheit und Stefan Raab ging den Medien zufolge in den Ruhestand. Seit vorigem Jahr werden nun die Auftritte vieler TV total Gäste auf YouTube/My Spass hochgeladen. Jetzt ist auch mein Auftritt zum Thema Fleischfressende Pflanzen (November 2002) hinzugekommen. Mehr Informationen zum Drumherum der Sendung und Deutschlands Kultmoderator Stefan Raab gibt es auf unserer Homepage unter "Die Hartmeyers im Fernsehen". Irmgard, die damals auch nach Köln eingeladen war und die Sendung live Backstage verfolgte, und ich wünschen gute Unterhaltung wenn Comedy auf Fleischfressende Pflanzen trifft !

 

 

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Siggi_Hartmeyer

Für unseren 100. Film auf YouTube haben wir im Archiv mal etwas Außergewöhnliches gesucht und uns für das Projekt "Schule trifft Wissenschaft" entschieden. Der Auftrag für dieses Filmprojekt mit hochrangigen deutschen Wissenschaftlern war uns bereits eine große Ehre, aber das wurde noch getoppt, als uns Prof. Hedrich in Berlin tatsächlich persönlich dem Nobelpreisträger und Vorsitzenden der Preisjury, Prof. Dr. Erwin Neher, zum Smalltalk vorstellte. Dieser Beitrag ist eine Hunting Veggies Reportage der besonderen Art.

 

 

Die von der Robert Bosch Stiftung durchgeführte Veranstaltung stand unter der Schirmherrschaft der damaligen Bildungs- und Forschungsministerin Prof. Dr. Annette Schawan, die dazu eine Video-Grußbotschaft schickte. Laudatoren waren der Miterfinder des MP3-Players Prof. Dr. Karlheinz Brandenburg für den 2. Preis, der deutsche Astronaut Prof. Dr. Ernst Messerschmid für den 2. Preis und der Nobelpreisträger Prof. Dr. Erwin Neher für den Hauptpreis. Einen der beiden mit 20'000 Euro dotierten 2. Preise erhielt das Projekt Phytosensorik, worin auch der Tast- und Geschmackssinn der Venus Fliegenfalle untersucht wurde. Prof. Dr. Rainer Hedrich vom Julius-von-Sachs-Institut der Universität Würzburg lud uns im Rahmen des Projekts zu einem Vortrag über die schnellen Tentakelbewegungen der Sonnentau (Schnelltentakel) vor Schülern und Lehrern des Friedrich-König-Gymnasiums nach Würzburg ein. Dieser steht als Playlist auf YouTube: Schnelltentakel und Landescheinwerfer bearbeitet für die Uni Würzburg.

Aufgrund unserer Fachbeiträge zu den Sonnentaugewächsen und der langjährigen Filmerfahrung bat er uns bei der Gelegenheit, am 19. Mai 2009 in Berlin die Preisverleihung der Robert Bosch Stiftung auf Film zu dokumentieren und wir erhielten das Copyright für unsere Reportage. Die Gymnasiasten wussten im Vorfeld lediglich von ihrer Nominierung, nichts jedoch von ihrem großartigen Gewinn. Von den zehn deutschlandweit nominierten Projekten erhielten den Hauptpreis (€ 50'000) das Heidelberger Life-Sciences Lab am Deutschen Krebsforschungszentrum Heidelberg. Zwei 2. Preise (je € 20'000) gingen an die Projekte
„SaarLab und die Sieben-Labore-Tour“ an der Universität des Saarlandes und „Phytosensorik“ am Friedrich-Koenig-Gymnasium Würzburg

Im Fokus unserer Reportage stehen natürlich die Kandidaten des  Friedrich-König-Gymnasiums in Würzburg mit ihrem Projekt Phytosensorik. Experimente mit Venus Fliegenfallen, wie die Messung von Aktionspotenzialen (Thumbnail) standen dabei im Mittelpunkt. Selbstverständlich zeigen wir auch die anderen Gewinner und ihre prominenten Laudatoren. Durch die Veranstaltung führte der bekannte TV-Moderator Sven Voss. Weitere Informationen und Links finden sich auf unserer Homepage Schule trifft Wissenschaft - Info Homepage.

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Siggi_Hartmeyer

Das unterschiedliche Verhalten von Schnelltentakeln (Snap-tentacles) in moderaten und schnellen Katapult-Leimfallen

 

Moderate Katapult-Leimfallen (KLF) sind zwar langsamer als die schnellen Katapulte von D. glanduligera und einigen Zwergdrosera, erfüllen jedoch den gleichen Zweck: Krabbelnde Beute wie Ameisen werden von der Peripherie des Blattes schnell angehoben und an die Leimtentakel geheftet. Drosera sesilifolia, D. burmannii oder auch die Zwergdrosera besitzen T2 (siehe unten) Schnelltentakel die mehrfach funktionieren. Im Gegensatz zu den nur einmal einklappenden T3-Tentakeln von D. glanduligera zeigen sie eine deutlich längere Reaktionszeit und die Biegung stoppt bei ungefähr 90 -120° wenn keine Beute gefangen wurde, die weitere Rezeptorpotenziale auslöst.

 

Dieser Trailer zeigt die Reaktionszeiten (auch wenn das Warten Einigen langweilig erscheint) sowie das unterschiedliche Biegungsverhalten von T2 Schnelltentakeln anhand der moderaten KLF D. sessilifolia und der schnellen KLF von D. pygmaea, die in Sekundenbruchteilen agieren. Zum Vergleich am Ende neue Aufnahmen von D. glanduligera.

 

 

Anmerkung: Die vewendete Bezeichnung (T2 & T3) für die Tentakel definierten wir im Rahmen unsere Arbeit. Das wurde in einem gemeinsamen Artikel der Hartmeyers mit der Plant Biomechanics Group der Universität Freiburg in "Plant Signaling and Behavior" 2013 publiziert (Poppinga et al. 2013). Bei Beobachtungen der unterschiedlichen Fallenfunktionen der Sonnentau ist es praktisch, die morphologisch, als auch in ihren Bewegungen und Reaktionen unterschiedlichen Tentakeltypen klar zu definieren:

 

T0 = Nach allen Richtungen bewegliche Leimtentakel die senkrecht auf der Blattoberfläche stehen.

T1 = Langgestreckte Marginaltentakel (nur Auf- und Abbewegung möglich) mit Leim produzierenden symmetrischen Köpfen.

T2 = Langgestreckte Marginaltentakel mit bilateral symmetrischen Köpfen ohne Leimproduktion. Mehrfach funktionierend.

T3 = Langgestreckte Marginaltentakel mit angehobenem Kopf (raised head) ohne Leimproduktion. Lediglich Einmalfunktion. Kommen nur bei D. glanduligera vor.

 

 

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Siggi_Hartmeyer

Diese kurze und leicht verständliche Kulturanleitung in deutscher Sprache zeigt, wie man selber eine Beute schleudernde Katapult-Leimfalle (D. glanduligera) kultivieren kann. Die Samen sollten im Juni - Juli ausgesät werden. Die Keimung nach den ersten 3-4 kühlen Nächten (<8°C) im Herbst hat sich seit Anfang der 2000er jährlich wieder punktgenau bestätigt. Wer sich an diese Anleitung hält, kann sich im April-Mai über große, blühende und reichlich Samen ansetzende Pflanzen freuen. Viel Erfolg!

 

 

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Siggi_Hartmeyer

Vielen Dank für 800.000 Aufrufe unserer Filme auf YouTube. Inzwischen bieten wir 102 Videos über Fleischfressende Pflanzen sowie einige botanische Spezialitäten. Der Link führt zu einer Übersicht unserer Filme mit Kurzbeschreibungen jedes einzelnen. Wir freuen uns jetzt auf unsere erste Million und laden Euch/Sie herzlich ein, sich an unseren Videos zu erfreuen und/oder unseren Kanal zu abonnieren.

 

http://www.hartmeyer.de/YouTube_Filme_D.html

 

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Siggi_Hartmeyer

Beutefang in Millisekunden: Europas Wasserschläuche (Utricularia) zwischen Bodensee, Schwäbischer Alb und den Alpen.

 

Deutsch mit englischen Untertiteln. Ein Leckerbissen für alle Freunde unserer einheimischen Karnivoren. Hauptdarsteller: U. australis, U. bremii, U. intermedia, U. minor, U. ochroleuca, U. stygia, U. vulgaris und als Gäste D. anglica, D. anglica var. obovata, D. intermedia, D. rotundifolia sowie P. vulgaris und andere.

 

 

Wasserschläuche (Utricularia) besitzen den schnellsten Fangmechanismus aller Fleischfressenden Pflanzen. Ultraschnelle Fangblasen saugen ihre Beute teils in weniger als einer Millisekunde ein. Das ist rund 100 Mal schneller als eine Venus Fliegenfalle zuklappt. Sieben der zehn in Europa vorkommenden Arten und Hybriden finden sich in einem Gebiet zwischen Bodensee, Schwäbischer Alb und den Alpen. Dort gelang es uns dank der Unterstützung des weltweit anerkannten Karnivorenexperten Dr. Jan Schlauer, alle sieben Utricularia an ihren natürlichen Standorten zu filmen. Die Rasanz des Beutefangs zeigen Aufnahmen mit einer Hochgeschwindigkeitskamera, die in den Laboren der Plant Biomechanics Group des Botanischen Gartens der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg entstanden. Dr. Simon Poppinga stellte uns diese bemerkenswerten Aufnahmen dankenswerterweise zur Verfügung. Dazu eine Aufnahme mit dem Rasterelektronenmikroskop, welche die vierstrahligen Drüsen im Inneren einer Fangblase zeigt (beides publiziert in Poppinga et al. (2016). AoB PLANTS 8: plv140). Wie im Film zu sehen ist, kann deren Form bei der Bestimmung der teils recht ähnlich aussehenden Arten hilfreich sein. Wer mehr über unsere einheimischen Wasserschläuche erfahren möchte, findet ausführliche Informationen in dem von der Bayerischen Botanischen Gesellschaft publizierten wissenschaftlichen Artikel „Die Gattung Utricularia in Bayern“ (2014), aus dem wir im Film mehrfach zitieren. Um die teils gefährdeten Pflanzen zu schützen, aber auch weil das Betreten einiger der Sumpfgebiete ohne kundige Begleitung durchaus nicht ungefährlich ist, nennen wir ausdrücklich keine genauen Standorte.

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Siggi_Hartmeyer

Werte Abonnenten unseres Karnivoren YouTube-Kanals, wobei Irmgard und ich uns an dieser Stelle besonders an die anteiligen GFP-Mitglieder wenden. Vielen Dank für Euer/Ihr Vertrauen, hilfreiche Kommentare und die jahrelange Treue. Seit gestern freuen wir uns riesig über mehr als 1000 Abonnenten und nach wie vor über die zahlreichen Kommentare/Diskussionen die uns als Feedback erreichen. Erfreulicherweise liefen in letzter Zeit gleich mehrere neue Projekte mit Fleischfressenden Pflanzen, die uns reichlich Filmmaterial für zukünftige Uploads lieferten. Fast fertig und demnächst bei uns zu sehen: Video #104 mit einem Bericht über einen Tentakel-Dimorphismus bei unserem einheimischen Rundblättrigen Sonnentau. Viele Stunden Informationen und spannende Abenteuer an weltweiten Karnivorenstandorten mit berühmten Fachleuten wie z.B. Robert Cantley, Stewart McPherson oder dem Wissenschaftseditor von Carnivorous Plant Newsletter, Dr. Jan Schlauer, warten nur auf Ihren/Deinen Besuch auf unserem Karnivorenkanal.

 

 

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Siggi_Hartmeyer

Tentakel-Dimorphismus bei Drosera rotundifolia

 

Der Rundblättrige Sonnentau besitzt üblicherweise reine Leimfallen, bildet jedoch zeitweise am Blattrand auch leimfreie Schnelltentakel. Schon Charles Darwin berichtete 1875, dass sich Tentakel von Drosera rotundifolia in etwa zehn Sekunden zur Blattmitte biegen können. Ob er dies bei Leim- oder Schnelltentakeln gemessen hat, ist leider nicht erwähnt. Wann und unter welchen Bedingungen diese vorhanden sind, wurde noch gar nicht untersucht.

 

In der Gattung gibt es unterschiedlich funktionierende Schnelltentakel. Champion ist mit 75 Millisekunden für eine 180° Biegung die australische Drosera glanduligera, die zu den erst 2012 beschriebenen Katapult-Leimfallen gehört. Ihre Fangbewegung ist damit schneller als das Zuklappen der Venus Fliegenfalle. Die schnellen Katapulte sind allerdings nicht in der Lage, Beute zu fixieren. Die Schnelltentakel von Drosera burmannii, die wir als moderate Katapulte bezeichnen, biegen sich in etwa zehn Sekunden zur Blattmitte. Sie können dabei die Beute von der Peripherie der Falle ins klebrige Zentrum heben und effektiv auf dem Blatt festklemmen. Fast alle Bodenrosetten südlich des Verbreitungsgebiets von D. rotundifolia besitzen immer Schnelltentakel. Herauszufinden wann und unter welchen Bedingungen diese beim Rundblättrigen Sonnentau erscheinen, wäre sicher ein interessantes Projekt, auch für Hobbybotaniker.

Amerkung: Alle Keimlinge der winterharten nördlichen Sonnentau besitzen anfangs Schnelltentakel für den Fang von Springschwänzen, verlieren sie jedoch während des Wachstums wieder.

 

 

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Siggi_Hartmeyer

Im Reich der Emergenzen / The Realm of Emergences (deutsche Sprache, englische Untertitel)

zeigt auf unterhaltsame Weise die Historie und derzeit detaillierteste Beschreibung der Spinnenbein-Sonnentau (Sektion Arachnopus) anhand ihrer unterschiedlichen Emergenzen. Mit D. hartmeyerorum spaltete Dr. Jan Schlauer 2001 erstmals eine Art aufgrund ihrer einzigartigen Strukturen von Drosera indica ab. Damals noch von einigen Fachleuten kritisiert, steht heute zweifelsfrei fest, dass sich die Pflanzen der Sektion tatsächlich anhand ihrer Emergenzen unterscheiden lassen, auch wenn deren Funktion oft noch nicht bekannt ist. Viel deutet daraufhin, dass sie der Anlockung von Beute dienen. Lediglich die Eigenschaften der als optische Linsen funktionierenden Emergenzen von D. hartmeyerorum, die sogar unter rotem Laserlicht gelb aufleuchten, wurden bisher eindeutig nachgewiesen. Bei D. cucullata finden wir Strukturen, die wie rote Ameisenabdomen (Abdomen = Hinterleib) erscheinen und als das deutsche Ehepaar Holger & Anja Hennern 2008 in Nordaustralien einen Sonnentau mit „Stieleis-Emergenzen“ entdeckte, waren selbst die Fachleute erstaunt. Diese und weitere unter dem Mikroskop noch faszinierender erscheinenden Emergenzen helfen, die bisher von D. indica unterschiedenen Pflanzen zu erkennen. Wer diesen Film gesehen hat, sollte keine Probleme mehr haben, die Pflanzen zu benennen.

 

 

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Siggi_Hartmeyer

Drosera glanduligera: Die Katapult-Ontogenese

 

Die Katapult-Leimfalle von Drosera glanduligera schleudert Beutetiere in 75 Millisekunden in ihr klebriges Blattzentrum. Einzigartig ist nicht nur der als Trittschalter funktionierende abgehobene Tentakelkopf und die sich beim Katapultieren durch hohen Druck selbst zerstörende Gelenkzone, sondern die gesamte Ontogenese, also Entwicklung der schnellen Katapulte.

Die Sämlinge bilden anfangs reine Leimfallen ohne Katapultfunktion. Nur bei dieser stammesgeschichtlich sehr alten Art lässt sich in den folgenden 3-4 Wochen unter dem Mikroskop eine bemerkenswerte Metamorphose der immer länger werdenden Marginaltentakel beobachten. Mit jedem neuen Blatt wandeln sich die Tentakelköpfe zunehmend von Leimdrüsen über halbfertige Zwischenformen hin zu den drüsenfreien und trockenen Katapultköpfen. Gleichzeitig entwickelt sich die arttypische Gelenkzone für die hydraulisch angetriebene Katapultbewegung im unteren Drittel des Tentakelstiels.

 

Aber egal wie kompliziert dies klingen mag: Es macht einfach Spaß diese katapultierenden Sonnentau beim Beutefang zu beobachten!

 

 

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Siggi_Hartmeyer

Nachdem unser YouTube-Kanal am 19. August die erste Million Aufrufe überschritt, auch an dieser Stelle vielen Dank an unsere treuen Zuschauer. Irmgard und ich haben das gebührend gefeiert und auf das Wohl unserer Abonennten und "Zufallszuschauer" angestoßen. Heute beginnen wir mit einer Reihe Kurzfilmen zur Identifikation beliebter Sonnentau. Den Anfang macht Drosera serpens, der wahrscheinlich am weitesten verbreitete Spinnenbein-Sonnentau im tropischen Australien und Asien. Wir zeigen, wie man ihn einfach identifizieren und von anderen Arten in der Drosera Sektion Arachnopus (bedeutet Spinnenbein) unterscheiden kann. Als Hilfsmittel reicht eine Lupe. Viel Vergnügen!

 

 

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Siggi_Hartmeyer

Heute setzen wir unsere Reihe "Sonnentau ID" mit Drosera finlaysoniana fort und erklären, wie die Art von anderen Spinnenbein-Sonnentau (Sektion Arachnopus) unterschieden werden kann. Außerdem zeigen wir im Video, dass die in diversen Sammlungen als D. indica "Africa" verbreitete Pflanze in Wirklichkeit eine nach Honig duftende D. finlaysoniana mit Herkunft aus Asien & Australien ist. Weitere Beschreibungen folgen in Kürze. Gute Unterhaltung!

 

 

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Siggi_Hartmeyer

Diesmal zeigen wir in unserer Reihe "Sonnentau ID" Drosera aquatica. Sie wird oft mit D. finlaysoniana verwechselt die ebenfalls keine Blattstiele besitzt. Anhand ihrer typischen Behaarung lässt sie sich jedoch leicht unterscheiden. Alle von uns 1995 in der Nähe von Darwin gefundenen Pflanzen waren von Wanzen (Miridae) besiedelt.

 

 

 

 

 

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Siggi_Hartmeyer

Weiter geht es in unserer Reihe "Sonnentau ID". Drosera cucullata ist bei näherer Betrachtung so etwas wie der Paradiesvogel unter den Spinnenbein-Sonnentau (Arachnopusarten) und daher leicht zu erkennen. Überraschend sind ihre roten Emergenzen, die an Ameisenabdomen erinnern sowie die ungewöhnliche Blüte. Viel Vergnügen!

 

 

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Piesl

Kurz und knapp, aber wieder ein tolles Video.

Danke fürs Zeigen Siggy!

 

Gruß Piesl

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Siggi_Hartmeyer

Der Predator-Sonnentau / The Real Plant of Prey
Dieser Film braucht keine Worte. Drosera glanduligera kann dank seiner effektiven und schnellen Katapult-Leimfallen durchaus auch mit tierischen Räubern mithalten.

Viel Vergnügen beim "Raubpflanzenschmaus".

 

 

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Siggi_Hartmeyer

Drosera fragrans duftet nach Honig wie D. finlaysoniana „Honey Scent“, kann jedoch leicht anhand ihrer Blattstiele unterschieden werden. In der Fachliteratur werden die auch bei nicht duftenden Spinnenbein-Sonnentau (Sektion Arachnopus) vorhandenen Achselknospen als Duft ausströmende Organe (Osmophoren) bezeichnet, was wohl unzutreffend ist. Bei der von uns untersuchten D. fragrans fehlten die Achselknospen sogar. Ob der Duft von den reichlich vorhandenen Doppelzipfelmützen (Emergenzen) oder einfach durch die Spaltöffnungen abgegeben wird, ist weiterhin unklar.

 

 

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